04.11.2019

BDM-Position zu Inhalten des Agrarpakets

Das sogenannte Agrarpaket der Bundesregierung stand und steht im Zentrum von Protesten von Bauern und Bäuerinnen, hat zu heftigen Diskussionen und Reaktionen geführt. Jetzt hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) seine Position zu den drei Elementen des Agrarpakets - I. Umschichtung von erster in die zweite Säule; II. Tierwohllabel; III. Klimaschutzmaßnahmen inkl. Insektenschutzprogramm und Novellierung Düngeverordnung - in einem Papier zusammengefasst. „Angesichts der wirtschaftlichen Schieflage der Landwirtschaft und der bisher sehr großen Einkommensabhängigkeit von den Direktzahlungen hat der BDM weitere Anhebungen der Umschichtungsm

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01.11.2019

Thüringer Ex-Bauernpräsident verkauft Großbetrieb an ALDI

Nachdem Aldi kürzlich bereits einen Agrarbetrieb in Sachsen-Anhalt übernommen hatte, weist die AbL-Mitteldeutschland jetzt auf die Übernahme eines weiteren Betriebes hin. "Wieder einmal macht ein Großagrarier Kasse: Wie wir soeben erfahren haben, hat der ehemalige Präsident des Thüringer Bauernverbandes Klaus Kliem die Geithainer Landwirtschafts GmbH, einen Großbetrieb in der Nähe von Leipzig, an ALDI verkauft. Dies ist nun schon der zweite Betrieb, den ALDI in kurzer Folge aufkauft, auch der Kernbetrieb Herrn Kliems in Aschara steht dem Vernehmen nach zum Verkauf", sagt Michael Grolm, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirts

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01.11.2019

Mercosur und der europäische Rindfleischmarkt

Im Zusammenhang mit dem Mercosur-Abkommen der EU mit Brasilien, Argentinien und Uruguay werden heftig die negativen Folgen der zusätzlichen Einfuhr von südamerikanischem Rindfleisch für den europäischen Rindfleischmarkt kritisiert. Der Agrarmarkt Informationsdienst (AMI) hat Zahlen zum Rindfleisch- Export und Import der EU und Deutschlands nach Daten der EU- Kommission zusammengestellt. Demnach hat die EU 2018 insgesamt 262.000 Tonnen Rindfleisch importiert, davon etwa 200.000 t aus Mercosur, was einem Anteil von 77% entsprach. Zugleich exportierte die EU im letzten Jahr 890.000 t in Drittländer – also mehr als das Dreifache. Für Deutschland gibt es

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01.11.2019

Agrarkonzern gestoppt und transparente Kriterien für die Vergabe von Ackerflächen gefordert

Die fünf Hektar Acker im Ortsteil Frankenfelde von Luckenwalde in Brandenburg, die dem Vorkaufsrecht des Grundstücksverkehrsgesetzes unterliegen, werden nun doch nicht an einen Betrieb der Steinhoff-Holding verkauft. Das hat der Landkreis Teltow-Fläming auf eine Anfrage des Bauernbundes Brandenburg mitgeteilt. „Wir begrüßen diese Entscheidung und gehen davon aus, dass die Flächen jetzt an einen ortsansässigen Landwirt gehen“, sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, der „den Skandal“, so der Bauernbund, vor zwei Monaten öffentlich gemacht hatte: „Die staatliche Begünstigung eines 20.000 Hektar großen Agrarkonzerns mit Sitz in Niedersachsen wäre

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01.11.2019

EEB: Landwirte bei notwendigen Veränderungen unterstützen

Das globale Ernährungssystem ist – von der Erzeugung bis zum Teller - für 25-30% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern, müssen wir dringend die Art, wie wir Nahrungsmittel erzeugen und verbrauchen, ändern. Dabei muss die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU den Übergang zu einer resilienten (widerstandsfähigen) Landwirtschaft mit geringem Treibhausgasausstoß fördern und beschleunigen. Das postuliert das Europäische Umweltbüro (EEB) in einem jetzt veröffentlichten Papier „Landwirtschaft & Klimaschutz“ und nennt darin sechs „Lösungen in unserer Hand“. - Den Viehbestand in Europa senke

