Neue Dimension der Neuen Gentechnik zur Manipulation von Pflanzen

Eine aktuelle Publikation des von Jennifer Doudna, die 2020 „für die Entwicklung einer Methode zur Genom-Editierung“ gemeinsam mit Emmanuelle Charpentier den Nobelpreis für Chemie zugesprochen bekam, gegründeten „Innovative Genomics Institute“ zeigt, wie die Gen-Schere CRISPR/Cas bei Pflanzen dazu verwendet werden kann, um mit möglichst kleinen genetischen Veränderungen möglichst große Wirkungen zu erzielen. Die Autor:innen sprechen von ‚Hypermorphing‘. Dieses ermöglicht extreme Veränderungen von Pflanzeneigenschaften, die mit bisherigen gentechnischen Verfahren nicht möglich waren. Das teilt das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der…

weiter lesen...


„Verantwortungsloser Kahlschlag“ im Bundeshaushalt bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe

„Sollte der Haushalt 2027 so kommen, wird das Menschenleben kosten.“ Das teilt VENRO, der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO) mit, nachdem am Mittwoch Eckwerte für den Bundeshaushalt 2027 veröffentlicht wurden. Sie bestätigen nach Ansicht von VENRO die Befürchtungen der Zivilgesellschaft für die zukünftige Finanzierung von Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe. Der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) soll im kommenden Jahr zwar weniger stark schrumpfen als ursprünglich geplant, könnte mit 9,473 Milliarden Euro weit unter die Marke von 10…

weiter lesen...


Weidetierhaltung braucht eine Perspektive

In einem gemeinsamen Positionspapier fordern Bauern, Schäfer und Naturschützer die Bundesregierung auf, der Weidehaltung auf Grünland endlich eine langfristige wirtschaftliche Perspektive zu geben und eine ressortübergreifende Nationale Weidestrategie auf den Weg zu bringen. Die rund 80 Verbände, zusammengeschlossen in der Verbändeplattform GRÜNLAND, fordern zudem konkret eine Ausweitung der bundesweiten Förderung von Weidetieren in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU – auch für Milchviehbetriebe. Die Verbände betonen in diesem Zusammenhang, dass es hierfür dringend geboten ist, die aktuell in den Öko-Regelungen und Agrarumwelt- und…

weiter lesen...


Eier und Geflügelverzehr auf Rekordhöhe – aber die Geflügelseuchen auch

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Selten waren so viele Erfolgsmeldungen über Geflügel und ihre Produkte unterwegs. Aber noch nie waren auch die alarmierenden Nachrichten so häufig. Zu Ostern waren die Eier knapp und teurer als je zuvor. Der Geflügelverzehr lag im letzten Jahr auf Rekordkurs und wird zunehmend zu einer echten Alternative für Tierhalter. Zugleich überschlugen sich die Fälle von Vogelpest im letzten Herbst/Winter mit Millionen getöteten Tieren und erstmals seit 30 Jahren trat wieder die Newcastle Krankheit (ND, newcastle desease), eine hochansteckende Viruskrankheit mit hoher Sterblichkeit auf. Nachfrage wächst, Tierhaltung auch Di…

weiter lesen...


EMB schlägt Alarm: Jetzt handeln und freiwilligen Lieferverzicht unterstützen!

Das European Milk Board (EMB) schlägt Alarm: Die Entwicklung auf dem europäischen und globalen Milchmarkt hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die Milchmengen sind weltweit sehr stark gestiegen – erreichen Rekordmengen und wachsen weiter. Eine solche Entwicklung liegt deutlich außerhalb normaler Marktschwankungen und führt direkt in eine neue schwere Krise. „Wir sehen derzeit Entwicklungen, die wir in dieser Form noch nicht erlebt haben. Die Signale sind eindeutig: Wenn jetzt nicht gehandelt wird, steuern wir sehenden Auges auf einen Milchpreiskollaps zu“, warnt Kjartan Poulsen, Präsident des EMB. In vielen Mitgliedstaaten wird die Dramatik der…

weiter lesen...


