06.01.2020

Der DBV sieht „extrem stabile“ Erzeugerpreise, die AbL die „Instabilität bäuerlicher Existenzen“

In seinen Marktdaten zum Jahreswechsel 2019/2020 bezeichnet der Deutsche Bauernverband (DBV) 2019 als „milchwirtschaftlich ein besonderes Jahr: Denn zum einen lagen die Produktionskosten für Rohmilch in vielen Regionen Deutschlands angesichts der Hitze- und Dürresommer 2018 und 2019 – und der damit einhergehenden mangelhaften Futterernte – deutlich über den vergangenen Jahren. Zum anderen waren die Erzeugerpreise 2019 extrem stabil. Sie bewegten sich im Bundesschnitt im Jahresverlauf nur in einem schmalen Bereich zwischen 32,6 bis 33,8 Ct/kg“. Für Ottmar Ilchmann, Milchbauer und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Nieders

weiter lesen...


06.01.2020

Österreich: Nein zu Mercosur, ja zu Bio, Kappung und Degression

„Die österreichische Landwirtschaft ist kleinstrukturiert und auf höchste Qualität ausgerichtet - Agrarfabriken sind für uns keine Alternative“, heißt es im Regierungsprogramm der neuen schwarz-grünen Koalition aus ÖVP und Grünen in Österreich. Neue Landwirtschaftsministerin ist, wie schon zuvor, die ÖVP-Politikerin Elisabeth Köstinger. Ihr Ministerium wurde allerdings um den Bereich Umwelt reduziert, der dem „Superministerin“ für Infrastruktur, Umwelt und Verkehr der grünen Leonore Gewessler zugeschlagen wurde. Als Grundvoraussetzung für die Absicherung einer bäuerlichen Landwirtschaft und ökosozialen Agrarpolitik sieht das Regierungsprogramm „eine a

weiter lesen...


06.01.2020

Neue Brandregionen durch Klimawandel - Auch Deutschland gefährdet

Mit einer Mitteltemperatur von 10,3 °C war das Jahr 2019 zusammen mit dem Jahr 2014 das bisher zweitwärmste in Deutschland beobachtete Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1881. Der lineare Trend über den Zeitraum 1881 bis 2019 beträgt +1,6 Kelvin. Neun der zehn wärmsten Jahre in Deutschland lagen innerhalb der letzten 20 Jahre. Während der letzten 32 Jahre traten nur zwei unterdurchschnittlich warme Jahre auf (bzgl. des Referenzzeitraums 1961-1990). Das teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem „Rückblick auf die Temperatur in Deutschland im Jahr 2019 und die langfristige Entwicklung“ mit. Gestiegene Temperaturen als Ausdruc

weiter lesen...


06.01.2020

BayWa zahlt Millionen für Beendigung eines Kartellverfahrens

Der Münchner Agrarkonzern BayWa AG und das Bundeskartellamt haben sich auf die Beendigung des Kartellverfahrens zum Handel mit Pflanzenschutzmitteln geeinigt. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Worten „entschieden, das komplexe, zeitaufwändige und ressourcenintensive Verfahren mittels eines Settlements zu beenden“. Das Settlement beinhaltet die Zahlung einer Summe bis zu 68,6 Mio. Euro. Aus rechtlichen Gründen könnte sich diese Summe in den nächsten Wochen noch reduzieren. Das Bundeskartellamt ist seit Anfang 2015 Vorwürfen hinsichtlich wettbewerbsbeschränkender Absprachen von dreizehn Anbietern von Pflanzenschutzmitteln nachgegangen. Die BayWa AG

weiter lesen...


04.01.2020

Gericht: Rindern in Anbindehaltung muss zeitweise Auslauf gewährt werden

Das Verwaltungsgericht Münster hat durch Beschluss vom 20. Dezember 2019 (Az.: 11 L 843/19) den Eilantrag eines Landwirts aus dem Kreis Borken abgelehnt, der sich gegen die Anordnung des Kreisveterinäramtes vom 6. August 2019 gewehrt hatte, seinen in Anbindehaltung untergebrachten Rindern zumindest im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. September eines jeden Jahres täglich für mindestens zwei Stunden freien Auslauf auf einer Weide, einem Paddock, einem Laufhof oder etwas Ähnlichem zu gewähren. Zur Begründung hatte das Kreisveterinäramt unter anderem ausgeführt, dass die vom Landwirt praktizierte ganzjährige Anbindehaltung der Rinder sich nicht mit den tiersc

weiter lesen...


