06.02.2021

Bayer mit neuem Vorschlag zur Vermeidung weiterer Klagen

2019 hatte der Bayer-Konzern einen Vorschlag für einen außergerichtlichen Vergleich eingereicht, um weitere Klagewellen in den USA wegen Glyphosat und Dicamba zu verhindern. Dieser scheiterte. Nun gibt es eine neue Einigung mit den gegnerischen Anwälten darüber, wie mit zukünftigen Klagen in den nächsten Jahren umgegangen werden soll. Sie enthält laut Handelsblatt einige Neuerungen. Ob diese durchkommen ist offen, der zuständige Bezirksrichter Vince Chhabria hat 30 Tage Zeit, das Paket zu beurteilen. Auch ob dem Konzern wie erhofft dadurch ein „Befreiungsschlag“ gelingt, ist unklar, denn selbst wenn der Vergleich durchkommt, rechnen Experten damit, das

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01.02.2021

Aufruf zur Hologramm-Demo für die Agrarwende

Am Freitag, 5. Februar, beraten die Agrarministerinnen und Agrarminister des Bundes und der Länder darüber, wie die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) in Deutschland umgesetzt wird. Anlässlich dieser Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) rufen Greenpeace, die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Campact zu einer Hologramm-Demonstration am Donnerstagabend auf, um ihrer Forderung nach einer Agrarwende Nachdruck zu verleihen. Es geht um die Zukunft der Landwirtschaft. Die Ministerinnen und Minister entscheiden, ob weiterhin jährlich sechs Milliarden Euro vor allem in die Massenproduktion industrieller Großbetriebe fließen. O

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01.02.2021

AbL fordert Reform der Bodenpolitik

Wem gehört der Acker? Diese Frage stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zu Beginn einer Pressemitteilung und hat eine eindeutige Antwort: In Deutschland zunehmend: einem überregionalen Investor. „Die Bodenpreise sind stark gestiegen – sie haben sich seit 2005 verdreifacht. Daher können sich Landwirte die zum Verkauf stehenden Agrarflächen oft nicht mehr leisten. Das hat auch Folgen für die Struktur im ländlichen Raum – für das Zusammenleben auf dem Dorf und die Lebensqualität vor Ort“, so das BMEL anlässlich der Vorstellung einer neuen Studie des Thünen-Instituts „Auswirkungen überregional aktiver Investoren in der Landwirtschaft auf ländl

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01.02.2021

BÖLW: Für den Umbau der Tierhaltung müssen alle am selben Strang ziehen

Von „Streit“ und „Krach“ schreibt agrarheute als in einer Arbeitsgruppe des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission) unterschiedliche Auffassungen über die Kriterien für die Schweinehaltung in der höchsten Tierwohlstufe 3 auftreten. Den Anlass dazu liefert laut agrarheute eine vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) geäußerte Kritik, wonach das Bundeslandwirtschaftsministerium darauf hinarbeite, die Kriterien für die dritte Haltungsstufe unterhalb der Vorschriften für den Ökolandbau anzusiedeln. Das gelte sowohl für die Schweinemast als auch die Sauenhaltung. In einem Schreiben an Klöckner, das der Redaktion von agrarheute ex

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30.01.2021

AbL: Schutz der biologischen Vielfalt – Bäuerinnen und Bauern sind bereit!

Anlässlich der Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) am 5. Februar unterstreicht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit der Veröffentlichung einer Stellungnahme zum Schutz der biologischen Vielfalt im Kontext der GAP die Bereitschaft der Bäuerinnen und Bauern, ihren Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen zu leisten. Gleichzeitig fordert sie von den Minister*innen aus Bund und Ländern hierfür endlich die passenden politische Rahmenbedingungen innerhalb der GAP zu setzen. Der Hauptfokus muss aus Sicht der AbL hierbei auf dem Instrument der sogenannten Eco-Schemes liegen, welches be

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30.01.2021

Forscher schlagen notwendige Korrekturen in der globalen Biodiversitätspolitik vor

