10.04.2019

„Probleme der EU nicht nach Afrika exportieren!“

In Brüssel fordern afrikanische und europäische Milcherzeuger die EU zu verantwortungsvoller Politik auf. Sie sind Tausende Kilometer von Afrika bis ins EU-Viertel nach Brüssel gekommen: Bei der heutigen Solidaritätskundgebung in der Nähe des EU-Ratsgebäudes stehen Milcherzeuger aus Burkina Faso und Mali sowie drei weiteren westafrikanischen Staaten neben Milchbäuerinnen und -bauern aus ganz Europa. Sie fordern in einer gemeinsamen Deklaration eine nachhaltige Produktion in Europa und Afrika, damit wichtige Strukturen in der Landwirtschaft nicht zerstört werden. Hintergrund sind die europäische Überproduktion und die aktuelle EU-Exportausrichtung, die

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10.04.2019

Klimakabinett: Klöckner legt Zehn-Punkte-Plan zum Klimaschutz vor

Unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist heute zum ersten Mal das Klimakabinett zusammengetreten. Zum Klimakabinett gehören neben Merkel Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Bauminister Horst Seehofer (CSU). Sie alle müssen laut Schulze jetzt konkrete Vorschläge vorlegen. Das Umweltministerium prüfe dann, ob diese ausreichen, um die Klimaziele noch zu erreichen. Ende Mai auf der nächsten Sitzung will sich das Klimakabinett einen Überblick über alle Bereiche verschaffen. „Die Einsetzung des Klimakabinetts ist richtig u

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10.04.2019

Zeit ist reif für Brücke zwischen Zivilgesellschaft und Landwirtschaft

Anlässlich der Bund-Länder-Agrarministerkonferenz in dieser Woche in Landau/Rheinland-Pfalz (10.-12.04.2019) fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. die Ministerinnen und Minister auf, mutige agrarpolitische Schritte zu gehen und klare Rahmenbedingungen für die Bäuerinnen und Bauern zu setzen. Bei einer Vorabaktion vor dem Landwirtschaftsministerium in Mainz erklärt Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäftsführer: „Die Zeit ist reif, neue stabile Brücken zwischen Landwirtschaft und Zivilgesellschaft sowie zwischen Landwirtschaft und Politik zu bauen. Das Höfesterben muss gestoppt werden. Die AbL setzt sich für eine artgerechte Tie

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10.04.2019

AMK: „Weiter so“ bei der GAP ist keine Option für grüne Agrarministerinnen und -minister

Die Ministerinnen und Minister der grünen Agrarressorts in den Bundesländern sind der Auffassung, dass der von der EU-Kommission vorgelegte Vorschlag bezüglich einer nachhaltigen Fortentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nicht ausreicht und fordern daher im Vorfeld der Agrarministerkonferenz (AMK) in Landau eine klarere Positionierung der Bundesregierung. 20 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030? „Es ist frustrierend dabei zuzuschauen, wie Deutschland seinen potentiellen Einfluss für eine zukunftsfähigere GAP verspielt und sich in Verzögerungsfloskeln verliert. Gerade Deutschland, das Land, das bei seiner Bevölkerung den allergrößten Rückhalt

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10.04.2019

Zulassung von umstrittenen Pflanzenschutzmitteln aufheben

Das Bundesland Hessen fordert bei der Agrarministerkonferenz in Landau/Rheinland-Pfalz, die Zulassungen von biodiversitätsschädigenden Pflanzenschutzmitteln zu überprüfen. „Das Bundeslandwirtschaftsministerium predigt den Ausstieg aus Glyphosat und erteilt gleichzeitig die Zulassung für ein glyphosathaltiges Pflanzenschutzmittel. Auch im Koalitionsvertrag auf Bundesebene ist klar geregelt ist, dass Deutschland aus Glyphosat aussteigen wird“, kritisierte die Hessische Umweltministerin Priska Hinz. „Wie wir inzwischen wissen, wurde die Genehmigung von 18 Pflanzenschutzmitteln ohne Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt erteilt. Deshalb fordern wir die Bun

