04.08.2019

Forscher zu GAP-Vorschlägen: Lobby-Interessen wiegen schwerer als Fakten und öffentlicher Wille

Die aktuellen Reformvorschläge der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) lassen keine Verbesserungen beim Umweltschutz erwarten. Die EU-Landwirtschaft ist so nicht zukunftsfähig. Dies konstatiert ein Forscherteam aus acht Ländern unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Georg-August-Universität Göttingen in der Fachzeitschrift Science. Zwar bekenne sich die EU zu mehr Nachhaltigkeit, in den GAP-Reformvorschlägen spiegele sich dies jedoch nicht wider, teilt das iDiv in einer Medienmitteilung mit. 174 Millionen Hektar, 40 Prozent der gesamten

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02.08.2019

Nur Kampf gegen Klimakrise kann Wälder retten

Gerade auch mit Blick auf die Dürre und den Borkenkäfer ist die Lage für den Wald für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner „unglaublich ernst“. Erforderlich seien ein massives Aufforstungsprogramm, mehr klimaangepasste Bäume und mehr Geld für den Wald. Und weil die Zeit drängt, kündigt sie für den September einen „Waldgipfel“ an. "Der BUND begrüßt den geplanten Waldgipfel. Wir bewerten es positiv, dass Bundesministerin Klöckner die Notsituation der Wälder erkennt. Der Waldgipfel kann jedoch nur ein erster Schritt sein und darf vor allem kein Show-Gipfel werden. Was wir jetzt dringendst brauchen, sind konkrete und effektive Maßnahmen, um

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02.08.2019

EU-Kommission gibt grünes Licht für sieben neue Gentechnik-Pflanzen

Die EU Kommission hat sieben neue Zulassungen für Gentechnik-Pflanzen erteilt. Dabei handelt es sich um Genehmigungen für den Import von Mais-, Baumwolle- und Soja-Pflanzen, die gegen Herbizide resistent gemacht wurden und Insektengifte produzieren. Im März 2019 hatte Testbiotech in einem gemeinsamen Brief mit rund 40 Organisationen die EU-Kommission aufgefordert, diese Zulassungen zu stoppen. Demnach wurden die Risiken des Verzehrs von Produkten, die von diesen Pflanzen stammen, nicht ausreichend untersucht. „Die EU-Kommission darf die wissenschaftlich begründeten Sorgen gegen die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen nicht länger ignorieren. Wir appell

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31.07.2019

Bayern will Ökofläche bis 2030 auf dann 30 Prozent verdreifachen

Bayern will den Öko-Landbau kräftig ausbauen. Bis zum Jahr 2030 sollen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden. Das neue Landesprogramm „BioRegio 2030“ setzt dabei laut einem Bericht der Staatsregierung von der Kabinettssitzung Ende Juli auf die Stärkung von Absatz und Nachfrage, um Marktverwerfungen zu vermeiden. Die 30 Prozent bedeuten eine Verdreifachung gegenüber heute. Dieses „ehrgeizige Ziel“, das sich Bayern mit der Annahme des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ gesetzt hat, soll laut Bericht mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen erreicht werden. Das neue Landesprogramm „BioRegio 2030“ baut auf dem nach Ansi

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31.07.2019

Germanwatch kritisiert massenhaften Einsatz von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch kritisiert angesichts der jüngsten Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung den in großen Mengen praktizierten Einsatz von zwei für den Menschen besonders wichtigen Reserveantibiotika, Colistin und Makrolide. Dabei verweist Germanwatch auch darauf, dass laut BVL-Angaben kleinere Tierhaltungen und ökologisch wirtschaftende Betriebe weniger häufig Antibiotika einsetzen. Colistin und Makrolide, zwei von fünf Reserveantibiotika, die für Menschen bei Resistenzen lebensrettend sein können, sind laut Germanwatch mit Blick a

