Strukturwandel gestalten statt verwalten: Warum die Lebensmittelverarbeitung jetzt politische Antworten braucht

Der Strukturwandel in der Lebensmittelverarbeitung braucht politische Antworten. Das teilt der Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. (BNN) aus Perspektive der Bio-Branche mit Blick auf eine jetzt veröffentlichte Studie der Universität Freiburg mit. Der Strukturwandel in der Lebensmittelverarbeitung ist für den BNN kein neues Phänomen. Für viele Unternehmen der Bio-Branche gehöre er seit Jahren zum Alltag: Immer weniger handwerkliche Verarbeitungsbetriebe, zunehmende Marktkonzentration, steigender wirtschaftlicher Druck und regionale Wertschöpfungsketten, die Stück für Stück verloren gehen. Vieles davon wurde nach Ansicht des BNN bislang als…

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Bundeskartellamt hat Bedenken zur Übernahme von tegut-Filialen durch Edeka

Das Bundeskartellamt hat „erhebliche wettbewerbliche Bedenken“ gegen die derzeitige Ausgestaltung der Übernahme von 202 tegut-Lebensmittelmärkte durch Edeka und diese den Verfahrensbeteiligten als sogenannte Abmahnung mitgeteilt. Die bislang von Edeka angebotenen Zusagen reichen nach vorläufiger Einschätzung des Kartellamtes nicht aus, um die Bedenken vollständig auszuräumen. Dazu erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Mit der Abmahnung legen wir den Verfahrensbeteiligten unsere vorläufige wettbewerbliche Bewertung offen. Eine abschließende Entscheidung ist damit nicht getroffen. Unsere Aufgabe ist es, den angemeldeten…

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Rechtsgutachten: Bisherige Schutzregeln gelten auch für Neue Gentechnik

Das Bundeslandwirtschaftsministerium schließt nationale Koexistenzmaßnahmen für NGT-1-Pflanzen aus. Genau die fordert der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) ein und beruft sich dabei auf ein jetzt vorgelegtes Rechtsgutachten. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sieht sich nach der Veröffentlichung des Rechtsgutachtens in seinen Forderungen nach nationalen Koexistenzregelungen an die Bundesregierung bestärkt.  Vor dem Hintergrund der EU-Verordnung zu neuen genomischen Techniken (NGT) sieht das Bundeslandwirtschaftsministerium künftig keine Möglichkeit mehr für abweichende nationale Regelungen für NGT-Pflanzen der Kategorie 1.…

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Kabinettsbeschluss zur EEG-Novelle löst vielstimmige Kritik aus

Der in der vergangenen Woche ergangene Kabinettsbeschluss zur EEG-Novelle hat vielstimmige Kritik aus der Landwirtschaft und der Energiebranche sowie von Umweltverbänden ausgelöst. So fordert Bioland bessere Rahmenbedingungen für Agri-PV und ökologisch wertvolle Biogas-Konzepte. Der Bayerische Bauernverband fordert grundlegende Nachbesserungen insbesondere bei Biogas, Redispatch und Photovoltaik und der Deutsche Bauernverband will sich für weitreichende Korrekturen einsetzen. Umweltverbände sehen den Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Kabinettsbeschluss grundsätzlich ausgebremst und für den Fachverband Biogas stellt der beschlossene Entwurf zur…

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Hitze ist keine Marktpolitik: BDM kritisiert Hoffnungen auf sinkende Milchanlieferungen

Die erneute Hitze und anhaltende Trockenheit setzen Mensch und Tier erheblich unter Druck. Für Milchviehbetriebe bedeutet sie nicht nur eine enorme Belastung für die Tiere, sondern auch weiter steigende Kosten. Gleichzeitig wird vereinzelt darauf verwiesen, hitzebedingte geringere Milchanlieferungen könnten den Milchmarkt entlasten. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) weist diese Sichtweise entschieden zurück. „Wer darauf hofft, dass Hitzewellen den Milchmarkt bereinigen, nimmt in Kauf, dass Mensch und Tier unter den Folgen extremer Wetterereignisse leiden. Eine solche Haltung ist zynisch. Sie ersetzt politische Verantwortung durch das…

