08.08.2018

BUND fordert klimafreundlichere Landwirtschaft

Verdorrte Felder und vertrocknetes Grünland sind die sichtbarsten Folgen der aktuellen Hitzewelle. Landwirtschaftliche Betriebe, die besonders stark von den Auswirkungen der Dürre betroffen sind, brauchen nach Auffassung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dringend Hilfszahlungen. "Die Trockenheit ist in Deutschland dramatisch", sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Pauschale Zahlungen für Landwirte sind aber keine Lösung, weil nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen sind. Manche Regionen sind weniger trocken, deshalb muss genau geschaut werden, welche Betriebe zu Schaden gekommen sind und wo Geld nötig ist&quo

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07.08.2018

AbL für Verantwortung und gezielte Hilfe statt eine Milliarde Euro

Vor dem Hintergrund der Folgen der Dürre für die landwirtschaftlichen Betriebe hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) deutliche Kritik am aktuellen Verhalten von Lebensmittelketten, Großmolkereien und Schlachtkonzernen sowohl im konventionellen wie auch Bio-Bereich geäußert. Die AbL mahnt zur Verantwortung und fordert gezielte Hilfe für die Betriebe statt eine Milliarde Euro ein und erneuert ihre Forderung nach Einberufung eines Agrargipfels durch Agrarministerin Klöckner. „Wir brauchen in der jetzigen schwierigen Situation bei etlichen landwirtschaftlichen Betrieben in den Dürreregionen keine Pauschalforderung nach 1 Milliarde Eu

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06.08.2018

Kritik aus den eigenen Reihen an DBV-Milliarden-Forderung

“Der BVNON und das Landvolk Niedersachsen können sich der Milliarden- Forderung des DBV nicht anschließen. Vielmehr hätte der Präsident Rukwied diese Gelegenheit nutzen und sich für zukünftig bessere Rahmenbedingungen einsetzen sollen - anstelle der pauschalen Geldforderung. Wir Bauern brauchen jetzt grundlegende Hilfe zur Selbsthilfe”, heißt es in einer Inofmail des Bauernverband Nordostniedersachsen (BVNON) an seine Mitglieder. Wieviel von finanziellen Hilfszusagen übrig bleibe, habe man beim Hochwasser im letzten Jahr gesehen. Nach derselben Richtlinie würde jetzt auch verfahren werden. “Und wie wir alle wissen, gab es wenig Geld für wenige Betrie

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03.08.2018

Bayerns Verantwortung für die Eine Welt

Der Bund Naturschutz in Bayern und das Eine Welt Netzwerk Bayern haben mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl im Oktober gemeinsam eine Initiative zur sozialen und ökologischen Erneuerung ins Leben gerufen und hierzu fünf zentrale Forderungen aufgestellt: 1. Kennzeichnungspflicht bei Fleisch, Milch und Eiern bei Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel; 2. bio-regional-faire Verpflegung in bayerischen Behörden; 3. Der Freistaat Bayern kauft künftig sozial und ökologisch ein; 4. Stopp der unsozialen Milch- und Fleischexporte in Länder des globalen Südens; 5. Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie gemeinsam gestalten und konsequent umsetz

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01.08.2018

Dürre: Marktpartner der Milchviehhalter in der Verantwortung

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) stimmt Bundesministerin Julia Klöckner zu, dass staatliche Dürrehilfen nur punktuell sein können. Angesichts der breiten Betroffenheit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Sektoren und des erheblichen Ausmaßes der trockenheitsbedingten Schäden können mit begrenzten öffentlichen Mitteln die Verluste der Bauern laut BDM nicht annähernd ausgeglichen werden. „Warum aber spricht man über ein Maßnahmenbündel mit z.B. Steuerstundungen, Rentenbank-Krediten und Freigabe von ökologischen Vorrangflächen, von dem man weiß, dass es nicht in der Lage sein wird, die Situation der Landwirte deutlich zu verbessern un