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29.07.2019

Klöckners Tierwohl-Label muss EU-tauglich werden

Deutliche Kritik an einem nationalen Alleingang für ein unverbindliches Tierwohl-Label übt der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Der BÖLW bezieht sich dabei auf eine kürzlich von der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gemachte Ankündigung, wonach die freiwillige nationale Kennzeichnung „nicht der Endpunkt der Arbeiten zum Tierwohlkennzeichen sein“ soll, sondern das Ziel immer war, „eine möglichst EU-weit verbindliche Kennzeichnung zu erreichen“ und die von Deutschland übernommenen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 genutzt werden soll, um die Einführung einer EU-weit verbindlichen Tierwohlkennzeichnung zum Thema z

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29.07.2019

Forderung nach Transparenz nimmt zu

Bei den kritischen Meldungen über die Agrar- und Ernährungsbranche war im vergangenen Jahr die Tierhaltung das am meisten diskutierte Thema. Zu diesem Ergebnis kommt die von der AFC Risk & Crisis Consult GmbH durchgeführte Analyse „AFC-Issue-Monitor Report 2019 – Kritische Themen und Trends in der Agrar- und Ernährungsbranche“. Nach der Tierhaltung (14,8 % der Meldungen) folgen die Themen Lebensmittelinhaltsstoffe (9,9 %), Umweltauswirkungen der Landwirtschaft (7,8 %), Verpackungsmüll (6,9 %) und Kennzeichnung von Lebensmitteln. Besonders sticht laut aktueller Analyse der Trend zum Thema Verpackungsmüll heraus, das 2014 noch bei lediglich 1% der Me

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29.07.2019

Hunger und soziale Ungleichheiten nehmen weiter zu

Mit der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs ) wollen die UN-Mitgliedstaaten bis 2030 weltweit eine nachhaltige Entwicklung erreichen. „Dieses Ziel werden die Regierungen der Welt krachend verfehlen, wenn sie so weitermachen wie bisher“, zeigt nach Ansicht des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) der erste globale Bericht zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele, der beim Hochrangigen Politischen Forum (HLPF) in New York vorab in Auszügen vorgestellt wurde. „Einige der Nachhaltigkeitsziele unterliegen sogar einem negativen Trend, die Situation verschlechtert sich“, erklärt D

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29.07.2019

Brüssel erhöht Druck auf Deutschland bei Umsetzung der Nitratrichtlinie

Die Europäische Kommission hat bekanntgegeben, dass die zweite Phase des Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die Nitratrichtlinie eröffnet wird. Auch die Verschärfung des Düngerechts aus dem Jahre 2017 und die nachfolgend vorgeschlagenen Maßnahmen reichen nach Ansicht der Kommission nicht aus, um die vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in 2018 noch vor dem Hintergrund der alten Düngeverordnung ergangene Aufforderung nach vollständiger Umsetzung der Nitratrichtlinie nachzukommen. Für EU-Umweltkommissar Karmenu Vella ist die Wasserqualität in Deutschland eine der schlechtesten in der EU und verursache jährliche Kosten

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27.07.2019

SPD-Fraktion Bayern: "Wir brauchen einen radikalen Neuanfang in der Agrarpolitik"

Anlässlich des Tierschutz-Skandals im größten Milchviehbetrieb Bayerns hat die bayerische SPD-Landtagsfraktion konkrete Verbesserungen im Tierschutz und in der Landwirtschaft gefordert. "Bei den Tier- und Verbraucherschutzkontrollen von Großbetrieben hat die Staatsregierung in den letzten Jahren zu oft versagt. Nach jedem Skandal hat sie beteuert, dass jetzt in Sachen Kontrolle alles besser werde - dann gab es den nächsten Vorfall. Wir wollen die Daumenschrauben anziehen und fordern, dass agrarindustrielle Betriebe halbjährlich unangekündigt kontrolliert werden. Tierschutz-Verstöße müssen zudem hart bestraft werden!" Derzeit bräuchte insbes

