24.07.2019

AbL und IG Saatgut: Bundesregierung muss das Vorsorgeprinzip sicherstellen

Vor dem Hintergrund der vor einem Jahr vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) ergangenen Grundsatzentscheidung zu neuer Gentechnik fordern die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) die Bundesregierung auf, nun das Vorsorgeprinzips sicherzustellen. „Das EuGH-Urteil bietet Rechtssicherheit, Wahlfreiheit und sichert die gentechnikfreie Erzeugung“, erklären die Organisationen. Vor einem Jahr, am 25. Juli 2018, hat der EuGH ein Grundsatzurteil zu neuen Verfahren der Gentechnik (wie z. B. CRISPR/Cas) gefällt, die in der Pflanzenzucht angewandt werden können (Rechtssach

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24.07.2019

Zehn Jahre Weltagrarbericht: Weiter wie bisher ist weiterhin keine Option!

Die Botschaften des Weltagrarberichts haben sich in politischen Bekenntnissen und wissenschaftlichen Publikationen durchgesetzt, sind aber noch immer weit davon entfernt, die globale Agrar-, Handels- und Ernährungspolitik zu bestimmen. Dies ist das Fazit einer Publikation im Auftrag der bis Juli 2019 im EU- Parlament vertretenen Grünen-Politikerin und Bäuerin Maria Heubuch. „Weiter wie bisher ist keine Option“, lautete die Botschaft des „International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development“ (IAASTD), an dem mehr als 400 Expertinnen und Wissenschaftler aus aller Welt über vier Jahre arbeiteten und deren 2.500 Seiten

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23.07.2019

Erdüberlastungstag erneut früher als im Vorjahr

Am Montag, dem 29. Juli und damit erneut früher als im vorangegangenen Jahr, ist der diesjährige globale Erdüberlastungstag. Der Tag markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viel von der Erde beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können. Berechnet wird dieser Erdüberlastungstag jedes Jahr vom Global Footprint Network. Im vergangenen Jahr fiel er noch auf den 1. August. Ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung auf, entschieden umzusteuern: Weltweit und auch hierzulande werden die gravierenden Folgen der Übernutzung und der Klimakrise immer sichtbarer. Die Bundesregie

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20.07.2019

Studie zeigt Wege umweltgerechter und nachhaltiger Milchwirtschaft

Wie können Milch und Milcherzeugnisse „gut, sauber, fair“ erzeugt, verarbeitet und vertrieben werden? Mit dieser Frage setzte sich Slow Food zwei Jahre lang im Rahmen eines Projektes auseinander. Die Ergebnisse veröffentlicht der Verein jetzt in der Studie "Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft - Gute Praxisbeispiele für sozial-ökologisch innovative Betriebsformen". In dem vom Umweltbundesamt geförderten Projekt „Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft“ untersuchte Slow Food Deutschland die Stellschrauben und Rahmenbedingungen für Betriebe, um Milch und Milchprodukte so zu erzeugen und zu vermark

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19.07.2019

Mehr Risiken als Potenziale in neuer Gentechnik

Können designte Gentechnik-Pflanzen eine Antwort auf negative Umweltwirkungen der Landwirtschaft, Biodiversitätsverlust, Tierleid aber auch die Folgen der Klimakrise geben? Dieser Frage widmet sich eine aktuell vorgestellte Studie der Fraktion der Grünen im Europäischen Parlament im Auftrag des grünen EU-Abgeordneten Martin Häusling. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei der Anwendung von und dem Umgang mit der neuen Gentechnik mehr Risiken als Potentiale bestehen. Diese Einschätzung teilt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und sieht in der Studie „notwendige Klarstellungen, die in der Diskussion um neue Gentechnikverfahren und

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19.07.2019

Zur Rettung der Bauern und Bienen braucht es mehr als ein erfolgreiches Volksbegehren

