Aldi Süd: Ab Januar 2026 kein Frischfleisch mehr aus der Haltungsform 1

Ab Mitte Januar 2026 soll es bei Aldi Süd kein Frischfleisch mehr aus der Haltungsform 1 geben. Ausgenommen sind Markenartikel und internationale Spezialitäten. Umwelt- und Tierschützer:innen begrüßen die Ankündigung als weiteren Schritt zu mehr Tierwohl. Sie und Aldi Süd sehen übereinstimmend auch die Politik gefordert. Die Tiergesundheit in den Schweineställen fördern will auch Tönnies und kündigt ein entsprechendes Bonussystem an. Zum Verzicht auf die Haltungsform 1 heißt es bei Aldi Süd: „Dieser Schritt ist in der Branche einzigartig und ein weiterer erreichter Meilenstein auf dem Weg zum großen Ziel #Haltungswechsel 2030. In gut vier Jahren wird…

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Bäuerliche Beständigkeit

Die November-Ausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Im Schwerpunkt haben wir kostenbewusste und auf ihre eigenen Ressourcen bedachte Höfe in den Blick genommen. Denn zwischen Wachsen und Weichen gibt es eine große Bandbreite solcher Betriebe, die aber meist nicht groß in der Öffentlichkeit stehen. In ihrem Kommentar betont Lucia Heigl, Milchbäuerin aus dem Bayerischen Wald und im AbL-Bundesvorstand, den Wert der bäuerlichen Selbstbestimmung. Als Werkzeuge zur Gestaltung nennt sie bäuerliche Tugenden wie Fleiß, Sparsamkeit und Weitsicht, die nicht nostalgisch verklärt, sondern pragmatisch angewandt zu einem Bauplan für Resilienz verhelfen können.…

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Weltnaturschutzunion billigt Gentechnik in freier Wildbahn

16.10.2025 +++ Künftig können gentechnisch veränderte Organismen mit dem Segen der Weltnaturschutzunion IUCN zu Naturschutzzwecken freigesetzt werden. Das haben die Mitglieder der Organisation auf dem Weltnaturschutzkongress in Abu Dhabi am Dienstag beschlossen. Gestern lehnten sie den Antrag auf ein Freisetzungsmoratorium mit knapper Mehrheit ab. Das Moratorium (Motion 133) beantragt hatte die französische Umweltorganisation Pollinis, unterstützt von weiteren Organisationen aus Benin, Kanada, Ecuador, Pakistan und der Schweiz sowie dem Deutschen Naturschutzring, vertreten durch seine Mitgliedsorganisation Zukunftsstiftung Landwirtschaft mit ihrer…

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BÖLW sieht Verbesserungsbedarf für Bio-Importe

Am European Organic Day im September hat EU-Agrarkommissar Christophe Hansen angekündigt, die EU-Öko-Verordnung (2018/848) zukunftsfest machen zu wollen und bis Ende des Jahres wichtige Veränderungen vornehmen zu wollen. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sieht vor allem bei Importen echten Bedarf für die von der EU-Kommission geplante Anpassung. Für andere wichtige Vereinfachungen empfiehlt der BÖLW flexiblere Auslegungen und nachgelagerte Rechtsakte.  „Wir begrüßen, dass die EU-Kommission das EU-Öko-Basis-Recht öffnen will, um wichtige Anpassungen vorzunehmen, die nur auf diesem Weg zu erreichen sind“, erklärt Peter Röhrig,…

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AbL fordert konsequentes Handeln nach der Feststellung des „günstigen Erhaltungszustands" des Wolfes in Deutschland

Deutschland hat durch das Bundesumweltministerium (BMUKN) den "günstigen Erhaltungszustand" für die atlantische und die kontinentale Region an die EU-Kommission gemeldet. Die rechtlichen Grundlagen für die rechtssichere und zeitnahe Entnahme von Problemwölfen im Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz zum Wolf sollen nun angepasst werden. Dazu erklärt Kirsten Wosnitza, AbL-Milchbäuerin in Schleswig-Holstein: "Die Daten sind Teil des sogenannten FFH-Berichts Deutschlands an die Europäische Union. Das ist eine gute Voraussetzung, um die Zusammenarbeit von Tierhaltern und Naturschützern im Thema Weide wieder positiv zu gestalten. Jetzt müssen die…