Die globalen Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt wurden bisher weitgehend verfehlt, der Verlust der biologischen Vielfalt schreitet ungebremst fort. Die globalen Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt müssten künftig als Mindestanforderungen in nationales Recht aller Mitgliedstaaten der UN-Biodiversitätskonvention (CBD), zu denen auch Deutschland gehört, übernommen werden. Das teilt das Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig mit und benennt damit einen von vier Vorschlägen zur Verbesserung der globalen Strategie zum Biodiversitätsschutz, die das iDiv als Teil eines Forscherteams unter gemeinsamer

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30.01.2021

Bayer wegen Agent Orange angeklagt

Seit Ende Januar 2021 steht Bayer in Frankreich im Zusammenhang mit dem Krieg in Vietnam vor Gericht. Eine Betroffene Vietnamesin wirft Dow Chemical und Monsanto vor, das hochgiftige Entlaubungsmittel Agent Orange geliefert zu haben. Das Gift wurde großflächig zur Entlaubung von Wäldern eingesetzt, um die Tarnung der Guerillaorganisation Vietcong und deren Nahrungsversorgung zu erschweren. Viele hunderttausende Bewohner der betroffenen Gebiete und bis zu zweihunderttausend US-Soldaten erkrankten in Folge. Mediziner*innen sehen bis in die Gegenwart hinein Spätfolgen durch den Einsatz des toxischen Unkrautbekämpfungsmittels: Drastisch erhöhtes Auftreten

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30.01.2021

Großbritannien will neue Gentechnik deregulieren

Schon zu EU-Zeiten war die britische Regierung Agro-Gentechnik gegenüber aufgeschlossen. Nach dem Brexit will sie anscheinend keine Zeit verlieren, ihr Gentechnikrecht neu zu gestalten. Dazu hat das britische Umweltministerium DEFRA Anfang Januar 2021 eine öffentliche Konsultation gestartet. Der Vorschlag, der bis Mitte März kommentiert werden kann, sieht vor, sämtliche GVO vom Gentechnikrecht ausnehmen, die durch die neuen Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas erzeugt worden sind – aber auch durch konventionelle Züchtung hätten entstehen können. Das Ministerium erhofft sich nach der Auswertung der Antworten eine Gesetzesänderungen innerhalb von ein bis z

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30.01.2021

Lebensmittelkonsum in Deutschland verbraucht viele Umweltressourcen im Ausland

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hat untersucht, welche Umweltwirkungen die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland haben: Inanspruchnahme vieler Umweltressourcen wie Land und Wasser sowie Freisetzung von Treibhausgasen. So wurde 2016 zur Deckung der Ernährungsgewohnheiten eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) von 18,3 Mio. Hektar benötigt - 11,7 Mio. Hektar davon im europäischen und weltweiten Ausland. Der Anteil externen Ackerlandes stieg sogar von 58% (2008) auf 64 %. Große Anbauflächen werden in Frankreich und Brasilien für den deutschen Konsum beansprucht. Aus Frankreich kommen u.a. Salate, Obst, Getreide und Wein. Aus Brasili

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30.01.2021

Weniger Betriebe, größere Fläche, höhere Tierbestände

Immer weniger Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften immer größere Flächen in Deutschland. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Betriebe um 13% gesunken, während die durchschnittliche Hofgröße mit 63 Hektar einen Höchststand erreichte. Besonders viele tierhaltende Betriebe mussten in den letzten zehn Jahren aufgegeben, darunter fast die Hälfte aller Schweinehalter und 40% der Milchbetriebe. Das geht aus der Landwirtschaftszählung 2020 hervor, deren erste Ergebnisse am 21. Januar in Wiesbaden von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder präsentiert wurden. Demnach sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 299.100 Betrieben im

