24.08.2019

Demo in Dresden für eine andere Agrarpolitik

Mehr als 20 Bauern und Bäuerinnen mit ihren Traktoren und über 250 Menschen haben in der Dresdener Innenstadt ein starkes Zeichen für eine andere Agrarpolitik in Sachsen gesetzt. Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) hatte ein breites Bündnis aus ErzeugerInnen, VerbraucherInnen und 10 Organisationen der Bereiche Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- sowie Tierschutz zur „Wir haben es satt! Agrarindustrie abwählen!“ - Demonstration eingeladen. Das Bündnis möchte eine Politik, die eine bäuerliche und enkeltaugliche Landwirtschaft ermöglicht. „Wir brauchen eine Landwirtschaftspolitik, die dafür sorgt, dass Bau

weiter lesen...


24.08.2019

Sei kein Frosch, keine Angst vor existenzsichernden Kakaopreisen!

Wer im Supermarkt Schokolade mit dem grünen Frosch der Rainforest Alliance kauft, geht davon aus, dass der Kakao in der Schokoladentafel nachhaltig ist. Doch das stimmt nach Ansicht der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA so nicht: „Denn die Mehrheit der Kakaobauern und -bäuerinnen, die für die Rainforest Alliance arbeiten, lebt unterhalb der Armutsgrenze! Und damit nicht genug: Fällt der Kakaopreis, sinken ihre Einnahmen. Sie sind den ständigen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt schutzlos ausgeliefert. Dabei schuften sie jeden Tag hart, um die Anforderungen der Rainforest Alliance zu erfüllen. Das ist nicht fair“, erklärt INKOTA. Dabei könnt

weiter lesen...


23.08.2019

Umweltverbände: Erhalt der Artenvielfalt zur Chefsache machen

Anlässlich des G7-Gipfels in Biarritz/Frankreich fordert ein breites Bündnis aus deutschen Umweltverbänden die Unterstützung der Bundeskanzlerin für eine französische Initiative zum Schutz der Artenvielfalt. Kanzlerin Angela Merkel muss dafür sorgen, dass der Kampf gegen das weltweit dramatisch voranschreitende Artensterben und den Verlust der Natur auf dem G7-Gipfel endgültig zur Chefsache gemacht wird, fordern die Verbände. „Der Internationale Biodiversitätsrat (IPBES) prognostiziert, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Wenn das Realität wird, ist die Menschheit selbst in Gefahr. Die Bundeskanzlerin muss

weiter lesen...


21.08.2019

Fehler im Erbgut bei hornlosen Gentechnik-Rindern übersehen

Gentechnikverfahren sind nicht so präzise wie behauptet. Nach Untersuchungen von MitarbeiterInnen der U.S. Food and Drug Administration (FDA) werden beim Einsatz von neuen Gentechnikverfahren an Tieren fehlerhafte Veränderungen des Erbgutes oft übersehen. Das teilt das Institut Testbiotech mit. Demnach hatte die FDA Genom-Analysen von Rindern ausgewertet, die gentechnisch so verändert sind, dass ihnen keine Hörner wachsen. Die Tiere wurden von der Firma Recombinetics entwickelt und zum Patent angemeldet. Sie werden seit mehreren Jahren als Positiv-Beispiel für den Einsatz der neuen Gentechnikverfahren angepriesen und wurden bereits mehrfach öffentlich

weiter lesen...


19.08.2019

Bauern stellen Strafanzeige gegen Facebook wegen Beitrag einer Tierrechtsorganisation

Wegen Verunglimpfung verstorbener Berufskollegen und des ganzen Berufsstands hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Regensburg Strafantrag und Strafanzeige wegen eines Facebook-Beitrages der Organisation „Animal Peace“ gestellt. Ein Bauer und sein Vater waren in Bayern durch einen Bullen auf der Weide in tragischer Weise getötet worden Der Fall hatte bundesweit Betroffenheit ausgelöst. Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL, begründet die Strafanzeige: „In dem Facebook-Beitrag von Animal Peace werden die verstorbenen Bauern als ‚Sklavenhalter‘ herabgewürdigt und der Bulle als ‚Held‘

weiter lesen...


