Konservative wollen Kulturkampf statt faire Preise für Landwirtinnen und Landwirte

Mit Blick auf das Ergebnis der Trilog-Verhandlungen von Europäischem Parlament, Rat und EU-Kommission in Brüssel zur Reform der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) üben die EU-Abgeordneten Maria Noichl (SPD) und der grüne Martin Häusling deutliche Kritik am Verhalten der Konservativen. Nach Ansicht von Noichl ist von den ursprünglichen Vorschlägen des Parlaments zur Stärkung der Landwirt:innen im Ergebnis wenig übriggeblieben. Zudem seien die Verhandlungen von einer symbolpolitischen Debatte überschattet worden: Darf ein pflanzliches Produkt weiterhin 'Veggie-Burger' heißen oder nicht? Das Ergebnis: Ein generelles Verbot solcher Bezeichnungen ist…

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Rote Gebiete: Niedersachsen nimmt Revision beim BVerwG zurück

Niedersachsen hat die Revision beim Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) betreffend der „Roten Gebiete“ in Niedersachsen zurückgenommen. Das teilt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) mit und fordert den Bund auf, die Düngeverordnung schnell nachzubessern und Rechtssicherheit zu schaffen. Im Januar 2025 hatte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die „Niedersächsische Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat“ für die roten Gebiete für unwirksam erklärt. Gegen dieses Urteil hatte Niedersachsen zunächst beim…

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Gemeinsam stärker: Bio-Allianz begrüßt drei neue Mitglieder

Bio Suisse, Biopark und Verbund Ökohöfe werden neue Mitglieder der Bio-Allianz. Das hat der Vorstand des Bio-Allianz e.V., gegründet Mitte letzten Jahres, einstimmig beschlossen. Mit der Erweiterung setzt die Bio-Allianz ein klares Zeichen für verstärkte Zusammenarbeit im ökologischen Landbau. Bio Suisse repräsentiert als Dachorganisation 7.400 und damit rund 95 Prozent der Schweizer Biobetriebe. Mit Biopark und dem Verbund Ökohöfe treten ferner starke, gewachsene Strukturen mit bisherigem Schwerpunkt in Nord- bzw. Ostdeutschland bei. Die Aufnahme der drei Organisationen erfolgt in einer Phase, in der sich die Marktbedingungen für ökologische…

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„Hände weg von der Natur!“

Anlässlich der Eröffnung des 38. Deutschen Naturschutztags in Berlin warnen die im Deutschen Naturschutzring organisierten Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen eindringlich vor aktuellen politischen Bestrebungen, zentrale Umweltgesetze zu schwächen.  „Unter dem Vorwand von Bürokratieabbau und Beschleunigung erfolgt aktuell ein massiver Angriff auf den Natur- und Umweltschutz in Europa. Gemeinsam mit bislang über 345.000 Bürgerinnen und Bürgern in der EU sagen wir daher: Hände weg von der Natur!“, erklären die beteiligten Organisationen. „Wenn Gesetze geschwächt werden, die unser Wasser, unsere Böden und die Artenvielfalt schützen, gefährden…

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Fachverband Biogas präsentiert aktuelle Branchenzahlen

In Deutschland droht die Stilllegung vieler Biogasanlagen, weil Parameter und Perspektiven nicht passen. Das hat der Präsident des Fachverbandes Biogas (FvB), Thomas Karle, hervorgehoben. „Das müssen wir dringend ändern“, appellierte Karle am Mittwoch (10.3.) bei der Vorstellung der aktuellen Branchenzahlen an die Politik. Gebraucht werde eine „kluge Energiewende“ mit einer planbaren Investitionssicherheit, weg vom Schlingerkurs. Das schreibt der Presse- und Informationsdienst Agra Europe mit Blick auf die Pressekonferenz des FvB. Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierte der FvB seine aktuellen Branchenzahlen, die erstmals in Zusammenarbeit mit dem…

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EU-Klimabeirat: Bestehende Maßnahmen reichen nicht, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten und Existenzgrundlage für Landwirtinnen und Landwirte zu schützen

Das Agrar- und Ernährungssystem der EU ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Düngemittelproduktion bis hin zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern in zunehmendem Maße durch den Klimawandel bedroht und gleichzeitig für etwa ein Drittel der Netto-Treibhausgasemissionen der EU verantwortlich. Das teilt der Europäische Wissenschaftliche Beirat für Klimawandel mit und fordert die EU auf, die Klimaanpassung, die Minderung von Treibhausgasemissionen sowie die Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre im gesamten Agrar- und Ernährungssystem zu verstärken, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, die Existenzgrundlagen der Landwirtinnen und…

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AbL begrüßt Vertragspflicht für Milch!