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27.07.2019

Minister sieht Betriebsgröße als Problem für Tierschutz-Kontrollsystem

Die Bilder massiver Verstöße gegen den Tierschutz im größten Milchviehbetrieb Bayerns haben zu zahlreichen Reaktionen geführt. Gegen den Betrieb ermittelt die Staatsanwaltschaft, eine Käserei kündigt an, ihre Lieferbeziehungen zum betroffenen Betrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen, Politiker zeigen sich „geschockt“. Auf der Suche nach den Ursachen der Missstände wird auch deutliche Kritik an der mangelhaften staatlichen Kontrolle geübt. Für den bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbrauchschutz Thorsten Glauber (Freie Wähler) spielt dabei auch die Betriebsgröße eine entscheidende Rolle. „Betriebe dieser Größenordnung brauchen angepasste K

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27.07.2019

Kükentöten: TVT fordert verbindliches Ausstiegsdatum und Zweinutzungshühner

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) fordert ein verbindliches Ausstiegsdatum und den Einsatz von Zweinutzungshühnern. Laut Bundesverwaltungsgericht ist das Töten männlicher Küken aus Legelinien weiterhin solange zulässig bis Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei zur Verfügung stehen. Gleichzeitig hat das Gericht festgestellt, dass das wirtschaftliche Interesse an speziell auf eine hohe Legeleistung gezüchteten Hennen kein vernünftiger Grund entsprechend des Tierschutzgesetzes für das Töten der männlichen Küken aus diesen Zuchtlinien sei. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz begrüßt diese Feststellung und damit den Ausstieg au

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26.07.2019

VLOG erkennt Donau Soja Standard an

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) hat die Donau Soja/Europe Soya-Zertifizierung als gleichwertig zu einer Zertifizierung nach VLOG-Standard anerkannt. Dies hat für VLOG-zertifizierte Unternehmen den großen Vorteil, dass Donau Soja/Europe Soya Rohwaren, Einzel- und Mischfuttermittel grundsätzlich als „nicht risikobehaftet“ eingestuft werden. Dadurch reduziert sich die Zahl der Analysen und Rückstellproben. Auf landwirtschaftlicher Ebene verlängern sich dadurch Kontrollintervalle. Donau Soja-Systempartner können durch die Anerkennung Futtermittel, die nach dem Donau Soja/Europe Soya-Standard zertifiziert sind, für die Produktion von „ohne G

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26.07.2019

Wiesenschutz in Deutschland unzureichend

Die Europäische Kommission hat Deutschland aufgefordert, den Schutz von blütenreichen Wiesen zu verstärken, um die Verpflichtungen gemäß der Habitat-Richtlinie zu erfüllen ( Richtlinie 92/43/EWG des Rates ). Die Richtlinie ist für die Kommission eines der wichtigsten Instrumente der EU zum Schutz der biologischen Vielfalt. In dem jetzt erfolgten ersten Schritt eines Vertragsverletzungsverfahrens macht die Kommission deutlich, dass Deutschland seiner Verpflichtung, die Verschlechterung zweier Lebensraumtypen zu verhindern, nicht nachkommt. Dies betrifft insbesondere magere Mähwiesen und Berg-Mähwiesen. Diese Lebensraumtypen hätten sich in den letzten Ja

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26.07.2019

Landwirtschaft kündigt nach Ja der Nationalversammlung zu Ceta weiteren Widerstand an

Die französische Nationalversammlung hat mit einer Mehrheit von 266 gegen 217 Stimmen für das umstrittene Ceta-Freihandelsabkommen mit Kanada gestimmt. Zuvor hatte es in Frankreich massiven Widerstand gegen das Abkommen gegeben. Deutliche Kritik kam dabei insbesondere auch aus der Landwirtschaft. Sowohl der französische Bauernverband FNSEA, der wie der deutsche Bauernverband DBV Mitglied im europäischen Verband COPA ist, wie auch die Confédération Paysanne (CP), die wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitglied in der Europa-Koordination der internationalen Bauernbewegung La Via Campesina ist, hatten die Abgeordneten aufgefordert, die