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31.07.2018

Zulassung für heterogenes Saatgut verlängert

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren (IGN) begrüßen die Verlängerung der Zulassung von heterogenem Saatgut von Getreide-Populationen. Ein zeitlich befristetes EU-Experiment erlaubt es seit 2014, heterogenes Saatgut (Populationen) von Weizen, Mais, Hafer und Gerste vermarkten zu dürfen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sorten sind sie genetisch breiter aufgestellt und die einzelnen Pflanzen auf dem Acker variieren stärker - nicht jede Pflanze gleicht der anderen. Durch diese größere Vielfalt auf dem Acker wird erwartet, dass eine bessere Anpassung an wechselnde

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31.07.2018

Dürre: Nicht nur über kurzfristige Geldspritzen reden

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht angesichts der Dürreschäden in Milliardenhilfen für Bauern keine nachhaltige Lösung. Erforderlich sei ein Umsteuern in der Landwirtschaft, erklärt sie in einem Interview mit der Neuen Westfälischen. „Ich habe großes Verständnis für die aktuelle Not vieler Landwirte. Deshalb müssen wir auch schnell notwendige Sofortmaßnahmen zur Bewältigung der Krise prüfen. Aber wir dürfen nicht nur über kurzfristige Finanzspritzen reden. Es kann nicht nur darum gehen, kurzfristig Ernteausfälle auszugleichen, wir brauchen eine konsequente Strategie zur Klimaanpassung in der Landwirtschaft, und die sollte natürlich auch

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30.07.2018

Dürre: Landsolidarität gefordert

In einem Brief an die Marktpartner der Landwirtschaft –Molkereien, Schlachthofunternehmen, Getreidehandel, Lebensmittelketten – hat der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), gefordert, dass alle Unternehmen Verantwortung und Solidarität mit den Betroffenen der Dürre zeigen müssen. In dem Brief heißt es: „Es ist zu einfach, jetzt vor dem Bund-Länder-Agrartreffen in Berlin staatliche Hilfen einzuforden. Was den Betrieben schnell helfen kann, das sind faire Erzeugerpreise für unsere bäuerliche Arbeit und für unsere gesunden Lebensmittel. Und da möchten wir die Bauernorganisationen, die Abnehmer unserer Erzeugnisse und d

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30.07.2018

Erdüberlastungstag: Umweltschädliche Subventionen stoppen

Der "Erdüberlastungstag" (Earth Overshoot Day) fällt in diesem Jahr auf den 1. August. Dann wird die Menschheit nach Berechnungen des "Global Footprint Network" die gesamten natürlichen Ressourcen, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen kann, bereits verbraucht haben. Um ihren Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung aktuell 1,7 Erden, gemessen am deutschen Verbrauch sogar drei. "Ab diesem Mittwoch leben wir auf Pump, aber auf lange Sicht wird die Erde uns keinen Kredit mehr geben können. Brennende Wälder, schmelzende Gletscher – längst leuchten die roten Warnlampen des Planeten", sagt

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28.07.2018

Ernährungsumstellung statt Produktionssteigerung

Die aktuelle weltweite Lebensmittelproduktion reicht aus, um die für das Jahr 2050 prognostizierte Weltbevölkerung von fast 10 Milliarden Menschen zu ernähren – aber dafür müsste sich unsere Ernährungsweise ändern. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Lancaster in einer Studie zur Welternährung meldet weltagrarbericht.de. Die Forscher haben Daten der Welternährungsorganisation FAO, Nährstoff- und Kalorienbilanzen und Informationen zur Tierhaltung und zum menschlichen Nährstoffbedarf zusammengeführt und verschiedene Szenarien berechnet. Ihr Fazit lautet, dass an einer grundlegenden Änderung der menschlichen Ernährung kein Weg vorbeiführt,