Europäische Kommission, Parlament und Rat haben sich gestern Abend auf eine Reform der Gemeinamen Marktordung (GMO) geeinigt. Für Ottmar Ilchmann, AbL Sprecher für Agrarpolitik, angesichts der ersten bekannt gewordenen Ergebnisse ein „guter Anfang“, für eine Stärkung von Bäuerinnen und Bauern am Markt brauche es jedoch deutlich mehr. „Die europaweite Vertragspflicht für Milch kommt. Gut, dass sich Milchindustrie und Bauernverband mit ihren vehementen Bemühungen, eine generelle Ausnahmemöglichkeit für die Mitgliedstaaten zu erreichen, nicht durchsetzen konnten“, so Ilchmann. Die enthaltenen Ausnahmeregelungen für Genossenschaftsmolkereien und die…

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EMB zum Trilogergebnis: wichtige Fortschritte bei Verträgen, jedoch auch große Schlupflöcher im Milchsektor

Im Trilog zwischen Europäischem Parlament, Rat und Europäischer Kommission zu den zukünftigen Regeln bei der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) wurde nach mehrmonatigen Verhandlungen gestern ein Ergebnis erzielt. Für die Erzeuger enthält es nach Ansicht des European Milk Board (EMB) wichtige Fortschritte – insbesondere beim Thema Lieferverträge. Gleichzeitig warnt das EMB jedoch vor erheblichen Schwachstellen, die die tatsächliche Wirkung für viele Landwirte deutlich einschränken. Wichtiger Fortschritt: Verpflichtende Verträge Ein zentraler positiver Punkt der Einigung ist laut EMB die Stärkung der Position der Landwirte bei Lieferverträgen. Künftig sollen…

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Milcherzeugung in Deutschland: weltmarktabhängig, LEH- gesteuert, genossenschaftlich organisiert, ohnmächtig am Markt und in Krisen allein gelassen

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Die Krise am Milchmarkt ist allgegenwärtig. Der Erzeugerpreis ist weit unter 40 ct/kg abgestürzt – 40% unter September. Die Ursache wird gern hin und her gewendet. Die Milchviehhalter bekommen den „schwarzen Peter“, da sie zu viel Milch produzieren. Die Regierung gibt sich nicht zuständig, z.B. auf Milchgipfeln, die besser Tunix-Treffen heißen sollten. Und die Molkereien schieben die Milchmenge in alle möglichen Kanäle und lassen die Milchbäuerinnen und Milchbauern die Zeche zahlen. Um wenigstens nicht ohne jede Hoffnung dazustehen, verweisen Branchenkenner auf eine leichte Erholung auf dem Weltmarkt und „warten“…

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BDM-Forderungspapier zur Düngegesetzgebung

Der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat vor dem Hintergrund der notwendigen Regelungen der zukünftigen Düngepraxis das nachfolgende „Forderungspapier zur Düngegesetzgebung – Güllebreitverteilung (Ammoniakemissionsminderung) praxistauglicher gestalten“ veröffentlicht (nachfolgend im Wortlaut). 1) Güllebreitverteilung: Die Kontrollen der LfL haben bestätigt, was viele Landwirte während der Güllesaison 2025 bereits vermuteten. Ein erheblicher Teil der Gülleproben hat den erforderten TS-Gehalt von 4,6 % überschritten. Dies geschieht in der Regel nicht mutwillig, sondern so manchem Landwirt fehlt Güllelagerraum, vor allem nach der Wintersperrzeit.…

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