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08.04.2019

Dem Ausverkauf landwirtschaftlicher Flächen endlich einen Riegel vorschieben

Einer der größten Ökobetriebe Deutschlands hat sich über den Kauf einer Agrarholding weiter vergrößert. „Mehr Acker in immer weniger Händen“ nennt das die Ostsee-Zeitung in einem Bericht über den Kauf der Große Seewiesen-Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Lieblingshof (Landkreis Rostock) durch das Öko-Gut Darß mit Sitz in Born (Vorpommern-Rügen), welches sich im Besitz von Marc und Heinz Fiege aus der „Fiege-Gruppe“, einem internationalen Logistikunternehmen aus Nordrhein-Westfalen, befindet. Zum Gut-Darß gehören gut 4600 Hektar Land, 4.700 Rinder (2.100 Mutterkühe), 4.000 Schafe, 240 Büffel sowie Ziegen. Wie die Ostsee-Zeitung schreibt, umf

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08.04.2019

Gentechnische Verunreinigungen im Raps-Saatgut

Wegen gentechnischen Verunreinigungen musste bis Ende März 2019 betroffene Bäuerinnen und Bauern ca. 2.150 Hektar Winterraps in Deutschland unterpflügen. Es handelt sich um Rapssaatgut der Firma Dekalb, Sorte „DK Exception“ (Anerkennungsnummer F0076 CP422442A) von Monsanto – jetzt Bayer). Dies ist mit einem nicht zugelassenen Gentechnik-Event (GT-73 von Bayer) verunreinigt. GT-73 hat eine Glyphosat-Resistenz und keine Anbauzulassung in Europa, deshalb gilt Nulltoleranz. Die Flächen müssen spätestens vor der Blüte umgebrochen werden und weitere Kontaminationen sind zu verhindern. Auch Restmengen an Saatgut sind zu vernichten. Insgesamt seien 84 landwi

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08.04.2019

Ein Schlag ins Gesicht aller tierhaltenden Bauern und Bäuerinnen

Anfang des Jahres hat die rot-rot-grüne Landesregierung von Thüringen für das Jahr 2019, in dem am 27. Oktober auch ein neuer Landtag gewählt wird, unter anderem eine Tierwohlstrategie aus dem Sozialministerium von Heike Werner (Die Linke) angekündigt. Einen dazu im Ministerium aktuell vorhandenen Entwurf empfindet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland als einen „Schlag ins Gesicht aller tierhaltenden Bauern und Bäuerinnen“ und bezeichnet ihn als „agrarindustriell geprägtes Strategiepapier“. „Ganz offensichtlich ist es bei unserer Thüringer Sozialministerin Heike Werner noch nicht angekommen, dass sich die Gesellsch

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08.04.2019

Europawahl: So wollen die Parteien die Neue Gentechnik regeln

Nach der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai wird die Debatte um eine Neufassung des europäischen Gentechnikrechts beginnen. Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) hat deshalb untersucht, wie sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Neuen Gentechnik äußern, und die folgenden Erkenntnisse gewonnen. In den Wahlprogrammen der CDU/CSU und der AFD kommen die Worte Gentechnik und Biotechnologie gar nicht vor. Sie legen sich damit auch nicht für die Zeit nach der Wahl fest. Die SPD spricht sich für das Vorsorgeprinzip aus, „insbesondere bei neuen Methoden der Gentechnik wie CRISPR/Cas. Eine diesbezügliche Aufweichung der EU-Regelung

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07.04.2019

BMEL: Umbaupläne für die Sauenhaltung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will Sauenhaltern eine Frist von 15 Jahren einräumen, um ihre Ställe tierschutzgerecht umzubauen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) unter Berufung auf einen Verordnungsentwurf, dessen Eckdaten das Ministerium kommende Woche auf der Agrarministerkonferenz in Landau vorstellen will. Demnach sollen Sauen künftig nur noch wenige Tage im Jahr in sogenannten Kastenständen fixiert werden dürfen. Nach dem sogenannten Kastenstand-Urteil des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg, das vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt wurde, müssen Sauen im Kastenstand ihre Gliedmaßen ausstrecken können, ohn