Der bayerische Landtag hat mit großer Mehrheit das Artenschutzvolksbegehren „Rettet die Bienen“ sowie das von CSU und FREIEN WÄHLERN ergänzend eingebrachte „Versöhnungsgesetz“ verabschiedet. Die rund 100 neuen Regelungen für einen verbesserten Natur- und Artenschutz in Bayern treten am 1. August in Kraft. Demnach müssen laut einer Mitteilung des Landtages in Bayern künftig unter anderem Biotope besser vernetzt werden. Zudem muss entlang von Gewässern ein mindestens fünf Meter breiter Grünstreifen von landwirtschaftlicher Nutzung frei bleiben. Entlang von Straßen und Äckern sollen Blühstreifen entstehen, der Einsatz von Pestiziden soll eingeschränkt, de

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19.07.2019

Recht auf Nahrung von zwei Milliarden Menschen verletzt

Laut den jüngst in New York vorgestellten Zahlen der Welternährungsorganisation FAO leiden 821 Millionen Menschen weltweit an schwerem Hunger. Damit ist die Zahl der chronisch hungernden Menschen das dritte Jahr in Folge angestiegen. Laut der Menschenrechtsorganisation FIAN ist dies eine skandalöse Entwicklung, da sich parallel dazu in den vergangenen Jahren die weltweiten Ernten und Nahrungsvorräte deutlich erhöhten. Die wachsende Schere zwischen Arm und Reich ist laut FAO-Bericht eine zentrale Ursache für diese Entwicklung. „Es ist einer der größten Skandale unserer Zeit, dass trotz ausreichend vorhandener Nahrung so viele Menschen hungern und an den

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19.07.2019

Klöckner: Es geht auch ohne Reserveantibiotika

Als „nicht akzeptabel“ hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Zahlen zum Einsatz von Reserveantibiotika in der Geflügelwirtschaft bezeichnet, als sie im Juni die Ergebnisse einer Evaluierung des im Jahr 2014 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eingeführten nationalen Antibiotikaminimierungskonzepts für Masttiere vorgestellt hat. Daher hatte die Ministerin Vertreter der Geflügelwirtschaft zu einem Gespräch eingeladen, an dem auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) teilnahm. Nach dem Gespräch äußerte die Ministerin gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an die Geflügelwirtschaft „die kl

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18.07.2019

Glyphosat-Urteil: Bayer bleibt für Krebserkrankung verantwortlich

Ein US-Richter in Kalifornien hat ein Juryurteil vom März bestätigt: Der Chemiekonzern Bayer ist für die Krebserkrankung eines US-Rentners verantwortlich. Der Bundesrichter reduzierte den Schadenersatz für Edwin Hardemann, der jahrelang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat gearbeitet hatte, gestern allerdings von 80 auf 25 Millionen Dollar. Die deutsche Bundesregierung erwartet, dass die Glyphosatzulassung in Europa Ende 2022 auslaufen wird. Für die mehr als 13000 klagenden Glyphosat-Geschädigten in den USA lässt dieses Urteil aus zwei Gründen hoffen: Zum einen bestätigt zum zweiten Mal ein Berufsrichter die Einschätzung einer Geschworenen-Jury, dass

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18.07.2019

Hinz: „Ausstieg aus der Anbindehaltung ist machbar“

Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz hat einen Handlungsleitfaden zur Umstellung der Anbindehaltung in Milchviehbetrieben vorgestellt und höhere Fördersätze für tierwohlgerechte Umbauten angekündigt. Im Rahmen ihrer Sommer-Tour hat die Ministerin den Betrieb Hölzer & Jost in Sinntal-Oberzell im Main-Kinzig-Kreis besucht, der für seine 120 Milchkühe von der Anbindehaltung umgestellt hat auf einen Laufstall.. „Im Familienbetrieb von Heiko Hölzer und Kristin Jost kann man sehen, wie wichtig es für das Tierwohl der Kühe ist, sich frei bewegen zu können und auch ihren Liegeplatz selbst bestimmen zu können. Und es zeigt: Der Ausstieg aus