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01.11.2019

Klimaklage trotz Abweisung ein Teilerfolg

Das Verwaltungsgericht in Berlin hat die Klimaklage von drei Bauernfamilien und Greenpeace abgewiesen. „Es fehle den Klägern an der Klagebefugnis. Eine Grundlage, aus der sich eine Pflicht der Bundesregierung zum geforderten Handeln ergebe, sei nicht ersichtlich. Der Beschluss der Bundesregierung zum Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 sei eine politische Absichtserklärung, enthalte aber keine rechtsverbindliche Regelung mit Außenwirkung, auf die sich die Kläger berufen könnten“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Für Greenpeace bedeuten die Ausführungen zur Abweisung, dass die Klage auf mehr Klimaschutz zwar grundsätzlich zulässig sein könnte, d

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31.10.2019

Insektenrückgang weitreichender als vermutet

Auf vielen Flächen tummeln sich heute etwa ein Drittel weniger Insektenarten als noch vor einem Jahrzehnt. Dies geht aus einer Untersuchung eines von der Technischen Universität München (TUM) angeführten internationalen Forschungsteams hervor. Vom Artenschwund betroffen sind demnach vor allem Wiesen, die sich in einer stark landwirtschaftlich genutzten Umgebung befinden – aber auch Wald- und Schutzgebiete. Auf den Insektenrückgang haben bereits mehrere Studien hingewiesen. „Bisherige Studien konzentrierten sich aber entweder ausschließlich auf die Biomasse, also das Gesamtgewicht aller Insekten, oder auf einzelne Arten oder Artengruppen. Dass tatsächl

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30.10.2019

Fast 43.000 Glyphosat-Klagen allein in den USA

Die Zahl der Klagen in den USA wegen Gesundheitsschäden durch den Unkrautvernichter Glyphosat hat sich seit Juli auf 42.700 verdoppelt. Das teilte der Bayer-Konzern heute mit. Obwohl ein Vergleich nach Schätzung von Analysten bis zu 20 Milliarden Dollar kosten könnte, stieg die Bayer-Aktie heute um zwei Prozent. Eine der jüngsten Klagen wurde vergangene Woche in Hawaii erhoben: Die 28jährige Dana F. kann wegen eines Geburtsfehlers nicht normal atmen. Nach vier großen Operationen muss sie mit einem künstlichen Luftröhrenzugang leben. Sie führt das darauf zurück, dass ihre Mutter während der Schwangerschaft in der Nähe von Monsantos Versuchsfeldern für

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30.10.2019

Linke fordert Anerkennung der Agroforstwirtschaft

Die formale Anerkennung der Agroforstwirtschaft als ackerbauliches Landnutzungssystem fordert in einem Antrag die Bundestagsfraktion Die Linke. Die Fraktion fordert die Bundesregierung dazu auf, alle dafür erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen und unter anderem die Bewirtschaftung von Agroforstsystemen als Greening-Maßnahme innerhalb der ersten Säule der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) anzuerkennen sowie Agroforstwirtschaft als flächenbezogene Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) anzuerkennen und somit als Fördermaßnahme innerhalb des Rahmenplans zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) aufzunehmen. Die Agroforstwirtschaf

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30.10.2019

Bundesregierung lehnt gekoppelte Zahlungen für Weidetiere ab

Die Bundesregierung lehnt die Forderung des Bundesrates nach einer gekoppelten Prämie für die Weidetierhaltung von Schafen und Ziegen zum nächst möglichen Zeitpunkt, schon im Jahr 2020 ab. Der Bundesrat hatte im Juni folgenden Beschluss gefasst: „Die Bundesregierung wird gebeten, zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage von Weidetierhaltern und zur Honorierung ihrer Biodiversitätsleistungen eine jährliche zusätzliche Förderung in Höhe von 30 Euro je Mutterschaf/Ziege in der Weidetierhaltung zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorzusehen. Die Zahlung sollte aus der ersten Säule der GAP geleistet werden.“ Zur Begründung hatte der Bundesrat ausgeführt: „Die

