BÖLW mahnt EU-Kommission zu Kurskorrektur bei Öko-Geflügelhaltung

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sieht die Zukunft der Öko-Geflügelhaltung durch eine Neuauslegung der EU-Öko-Verordnung durch die EU-Kommission massiv bedroht. Künftig soll nur noch ein Mastgeflügelstall pro Hof erlaubt sein. Darüber haben die Spitzen der Landwirtschaftsverbände im BÖLW auf dem Bio-Puten-Hof Zieslübbe in Mecklenburg-Vorpommern beraten. „Wer den Ökolandbau in Europa stärken will, darf bewährte Strukturen nicht zerstören. Wir brauchen praxisgerechte Regeln für die Bio-Geflügelhöfe, die Tierwohl, Umwelt und Betriebe gleichermaßen sichern. Die neue Auslegung würde Investitionen auf den Höfen zunichtemachen und den Umbau…

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Forschung: Neue Gentechnik lässt sich nachweisen

Das von der Europäischen Union geförderte Forschungsprojekt Darwin hat erste Ergebnisse und eine klare Botschaft an die Politik veröffentlicht: Anders als oft behauptet, können Labore nachweisen, ob mit neuen gentechnischen Verfahren in das Erbgut von Pflanzen eingegriffen wurde. Doch damit die Labore solche Nachweise schnell entwickeln können, müssen die rechtlichen Vorgaben für die Hersteller stimmen, schrieben die Forschenden. Die wichtigsten Bedingungen: Unternehmen, die mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellte Organismen vermarkten wollen, müssen genau angeben, was sie geändert haben. Ferner müssen sie Referenzmaterial für…

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Massive Menschenrechtsverletzungen bei deutschem Agrarinvestor Amatheon in Sambia

Eine aktuell veröffentlichte Studie von FIAN Deutschland deckt gravierende Menschenrechtsverletzungen beim Agrarunternehmen Amatheon in Sambia auf. Die mehrjährige Recherche zeigt massive Probleme bei Landbesitz, Zwangsräumungen, Wasserzugang und der illegalen Beschlagnahmung von Vieh. Der Berliner Investor Amatheon ist laut FIAN über 14 Tochterfirmen in der Agrarwirtschaft in Sambia, Simbabwe und Uganda aktiv. Die mit Abstand größten Investitionen tätigte das Unternehmen in Sambia. Nach eigenen Angaben hat Amatheon dort seit 2012 rund 40.000 Hektar Land erworben und gilt damit als größter deutscher Agrarinvestor auf dem afrikanischen Kontinent. Zu…

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Deutsche Bank finanziert Wald-zerstörende Unternehmen

Ein neuer Bericht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Umweltorganisation Harvest deckt auf, mit wie viel Geld die Deutsche Bank indirekt weltweit Entwaldung finanziert: Zwischen 2018 und 2024 flossen demnach fast 400 Millionen US-Dollar an Krediten sowie 176 Millionen US-Dollar an Investitionen in Unternehmen, die nachweislich entwalden. Die Unternehmen aus Branchen wie Palmöl, Rindfleisch, Zellstoff und Soja, zu denen zum Beispiel Cargill und Bunge gehören, sind laut DUH/Harvest allesamt Treiber globaler Abholzung. Dabei reichen ihrer Ansicht nach die selbstgesetzten Umwelt- und Sozialrichtlinien der Bank nicht aus, um Entwaldungsrisiken…

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AbL begrüßt EU-Strategie zur Förderung des Generationenwechsels

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft begrüßt die am Dienstag von EU-Agrarkommissar Christophe Hansen vorgestellte „Strategie für die Generationserneuerung in der Landwirtschaft“ der EU-Kommission.  Diese zielt darauf ab, den Anteil der Junglandwirt:innen in der EU bis 2040 zu verdoppeln, wobei das Ziel darin besteht, dass junge und neue Landwirt:innen etwa 24 % der europäischen Landwirt:innen ausmachen. Um dies zu erreichen, werden in der Strategie fünf wichtige Hebel für Maßnahmen genannt: Zugang zu Land, Finanzierung, Qualifikationen, gerechter Lebensstandard in ländlichen Gebieten und Unterstützung der Erbfolge. Jeder Hebel soll durch…