04.01.2020

Fachverband Biogas will nach positiven Signalen aus Berlin jetzt Taten sehen

Nachdem es nach Ansicht des Fachverbandes Biogas 2019 lange so aussah, als ob der Biogasnutzung in Deutschland kein Entwicklungspotenzial zugedacht wird, seien doch noch „einige positive Signale aus Berlin“ gekommen. So finde „sich im insgesamt wenig ambitionierten Klimapaket ein klares Bekenntnis zur Stabilisierung des Biogas-Anlagenparks“. Der Anteil an Biogasstrom soll erhalten bleiben, so die Botschaft des Klimakabinetts. Das ist für den Fachverband vor allem für jene Akteure, deren EEG-Vergütungszeitraum in absehbarer Zeit abläuft, eine wichtige Botschaft. „Wenn die Bundesregierung ihre Vorgabe einhalten will, bis 2030 65 Prozent der Stromversorg

weiter lesen...


04.01.2020

Umfrage: Bundesregierung tut zu wenig gegen das Artensterben

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) muss 2020 die Kehrtwende beim Klimaschutz und beim Erhalt der biologischen Vielfalt bringen. „Unumgänglich“ ist für den BUND dabei auch eine Agrarwende. Andernfalls drohe ein ökologischer Kollaps, wie der jüngste Bericht des Weltbiodiversitätsrats mahne. In der Öffentlichkeit wachse das Bewusstsein für die existenzielle Bedrohung und ihre Ursachen. Eine Mehrheit der Deutschen wirft der Politik Untätigkeit im Kampf gegen das Artensterben vor, teilt der BUND mit Blick auf eine von ihm in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage mit. Demnach sind 77 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Bunde

weiter lesen...


04.01.2020

Bruderhahn-Initiative positioniert sich neu

Die 2012 von einigen Naturkostgroßhändlern und Bio-Eiererzeugern gegründete Bruderhahn Initiative Deutschland (BID) positioniert sich neu. Auf ihrer letzten Mitgliederversammlung wurde beschlossen, sich für weitere Tierarten zu öffnen, um den eigenen ethischen Anspruch an die Tierhaltung über die Eierproduktion hinaus geltend zu machen. Die dafür erforderliche Satzungsänderung wurde von der Mitgliederversammlung verabschiedet. Demnach wird die Bruderhahn Initiative in Brudertier Initiative umbenannt, wobei die Abkürzung BID erhalten bleibt. Beschlossen wurden außerdem Änderungen bei der Zertifizierung für das BID-Siegel und den Abrechnungsmodalitäten.

weiter lesen...


04.01.2020

„Gefährdete Nutztierrasse des Jahres": Pustertaler Rind und Westerwälder Kuhhund

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) ernennt seit 1984 die „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres" und will damit deutlich machen, dass neben den Wildtieren und Wildpflanzen auch in der Landwirtschaft der Verlust der Vielfalt stetig voranschreitet. Im Jahr 2020 werden zwei Nutztierrassen der Roten Liste zur Rasse des Jahres gekürt, das Pustertaler Rind und der Westerwälder Kuhhund. Dazu schreibt die GEH: Rinder und Hunde – Noch im letzten Jahrhundert ein vertrautes Bild und gängige Berufe: der Rinderhirt mit ein bis zwei Kuhhunden und der gemeinsam geführten Rinderherde. Die Rinder waren meist Vertreter de

weiter lesen...


04.01.2020

BDM: Zu niedrige Markterlöse sind das Hauptproblem

Die Diskussionen und der Widerstand der Bäuerinnen und Bauern, die sich aktuell am Agrarpaket, immer mehr Auflagen und dem Gefühl mangelnder Wertschätzung für die Landwirte entzünden, sind nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) Systemprobleme, die sich weder allein mit Geld aus öffentlichen Töpfen, noch mit Auflagen und einem „Weiter so wie bisher“ lösen lassen. „Agrarpolitik muss mehr können und wollen als Auflagenschaffen und Geldverteilen! Voraussetzung für den ‚Green Deal‘ ist ein Markt-Deal“, schreibt der BDM. Das allem zugrundeliegende Problem ist laut BDM die wirtschaftliche Lage, die auf vielen landwirtschaftlichen Bet

weiter lesen...


