06.06.2020

AbL zum Konjunkturpaket: Nur Stückwerk für Tierwohlställe

Die Bundesregierung hat ein Konjunkturpaket zur Überwindung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im Umfang von 130 Milliarden Euro für die Jahre 2020 und 2021 vorgelegt. Darin enthalten ist auch ein 300 Millionen Euro umfassendes Investitionsprogramm für Stallumbauten. Während Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner von einem „kraftvollen Konjunkturschub“ spricht, kann die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) diese Begeisterung nicht teilen. Konkret heißt es in dem Konjunkturpaket:“ Im Interesse des Tierwohls wird ein Investitionsförderprogramm für den Stallumbau für die zügige Umsetzung besserer Haltungsbedingungen in de

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06.06.2020

Das Konjunkturpaket zwischen Rolle rückwärts abgewendet und wichtigen Impulsen für die Zukunft

Stärkung von Klimaschutz, Digitalisierung und Gesundheitswesen - die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt im von der Koalition vorgelegten Konjunkturpaket insbesondere die Investitionen des Zukunftspakets. Rund die Hälfte der dort veranschlagten zusätzlichen Investitionshilfen von über 50 Milliarden Euro gehen in den Klimaschutz. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: „Die Bundesregierung reagiert nicht nur mit kurzfristigen wirtschaftlichen Impulse auf die Krise, sondern behält auch den ökologischen Umbau im Blick - das ist wichtig. Ein großer Teil der direkten staatlichen Investitionshilfen fördert den Klimas

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06.06.2020

EMB: Für erfolgreiche „Farm to Fork“-Strategie ist der Preis für die Produkte entscheidend

Die EU-Kommission hat am 20. Mai ihr Strategiepapier „Farm to Fork“ – „Vom Hof auf den Teller“ vorgelegt. Um Bauern und Bäuerinnen konstruktiv für diese Strategien und den Green Deal zu gewinnen, hat das European Milk Board konkrete Vorschläge zu den Schlüsselpunkten dieser Strategien erarbeitet, in einem Papier zusammengefasst und an die Kommission geschickt. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Preis für die landwirtschaftlichen (Milch-)Erzeugnisse. In dem EMB-Papier heißt es dazu: „Für die Akzeptanz und erfolgreiche Durchführung der Reform ist sicherlich der folgende Punkt zentral: LandwirtInnen haben ein vitales Interesse daran, für ihre intensive

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06.06.2020

Die MEG Milch Board fordert Ministerin Klöckner zum Handeln auf

Die MEG Milch Board hat einen offenen Brief an Ministerin Julia Klöckner geschrieben und sie darin aufgefordert, von den in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation der Milchbäuerinnen und -bauern jetzt Gebrauch zu machen. Der offene Brief im Wortlaut: Sehr geehrte Frau Ministerin Klöckner,wie Sie wissen, werden die Kosten der Milcherzeugung seit Jahren nicht durch die Preise gedeckt, wie unsere Berechnungen – die wir Ihnen regelmäßig zukommen lassen – eindeutig belegen. Nun kommt nach den Milchkrisen der Jahre 2009, 2012 und 2015/16, bedingt durch die Corona-Pandemie, die nächste Krise auf die Milcherzeuge

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05.06.2020

AbL: Nach US-Gerichtsurteil Gentechnik-Pflanzen stoppen und Bauern entschädigen

Ein US-Gericht hat die durch die US-Umweltbehörde EPA erfolgte Zulassung des Pestizids Dicamba aufgehoben. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ein „bahnbrechendes Urteil“ Das Gericht stellt fest, dass das EPA die Risiken des Dicamba-Pestizids „erheblich unterschätzt“ und „andere Risiken nicht vollständig anerkannt“ hat. Das EPA hat nach Ansicht des Gerichts Ende 2018 bei der Erteilung der bedingten Zulassung von Dicamba mehrere Fehler gemacht. Auch die Bauernorganisation National Family Farm Coalition (NFFC), eine von vier Organisationen, die das Gericht angerufen hatten, begrüßte das Urteil des Gerichts und bezeichnet es als

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05.06.2020

Black lives matter!