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Schweinepreise dramatisch abgestürzt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Noch vor wenigen Wochen hatte man für das Restjahr 2025 stabile Schweinepreise vorausgesagt. Diese Woche stürzten sie nun überraschend um 9% auf 1,70 €/kg und die Ferkelpreise fielen gleich um 22% auf nurmehr 44 €/Ferkel hinterher. Zwar hatten die Schlachtunternehmen bereits seit dem Sommer über fehlende „Impulse“ vom Markt geklagt. Aber bisher hatten die Erzeugergemeinschaften noch dem Preisdruck standgehalten bzw. nur teilweise nachgegeben. Nun drohten die Schlachter mit reduzierter Abnahme, da die Fleischnachfrage stockte und auch nach den Ferien nicht wieder in Gang gekommen war. Zudem hat sich der europäische…

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Antibiotikaabgabe in Tiermedizin leicht gestiegen

Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2024 leicht gestiegen, meldet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Und in einem jetzt vorgelegten Bericht warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einem weltweit zunehmenden Auftreten von Antibiotikaresistenzen. Mit Blick auf die BVL-Zahlen fordert Reinhild Benning, Agrarexpertin der Deutschen Umwelthilfe (DUH), unter anderem ein Verbot der für die Humanmedizin besonders wichtigen Reserveantibiotika in der Massentierhaltung. Und der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling fordert anlässlich der Veröffentlichung des WHO-Berichts „endlich…

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MMI 4-2025: Vertragspflicht würde Position der Milcherzeuger stärken

Der Milch Marker Index (MMI) lag im Juli 2025 bei 116. Die Milcherzeugungskosten verharrten auf einem Niveau von 53,53 Cent pro Kilogramm, was einem Anstieg von 1,53 Cent gegenüber Januar entspricht. Trotz dieser Belastung führten moderate Steigerungen bei den Milchauszahlungspreisen im ersten Halbjahr bundesweit zu einer knappen Kostendeckung. Die Aufwendungen für Gebäude- und Maschinenunterhalt gingen zurück, während Betriebs-, Energie- und Futtermittelkosten weiter anzogen. Es gibt nach wie vor deutliche regionale Unterschiede: Während in den Regionen Nord und Ost die Kosten zu 113 beziehungsweise 106 Prozent gedeckt waren, fehlten im Süden 13…

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Welternährungstag: Breites Bündnis präsentiert 11 Schritte zur Hungerbekämpfung

Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober veröffentlicht ein breites Bündnis aus 23 Nichtregierungsorganisationen das „Positionspapier Welternährung 2030: 11 Schritte für eine Zukunft ohne Hunger". Führende umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen fordern, die globalen Strategien zur Hungerbekämpfung neu auszurichten. Sie formulieren 11 konkrete Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft. Das Bündnis kritisiert, dass das Ziel der Agenda 2030 – Kein Hunger bis 2030 – in weite Ferne gerückt ist. Bisherige Ansätze, die darauf setzen, Produktivität zu steigern und private Investitionen zu fördern,…

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Breites Bündnis demonstriert unter dem Motto „Gemeinsam ackern! EU-Mercosur stoppen! Für eine solidarische Agrar- und Ernährungswende!“

Am 11. Oktober 2025 hat ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, initiiert von Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/ Bremen (AbL), Klima*Kollektiv und Netzwerk gerechter Welthandel zur Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam ackern! EU-Mercosur stoppen!“ aufgerufen. 420 Demonstrierende waren dem Aufruf gefolgt und haben so ein starkes Zeichen gegen das EU-Mercosur-Abkommen gesetzt. Das Bündnis forderte eine solidarische Agrar- und Ernährungswende. Das geplante Abkommen würde den Import von billigen Agrarprodukten fördern, Regenwaldzerstörung und industrielle Monokulturen vorantreiben und damit Klima, Artenvielfalt und…

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