05.02.2019

Bürgermeister startet Petition gegen die geplante Werksschließung

Der Bürgermeister der Stadt Warburg Michael Stickeln (CDU) hat eine an Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Südzucker AG, gerichtete Petition gegen die geplante Werksschließung des Werkes Warburg der Südzucker AG gestartet. Darin verweist der Bürgermeister darauf, dass von der Schließung mehr als 60 Mitarbeiter und deren Familien, über 800 Landwirte sowie Handwerker und Zulieferer nachhaltig betroffen sein würden. Gegründet 1882, und damit ältestes Industrieunternehmen in Warburg, fungiere die Warburger Zuckerfabrik zudem schon immer als „ein identitätsstiftendes Merkmal für unsere Region und ist der letzte verarbeitende landwir

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05.02.2019

Greenpeace übt Kritik am geplanten Tierwohllabel

Greenpeace-Aktivisten haben heute vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gegen die nach ihren Worten „gesetzeswidrige Tierquälerei bei der Schweinehaltung“ protestiert und dabei auch Kritik an dem von Bundeslandwirtschafsministerin Julia Klöckner (CDU) angekündigten „Tierwohlkennzeichen“ geübt, dass sie am Mittwoch vorstellen will. Statt geltendes Recht durchzusetzen, plane die Landwirtschaftsministerin mit ihrem sogenannten „Tierwohlkennzeichen“ Fleisch von Schweinen auszeichnen zu lassen, denen als Ferkel die Ringelschwänze abgeschnitten wurden. Das laut Greenpeace heute nach dem chinesischen Kalender beginnende „Jahr des

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05.02.2019

Bolsonaro bedroht Ernährungssicherheit in Brasilien

Mit der provisorischen Maßnahme Nr. 870 vom 1. Januar 2019 hat die Regierung Brasiliens den Nationalen Rat für Ernährungssicherung (Conselho Nacional de Segurança Alimentar e Nutricional – Consea) aufgelöst. Diese Maßnahme wird von vielen Menschen in Brasilien als erster Schritt des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro zur Auflösung der Politik für die Ernährungssicherheit gesehen. Die Organisation Slow Food ruft daher dazu auf, eine von FIAN-International gestartete Petition zum Erhalt des Ernährungsrates zu unterzeichnen. Der Consea wurde 1994 eingerichtet, 1995 aufgelöst und 2003 wieder aktiviert als direktes Beratungsorgan für die Präsidentschaft der

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05.02.2019

BDL will Mut machen gegen Rechtspopulismus

Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) will Mut machen gegen Rechtspopulismus. „Für mehr Menschlichkeit einzutreten, wenn mit diffusen Ängsten Stimmung gegen Fremde gemacht wird, fällt nicht immer leicht“, sagt der stellvertretende BDL-Vorsitzende Lukas Stede. Darum hat sein Jugendverband jetzt eine Argumentationshilfe zum Umgang mit rechtspopulistischen Äußerungen erstellt. „Populismus, rechte Hetze oder rassistische Sprüche begegnen uns im Alltag, in den sozialen Netzwerken und auch in den Nachrichten“, stellt der BDL-Vertreter fest und erklärt stellvertretend für die ehrenamtlich Aktiven im BDL: „Wir sind nicht machtlos. Wir stehen für eine angstf

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03.02.2019

Brasilien: Solidarität von Bauern und Zivilgesellschaft wichtig

„Deutschland und Brasilien sind wichtige Partnerländer. Daher sollte sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass Demokratie, Umweltschutz und Menschenrechte in Brasilien eingehalten werden.“, sagt Antônio Andrioli, Vize-Rektor der Universität UFFS (Universidade Federal da Fronteira Sul) in Brasilien in einem Interview in der Unabhängigen Bauernstimme mit Blick auf Äußerungen und erste Maßnahmen des neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. In den Augen Bolsonaros ist die Landlosenbewegung MST, die sich mit legalen Mitteln für eine Umverteilung von Land einsetzt und laut Andrioli „die größte politische Kraft in der brasilianischen Zivilgesell