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30.01.2021

Tierschutzrelevante Mängel in Schweinemastbetrieben in NRW

Im vierten Quartal in 2019 wurden im Zuge einer „risikoorientierten Schwerpunktüberwachung“ in Nordrhein-Westfalen „in acht ausgewählten schweinedichten Kreisen“ in 387 Schweinemastbetrieben amtliche Tierschutzkontrollen durchgeführt. Den Hintergrund der „Sonder-Schwerpunktaktion bildete laut einem jetzt veröffentlichten Bericht des NRW-Landwirtschaftsministerium „die Vermutung managementbedingter Tierschutzprobleme im Bereich der Schweinemast hinsichtlich des Umgangs mit kranken Einzeltieren.“ In 59 Prozent der besuchten Betriebe wurde mindestens ein tierschutzrelevanter Mangel im Sinne der ausgewählten Prüfkriterien vorgefunden. In den meisten Betr

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30.01.2021

Umfrage: Mehrheit von EU-Bürger*innen lehnt gentechnische Veränderung von wildlebenden Arten ab

In Gene-Drive-Organismen ist häufig die Gentechnologie CRISPR-Cas eingebaut und so programmiert, dass sie sich selbst immer wieder ins Erbgut aller Nachfahren einfügt. Damit können Menschen wildlebende Arten verändern, ersetzen oder gar ausrotten. Aber soll die Menschheit derartige Organismen in die Natur entlassen? Diese Frage stellte das Marktforschungsinstitut YouGov und erhielt von einer deutlichen Mehrheit der Bürger*innen in acht europäischen Ländern eine klare Antwort: "Nein, die Risiken sind zu hoch". Diese erste länderübergreifende Meinungsumfrage zu diesem Thema zeigt eine hohe Ablehnung (je nach Land 46 - 70 Prozent) und eine seh

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25.01.2021

Vielstimmiges Drängen auf Umsetzung der Vorschläge der Borchert-Kommission noch vor der Bundestagswahl

„Das Warten auf Studienergebnisse darf nicht dazu führen, dass uns wertvolle Zeit verrinnt – gerade mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wir müssen jetzt Pflöcke einschlagen“, erklärt die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) im Rahmen einer virtuellen Debatte zu Perspektiven einer nachhaltigen Schweinehaltung in Deutschland mit Blick auf die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in Auftrag gegeben Machbarkeitsstudie zu den Vorschlägen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission). Dass Klöckner die Ergebnisse dieser Studie, die Ende Februar/Anfang März vorliegen sollen,

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25.01.2021

BDM: Es braucht eine Neu-Ausrichtung der Agrarpolitik

Nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchbauern (BDM) braucht es eine Neu-Ausrichtung der Agrarpolitik, „die nicht in erster Linie die günstige Rohstoff-Versorgung der Verarbeitungs- und Ernährungsindustrie zum Ziel hat.“ Das erklärt der BDM n einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und stellt darin fest, „dass wieder einmal jeder die Verantwortung für die wirtschaftlich miserable Situation der Erzeuger:innen weit von sich – und hin zum anderen – weist.“ Damit drehe man sich im Kreis und komme zu keiner befriedigenden Lösung. „Wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir uns mit der Marktstruktur und seinem Preisfindungssystem

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25.01.2021

Kostendeckung ist das A & O für eine nachhaltige Landwirtschaft

Wie sollen die Landschaften, in denen wir leben, wirtschaften und uns erholen, in Zukunft aussehen? Wie wollen wir als Gesellschaft mit unserer Umwelt umgehen? Diese Fragen stellt der europäische Milcherzeugerverband European Milk Board (EMB) anlässlich der Grünen Woche und gibt auch gleich die Antwort. „Wir als EU-Bürger möchten gesunde Naturräume mit einer Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Hecken, Feldraine und Einzelbäume an und auf Feldern und Weiden bieten Nutz- und Wildtieren Rückzugsorte und Nahrung. Sie verbessern das (Mikro-)Klima und laden zur Erholung ein. Durch angemessene Düngung und Humusaufbau erhalten wir gesunde Böden, die fruchtba

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25.01.2021

Bioökonomiestrategie als Förderinstrument für CRISPR?