19.08.2019

Demo für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Dresden

Unter dem Motto „Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft – Wir haben Agrarindustrie satt!“ demonstrieren wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen Bauern und Bäuerinnen im Schulterschluss mit Organisationen der Zivilgesellschaft in der Dresdener Innenstadt für bäuerliche Betriebe, mehr Unterstützung für artgerechte Tierhaltung sowie eine klimaschonende Bewirtschaftung. „Bei der Landtagswahl am 1. September werden die Weichen in der Landwirtschaftspolitik neu gestellt. Deswegen darf die Agrarwende, also der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft, auch in Sachsen nicht mehr warten“, ruft Danilo Braun, Landessprecher Sachsen der Ar

weiter lesen...


19.08.2019

Wissenschaft: Mehr Tierwohl durch „kraftvolle“ Politik möglich

Das Thema Tierwohl hat in der Bevölkerung „eine sehr hohe Bedeutung“. Und „sofern die Gesellschaft dies mehrheitlich wünscht, könnte die Politik (z.B. mit Hilfe einer Tierwohlprämie) Deutschland-weit ein hohes Tierwohl-Niveau durchsetzen, ohne dass es – wie oft befürchtet wird – zu einer Verlagerung der Tierhaltung an ausländische Standorte kommt, die niedrigere Tierwohlstandards haben“. Das teilt die Deutsche Agrarforschungsallianz (DAFA) als ein Ergebnis in ihrem jetzt vorgelegten Zwischenbericht ihres vor sieben Jahren eingerichteten Fachforums Nutztiere mit. Insgesamt sei durch die wissenschaftliche Arbeit der vergangenen Jahre klarer geworden, (

weiter lesen...


19.08.2019

Regenwaldzerstörung wirksam sanktionieren

Die Zerstörung des Amazonas-Regenwalds nimmt in Brasilien seit dem Amtsantritt von Präsident Jair Bolsonaro dramatisch zu. Im Juli wurde laut brasilianischem Weltrauminstitut INPE drei Mal so viel Regenwald illegal abgeholzt wie im gleichen Monat des Vorjahres. Bolsonaro hatte bereits bei seinem Amtsantritt angekündigt, Schutzgebiete für die Ausbeutung freizugeben. In Reaktion auf diese Zahlen werden aus der Politik und von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterschiedliche Vorschläge gemacht, um die Abholzung zu stoppen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kündigte an, eine geplante finanzielle Förderung zum Beispiel von Wald- und Biodiver

weiter lesen...


19.08.2019

Noichl für deutliche Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik

Für eine deutliche Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik hat sich die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl ausgesprochen. Da Steuergelder dafür da seien, um zu steuern, werde sie sich dafür einsetzen, dass die EU-Agrargelder „nicht mehr für Flächenbesitz, sondern für ein Mehr an Tier-, Klima-, Wasser- und Bestäuberschutz“ eingesetzt werden, sagte sie in einem Interview mit dem Presse- und Informationsdienst Agra-Europe. Und „Mehr“ bedeutet für Noichl „Leistungen über dem gesetzlichen Maß“. Ihre Prämisse laute: “Öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen“. Im Fall der Eco-Schemes fordert Noichl „eine verpflichtende Einführung auf Ebene der Mitgliedstaaten

weiter lesen...


16.08.2019

Klimakrise: Land- und Forstwirte zu Klimarettern machen

Zu einem sofortigen Handeln beim Klimaschutz haben Natur- und Umweltschutzverbände die Bundesregierung aufgefordert und dazu ein Handlungsprogramm zur wirksamen Eindämmung der Klimakrise veröffentlicht, das neben den Sektoren Verkehr, Energie, Industrie und Wohnungsbau/Gebäude auch Maßnahmen für die Landwirtschaft beinhaltet. Die Verbände fordern von der Bundesregierung, endlich effektive Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Einhaltung des 1,5-Grad-Erhitzungs-Limits von Paris zu ergreifen. "Wir befinden uns am Anfang einer gefährlichen Klimakrise. Dürresommer und Hitzewellen, Überflutungen und Sturmschäden werden uns mit Regelmäßigkeit treffe

weiter lesen...