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28.10.2019

Bayerische Verbändeallianz gegen Pflicht zur streifenförmigen Gülle-Ausbringungstechnik

Neun Verbände der bayerischen Landwirtschaft, darunter der Bayerische Bauernverband und der Landesverband Bayern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, wehren sich in einem gemeinsamen Verbändepapier gegen die geplante Pflicht, auf Ackerland ab 2020 sowie auf Grünland ab 2025 Gülle nur noch mittels streifenförmiger Technik ausbringen zu dürfen. „In der Praxis sind die erforderlichen Ziele zur Emissionsreduzierung allein durch technische Lösungen nicht erreichbar“, heißt es in dem Papier. Darüber hinaus könne die nach Landesrecht zuständige Stelle anderweitige Verfahren zulassen, soweit diese zu vergleichbar geringen Ammoniakemissionen wie d

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28.10.2019

Aeikens: Ziel ist eine Mischung aus Ordnungsrecht und Anreizmaßnahmen

„Die aktuellen Sorgen unserer Bauern und Bäuerinnen nehmen wir sehr ernst“, sagt Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, im Interview mit der Unabhängigen Bauernstimme angesprochen auf die Bauernproteste und die Existenzsorgen in der Landwirtschaft und fährt fort: „Wir setzen uns deshalb in allen Verhandlungen für praktikable Lösungen ein“. Hinsichtlich des Aktionsprogramms Insektenschutz betont Aeikens, „dass dieses einen politischen Ausgangpunkt darstellt“. Das bedeute, „dass die konkreten Gesetzes- und Verordnungsentwürfe zu spezifischen Maßnahmen wie beispielsweise die Ausgestaltung der Anwendung von Pflanzenschut

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28.10.2019

Brandenburg: SPD, CDU und Grüne legen Koalitionsvertrag vor

In Brandenburg hat sich die nach der Landtagswahl gebildete Koalition aus SPD, CDU und Grünen auf einen Koalitionsvertrag und die Ressortverteilung geeinigt. Danach geht das Landwirtschaftsministerium an die Grünen. Im Gespräch sind der bisherige Fraktionschef der Grünen im Landtag, Axel Vogel, sowie der landwirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion in der vorherigen Legislaturperiode und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl, Benjamin Raschke. Mit dem Koalitionsvertrag soll „ein neues Kapitel für Brandenburg“ aufgeschlagen werden. Laut Koalitionsvertrag steht die Koalition „für eine moderne, leistungsstarke und an der Nachhaltigkeit orientierte reg

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26.10.2019

AbL: Klare Handlungsaufträge statt Show erforderlich

Nach den Protesten von Bauern und Bäuerinnen wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu einem Landwirtschaftskongress und Gesprächen mit der Landwirtschaft einladen. Das haben beide in einer Fraktionssitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion angekündigt, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium meldet. Es gehe um Wertschätzung, aber auch darum, die Wünsche und Erwartungen der Gesellschaft auch in der Landwirtschaft abzubilden. „Versöhnen statt Spalten. Mit dem Wissen wächst auch die Wertschätzung für unsere Lebensmittel und ihre Erzeuger“, sei das Motto, so Bundesagrarministerin Julia Klöckner. Der Kongress könne

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26.10.2019

Klimamahnbaum vor dem Thüringer Landtag gepflanzt

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) hat gemeinsam mit den Thüringer Organisator*innen von Fridays for Future kurz vor den Landtagswahlen einen Klimamahnbaum im Park vor dem Thüringer Landtag gepflanzt. Dabei überreichten die Organisator*innen den Vertreter*innen der im Thüringer Landtag vertretenen demokratischen Parteien Forderungen für die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft. Neben dem AbL-Vorschlag für eine gerechte EU-Agrarpolitik nach 2020, der eine Honorierung der Leistungen bäuerlicher Betriebe fordert und die Qualifizierung der Direktzahlungen mittels eines Punktesystems vorsieht, handelt es sich dabe

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25.10.2019

Verbände für Beibehaltung der geltenden EU-Gentechnik-Regulierung und ordnungsgemäße Umsetzung des EuGH-Urteils