Mitte Januar 2021 fand im Bundestag die erste Lesung zur geplanten Nationalen Bioökonomiestrategie statt (19/16722). Gegenstand der Aussprache war auch ein Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel „Nationale Bioökonomiestrategie der Bundesregierung SMART gestalten“ (19/14742). Die Strategie wurde bereits vor einem Jahr von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und ihrer Landwirtschaftskollegin Julia Klöckner auf den Weg gebracht. Kernziel der Nationalen Bioökonomiestrategie sei eine nachhaltige, kreislauforientierte und innovationsstarke deutsche Wirtschaft. Bisherige Aktivitäten in diesem Bereich sollen gebündelt und unter die Hoheit der beiden Bunde

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25.01.2021

Weibliche Geschlechtsorgane bei männlichen Gentechnik-Schweinen

Forschern des bundeseigenen Instituts für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) haben Schweine gentechnisch so verändert, dass sie trotz eines männlichen Chromosomensatzes weibliche Geschlechtsmerkmale ausbilden. Laut FLI könne dies eine Alternative zur Kastration männlicher Mast-Ferkel sein. Dafür gibt es aber längst andere Ansätze. Mit Hilfe des gentechnischen Verfahrens CRISPR/Cas haben die Forscher einen bestimmten Genbereich auf dem Y-Chromosom, also dem männlichen Geschlechtschromosom, aus dem Erbgut entfernt. Die Gentechnik-Tiere hätten zwar weiterhin einen männlichen Chromo­somen­satz mit einem X- und einem Y-Chromosom, besäßen

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25.01.2021

GVO-Mais- und Soja zum Import zugelassen

Trotz Ablehnung des EU-Parlaments hat die Europäische Kommission am 22. Januar 2021 acht gentechnisch veränderte Mais- und Sojabohnenlinien für den Import und zur Verwendung als Lebens- und Futtermittel genehmigt. Dabei handelt es sich um fünf Neuzulassungen und drei Verlängerungen. Neu zugelassen wurden laut EU-Kommission drei GV-Mais- (MIR604, MON88017 und MON89034) und zwei GV-Sojabohnenlinien (MON87427xMON89034xMIR162xNK603 und SYHT0H2). Antragsteller sind Bayer (Ex-Monsanto) und Syngenta. Die GV-Pflanzen sind gegen Herbizide resistent gemacht worden und produzieren verschiedene Insektengifte. Die Zulassung war unter den Mitgliedstaaten umstritten.

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25.01.2021

Studie zu Ökoprodukten: Differenz zwischen positiver Einstellung und tatsächlichem Kaufverhalten

Eine BÖLN-Studie der Universität Kassel zeigt: Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen nur vereinzelt Öko-Lebensmittel. Laut der Analyse des tatsächlichen Kaufverhaltens bei Ökolebensmitteln entfällt die Hälfte der Gesamtausgaben für Ökolebensmittel auf nur 4 Prozent der Privathaushalte. Bei eher als ungesund geltenden Erzeugnissen spielt auch für die Öko-Intensivkäufer Öko kaum eine Rolle. Um im konventionellen Lebensmittelhandel erfolgreich mehr Bio-Produkte zu verkaufen, empfehlen die Forschenden, vor allem umsatzstarke Produktgruppen, wie Tiefkühlkost und Süßwaren, auch in Bio-Qualität anzubieten und die Vorzüge von Bio-Produkten expliz

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23.01.2021

Klimawandel erfordert grundlegende Transformation des Agrar- und Ernährungssystems

Im Rahmen der Digitalen Grünen Woche hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht 2021 vorgestellt. Der Bericht versteht sich als „Buch zur Bewegung“ mit fundierter Kritik am derzeitigen Agrarsystem, aber auch guten Konzepten und Ideen wie es anders gehen könnte. Titel dieses umfassenden Jahrbuches ist diesmal „Welt im Fieber – Klima & Wandel.“ Frieder Thomas, Sprecher des Bündnisses von 26 Organsiationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungsarbeit sieht dringenden Handlungsbedarf: „Beim Klimawandel ist die Konsequenz von zu spätem Handeln für die Landwirtschaft bereits existenziell spürbar. Die Temperatu

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