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07.04.2019

Bauern aus Afrika und Europa gemeinsam für nachhaltige Milchproduktion

“Wir fordern eine nachhaltige Milchproduktion in Europa und Afrika, damit die Bauern hier und dort endlich von ihrer Arbeit leben können.“ Das ist die zentrale Forderung, unter der Bauern und Bäuerinnen aus Afrika und Europa erstmalig in der Geschichte gemeinsam zu einer Solidaritäts-Kundgebung am 10. April vor dem EU-Ratsgebäude aufrufen. Gemeinsam mit Berufskollegen aus Mali, Burkina Faso, Senegal, Mauretanien, dem Tschad und Niger wollen die europäischen Erzeuger Flagge zeigen. „Zusammen möchten wir der EU-Politik stark vor Augen führen, welche Auswirkungen die europäische Überproduktion auf die lokale Milchwirtschaft in Westafrika hat“, heißt es

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06.04.2019

Verbände-Plattform: Vorschläge für neue Honorierung von Umweltleistungen

Eine breite Plattform von Verbänden aus Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Tierschutz (s.u.) hat sich auf konkrete Vorschläge geeinigt, wie Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für Umwelt, Klima und Tierschutz nach dem Jahr 2020 gezielt honoriert werden sollen. Die Vorschläge der Verbände beziehen sich auf die neuen „Öko-Regelungen“ (Eco-Schemes) in Deutschland, die nach dem Verordnungsentwurf der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Zukunft in allen Mitgliedstaaten angeboten werden müssen. Die Verbände fordern die Bundesregierung auf, sich klar und vehement für eine verpflichtende Einführung in allen Mitgliedstaaten

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05.04.2019

Klima-Notruf: Bäuerinnen und Bauern fordern die Klimawende

Anlässlich der vom 10. bis 12. April 2019 in Landau in der Pfalz stattfindenden Agrarministerkonferenz erneuern Bäuerinnen und Bauern mit einem Klima-Notruf ihren Appell für eine sofortige Klimawende, um auch in Zukunft für die Ernährung der Menschen sorgen zu können. Der Klima-Notruf im Wortlaut: Seit dem ersten bäuerlichen Klimaappell vor der Weltklimakonferenz von Paris 2015 hat sich die Klimakrise massiv verschärft. Der Dürresommer 2018 hat der europäischen Landwirtschaft immense Verluste beschert und die bedrückende Realität des Klimawandels gezeigt. Der Klimawandel zerstört auch unsere Wälder. Für viele Waldbauern sind die Folgen der Dürre 201

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05.04.2019

Imkermeister bittet um Unterstützung für Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“

„Zum Schutz von Mensch und Biene brauchen wir dringend eine grundlegende Reform der bisherigen Zulassungsverfahren für Pestizide“, sagt der Imkermeister Thomas Radetzki und hat daher eine Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“ gestartet, „um die Bundesregierung zu einer Diskussion über fachliche Details und Verfahren der Pestizidzulassung zu bewegen“. „Mehrfach in der Vergangenheit musste die EU den Einsatz bereits zugelassener Pestizide verbieten oder einschränken, nachdem Forscher nachgewiesen hatten, dass diese Bienen lähmten und töteten. Ich selbst musste die Schädigung meiner Bienenvölker durch Pestizide erleben. Auch das europäische Gericht stel

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04.04.2019

AbL: Umbau der Ställe auch für Wasserschutz

Anlässlich der Demonstration von mehreren Tausend Bauern und Bäuerinnen heute in Münster mahnt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Bundesministerin Julia Klöckner, endlich eine gesellschaftlich breit getragene und zugleich praxistaugliche Nutztierstrategie zum zukunftsfähigen Umbau von Ställen zu erarbeiten. Es müssten endlich langfristig tragfähige Entscheidungen getroffen werden zum Fachrecht, zur Förderung und zur Tierwohl-Kennzeichnung, damit höhere Preise und Einkommen erreicht werden. Der AbL-Landesvorsitzende NRW Bernd Schmitz erklärt: „Wir erkennen die Notwendigkeit für wirksamere Düngevorschriften an. Das hat die letzte Re

