AbL fordert konsequentes Handeln nach der Feststellung des „günstigen Erhaltungszustands" des Wolfes in Deutschland

Deutschland hat durch das Bundesumweltministerium (BMUKN) den "günstigen Erhaltungszustand" für die atlantische und die kontinentale Region an die EU-Kommission gemeldet. Die rechtlichen Grundlagen für die rechtssichere und zeitnahe Entnahme von Problemwölfen im Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz zum Wolf sollen nun angepasst werden. Dazu erklärt Kirsten Wosnitza, AbL-Milchbäuerin in Schleswig-Holstein: "Die Daten sind Teil des sogenannten FFH-Berichts Deutschlands an die Europäische Union. Das ist eine gute Voraussetzung, um die Zusammenarbeit von Tierhaltern und Naturschützern im Thema Weide wieder positiv zu gestalten. Jetzt müssen die…

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Schweinepreise dramatisch abgestürzt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Noch vor wenigen Wochen hatte man für das Restjahr 2025 stabile Schweinepreise vorausgesagt. Diese Woche stürzten sie nun überraschend um 9% auf 1,70 €/kg und die Ferkelpreise fielen gleich um 22% auf nurmehr 44 €/Ferkel hinterher. Zwar hatten die Schlachtunternehmen bereits seit dem Sommer über fehlende „Impulse“ vom Markt geklagt. Aber bisher hatten die Erzeugergemeinschaften noch dem Preisdruck standgehalten bzw. nur teilweise nachgegeben. Nun drohten die Schlachter mit reduzierter Abnahme, da die Fleischnachfrage stockte und auch nach den Ferien nicht wieder in Gang gekommen war. Zudem hat sich der europäische…

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Antibiotikaabgabe in Tiermedizin leicht gestiegen

Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2024 leicht gestiegen, meldet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Und in einem jetzt vorgelegten Bericht warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einem weltweit zunehmenden Auftreten von Antibiotikaresistenzen. Mit Blick auf die BVL-Zahlen fordert Reinhild Benning, Agrarexpertin der Deutschen Umwelthilfe (DUH), unter anderem ein Verbot der für die Humanmedizin besonders wichtigen Reserveantibiotika in der Massentierhaltung. Und der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling fordert anlässlich der Veröffentlichung des WHO-Berichts „endlich…

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MMI 4-2025: Vertragspflicht würde Position der Milcherzeuger stärken

Der Milch Marker Index (MMI) lag im Juli 2025 bei 116. Die Milcherzeugungskosten verharrten auf einem Niveau von 53,53 Cent pro Kilogramm, was einem Anstieg von 1,53 Cent gegenüber Januar entspricht. Trotz dieser Belastung führten moderate Steigerungen bei den Milchauszahlungspreisen im ersten Halbjahr bundesweit zu einer knappen Kostendeckung. Die Aufwendungen für Gebäude- und Maschinenunterhalt gingen zurück, während Betriebs-, Energie- und Futtermittelkosten weiter anzogen. Es gibt nach wie vor deutliche regionale Unterschiede: Während in den Regionen Nord und Ost die Kosten zu 113 beziehungsweise 106 Prozent gedeckt waren, fehlten im Süden 13…

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Welternährungstag: Breites Bündnis präsentiert 11 Schritte zur Hungerbekämpfung

Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober veröffentlicht ein breites Bündnis aus 23 Nichtregierungsorganisationen das „Positionspapier Welternährung 2030: 11 Schritte für eine Zukunft ohne Hunger". Führende umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen fordern, die globalen Strategien zur Hungerbekämpfung neu auszurichten. Sie formulieren 11 konkrete Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft. Das Bündnis kritisiert, dass das Ziel der Agenda 2030 – Kein Hunger bis 2030 – in weite Ferne gerückt ist. Bisherige Ansätze, die darauf setzen, Produktivität zu steigern und private Investitionen zu fördern,…

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Breites Bündnis demonstriert unter dem Motto „Gemeinsam ackern! EU-Mercosur stoppen! Für eine solidarische Agrar- und Ernährungswende!“