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24.07.2019

AbL und IG Saatgut: Bundesregierung muss das Vorsorgeprinzip sicherstellen

Vor dem Hintergrund der vor einem Jahr vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) ergangenen Grundsatzentscheidung zu neuer Gentechnik fordern die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) die Bundesregierung auf, nun das Vorsorgeprinzips sicherzustellen. „Das EuGH-Urteil bietet Rechtssicherheit, Wahlfreiheit und sichert die gentechnikfreie Erzeugung“, erklären die Organisationen. Vor einem Jahr, am 25. Juli 2018, hat der EuGH ein Grundsatzurteil zu neuen Verfahren der Gentechnik (wie z. B. CRISPR/Cas) gefällt, die in der Pflanzenzucht angewandt werden können (Rechtssach

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24.07.2019

Zehn Jahre Weltagrarbericht: Weiter wie bisher ist weiterhin keine Option!

Die Botschaften des Weltagrarberichts haben sich in politischen Bekenntnissen und wissenschaftlichen Publikationen durchgesetzt, sind aber noch immer weit davon entfernt, die globale Agrar-, Handels- und Ernährungspolitik zu bestimmen. Dies ist das Fazit einer Publikation im Auftrag der bis Juli 2019 im EU- Parlament vertretenen Grünen-Politikerin und Bäuerin Maria Heubuch. „Weiter wie bisher ist keine Option“, lautete die Botschaft des „International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development“ (IAASTD), an dem mehr als 400 Expertinnen und Wissenschaftler aus aller Welt über vier Jahre arbeiteten und deren 2.500 Seiten

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23.07.2019

Erdüberlastungstag erneut früher als im Vorjahr

Am Montag, dem 29. Juli und damit erneut früher als im vorangegangenen Jahr, ist der diesjährige globale Erdüberlastungstag. Der Tag markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viel von der Erde beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können. Berechnet wird dieser Erdüberlastungstag jedes Jahr vom Global Footprint Network. Im vergangenen Jahr fiel er noch auf den 1. August. Ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung auf, entschieden umzusteuern: Weltweit und auch hierzulande werden die gravierenden Folgen der Übernutzung und der Klimakrise immer sichtbarer. Die Bundesregie

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20.07.2019

Studie zeigt Wege umweltgerechter und nachhaltiger Milchwirtschaft

Wie können Milch und Milcherzeugnisse „gut, sauber, fair“ erzeugt, verarbeitet und vertrieben werden? Mit dieser Frage setzte sich Slow Food zwei Jahre lang im Rahmen eines Projektes auseinander. Die Ergebnisse veröffentlicht der Verein jetzt in der Studie "Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft - Gute Praxisbeispiele für sozial-ökologisch innovative Betriebsformen". In dem vom Umweltbundesamt geförderten Projekt „Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft“ untersuchte Slow Food Deutschland die Stellschrauben und Rahmenbedingungen für Betriebe, um Milch und Milchprodukte so zu erzeugen und zu vermark

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19.07.2019

Mehr Risiken als Potenziale in neuer Gentechnik

Können designte Gentechnik-Pflanzen eine Antwort auf negative Umweltwirkungen der Landwirtschaft, Biodiversitätsverlust, Tierleid aber auch die Folgen der Klimakrise geben? Dieser Frage widmet sich eine aktuell vorgestellte Studie der Fraktion der Grünen im Europäischen Parlament im Auftrag des grünen EU-Abgeordneten Martin Häusling. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei der Anwendung von und dem Umgang mit der neuen Gentechnik mehr Risiken als Potentiale bestehen. Diese Einschätzung teilt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und sieht in der Studie „notwendige Klarstellungen, die in der Diskussion um neue Gentechnikverfahren und

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04.10.2019

Es geht um Produktionsflächen für Holz oder natürliche CO2-S