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17.07.2019

Milcherzeugungskosten in Deutschland nur zu 78 Prozent gedeckt

Die Milchbauern und -bäuerinnen in Deutschland bekommen die Kosten für die Erzeugung der Milch weiterhin nicht über den Auszahlungspreis bei den Molkereien gedeckt. Das teilt das European Milk Board (EMB) angesichts der jetzt vorliegenden vierteljährlichen Kostenzahlen für Deutschland mit. Eine „fatale Rolle“ für die Situation der Milchviehbetriebe spielt nach Ansicht des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen (AbL), Ottmar Ilchmann, der Bauernverband. Im April 2019 waren die Produktionskosten laut EMB nur zu 78% gedeckt. Die Kosten der Erzeugung betrugen im April 2019 44,33 ct/kg, dem gegenüber erhielten die Mil

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17.07.2019

Nein zu CETA: Widerstand gegen Handelspolitik wächst

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) solidarisiert sich mit den französischen Bauern und Bäuerinnen, die heute in Paris gegen CETA demonstrieren, und fordert eine neue Handelspolitik, die Tierwohl, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit voranstellt. In Paris protestieren heute die Bäuerinnen und Bauern der französischen Milchorganisation Organisation des Producteurs de Lait (OPL) und des European Milk Boards (EMB) vor der französischen Nationalversammlung gegen das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA). „Wir solidarisieren uns mit unseren Kolleginnen und Kollegen, die in Paris demonstrieren“, sagt Lucia Heigl, konventionelle M

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17.07.2019

Non! zu CETA und Oui! zu einer nachhaltigen und fairen Handelspolitik

In der französischen Hauptstadt demonstrieren heute Bäuerinnen und Bauern vor dem Gebäude der Assemblée nationale, dem französischen Parlament, für ein deutliches "Non!" von den Parlamentsabgeordneten bei der anstehenden Abstimmung über das umstrittene Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada CETA. Für die Vertreter der landwirtschaftlichen Organisation Coordination rurale (CR) mit ihrem Milcherzeugerverband Organisation des producteurs de lait (OPL) sowie des European Milk Board (EMB) könnten sich die Abgeordneten mit einem Nein „wirksam für einen fairen und nicht schädlichen Handel aussprechen“. Das CETA-Abkommen, das Industriezölle kom

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15.07.2019

Kritik an Mercosur-Abkommen reißt nicht ab

Wenn sich heute, Montag, in Brüssel die EU-Agrarminister treffen, dann steht auch das Mercosur-Abkommen auf der Tagesordnung. Und die Kritik an diesem Abkommen reißt nicht ab. In Irland ist im dortigen Parlament ein Antrag gegen das Abkommen mit Mehrheit angenommen worden. Einen Tag zuvor fand in Irlands Hauptstadt Dublin vor dem Parlamentsgebäude gegen das Abkommen eine der größten Demonstration der letzten Jahre überhaupt statt, die von der Organisation „beef plan movement“ organsiert worden war. Und in Brüssel protestierte die belgische Bauernorganisation FUGEA (Fédération unie des groupements des éleveurs et agriculteurs) gegen das Abkommen. „Bee

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15.07.2019

SPD fordert gesellschaftlichen Dialog zum Tierwohl-Label

Die SPD hat einen breiten gesellschaftlichen Dialog „in überschaubarer Zeit“ über ein verpflichtendes Tierwohl-Label bei der Fleischproduktion gefordert. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) sei mit ihren Plänen für eine freiwillige Kennzeichnung "auf dem Holzweg", sagte SPD-Vizefraktionschef Matthias Miersch am vergangenen Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Nötig sei eine Pflicht-Kennzeichnung des Tierwohl-Aspekts bei der Fleischherstellung. Als Vorbild für einen gesellschaftlichen Dialog nannte Miersch die mit den Details des Kohleausstiegs befasste Kohlekommission. Die von der Ministerin geäußerte Ablehnung einer verpflichtenden Ken