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04.04.2019

Bauern und Politik in der Pflicht

„Bauern brauchen Zukunft – Zukunft braucht Bauern!“ – Unter diesem Motto haben sich heute auf dem Domplatz in Münster/Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Veranstalter, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und dem Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV), ca. 6.000 Bäuerinnen und Bauern aus ganz Deutschland zu einer Kundgebung versammelt, um gegen die geplante Verschärfung des Düngerechts zu protestieren und auf ihre steigenden Existenzängste aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt der Kritik der Kundgebung stand die Ende Januar von der Bundesregierung vorgeschlagene Regelung, die maximal zulässige Düngung in Gebieten, in denen das Gru

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01.04.2019

7-Punkte-Programm ändert nichts an den Ursachen der Nährstoffüberschüsse

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser, haben ein 7-Punkte-Programm zur Unterstützung der Bauernfamilien bei der Bewältigung weiterer Vorgaben zur Düngung vorgelegt. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) handelt es sich dabei vor allem um ein Investitionsprogramm, an den Ursachen der Nährstoffüberschüsse ändere das Programm nichts. Die Ministerinnen „stimmt es bedenklich, wenn das neu aufgestellte, deutschlandweit repräsentative Grundwassermessnetz in landwirtschaftlich ge

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01.04.2019

Kaufland will bessere Haltungsbedingungen und faire Erzeugerpreise fördern

Bessere Haltungsbedingungen für Legehennen fördern und zeitgleich die heimischen Erzeuger unterstützen - das will die Kaufland-Supermarktkette mit dem Programm „Farm-Ei“ erreichen, mit dem das Unternehmen als Pilotprojekt in Baden-Württemberg startet. Hühner, die auf „Farm-Ei“-Höfen gehalten werden, haben laut Kaufland deutlich verbesserte Haltungsbedingungen als Freilandhühner und die Erzeuger bekommen eine faire Bezahlung. „Damit gehen wir weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus“, betont Stefan Rauschen, Leiter Einkauf Frische. „Tierwohlstandards zu verbessern, ist uns extrem wichtig. Daher ist das Projekt ,Farm-Ei‘ für Kaufland der nächste

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31.03.2019

Bayer muss Verantwortung übernehmen

In den USA hat der Chemiekonzern Bayer erneut eine Niederlage in einem Gerichtsprozess erlit­ten. Nach Ansicht der Jury des Gerichts in San Francisco ist Monsanto (jetzt Bayer) für Krebsrisiken des Unkrautvernichtungsmittels "Roundup" mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar und muss dem 70-jährigen Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von 80,3 Millionen Dollar (71,4 Mio Euro) zahlen. Bereits eine Woche zuvor hatte die Jury in einer ersten Phase des Gerichts­verfahrens entschieden, dass Roundup von der Bayer-Tochter Monsanto einen "erheblichen Faktor" bei der Entstehung der Krebserkrankung des Klägers dargestell

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30.03.2019

100 Mio. Euro für Gentechnik-Forschung in der Landwirtschaft

Die Bundesregierung fördert den Einsatz von Gentechnik bei Pflanzen und Tieren zur Lebensmittel­erzeugung mit über 100 Millionen Euro. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag (Drucksache 19/7926). Im Mittelpunkt der Projekte steht meist Grundlagenforschung, Genomsequen­zierungen und die spätere Anwendung von neuen Gentechnik-Verfahren - Risikoforschung spielt hingegen kaum eine Rolle. Allein das Bundesforschungsministerium (BMBF) förderte von 2011 bis 2020 Projekte mit neuen Gentechnik-Verfahren mit knapp 33 Millionen Euro. Nutznießer sind zahlreiche Univer­sitäten sowie das Max-Planck-Institut für

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Berlin dreht wieder am Düngerecht. Schon bei der letzten Ref