23.12.2019

BMEL-Ackerbaustrategie mit neuer Gentechnik

Am 19. Dezember veröffentlichte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) sein „Diskussionspapier Ackerbaustrategie 2035“, mit der es den Ackerbau „fit für die Zukunft“ machen will. Mit Blick auf das Jahr 2035 nennt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Vorwort des Papiers vier Hauptfelder, die für die Landwirtschaft von Bedeutung sind: digitale Landwirtschaft, Erweiterung der Frucht­folgen, Boden- und Pflanzenschutz und neue mole­ku­lar­biologische Züchtungstechniken. Letztere sollen „eine schnelle Anpassung unserer Nutz­pflan­zen im Hinblick auf eine bessere Wassernutzung, auf Trockenstress und Hitzetoleranz“ ermöglichen. Um dies zu err

weiter lesen...


23.12.2019

EU-Parlament fordert stärkeres Engagement für Bestäuber bei der GAP

Eine „schnellstmögliche“ Bekämpfung der Ursachen des Rückgangs des Bestäuberbestands fordert das EU-Parlament in einer jetzt mit großer Mehrheit angenommen Entschließung. Die Ursachen sieht das Parlament beispielsweise in Landnutzungsänderungen, dem Verlust von Lebensräumen und deren Zusammenhang, in der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, in Pflanzenschutzmitteln und der Umweltverschmutzung. In der Entschließung hebt das Parlament hervor, „dass die Förderung der biologischen Vielfalt und somit des Vorkommens und der Qualität der Lebensräume von Bestäubern auf Agrarflächen ein grundlegendes Ziel bei der Weiterentwicklung der künftigen Gem

weiter lesen...


23.12.2019

Bienen-Volksbegehren: Keine Mobilisierung mehr

Die Reduktion der chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel um 40 – 50 Prozent bis 2030, der Ausbau des Anteils der ökologischen Landwirtschaft auf 30 – 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche bis zum Jahr 2030 sowie die Umsetzung des Verbots von Pflanzenschutzmitteln in ausgewiesenen Naturschutzgebieten sind zentrale Punkte eines von der baden-württembergischen Landesregierung vorgelegten Eckpunktepapiers und Gesetzentwurfs zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg (Biodiversitätsstärkungsgesetz - BiodivStärkG). Er ist das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen der Landesregierung, vertreten unter anderem durch Peter Hau

weiter lesen...


23.12.2019

Für gemeinsame Lösungen!

Es treibt viele Bäuerinnen und Bauern auf die Straße. Hinter dieser Bewegung stehen die Organisatoren von Land schafft Verbindung. Mit ihren Traktoren waren sie in Bonn, Hamburg und Berlin. Proteste um den Status quo zu erhalten? Veränderungen durch die Düngeverordnung und den Insektenschutz abzulehnen? „Vielen Kollegen ist klar, dass Veränderungen kommen.“ schreibt Phillip Brändle im Kommentar der unabhängigen Bauernstimme seinen Eindruck nach vielen Gesprächen. Deutliche Veränderungen wollen die Organisatoren und die Bäuerinnen und Bauern im Januar auf der Wir haben es satt!-Demonstration erreichen. Mit ihrem Trecker nach Berlin fährt auch Elisabeth

weiter lesen...


23.12.2019

Preise für Biofleisch stabil und für Bio- Milch in 2019 leicht gesunken

Während die konventionellen Erzeugerpreise für Fleisch und Milch im ablaufenden Jahr wieder in Anlehnung an die Weltmarktentwicklung schwankten, blieben die Bio- Preise relativ stabil. Wie der Agrarmarkt- Informationsdienst (AMI) mitteilte, waren z.B. die Erzeugerpreise für Bio- Schweine im ganzen Jahr bei 3,77 €/kg (Handelsklasse E) und die Ferkel bei etwa 140 € konstant. Damit sind die Schweinepreise seit vier Jahren auf gleicher Höhe - dem höchsten Stand seit 2000. Erneut zeigt sich, dass Ware der Bioverbände deutlich über dem Wert der EU-Ware lag. EU- Schweine brachten nur etwa 3,55 €/kg. Die Marktversorgung ist regional unterschiedlich, in der R

weiter lesen...