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27.07.2018

Verluste durch Wetterextreme nur über höhere Markterlöse aufzufangen

Angesichts einer so ausgedehnten Wetterproblematik wie der aktuellen Trockenheit in Mittel- und Nordeuropa muss die Lösung nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) in erster Linie beim Einkommen der Landwirte ansetzen. Alle finanziellen Hilfen aus öffentlicher Hand würden nur unzureichende Ergebnisse bringen. „Eine alte ökonomische Grundregel des bäuerlichen Risikomanagements lautet, drei Ernten zu bevorraten: eine Ernte auf dem Halm, eine in der Scheune und eine dritte auf dem Bankkonto“, erklärt der BDM. Könnte diese Grundregel heute noch befolgt werden, würden die landwirtschaftlichen Betriebe die Situation der momentanen Tro

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26.07.2018

Trügerische Erfolgsmeldungen beim Antibiotikaeinsatz

Die Arbeitsgruppe Antibiotikaresistenz hat ein Lagebild zu Antibiotikaresistenzen und -einsatz im Bereich Tierhaltung und Lebensmittelkette erarbeitet, verkündet das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Das Lagebild bündelt bereits veröffentlichte Daten der Jahre 2011 (erstes Erfassungsjahr) bis 2017 und zeigt Entwicklungen und Trends zum Antibiotikaeinsatz bei Tieren. Es lässt sich laut BMEL ein klarer Rückgang der Abgabemengen antimikrobieller Tierarzneimittel sowie der Kennzahlen der betrieblichen Therapiehäufigkeit (Ausnahme: Masthähnchen und Mastputen) erkennen. Auch bei den Antibiotikaresistenzen besteht bei den Resistenzraten teilweise ein r

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25.07.2018

EuGH: Neue Züchtungsmethoden sind Gentechnik

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden: Nach der Rechtsauslegung des Gerichtshofes müssen Pflanzen, die mit neuen Gentechnikverfahren (sog. Genom-Editing-Verfahren wie CRISPR-cas etc.) in ihrem Erbgut verändert werden, auch als Gentechnik reguliert werden. „Mit großer Erleichterung nehmen europäische Bäuerinnen und Bauern das Urteil zur Kenntnis“, erklärt Martin Schulz, Bauer aus dem Wendland und Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in einer ersten Stellungnahme. „Wir haben uns, egal ob konventionell oder biologisch wirtschaftend, einen großen Wettbewerbsvorteil und das Vertrauen der BürgerInnen erobert

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24.07.2018

Dürre: AbL fordert Agrargipfel von Ministerin Klöckner

Angesichts der für viele Höfe existenzbedrohenden extremen Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands fordert der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Agrarministerin Julia Klöckner auf, sehr zeitnah einen Agrargipfel der gesamten Agrar- und Ernährungsbranche einzuberufen, von den Bauern über die Verarbeiter bis zum Handel. Alle Akteure sollen gemeinsam rasche, unbürokratische Hilfsmaßnahmen auch jenseits finanzieller Unterstützung diskutieren und beschließen. „In dieser prekären Situation vieler dürregeschädigter Höfe müssen die Marktpartner der Landwirtschaft wie Molkereien, Schlachthöfe und Getreidehandel, aber auc

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22.07.2018

JEFTA: Meilenstein im Ausverkauf der bäuerlichen Landwirtschaft

Die Europäische Union (EU) und Japan haben am 17. Juli in Tokio das bisher größte Freihandelsabkommen JEFTA (Japan-EU Free Trade Agreement; offiziell: Economic Partnership Agreement - EPA) unterzeichnet. Die EU und Japan stellen zusammen ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung und weisen ein jährliches Handelsvolumen von fast 130 Milliarden Euro auf, das mit JEFTA um weitere 20 Milliarden steigen soll. Verkündet werden der Wegfall von über 90 Prozent der Zölle zwischen der EU und Japan und rosige Zeiten für die Exportwirtschaft. Insbesondere die Pharma- und Medizinbranche, Lebensmittel landwirtschaftlicher Herkunft, Fahrzeuge und Transportausrüste

