Haltungsform 3 bei Schweinefleisch: Zwei Drittel noch gentechnikfrei

Bei der Haltungsform-Kennzeichnung war ursprünglich ab Stufe 3 auch gentechnikfreie Fütterung vorgeschrieben. Bei Schweinefleisch garantieren das inzwischen noch 22 der 35 Tierwohl-Siegel dieser Stufe, wie eine Recherche des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) im Vorfeld der Lebensmittelmesse Anuga 2025 ergab. Frischfleisch in Supermärkten und Discountern trägt heute meist die freiwillige fünfstufige Haltungsform-Kennzeichnung der Initiative Tierwohl. Je höher die Stufe, desto besser sind die Haltungsbedingungen für die Tiere. Neben Platz und Stall- oder Weidehaltung spielt auch die Fütterung eine Rolle bei den Kriterien, die für jede…

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Bundesumweltministerium legt Vorschlag zur Weiterentwicklung des "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" vor

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat heute in Berlin den Vorschlag seines Ministeriums (BMUKN)für den Beitrag der Natur zum Klimaschutz vorgelegt. Das Paket enthält 41 Maßnahmen, mit denen das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz in die zweite Phase der Umsetzung gehen soll. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Wäldern, Mooren und Böden. Denn derzeit stoßen geschädigte Wälder, trockengelegte Moore und ausgelaugte Böden mehr Treibhausgase aus als sie aufnehmen. Diesen Trend will das Bundesumweltministerium umkehren – und damit zugleich das Grundwasser und künftige Ernten schützen und in heißen Sommern für Abkühlung sorgen. "Ich will, dass Wälder,…

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Europäisches Patentamt: Skandalpatent auf Tomaten erteilt

Das Patent EP3911147 der niederländischen Firma Enza Zaden beansprucht Gene, die eine Resistenz gegen das Tomato Brown Rugose Fruit Virus (ToBRFV) verleihen. Dieses Virus ist eine große Gefahr für die Tomatenzucht. Darauf weist das Bündnis Keine Patente auf Saatgut! Hin, dem auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft angehört. Die beanspruchten Gene wurden in einer wilden Tomatenart (Solanum habrochaites) entdeckt, die ursprünglich aus Peru und Ecuador stammt und als eine der wichtigsten Ressourcen für genetische Vielfalt in der Tomatenzucht gilt. Das Patent wurde im Juli 2025 vom Europäischen Patentamt (EPA) erteilt. ​​Die…

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Chile und Argentinien erlauben ersten Crispr-Weizen in Amerika

Das chilenische Startup Neocrop Technologies hat mit dem neuen gentechnischen Verfahren Crispr/Cas einen Weizen mit Ballaststoffen im Weißmehl entwickelt. Wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte, haben die chilenische Genehmigungsbehörde SAG und die argentinische Genehmigungsbehörde Conabia entschieden, dass dieser Weizen in ihren Ländern nicht unter das Gentechnikrecht fällt und ohne Risikoprüfung angebaut und vermarktet werden darf. Damit wurde erstmals in Amerika ein Crispr-Weizen zugelassen. Neocrop will noch im Herbst mit ersten Feldversuchen beginnen. Ballaststoffe gelten als gesund, befinden sich aber bei Körnern überwiegend in der…

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Zahl der Mühlen sinkt weiter

Auch in der Mühlenwirtschaft hält der Strukturwandel an – während die Zahl der Mühlen sank, stieg die je Betrieb vermahlte Getreidemenge. Erstmals verarbeiteten deutsche Mühlen 2024/25 im Durchschnitt mehr als 55.200 Tonnen Getreide je Betrieb (Vorjahr: 53.186). Die ersten Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zur Mühlenstruktur 2024/25 zeigen: Die Anzahl der Handelsmühlen sank weiter auf 170 (-4 im Vergleich zum Vorjahr). Insgesamt vermahlten diese Mühlen rund 9,4 Millionen Tonnen Getreide, davon rund 358.000 Tonnen Dinkel – ein Rekordwert. Mehr große, weniger kleine Mühlen Gab es 2014/15 noch 213 Mühlen in Deutschland, sank die…