Der durch Polizeigewalt verursachte Tod von Georg Floyd hat in den USA Hundertatusende unter dem Motto „Black lives matter“ (Schwarze Leben zählen) auf die Straße getrieben und weltweit Reaktionen ausgelöst. Auch die US-Bauernorganisation National Family Farm Coalition (NFFC) unterstützt die Bewegung „Black lives matter“., auch weil die NFFC sich in ihren Grundsätzen verpflichtet hat, „Rassengleichheit und -gerechtigkeit in unserem gesamten Ernährungssystem zu gewährleisten“, sagt die NFFC-Geschäftsführerin Nancy Dorry. Die NFFC ist Mitglied der internationalen Bauernorganisation La Via Campesina, der auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtsc

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02.06.2020

Umstrittener Kastenstand im Bundesrat

Für die Sitzung des Bundesrates am 5. Juni steht auch die Siebte Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung und damit der umstrittene Kastenstand in der Sauenhaltung auf der Tagesordnung. Nachdem eine Entscheidung im Bundesrat aufgrund unterschiedlicher Position zwischen den Bundesländern mehrfach verschoben wurde, haben das schwarz-gelb regierte Nordrhein-Westfalen mit der Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) und das schwarz-grün-gelb regierte Schleswig-Holstein mit dem Landwirtschaftsminister Jan-Philipp Albrecht (B90/Die Grünen) einen gemeinsamen Kompromiss-Vorschlag vorgelegt. Laut Agra Europe sieht die Einigu

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02.06.2020

Aldi-Preissenkungen für Fleisch und Wurst „fatales Signal“

Als „ein fatales Signal“ hat Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner die Ankündigung des Aldi-Konzerns bezeichnet, die Preise für Fleisch- und Wurstwaren senken zu wollen. „Politik macht keine Preise, das will ich deutlich sagen, aber ich will auch betonen, dass ein Preis mehr ist als nur eine Zahl.  Er gibt etwas wieder, nämlich eine Art Wertschätzung. Und Wertschätzung muss sich auch in Wertschöpfung niederschlagen, wenn wir wirklich wollen, dass am Ende auch die, die in der Produktionskette sind und vor allen Dingen auch in der Urproduktion sind, die Landwirtschaft, dass sie auch nach höheren Standards produzieren können “, erklärt die Ministe

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02.06.2020

Landwirtschaft als Teil des Konjunkturprogramms

Am heutigen Dienstag will die Bundesregierung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie über ein Konjunkturprogramm für die Wirtschaft beraten. Geht es nach den Vorstellungen der Agrarministerinnen und -minister der Länder und von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, dann muss dabei auch die Landwirtschaft berücksichtigt werden. „Die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Agrarressorts sehen es als notwendig an, dass für den Fall eines allgemeinen Konjunkturprogrammes insbesondere aufgrund der Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft für Ernährungssouveränität und regionale Versorgung auch die Land-, Forst- und Ernährungswir

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01.06.2020

Upländer Bauernmolkerei investiert in Zukunft der Landwirtschaft und der Region

Nachdem Ende April mit dem Beginn der Erdarbeiten für einen Neubau der Upländer Bauernmolkerei im nordhessischen Willingen-Usseln der „Startschuss für eine gute Zukunft mit regionaler Landwirtschaft“ erfolgte, wurde jetzt auf dem Bauplatz vor Ort in der „Milchstraße 1“ die Baugenehmigung offiziell überreicht. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Übergabe der Baugenehmigung heute persönlich vorzunehmen“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese in Usseln. Gemeinsam mit Willingens Bürgermeister Thomas Trachte und der Leiterin des Bauamtes des Kreises Waldeck-Frankenberg besuchte er die Baustelle am Ortsausgang Usselns. „Eine Investi