Anlässlich eines Treffens des EU-Verbraucherminister*innenrats haben neun Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzverbände einen Brief an die zuständigen deutschen Ministerien (BMEL, BMU, BMJV) verschickt, um die europarechtlich vorgeschriebene Regulierung neuer Gentechniken sicher zu stellen. Die Verbände fordern eindringlich, das richtungsweisende Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli 2018 (Rechtssache C-528/16) zur Rechtslage neuer gentechnischer Verfahren wie CRISPR/Cas und daraus entwickelter Produkte jetzt in allen Mitgliedstaaten vollständig ordnungsgemäß umzusetzen. In ihrem Brief zeigen die Verbände Wege auf, die immer wi

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25.10.2019

Studie: Höhere Erträge durch höhere Artenvielfalt und kleinteiligere Strukturen

Die Natur ist in vielerlei Hinsicht eine herausragende Dienstleisterin für die Landwirtschaft. Die positiven Effekte der natürlichen Dienstleister (z.B. Bienen, Hummeln, Schlupfwespen, Raubkäfer) fallen umso größer aus, je höher die Artenvielfalt und je kleinteiliger die Agrarlandschaft gestaltet ist. Wo dagegen riesige, monoton bepflanzte Flächen vorherrschen, sind Vielfalt und Menge der nützlichen Lebewesen deutlich verringert. Und das wirkt sich am Ende auch negativ auf die Erträge aus. Der Mensch müsse für eine möglichst große Biodiversität sorgen, um sich die Gratis-Dienstleistungen der Natur nachhaltig zu sichern. Es genüge nicht, auf einige wen

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25.10.2019

Tierschutzbund zieht ernüchternde Halbzeitbilanz der GroKo

Eine nach eigenen Worten „ernüchternde“ Bilanz zieht der Deutsche Tierschutzbund nach der ersten Hälfte der Legislaturperiode der Großen Koalition (GroKo). Kaum eines der im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD angekündigten Tierschutzversprechen sei angegangen – geschweige denn umgesetzt worden. An vielen Stellen drohe die GroKo die Lage der Tiere sogar noch zu verschlechtern. „Es hagelt Nackenschläge im Tierschutz: nach Ferkeln, Sauen und Versuchstieren nun die Wölfe. Die Bundesregierung arbeitet hart daran, das Tierschutzniveau in Deutschland möglichst niedrig zu halten, es sogar in einzelnen Bereichen abzusenken. Wir empfehlen Frau Klöckner, die

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25.10.2019

KLJB: „Europa besser machen!“

Eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft durch Umschichtung von Mitteln aus der ersten in die zweite Säule der EU-Agrarpolitik und ein aktiver Klimaschutz sind zwei von zehn Anforderungen, die der Herbst-Ausschuss der Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) beschlossen und in einem Papier veröffentlicht hat. Unter der Überschrift „Europa besser machen!“ werden darin zentrale Kernforderungen der KLJB beschrieben, die für das Handeln des neu zusammengesetzten Europäischen Parlaments, der neuen EU-Kommission und des Europäischen Rats in den nächsten Jahren leitend sein sollen. „In wenigen Wochen tritt die neue EU-Kommission unter Kommissions

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24.10.2019

Straßburg: Menschen aus 15 europäischen Ländern für nachhaltige EU-Agrarreform

Etwa 1000 Menschen – Bauerinnen und Bauern im Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft – haben am 22. Oktober vor dem EU-Parlament in Straßburg für eine nachhaltige EU-Agrarreform demonstriert. Vor dem Parlamentsgebäude machen die Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern deutlich: Mit den Fördergeldern aus der EU-Agrarpolitik (GAP) müssen künftig kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe fit für die Agrarwende gemacht werden. Für sie ist klar: Die pauschalen Flächensubventionen sind nicht mehr zeitgemäß. Die 60 Milliarden Euro pro Jahr, über deren Neuverteilung die EU gerade verhandelt, müssen den Bauernhöfen Anreize für mehr Tier-, Umwelt- und Klimas

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07.12.2019

Es war jahrelang ziemlich ruhig bei den Ackerbauern im Land,