MMI 2-2026: Die Wirtschaftlichkeit der Betriebe bricht erneut ein

Der Milch-Marker-Index (MMI) liegt im Januar 2026 bei 114 und damit deutlich unter den Vorjahreswerten. Gleichzeitig brechen die Auszahlungspreise im Milchsektor um über 20 Prozent ein, während die Produktionskosten nur leicht sinken. Von einem „strukturell nicht funktionierenden Milchmarkt“ spricht der Vorsitzende der MEG Milch Board Frank Lenz und „strukturelle Schieflage“ nennt es der BDM-Vorsitzende Karsten Hansen. Milch-Marker-Index sinkt Der Milch-Marker-Index (MMI), der in regelmäßigen Abständen vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) aktualisiert wird, liegt im Januar 2026 bei 114 (Basis 2020 = 100). Er liegt damit unter dem…

weiter lesen...


Darf Fleisch aus Haltungsstufe 4 als Stufe 2 verkauft werden? - Ja, unter bestimmten Voraussetzungen

Fleischprodukte aus tiergerechteren Haltungsstufen sind im Rahmen der Novelle des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes grundsätzlich auch in weniger tiergerechten Haltungsstufen vermarktbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten, das die Denkfabrik Agora Agrar in Auftrag gegeben hat. Es zeigt, unter welchen Voraussetzungen das sogenannte Downgrading mit deutschem und europäischem Recht vereinbar ist. Im Rahmen der Novelle des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) sollen Hersteller Fleischprodukte aus tiergerechteren Haltungsstufen in weniger tiergerechten Stufe vermarkten dürfen. Gegen dieses sogenannte Downgrading gab es bisher rechtliche…

weiter lesen...


BMUKN: Neues Förderprogramm leitet Trendwende ein im Umgang mit Mooren in Deutschland

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat ein neues Förderprogramm vorgestellt, das in den nächsten Jahren die Wiedervernässung von 90.000 Hektar Land ermöglichen soll. Das Besondere daran ist nicht nur die Größenordnung, sondern auch der Ansatz: Auf diesem Land soll weiter Land- und Forstwirtschaft betrieben werden, nur eben anders als bisher, teilt das Bundesumweltministerium (BMUKN) mit. Für die Umstellung stellt die Bundesregierung bis Ende 2029 rund 1,75 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Das Programm beruht auf Freiwilligkeit. Das BMUKN rechnet mit erheblichem Interesse aus Land- und Forstwirtschaft, denn…

weiter lesen...


Landwirtschaft und Ernährung jetzt krisensicher machen!

Der Iran-Krieg und seine Folgen machen deutlich: Wir müssen Landwirtschaft und Ernährung endlich krisensicher machen! Diese Botschaft richtet das „Wir haben es satt!“-Bündnis an die Bundesregierung, die sich nach Ansicht des Bündnisses mit ihrer rückwärtsgewandten Politik auf einem Irrweg befindet, dessen Preis die Bäuer*innen und Verbraucher*innen zahlen. Die Lösungen für die gegenwärtige Krise liegen für das Bündnis schon lange auf dem Tisch: mehr agrarökologische Ansätze, mehr lokale Stoffkreisläufe, mehr regionale Wertschöpfungsketten – Schluss mit der Abhängigkeit von fossiler Energie und Stickstoffdünger, Schluss mit der exportfixierten…

weiter lesen...


EU-Staaten bestätigen Trilogergebnis zur neuen Gentechnik

21.04.26 +++ Die EU-Mitgliedstaaten haben den Anfang Dezember 2025 im Trilog gefundenen Kompromiss zur Verordnung über neue gentechnische Verfahren (NGT) bei Pflanzen heute formal beschlossen. Voraussichtlich im Mai wird es nun im Europäischen Parlament noch einmal spannend: Die Initiator:innen eines fraktionsübergreifenden Änderungsantrags rechnen sich eine Mehrheit aus, die die finale Verabschiedung der Verordnung ausbremsen könnte. Zahlreiche Organisationen fordern die Abgeordneten auf, das zu tun. Der Ministerrat für auswärtige Angelegenheiten hat das Trilogergebnis zur geplanten Verordnung wie erwartet ohne Diskussion angenommen. Die nötige…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

30.04.2026

Als Junglandwirtin gehöre ich in Deutschland und EU-weit zu einer Minderheit. Nicht nur als FLINTA-Person, sondern auch, weil wir unter 40-Jährigen…