23.12.2019

DBV setzt Milcherzeuger mit „hausgemachten Auflagen“ unter Druck

Seit Monaten sind Bauern und Bäuerinnen immer wieder mit ihren Treckern auf der Straße, um unter anderem gegen immer mehr Auflagen seitens der Politik zu demonstrieren, und auch der Bauernverband (DBV) kritisiert die „Auflagen-Flut“. Zum 1.01.2020 treten für die Milchbauern jetzt aber „Auflagen“ respektive deren Auswirkungen in Kraft, die der DBV maßgeblich selbst mit zu verantworten hat. Mit Beginn des Jahres 2020 gilt eine neue „Futtermittelvereinbarung über den Einsatz von Futtermitteln in der Milcherzeugung“. Erarbeitet und unterzeichnet vom Verein QM-Milch, dessen Träger der DBV., der Deutscher Raiffeisenverband und der Milchindustrie-Verband si

weiter lesen...


21.12.2019

Kenia-Koalition in Sachsen will Pflanzenschutzmittel-Einsatz bis 2030 halbieren

In Sachsen hat eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD, eine sogenannte Kenia-Koalition, die Regierungsarbeit aufgenommen. Das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft hat Wolfram Günther (Bündnis 90/Die Grünen) übernommen. Im Koalitionsvertrag bekennt sich die Koalition zu einer ökologisch verträglichen und regional wertschöpfenden Landwirtschaft. „Konventionelle und ökologische Landwirtschaft sind in Sachsen gleichberechtigt“, heißt es da, eine leistungs- und wettbewerbsfähige Landwirtschaft“ wird angestrebt. Regionale Wirtschaftskreisläufe sollen gefördert und der Ausbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrategi

weiter lesen...


21.12.2019

Niederländische Milchbauern verklagen Bank

Auch Banken sind Teil der „Wertschöpfungskette“ in der Landwirtschaft. Eine Gruppe von zwölf niederländischen Milchbauern hat jetzt die Rabobank, nach eigenen Worten einer der weltweit führenden Finanzpartner im Agrar- und Lebensmittelsektor, verklagt. Sie werfen der Bank vor, sie nicht vor den Risiken einer Betriebsaufstockung gewarnt zu haben, Hypotheken für den Bau neuer Ställe hätten nicht gewährt werden dürfen. Den Hintergrund bildet die Abschaffung der Milchquote Anfang 2015. Mit Blick auf diesen Termin hatten die Milchbauern in den Jahren 2013 bis 2015 mithilfe Bank den Bau neuer Ställe in Angriff genommen. Die so erfolgte Aufstockung der Milch

weiter lesen...


18.12.2019

Bauern und Zivilgesellschaft bewältigen Herausforderungen nur gemeinsam

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) rufen zur Agrardemonstration am 18. Januar 2020 in Berlin auf. „Bäuerinnen und Bauern fürchten angesichts der von ihnen geforderten Veränderungen um die Zukunft ihrer Betriebe. Das zeigen die aktuellen Bauernproteste deutlich“, so Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Anmelder der „Wir haben es satt–Demonstration“, die am 18. Januar 2020 erneut zur Grünen Woche stattfindet. „Dennoch ist klar, dass Landwirtschaft sich weiter verändern muss. Viele Bäuerinnen und Bauern sind auch bereit

weiter lesen...


17.12.2019

Umwelt- und Klimaleistungen in der EU stärken

„Bei der gemeinsamen Agrarpolitik darf es kein ,Weiter so‘ geben. Das Niveau bei Umwelt- und Klimaleistungen muss ansteigen. Gleichzeitig müssen wir die Landwirte mitnehmen, denn Umwelt- und Naturschutz gehen nur zusammen. Wenn Landwirte mehr Umweltleistungen erbringen, müssen diese auch honoriert werden!“ Das erklärt die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) anlässlich eines Verbände-Workshops zur „Grünen Architektur“ der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Hannover, zu dem ihr Ministerium gemeinsam mit dem Umweltministerium eingeladen hatte. Die zentrale Frage: Wie lassen sich mit den Agrar-Fördergeldern der Europäischen

weiter lesen...


Sie sehen Artikel 121 bis 140 von 1210

Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

04.02.2020

Es ist eine Gemengelage – nicht nur das, was auf Mistplatt