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29.05.2020

Umweltverbände fordern klare Regeln für Konjunkturhilfen

Die Krise nachhaltig überwinden und eine resiliente Gesellschaft entwickeln, so lautet die Botschaft eines Positionspapiers mit Forderungen an das Konjunkturpaket, das mehrere Umweltverbände gemeinsam mit ihrem Dachverband, dem Deutschen Naturschutzring (DNR), im Vorfeld der Beschlüsse der Bundesregierung zu Corona-Konjunkturhilfen veröffentlich haben. Entscheidend für den Erfolg des Konjunkturprogramms wird laut Positionspapier dabei nicht nur sein, dass die deutsche Wirtschaft schnell wieder auf die Beine kommt, sondern auch, ob sich die Maßnahmen als zukunftsfähig und nachhaltig erweisen und im Einklang mit den Vorgaben des Europäischen Green Deal

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29.05.2020

Weltmilchtag: Runter mit der Milchmenge für Umweltschutz und Bauernhöfe

Anlässlich des Weltmilchtages am 1. Juni 2020 fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) einen Richtungswechsel in der aktuellen Milchmarktpolitik: Statt Milch einzulagern, eine Mengendrosselung. Klima- und umweltverträgliche Milcherzeugung und wirtschaftliche Perspektiven auf den Bauernhöfen sind klar vereinbar, wenn der politische Rahmen stimmt. Aktuell ist der Milchmarkt bis auf weiteres massiv angespannt und die Erzeugerpreise sind zum Teil auf unter 30 Cent für einen Liter Milch abgerutscht. Im ersten Quartal wurden 2,8 Prozent mehr als gegenüber dem Vorjahreszeitraum

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29.05.2020

EMB: Blick nach vorn für einen sozial und ökologisch nachhaltigen Milchsektor

Der Weltmilchtag am 1.Juni ist für das European Milk Board (EMB) „ein besonderes Datum“, ein Tag, „an dem wir den Blick nach vorn richten. An dem wir aufzeigen möchten, was einen guten, einen fairen sowie sozial und ökologisch nachhaltigen Milchsektor ausmacht. Und an dem wir noch einmal klarstellen, dass die dazu nötigen Rahmenbedingungen durch die Politik geschaffen werden müssen“. Nachbesserungsbedarf sieht das EMB dabei auch bei den vorliegenden GAP-Reformvorschlägen und der Farm-to-Form-Strategie. Der Sektor ist für das EMB- fair, wenn das Produkt Milch zu kostendeckenden Preisen verkauft wird und er ist fair zu den in der Landwirtschaft Beschäft

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29.05.2020

EU-Agrarsubventionen: Wohin die 6,7 Milliarden in Deutschland fließen

Alle Jahre wieder Ende Mai ist es soweit: Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlicht die Empfänger der Gelder, die im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU ausgeschüttet werden. Von den 59 Milliarden Euro an Agrarsubventionen flossen 2019 rund 6,7 Milliarden an 322.000 Begünstigte. Die Suche in der BLE-Datenbank ist mühsam, doch das Agrarportal Proplanta hat die Informationen ausgewertet und eine Karte erstellt, die abbildet, wohin das Gros der Gelder geht. „Wie schnell zu erkennen ist, sind die Empfänger der millionenschweren Beträge nicht einzelne Landwirte, sondern neben der öffentlichen Hand insbesondere land

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28.05.2020

Agrarpolitik muss Klima und Arten schützen und Bauern fördern

Anlässlich der Sondersitzung der Agrar- und Umweltministerinnen und -minister des Bundes und der Länder mit EU-Agrar-Kommissar Janusz Wojciechowski und dem EU-Umwelt-Kommissar Virginijus Sinkevičius haben Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zusammen mit Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace vor dem Landwirtschaftsministerium (BMEL) in Berlin demonstriert. “Agrarpolitik muss Klima und Arten schützen!” ist auf einem Transparent zu lesen und „Agrarpolitik ändern: Bauernhöfe fördern, Tierhaltung umbauen, Klima schützen“ heißt es auf einem anderen. AbL und Greenpeace fordern eine soziale, ökologische und tierg