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22.07.2018

Aldi kooperiert mit Tierwohlpionier NEULAND

Unter dem Dach der hauseigenen Marke „Fair & Gut“ werden Aldi Nord und Aldi Süd ab dem 27. August 2018 verschiedene Schweinefleischprodukte der Standardgeber „NEULAND“ und „FAIRFARM“ anbieten. Zu beziehen ist das Fleisch laut Aldi in ausgewählten Filialen in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. „Wir können die Bedingungen in der Tierhaltung nur nachhaltig und in der Breite verbessern, wenn wir gemeinsam mit unseren Landwirten diesen Weg gehen und Aufbauarbeit leisten. Immer mit dem Ziel im Blick, unseren Kunden flächendeckend in allen Filialen eine angemessene Auswahl von Produkten aus tierfr

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21.07.2018

Wahlfreiheit statt Gentechnik durch die Hintertür

Über 108.000 Stimmen für eine gentechnikfreie Welt hat die Initiative FOODprint, ein breites Bündnis aus der Bio-Branche, in Berlin an Bundesumweltministerin Svenja Schulze übergeben. Unter dem Motto „Ich stehe auf Essen ohne Gentechnik“ werden die Stimmen durch Fußabdrücke entsprechend vieler Menschen auf bunten Stoffbahnen dargestellt. Die Kernforderung, auch die neue Gentechnik (Genome Editing, CRISPR etc.) gesetzlich zu regeln und zu kennzeichnen, stieß bei der Politikerin laut Aussage der Initiative auf offene Ohren. „Jeder Mensch muss zumindest selbst entscheiden können, ob Gentechnik auf seinem Teller liegt“, betonte FOODPrint-Initiator Joseph W

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21.07.2018

Mengenregulierung wirkt positiv auf Milchpreis

Vor 2 Jahren – am 18. Juli 2016 – hat Agrarkommissar Phil Hogan das EU-Mengenreduktionsprogramm für den Milchmarkt angekündigt. Aufgelegt wurde es von der EU-Kommission dann von Oktober 2016 bis Januar 2017. „Die Maßnahme war ein großer Erfolg und hat gezeigt, dass bereits geringe Reduktionsmengen einen großen Effekt auf die Erzeugerpreise haben“, resümiert jetzt das European Milk Board (EMB) und bezieht sich dabei auf eine gemeinsam vom deutschen „Büro für Agrar- und Regionalentwicklung/Die Landforscher“ und dem französischen Institut „AgroParisTech“ erstellte Studie. In der Studie werden die europäische Milchkrise 2014-2017, deutlich sinkende Milch

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19.07.2018

Gericht stoppt Volksbegehren gegen Flächenfraß

Der bayrische Verfassungsgerichtshof hat das Volksbegehren "Betonflut eindämmen - damit Bayern Heimat bleibt" aus formalen Gründen für unzulässig erklärt. In dem aus etwa 40 Organisationen bestehenden Trägerkreis des Bündnisses für das Volksbegehren ist man von dem Ergebnis schwer enttäuscht. „Die Nichtzulassung des Volksbegehrens macht den heutigen Tag zu einem schwarzen Tag für die direkte Demokratie und die Natur in Bayern“, kommentiert das Bündnis. Eine verpasste Chance sieht der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Bayern, Mitinitiatorin des Volksbegehrens, Josef Schmid in dem Urteil. „Mehr als die Hälfte de

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17.07.2018

Umweltinstitut warnt vor Ersatz-Pestiziden für Neonicotinoide

Anfang April wurde auf EU-Ebene beschlossen, den Einsatz von drei Pestiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide im Freiland zu verbieten. „Doch anstatt nun aus den Fehlern, die mit der Zulassung dieser Pestizide gemacht wurden, zu lernen, sollen schon bald neue Insektengifte auf den Markt kommen, die eine ähnlich verheerende Wirkung haben“, erklärt das Umweltinstitut München. Dabei handelt es sich um die Insektengift-Wirkstoffe Sulfoxaflor, Cyantraniliprol und Flupyradifuron. Pestizidmischungen mit diesen Wirkstoffen weisen nach Ansicht des Umweltinstituts eine ähnlich verheerende Wirkung wie die gerade erst verbotenen Neonicotinoide auf. Und genau für

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