15.08.2019

AbL-Bayern: Gülle ist besser als ihr Ruf – sofern wir was Gutes aus ihr machen!

Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern (AbL-Bayern) schaffen bei der Gülleausbringung Schleppschlauch, Schleppschuh und Schlitzverfahren eher Probleme, als diese zu lösen. Einerseits gilt es die Ammoniak-Emissionen zu verringern, andererseits gibt es Probleme mit der Bodengesundheit und mangelnder Bodenfruchtbarkeit, mit verschmutztem Futter und nicht zuletzt sind da die hohen Kosten für die bodennahe Ausbringtechnik. Deshalb möchte die AbL-Bayern zusammen mit Jens Keim als Sprecher der 'IG gesunde Gülle' erreichen, dass entsprechend § 6 Abs. 3 der Düngeverordnung (DüV) andere emissionsmindernde Verfahren wie die Gülleauf

weiter lesen...


15.08.2019

LINKE fordert Anerkennung von Parkinson als Berufskrankheit in der Landwirtschaft

Die Frage, ob der berufliche Umgang mit Pestiziden Morbus Parkinson auslösen kann, wird zurzeit vom Ärztlichen Sachverständigenbeirat „Berufskrankheiten“ (ÄSVB) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) geprüft. „Aufgrund der hohen wissenschaftlichen Anforderungen ist noch von einem mehrjährigen Beratungszeitraum auszugehen.“ Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der LINKEN ‚Anerkennung von Morbus Parkinson als Berufskrankheit im landwirtschaftlichen Bereich‘. „Angesichts der Situation der Betroffenen ist es zynisch, wenn die Anerkennung von Parkinson als Berufskrankheit weiter verweigert wird. Das nach

weiter lesen...


15.08.2019

AbL-Aufruf: Wirtschaftswert beim Finanzamt erfragen

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) empfiehlt aus aktuellem Anlass allen bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) krankenversicherten und beitragspflichtigen Bäuerinnen und Bauern, bei ihrem Finanzamt um schriftliche Auskunft über den Wirtschaftswert in ihrer Gemeinde nachzufragen. Auf Grundlage des Wirtschaftswertes berechnet die SVLFG den Beitrag zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung (LKV-Beitrag). In einem konkreten Fall hat ein Bauer im Rheinland von seinem Finanzamt die schriftliche Mitteilung angefordert und bekommen. Demnach beträgt der Wirtschaftswert in seiner Gemeinde 2422 DM pro

weiter lesen...


15.08.2019

Boris Johnson auf Gentechnik-Kurs

In seiner ersten Rede als Premierminister hat der Vorsitzende der Konservativen Partei Boris Johnson angekündigt, dass er nach dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU auch die Gentechnik-Regelungen der Union über Bord werfen will. Darauf weist der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) hin. „Lasst uns jetzt anfangen, den außergewöhnlichen Sektor der Biowissenschaften des Vereinigten Königreichs von Anti-Genveränderungs-Regeln zu befreien. Und lasst uns die krankheitsresistenten Pflanzen entwickeln, die die Welt ernähren werden“, sagte der frisch gekürte Premier Ende Juli am Amtssitz Downing Street 10. Einen Tag später wiederholte Johnson die

weiter lesen...


12.08.2019

Für mehr Tierwohl braucht es mehr als eine höhere Mehrwertsteuer

Mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch auf den Regelsteuersatz von 19 Prozent wollen politische Entscheidungsträger oder Tierschutzorganisationen die für mehr Tierwohl notwendigen Investitionen mit Steuergeldern mitfinanzieren. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) sieht diesen Vorstoß als ein positives Zeichen dafür an, dass sich langsam auf gesellschaftlicher wie auf politischer Ebene die Erkenntnis durchsetzt, dass in der Produktion von Milch und Fleisch das System des „Immer billiger, immer effizienter“ mit dem damit verbundenen Kostendruck Mensch und Tier an ihre Leistungsgrenzen führt und dringender Handlungsbedarf gegeben

weiter lesen...