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02.02.2019

Treckerkorso gegen geplante Werkschließung der Südzucker AG

Die Südzucker AG plant die Schließung ihrer Werke in Warburg (Nordrhein-Westfalen) und Brottewitz (Brandenburg). Das hat der Südzucker-Vorstand in der vergangenen Woche dem Aufsichtsrat mitgeteilt, der den Plänen noch zustimmen muss. „Vor dem Hintergrund des anhaltend schwierigen globalen und europäischen Marktumfelds, das maßgeblich von einem historisch niedrigen Preisniveau innerhalb der EU geprägt ist“, verfolgt der Vorstand mit dem Restrukturierungsplan „das Ziel, die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU auf das Segment Zucker zu verringern und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nac

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02.02.2019

Nach Masseneinspruch: Syngenta-Patent auf Tomaten widerrufen

Nach einem Masseneinspruch hat der Konzern Syngenta jetzt sein europäisches Patent auf Tomaten zurückgezogen. Das Europäische Patentamt (EPA) hat das Patent EP1515600 bereits offiziell widerrufen. Syngenta beanspruchte Saatgut, Pflanzen und Früchte als Erfindung, die aus Kreuzungen mit Tomaten aus Peru und Chile stammen und deswegen einen erhöhten Vitamingehalt haben sollen. Die Tomaten sind nicht gentechnisch verändert, sondern stammen aus herkömmlicher Züchtung. Am Einspruch hatten sich 2016 etwa 65.000 BürgerInnen aus 59 Ländern sowie 32 Organisationen beteiligt. „Das ist ein wichtiger Erfolg. Die Öffentlichkeit nimmt es nicht länger hin, dass sich

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02.02.2019

Veterinäramt verweigert Lebendtiertransporte in Drittländer

Der Deutsche Tierschutzbund (TSchB) und dessen Landesverband Bayern begrüßen die Entscheidung des Veterinäramts Landshut, keine Transportgenehmigungen mehr für Rinder in Drittstaaten auszustellen. Medienberichten zufolge hatte eine Amtstierärztin den Export einer trächtigen Kuh nach Usbekistan verhindert; der Landshuter Landrat Peter Dreyer hatte in der Folge angekündigt, dass seine Veterinäre alle derartigen Tiertransporte bis auf weiteres verhindern werden. „Das konsequente Vorgehen der Veterinärin in Landshut ist extrem mutig und vorbildlich. Kein Tier, und schon gar kein trächtiges, sollte eine fünftausend Kilometer weite Fahrt antreten müssen, wo

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01.02.2019

Neue Düngeregeln nehmen alle Bauern in Mithaftung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat gestern der EU-Kommission einen nach eigenen Angaben mit dem Bundesumweltministerium abgestimmten Maßnahmenkatalog mit Änderungen der deutschen Düngeverordnung vorgeschlagen, um damit teure Strafzahlungen aus einem laufenden Vertragsverletzungsverfahren zu verhindern. Auf scharfe Kritik stoßen das Vorgehen des BMEL und die nicht mit den Betroffenen abgestimmten Inhalte bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Sie fordert einen differenzierten Ansatz und da anzusetzen, wo die Probleme entstehen. „Zum einen nagt das Vorgehen des BMEL an unserem Vertrauen. Die Probleme zu hoher Nährstof

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31.01.2019

BUND fordert Verschärfung des Düngerechts

Heute, am 31. Januar, endet die Winter-Sperrfrist zur Ausbringung von Gülle. Passend dazu endet nach Ansicht des BUND auch eine von der EU-Kommission der Bundesregierung gesetzte Frist zur deutschen Düngeverordnung: Bis heute Abend soll diese Vorschläge liefern, wie das Düngerecht so verbessert werden kann, dass Wasser und Böden wirksam vor Stoffeinträgen wie Nitrat geschützt und trotzdem eine sinnvolle Düngung möglich ist. "Zum Schutz unseres Wassers muss das Düngerecht deutlich verschärft werden", sagt Christian Rehmer, Experte für Agrarpolitik des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Dafür ist es notwendig, endlich R