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Den Start der Tierhaltungskennzeichnung nicht weiter hinauszögern

In einer ersten Reaktion auf die Ergebnisse der heute beendeten Agrarministerkonferenz fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, den Start des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes nicht weiter hinauszuzögern, und zeigt unter anderem ihr Unverständnis über die massive Gegenwehr einiger Bundesländer gegen verbindliche EU-Vorgaben zur Degression und Kappung der EU-Agrargelder. „Die AbL begrüßt, dass die Argrarminister:innen von Bund und Ländern das staatliche Tierhaltungskennzeichnungsgesetz grundsätzlich unterstützen“, erklärt Martin Schulz, AbL-Bundesvorsitzender und Schweinehalter.  Damit bestätigen sich laut Schulz die…

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Tierhaltungskennzeichnungsgesetz: Keine Abschaffung, einzelne Klärungen, aber auch Lücken und Verwässerungen

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz wird wohl kommen, auch die Agrarministerkonferenz (AMK) hat sich grundsätzlich dazu bekannt. Noch rechtzeitig vor der AMK hat das Berliner Ministerium einen Referentenentwurf in Umlauf gebracht, um den Angriff einzelner Länder (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen) auf Abschaffung, der auf der AMK dann offensichtlich gescheitert ist, zu parieren und diverse offene Fragen des „alten“ Gesetzes neu interpretiert. Inwieweit das Papier nur Wunsch-Vorschläge der CDU/CSU abbildet, erscheint unklar. Geeint ist es mit der SPD wohl nicht. Viele Verbände von der Fleischindustrie über…

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Kein Freifahrtschein für Pestizid-Konzerne!

Vor dem Hintergrund der Bemühungen einiger vor allem unionsgeführter Bundesländer bei der heute endenden Agrarministerkonferenz (AMK), das Vetorecht des Umweltbundesamts bei der Zulassung von Pestiziden zu kippen, warnen Bioland und Naturland vor den Konsequenzen. Bei der AMK in Heidelberg formiert sich eine Interessengemeinschaft für mehr Pestizide auf deutschen Äckern und Feldern, so die zwei Verbände. Unions- und FDP-Landesagrarminister:innen wollen demnach das Vetorecht des Umweltbundesamts (UBA) bei der Zulassung von Pestiziden kippen. Bisher hat das UBA das letzte Wort, wenn es darum geht, ein neues Pflanzenschutzmittel einzuführen. Als…

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Am Milchmarkt besteht weiterhin hoher Handlungsdruck für Veränderungen!

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband Deutscher Milchviehalter (BDM), LsV Deutschland, MEG Milch Board sowie weitere Verbände, unter anderem der Bauernverband und der Milchindustrie-Verband, haben sich mit Bundeslandwirtschaftsminister Rainer zur Milchmarktpolitik ausgetauscht. Das Gespräch machte nach Ansicht von AbL, BDM, LsV und MEG Milch Board deutlich, dass Minister Rainer bisher keine marktpolitischen Konzepte für Milcherzeuger:innen im Angebot hat, die über den unbefriedigenden Status Quo hinausgehen, während die anderen Verbände den Minister unter anderem mit seiner Ablehnung des Artikels 148 GMO auf dem…

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Noichl: „Büchse der Pandora geöffnet“

Der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments hat am Mittwoch die Vorschläge der Europäischen Kommission zu einer weiteren „Vereinfachung“ der europäischen Agrarpolitik im Rahmen des Omnibus-Verfahrens, das von der EU-Kommission initiiert wurde, um bestehende EU-Vorschriften zu vereinfachen, den Bürokratieaufwand zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zu steigern, angenommen. Dass im Schatten von sogenannten „kleinen Vereinfachungen“ aber große Deregulierungen stattfinden, stellt nach Ansicht der agrarpolitischen Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl leider die neue Normalität in der EU dar. In Zeiten der…

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