Am 11. Oktober 2025 hat ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, initiiert von Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/ Bremen (AbL), Klima*Kollektiv und Netzwerk gerechter Welthandel zur Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam ackern! EU-Mercosur stoppen!“ aufgerufen. 420 Demonstrierende waren dem Aufruf gefolgt und haben so ein starkes Zeichen gegen das EU-Mercosur-Abkommen gesetzt. Das Bündnis forderte eine solidarische Agrar- und Ernährungswende. Das geplante Abkommen würde den Import von billigen Agrarprodukten fördern, Regenwaldzerstörung und industrielle Monokulturen vorantreiben und damit Klima, Artenvielfalt und…

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Werden Auflagen für Einsatz von gentechnischen Verfahren bei Produktion von Lebensmitteln abgesenkt?

Im Rahmen ihres Omnibus-Vereinfachungspaketes hatte die EU-Kommission auch eine Konsultation zu einer Initiative zur Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit gestartet, die am 14. Oktober endete. Deutliche Kritik am Inhalt dieser sogenannten „Vereinfachung“ haben im Rahmen der Konsultation unter anderem die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gemeinsam mit den Freien Bäckern sowie das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech geübt. Die Initiative könnte zu einer Absenkung der Standards für die Risikobewertung und Kennzeichnung von Produkten führen, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen…

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IG BAU fordert 15 Prozent mehr Lohn für Beschäftigte in der Landwirtschaft

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert 15 Prozent mehr Lohn für Beschäftigte in der Landwirtschaft. "Völlig unangemessen" nennen das umgehend die Arbeitgeberverbände. Exakt 18 Euro pro Arbeitsstunde für eine ausgebildete Fachkraft, derzeit werden 15,64 Euro bezahlt, fordert die Tarifkommission für die Landwirtschaft in der IG BAU. Das bedeutet, dass die Gewerkschaft in den anstehenden Tarifverhandlungen für die bundeweit knapp 500.000 Beschäftigten in der Branche rund 15 Prozent mehr Lohn einfordert. „Auch an den Arbeitnehmer*innen auf den Feldern und in den Ställen ist die steigende Inflation, sind die höheren Mietpreise und die…

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Großbritannien: Menschenversuch mit gentechnisch veränderter Vitamin D–Tomate

Das John Innes Centre im britischen Norwich will seine gentechnisch veränderte Vitamin D – Tomate an Freiwilligen testen. Der Versuch soll zeigen, ob der Verzehr der mit einer Vitamin D – Vorstufe angereicherten Tomaten tatsächlich die Konzentration des Vitamins im menschlichen Körper erhöht. Kritiker:innen bemängeln, dass die Sicherheit der Gentechnik-Tomate dabei nicht untersucht wird. Wissenschaftler:innen des John Innes Centre unter Leitung der Professorin Cathie Martin haben eine Tomatenpflanze entwickelt, die in ihren Früchten und Blättern hohe Konzentrationen an 7-Dehydrocholesterin (7-DHC) enthält. Diese Substanz wird auch Provitamin D3…

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Erfolg für gerechtere Agrarmärkte, gewaltiger Rückschritt beim Schutz bäuerlicher Produktionsgrundlage

Kontroverse Reaktionen haben die Entscheidungen des EU-Parlaments zur Gemeinsamen Marktordnung (GMO) und zum „Vereinfachungspaket“ im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ausgelöst. „Mit gemischten Gefühlen“ bewertet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft die Entscheidungen. „Gut so“ ist in ihren Augen die Entscheidung zur GMO, die Stärkung der Position der Bäuerinnen und Bauern in der Lieferkette, während das „Vereinfachungspaket“ für die AbL „eine Katastrophe“ darstellt.  „Ein wichtiges und ermutigendes Signal für Europas Bäuerinnen und Bauern“ sieht auch das European Milk Board (EMB) in der GMO-Entscheidung. Eine ähnliche Beurteilung…

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