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EU-Kommission setzt auf neue Gentechnik bei Tieren

In ihrer neuen Nutztierstrategie hebt die EU-Kommission die Vorteile neuer gentechnischer Verfahren in der Tierzüchtung hervor. In einem in ihrem Auftrag erstellten Gutachten sieht die EU-Lebensmittelbehörde EFSA keine neuen Risiken, wenn diese Techniken bei Tieren angewendet werden. Beides deutet darauf hin, dass die EU-Kommission nach Pflanzen und Mikroorganismen auch für Tiere aus neuer Gentechnik die Zulassungsregeln vereinfachen will. Davon betroffene Organisationen kritisieren das bereits. In der am 7. Juli veröffentlichten Nutztierstrategie der EU-Kommission heißt es: „Modernste genomische Verfahren und Tierzuchttechniken sind sowohl für die…

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Hitze, Trockenheit, fehlender Regen: AbL Bayern fordert klimaresiliente „Schwammlandschaft“ und entschlossenes politisches Handeln

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Landesverband Bayern, warnt angesichts der anhaltenden Hitze, der Trockenheit und der ausbleibenden Niederschläge vor dramatischen Folgen für die Landwirtschaft in Bayern – besonders in Franken. Die bäuerliche Interessenvertretung macht deutlich: Die zunehmenden Extremwetterlagen sind Ausdruck des Klimawandels, bedrohen die Existenz vieler Höfe und werden von der Agrarpolitik noch immer nicht ausreichend ernst genommen. Es ist Zeit, die bayerische Kulturlandschaft zu einer klimaresilienten „Schwammlandschaft“ umzubauen, die Wasser in der Fläche hält und Betriebe krisenfester macht. Dazu…

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Hollands Landwirte vor „heißem Herbst“?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ „Wir sind bereit loszuschlagen,“ die Ansage von Erik Luiten im holländischen Fernsehen ist unmissverständlich. Der Chef der „Agractie“ lässt keinen Zweifel daran, dass die Klimaschutzpläne der neuen linksliberalen Regierung „vom Tisch müssen“. Seit Montag finden an mehreren Orten landesweit wieder Protestaktionen von Landwirten statt. Traktoren an den Autobahnen, auf den Kopf gestellte Nationalfahnen erinnern an die radikalen Aktionen vor vier Jahren. Wieder wird versucht, auch andere Branchen für die Aktionen zu gewinnen, um „den ländlichen Raum gegen nationale Pläne zu schützen“. Mit dem Startschuss für…

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Langfristige wirtschaftliche Lösungen für Betriebe statt alter Rezepte

Angesichts der „desaströsen“ wirtschaftlichen Situation der milchvieh- und schweinehaltenden Betriebe sind nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Forderungen nach Export und weniger Auflagen „Rezepte aus der Mottenkiste“. Sinnvolle Elemente für mehr Planbarkeit und Gestaltungsspielraum am Markt und damit langfristig wirtschaftliche Lösungen sind für die AbL Verträge mit Berücksichtigung der Produktionskosten, ein gemeinsames Auftreten, der Ausbau der Bündelung in Erzeugerorganisationen sowie zusätzliche finanzielle Mittel zum Umbau der Tierhaltung. In Deutschland ist die Milchmenge von Januar bis Mai dieses Jahres…

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Die Verantwortung für die Förderung der Weidehaltung sieht die Bundesregierung bei den Ländern

„Die Bundesregierung bekennt sich zu einer Förderung der Weidetierhaltung. Die finanzielle Förderung der Weidetierhaltung erfolgt bereits im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK).“ So steht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der agrarpolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag, Ophelia Nick (Drucksache 21/7311, Seite 72). Die hatte gefragt, wie die Bundesregierung die Weidetierhaltung, wie im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD angekündigt, fördern wolle, angesichts der Tatsache, dass sie die bereits vom Deutschen Bundestag beschlossene Öko-Regelung…

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