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12.07.2019

Nutztierstrategie für Tierschutzorganisationen längst überfällig

In Bonn hat sich am 9. Juli das vom ehemaligen Bundesagrarminister Jochen Borchert geleitete Kompetenznetzwerk für Nutztierhaltung zu seiner ersten regulären Arbeitssitzung getroffen, nachdem es sich hierfür auf Einladung der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, Anfang April konstituierte. "Ziel unserer Nutztierstrategie ist es, ein Mehr an Tierwohl unter Berücksichtigung des Umweltschutzes zu erreichen, sodass auch die wirtschaftliche Grundlage der Landwirte gesichert ist, ebenso wie eine gute Versorgung der Verbraucher. Viele Erfahrungen aus Modell- und Demonstrationsvorhaben liegen bereits vor. Auch sind wir dabei,

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12.07.2019

Düngeverordnung: Anhaltende Zielverfehlung droht

Mitte Juni 2019 haben sich Umwelt- und Landwirtschaftsministerien der Bundesregierung auf "ergänzende Vorschläge" zum Düngerecht geeinigt, um drohenden Strafzahlungen von über 850.000 Euro am Tag wegen Nichteinhaltung der Nitratrichtlinie zu entgehen. Dies war unausweichlich geworden, da Deutschland seit 28 Jahren die Umsetzung dieser Richtlinie versäumt und folgerichtig 2018 vom Europäischen Gerichtshof verurteilt wurde, eine wesentliche Verringerung der Düngemengen vorzunehmen. Ende Januar 2019 hatte die Bundesregierung Vorschläge zur Einhaltung nach Brüssel geschickt, die jedoch nach Ansicht der Kommission nicht ausreichten, am Mittwoch wi

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12.07.2019

Ein Weg aus der ganzjährigen Anbindehaltung

Die milchwirtschaftlichen Organisationen und Vertreter der Landwirtschaft in Bayern sowie das bayerische Landwirtschaftsministerium wollen die vielen kleineren und mittleren Familienbetriebe mit Milchviehhaltung, die wesentlich zum positiven Gesamtbild der ländlichen Räume in Bayern beitragen, auf ihrem Weg von der ganzjährigen Anbindehaltung in zukunftsfähige Haltungsformen begleiten und unterstützen. Das teilt milch.bayern e.V. mit, der freiwillige, privatwirtschaftlich organisierte Zusammenschluss der bayerischen Milch- und Molkereibranche, in dessen Beirat auch Vertreter des Bauernverbandes und des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter sitzen.

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11.07.2019

Familien der EU-Klimaklage gehen in zweite Instanz

Zehn Familien und ein Jugendverband, die gegen die Verletzung ihrer Grundrechte durch eine zu schwache Klimapolitik der EU klagen, haben heute beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Berufung eingelegt. Die Klägerfamilien aus Europa, Kenia und Fidschi sowie der samische Jugendverband reagieren damit auf die Klageabweisung in erster Instanz durch das Europäische Gericht (EuG). Dieses hatte die Klage, in der die Familien das Europäische Parlament und den Rat der EU für den Schutz ihrer Grundrechte durch eine ambitioniertere Klimapolitik in die Pflicht nehmen, mit dem Argument abgewiesen, die Familien seien nicht ausreichend individuell betroffen. “Das Euro

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11.07.2019

“Klare Kante gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus”

Das Kooperationsprojekt „Tacheles! Klare Kante gegen Extremismus“ der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland (BDAJ) mit dem Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns sehr, dass unserem Projekt dieser Preis verliehen wurde. Er ist eine Auszeichnung für das vielfältige Engagement, das in unseren Verbänden gegen jegliche Form von Extremismus geleistet wird“, erklärt KLJB-Bundesseelsorgerin Carola Lutz. „Mein Dank gilt daher besonders unseren Ehrenamtlichen, die sich aktiv für ein gelungenes Zusa

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