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31.01.2019

Weidetierhalter in Südniedersachsen werben um politische Unterstützung

Im südniedersächsischen Bergland hat sich nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes (LPD) eine Gruppe aus Landwirten und Naturschützern mit dem Ziel zusammengefunden, die Weidehaltung für Landwirte wieder attraktiver zu gestalten und wirbt dafür um politische Unterstützung. „Wir bemerken Defizite in der Wertschätzung der Weidetierhaltung. Die Öffentlichkeit möchte die weidenden Tiere behalten, aber diese Form der Tierhaltung verursacht den Landwirten einen hohen Aufwand bei geringen Einnahmen“, schildert Frank Kohlenberg die Situation. Er ist Vorsitzender im Landkreis Holzminden des Landvolkes Weserbergland und kennt die Zwänge der Landwirte, Grünl

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31.01.2019

Thüringen will beim Agrarstrukturgesetz aktiv werden

Der Aufkauf von landwirtschaftlichen Flächen durch Anleger, die das Land nur aus Renditegründen kaufen, ist nach Ansicht von Olaf Müller, Sprecher für Landwirtschaft, Ländliche Räume und Wirtschaft der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag, auch in Thüringen eine ernsthafte Bedrohung der ländlichen Räume. Müller sieht als ein Problem vor allem ein Informationsdefizit, das aber durch ein Gesetz oder einen Erlass schnell behoben werden könne. „Wir sind uns mit Ministerin Keller einig, dass hier Handlungsbedarf besteht. Deshalb wollen wir noch in dieser Legislaturperiode erste konkrete Schritte ergreifen. Eine gute Möglichkeit wäre, dass wi

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30.01.2019

Westfleisch steigt bei „Pro Weideland“ ein

Das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen meldet den Einstieg des Genossenschaftsunternehmens Westfleisch bei „Pro Weideland“. Damit sind neben Milchprodukten jetzt erstmals auch Fleischprodukte mit Weidehaltungs-Label im Handel erhältlich. „Das Konzept kommt an und stellt für interessierte Konsumenten eine echte Alternative zur direkten Unterstützung der Landwirtschaft bei gleichzeitiger Förderung des Tierwohls dar“, erklärt Heribert Qualbrink, Einkaufsleiter Landwirtschaft bei Westfleisch, nach den Erfahrungen einer dreimonatigen Testphase in ausgewählten Lebensmittelmärkten. Innerhalb des ersten Jahres will Westfleisch 2000 Tiere in das Pro Weidela

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25.01.2019

Bauern fordern mit Grenzaktion: Stopp von CETA und Co

Gegen die aktuelle Handelspolitik der EU und für eine faire EU-Handelspolitik, die weltweit gerecht und klimaverträglich ist, und für ein solidarisches Europa haben heute Bauern und Bäuerinnen von 17 europäischen Organisationen und zwei Dachverbänden gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft an der deutsch-belgischen Grenze demonstriert. Zu der Aktion rollten 20 Trecker aus verschiedenen EU-Ländern an die Grenze, unterstützt von rund 150 Bäuerinnen und Bauern aus Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg, Belgien und Deutschland sowie von Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Gruppen. Bauernorganisationen aus Litauen und der Schweiz tragen die Demons

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24.01.2019

Aufruf für ein sofortiges Moratorium der Patentierung von Pflanzen und Tieren

Die Organisation „Keine Patente auf Saatgut!“ hat heute zusammen mit über 40 weiteren Organisationen einen internationalen Aufruf an den Präsidenten des Europäischen Patentamtes (EPA), den Portugiesen António Campinos veröffentlicht, in dem dieser aufgefordert wird, alle Verfahren auszusetzen, die die Patentierung von Pflanzen und Tieren aus herkömmlicher Züchtung betreffen. Es geht unter anderem um Patente auf Gemüse wie Brokkoli und Tomaten. „Konzerne wie Bayer oder Syngenta wollen die Zucht der Pflanzen und von ihnen stammende Lebensmittel durch die Patentierung monopolisieren“, heißt es in einer Pressemitteilung zum Aufruf. Im Dezember 2018 hatte d