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Zeit für ein neues Saatgutsystem auf Augenhöhe

Die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) in Bonn verstärkt wieder den Druck auf Landwirte. Die IG Nachbau hält dagegen. Georg Janßen, Geschäftsführer der IG Nachbau, nimmt im Namen des bäuerlichen Sprecherrats seiner Organisation Stellung: „Ständig erreichen uns in letzter Zeit Anrufe von Landwirtinnen und Landwirten aus dem Bundesgebiet, die sich heftigen Attacken der STV ausgesetzt sehen: Kontrollbesuche auf den Höfen, Unterlassungserklärungen, fünfstellige Schadensersatzforderungen, hohe Nachbaugebühren, Androhung und Festsetzung von Klageverfahren vor Landgerichten. Der Bund der Deutschen Pflanzenzüchter (BDP) und sein Inkassounternehmen STV…

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BayWa: Bilanz fehlerhaft – Sanierungsplan in Gefahr

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Der Vorstand des Münchner Agrarkonzerns BayWa beteuert immer wieder, dass der Sanierungsplan steht, man auf dem richtigen Weg sei, um die Aktionäre zu beruhigen. Doch ständig kommt etwas dazwischen, das die Zweifel an dem mit 5,6 Mrd. € hochverschuldeten Agrarkonzern nährt, ob das auf Kante genähte Sanierungskonzept tragfähig bleibt. Deftige Ohrfeige durch die BaFin  Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das angeschlagene Unternehmen gerügt, dass der Geschäftsbericht 2023 kein vollständig zutreffendes Bild der wirtschaftlichen Lage beschrieben und offenkundige Risiken verschwiegen habe.…

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Die patentfreie Zone für die klassische Pflanzenzucht in Europa bewahren!

Das Bündnis Keine Patente auf Saatgut! hat einen Bericht über jüngst erteilte oder angemeldete europäische Patente auf klassische Pflanzenzucht vorgelegt. Ein Beispiel hierfür ist ein Patent auf die Züchtung einer natürlichen Eigenschaft bei Tomaten, das lediglich auf Kreuzung und Selektion basiert (EP3911147). Vor diesem Hintergrund legt Keine Patente auf Saatgut! als Bestandteil des Berichts einen neuen Vorschlag zur Präzisierung des Patentrechts vor, mit dem derartige Patente in Zukunft verhindert werden sollen. „Diese Patente gefährden die Produktion von Lebensmitteln und die Pflanzenzüchtung, weil sie den Zugang zu biologischen Ressourcen…

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Politik muss Rahmenbedingungen für Agroforst verbessern

Landwirtinnen und Landwirte haben großes Interesse an Agroforstsystemen (AFS), trotzdem werden sie noch zu selten umgesetzt. Dadurch bleiben große Chancen für Klimaschutz, Artenvielfalt und eine zukunftsfähige Landwirtschaft ungenutzt. Das teilt der Wissenschaftliche Beirat für Natürlichen Klimaschutz (WBNK) mit und hat zur Klärung der Frage, warum das so ist und an welchen Stellschrauben gedreht werden sollte, ein Gutachten in Auftrag gegeben. „Agroforstsysteme verbinden produktive Landwirtschaft mit aktiven Beiträgen zu Klimaschutz und Artenvielfalt. Sie sind ein Schlüssel für die Zukunft unserer Agrarlandschaften. Nun braucht es auch den…

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UN-Sonderberichterstatter warnt: Konzernmacht gefährdet das Recht auf Nahrung

Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Michael Fakhri, warnt in seinem kürzlich der UN-Generalversammlung vorgestellten Bericht „Unternehmensmacht und Menschenrechte in Lebensmittelsystemen“ vor der zunehmenden Konzentration von Marktmacht bei wenigen transnationalen Konzernen, die politisch immer größeren Einfluss haben und bestimmen, was an Lebensmitteln produziert und konsumiert wird. Darauf weisen die Menschenrechtsorganisation FIAN und die Coordination gegen Bayer-Gefahren hin, da unter anderem mit Bayer auch deutsche Konzerne in dem Bericht genannt werden. Der Bericht stellt klar, dass die Machtfülle der Konzerne gravierende…

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