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28.05.2020

AgrarBündnis: Digitalisierung der Landwirtschaft ersetzt keine Agrarwende

Das AgrarBündnis warnt vor Big-Data-Konzernen und fordert die Gestaltung der Digitalisierung im Sinne einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft. „Wir brauchen einen neuen Blick auf die Digitalisierung und ihre Bedeutung für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft. Auch die Begleitumstände der Corona-Pandemie tragen derzeit dazu bei, diesen Blick zu weiten. Es geht nicht darum, mit innovativer Technik vorhandene Schwachstellen zu verbessern. Es geht darum, die Digitalisierung im Sinne einer bäuerlich-ökologischen Agrarwende zu gestalten und zu nutzen“, erklärt das AgrarBündnis als Ergebnis eines unter seinen Mitgliedern erfolgten Diskussion

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28.05.2020

Fridays for Future: Unsere Bäuerinnen und Bauern sind eine der größten Hoffnungen, die wir haben.

Die Jugendbewegung Fridays for Future Europa fordert in einem offenen Brief an die EU-Kommission einen Neustart in der GAP zur Bewältigung der Klimakrise und stellt sich hinter die Bäuerinnen und Bauern. „Die Coronakrise zeigt uns die Kehrseite unseres globalisierten Ernährungssystems. Sie verdeutlicht die systemische Abhängigkeit der EU Länder von Nahrungsmittelimporten, schlecht bezahlten Saisonarbeiter*innen und globalisierten Lieferketten. Währenddessen werden mindestens 10 % der gesamten europäischen Emissionen durch die Landwirtschaft verursacht, es verschwindet Tag für Tag mehr Artenvielfalt und Bäuerinnen und Bauern kämpfen um ihr Überleben“,

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25.05.2020

KLB: Nicht bei strengeren Regelungen und Verboten stehenbleiben

Mit dem Kabinettsbeschluss zu den Werkverträgen in der Fleischindustrie hat die Bundesregierung nach Ansicht der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) „zumindest schnell und folgerichtig gehandelt“. Ob dies ausreicht, vom Bundestag mitgetragen wird und rechtlich Bestand hat, müsse sich aber erst noch zeigen. Schon würden Stimmen laut, die das Verbot der Werkverträge als zu weitreichend bezeichnen oder es sogar als einen Verstoß gegen das Übermaßverbot sehen. Dies zeigt laut KLB, dass es nicht leicht wird, die beabsichtigten Regelungen tatsächlich zu beschließen. Dabei dürfe Folgendes nicht vergessen werden: „Wenn über die Vergabe von Werkverträgen das Ke

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23.05.2020

Bündnisgrüne Ministerinnen und Minister: EU-Agrarförderung neu ausrichten

In einem gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission fordert Brandenburgs Landwirtschaftsminister Axel Vogel gemeinsam mit seinen bündnisgrünen Ministerkolleginnen und -kollegen der Bundesländer ein Umdenken in der europäischen Agrarförderpolitik. Hintergrund ist die gemeinsame Konferenz der Umwelt- und Agrarminister der Bundesländer am 28. Mai mit den beiden zuständigen EU-Kommissaren, auf der die weitere Rahmensetzung für die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) diskutiert werden soll. Der Brief mit der Überschrift „Die Zukunft der Landwirtschaft sichern – Für eine ambitionierte Grüne Architektur der Gemeinsamen Agrarpolitik“ ric

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22.05.2020

MEG Milch Board fordert staatliches „Kurzarbeitergeld für Milchkühe“

Angesichts der massiven Verwerfungen am Milchmarkt ist die MEG Milch Board von den Ergebnissen der Konferenz der Agrarministerinnen und -minister (AMK) Anfang Mai enttäuscht. Die AMK habe die Eröffnung der privaten Lagerhaltung und den Erlass eines EU-Durchführungsakts nach Artikel 222 GMO, welcher der Branche befristet die Möglichkeit zur freiwilligen Mengenplanung eröffnet, begrüßt, eigenen politischen Handlungsbedarf aber nicht gesehen. Die AMK habe vielmehr auf die Sektorstrategie 2030 des Deutschen Bauernverbandes und der deutschen Milchindustrie verwiesen und in diesem Zusammenhang ein solidarisches Verhalten der Branche insgesamt gefordert. Di

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Es braucht scheinbar immer erst einen Super-GAU, damit Beweg