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24.01.2019

Digitalisierung aggressiv von oben herab durchgesetzt

Eine umfassende, partizipative und transparente Evaluation des Digitalisierungsprozesses und den damit verbundenen Technologien in der Landwirtschaft auf nationalem und regionalem Level hat aus Anlass der internationalen Agrarministerkonferenz (GFFA) in Berlin die von den Philippinen stammende Neth Daño im Namen der internationalen Action Group on Erosion, Technology and Concentration (ETC Group) gefordert. In Solidarität mit den vor dem Auswärtigen Amt, dem Austragungsort der GFFA, mit ihren Traktoren protestierenden Bäuerinnen und Bauern der „Wir-haben-es-satt“-Demonstration schilderte sie am Beispiel der Philippinen, einem Land mit der am wenigsten

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23.01.2019

Verbände fordern neues Verständnis von Landwirtschaft und Umweltschutz

Ein neues Verständnis von Landwirtschaft und Umweltschutz haben die Landesvorsitzenden der niedersächsischen Verbände des Naturschutzbund (NABU), des Bundesverbandes der Milchviehhalter (BDM) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bei der Übergabe einer gemeinsamen Erklärung an die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und den dortigen Umweltminister Olaf Lies (SPD) gefordert. „Der Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe ist eine wichtige Grundlage der EU Agrarpolitik, weil diese besonders in der Lage sind gesellschaftlich gewünschte Leistungen zu erbringen. Die Erwirtschaftung eines ausreichenden E

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23.01.2019

Dialogprozess zur Erarbeitung einer Nutztierstrategie gefordert

In einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bitten der Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) und der Deutsche Tierschutzbund e.V. (TSchB) die Ministerin „zu einem Dialogprozess zur Erarbeitung einer Nutztierstrategie einzuladen“. Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Deutschland spitzt sich nach Ansicht der Verbände immer weiter zu. „Die bestehenden Tierschutzstandards verlieren zunehmend an Akzeptanz in der Bevölkerung, die Landwirte sind einem starken Wettbewerbsdruck ausgesetzt, die Verbraucher fordern mehr Transparenz. Das beobachten wir mit Sorge“, heißt es in dem vo

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22.01.2019

Thünen-Institut zur Leistung des Ökolandbaus für Umwelt und Gesellschaft

Nach Ansicht des Thünen-Instituts gibt es in Politik und Wissenschaft unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich des Potentials des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft. Um einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand des Wissens zu bekommen und die gesellschaftlichen Leistungen des Ökolandbaus differenziert zu bewerten, hat das Institut daher zusammen mit anderen Forschungspartnern die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema ausgewertet und auf einer Fachveranstaltung im Rahmen der Grünen Woche vorgestellt sowie als Thünen-Report 65 veröffentlicht. Demnach verdeutlichen die Ergebnisse, dass der Ökolandbau ein hohes Potenzial

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22.01.2019

Klimakrise aufhalten - eine Zukunft für die Landwirtschaft

Im vergangenen Jahr startete der Ackerbauer Franz-Joachim Bienstein von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Klimakrise aufhalten - eine Zukunft für die Landwirtschaft“ eine Petition an die Vorsitzenden der Kommission "Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung" (umgangssprachlich Kohlekommission), Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Im Rahmen der „Wir-haben-es-satt“-Demonstration in Berlin übergab er die (bisher) von 112.443 Personen unterschriebene Petition jetzt auch an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministeri

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03.04.2019

Bei der neuen Düngeverordnung (DÜV) geht es im Kern darum, N