12.08.2019

Verteuerung von Fleisch in der Diskussion

Eine Abgabe auf Fleisch fordert der Deutsche Tierschutzbund (TSchB), um damit die Haltung von Nutztieren in Deutschland zu verbessern. Auch Vertreter von Union, SPD und Grünen sprechen sich für eine Verteuerung von Fleisch beispielsweise durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von jetzt 7% auf zukünftig 19% aus. "Nur über eine zweckgebundene Fleischabgabe stellen wir sicher, dass das Geld wirklich den Tieren zugutekommt. Bei einer Erhöhung der Mehrwertsteuer könnte das Geld für alles Mögliche ausgegeben werden", sagt der Präsident des TSchB Thomas Schröder im Gespräch mit der neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Zudem würden bei einer Erhöhung de

weiter lesen...


08.08.2019

AbL fordert richtige Anreize für Klima, Tierwohl und Umwelt

Der Weltklimarat zeigt mit seinem IPCC-Sonderbericht die Notwendigkeit für deutliche, grundsätzliche Änderungen im bisherigen Landwirtschafts- und Ernährungssystem auf. Die aus dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe resultierenden Herausforderungen für die Landwirtschaft können Bauern und Bäuerinnen nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) nicht alleine meistern. „Wir Bauern und Bäuerinnen stehen vor riesigen Herausforderungen. Wir stehen vor einem schwierigen Übergang von der bisherigen Ausrichtung auf Billigproduktion hin zu einer umfassenden Qualitätsstrategie. Über Jahrzehnte haben uns Politik, Agrarwirtschaft, Handel

weiter lesen...


08.08.2019

IPCC Bericht: Kosten der Untätigkeit werden katastrophal sein

Fast drei Viertel der bewohnbaren Flächen der Erde werden vom Menschen genutzt - mit erheblichen Auswirkungen auf unser Klima, wie ein neuer Bericht des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zeigt. Fast ein Viertel der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen gehen demnach heute auf die Land- und Forstwirtschaft und andere Landnutzung zurück. Der jüngste IPCC-Sonderbericht beschreibt die aktuelle Situation, entwirft mögliche Zukunftsszenarien und untersucht Lösungsansätze, wie wir Land so nutzen können, dass die Ernährung sichergestellt, das Wirtschaftswachstum gefördert und die Risiken des Klimawandels begrenzt werden.

weiter lesen...


08.08.2019

Soziale Ungleichheit auch bei der Ernährung

Beim steigenden Wohlstand driftet die soziale Schere immer weiter auseinander. Ober- und Mittelschicht profitieren weitaus mehr als die 20% an der unteren Skala. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Nestlé Ernährungsstudie 2019. Unter dem Titel „So is(s)t Deutschland 2019“ belegen sie dieses Auseinanderdriften anhand der wachsenden Ungleichheit im Ernährungsverhalten. „Deutschland is(s)t immer geteilter“, schreibt Nestlé. Während bei unteren Schichten die Bedeutung der Ernährung eher abnimmt, geben die „Gutsituierten“ auch die Ernährungstrends vor. Bio, nachhaltig, regional, artgerechte Tierhaltung drücken den höheren Status, aber auch den kulturellen M

weiter lesen...


08.08.2019

Putentransport-Qualen: Minister fordert Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat auf einen Bericht des Bayerischen Fernsehens über Putentransporte zwischen Osteuropa und Bayern reagiert. Darin hatte die Soko Tierschutz „qualvolle Transporte“ kritisiert. „Wir brauchen für besseren Tier- und Verbraucherschutz dringend eine Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und ehrliche Deklaration über die Herkünfte von Lebensmitteln. Der Verbraucher wird mit der jetzigen Deklaration gezielt hinters Licht geführt, um ihm billige Ware aus dem Ausland als deutsche Qualität unterzujubeln“, sagte Aiwanger. Produktion und Schlachtstätten müssten wieder nahe bei einander liegen, um un

weiter lesen...


Sie sehen Artikel 1 bis 20 von 911

Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

05.08.2019

Bei Fahrten über Land fällt mir dieses Jahr auf, dass noch a