10.01.2017

Kükentötung erneut vor Gericht

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte entschieden, dass das töten männlicher Küken nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoße. Vorausgegangen war dem Urteil eine Aufforderung des Düsseldorfer Landwirtschaftsministeriums an die nordrhein-westfälischen Kreisaufsichtsbehörden im Dezember 2013 den zwölf im Land ansässigen Brütereien, ab dem 1. Januar 2015 die Tötung der zur Mast nicht geeigneten männliche Küken zu untersagen. Elf Brütereien hatten geklagt geklagt und vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) recht bekommen. Das OVG argumentierte mit einem erheblichen Eingriff in die Berufsfreiheit der Betreiber von Brütereien, weshalb es einer "spezi

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15.12.2016

Wir wollen eine Zukunft auf dem Land

Als junge Bäuerinnen und Bauern / Gärtnerinnen und Gärtner / ImkerInnen / SchäferInnen und WinzerInnen sowie viele mehr sehen wir einen großen Wert darin von und mit der Landwirtschaft im weiteren Sinne zu leben. Wir wollen respektvoll mit Menschen, Tieren, Pflanzen, Boden und natürlichen Ressourcen umgehen und zu einem Lebensstil beitragen, mit dem wir den Klimawandel eindämmen und uns und unsere Kinder noch über viele Generationen mit gesundem Essen versorgen können! Wir wollen, dass viele Menschen Arbeit im ländlichen Raum haben, damit die Dörfer belebt bleiben (oder werden) und Kultur und sozialer Austausch nicht nur in den Städten stattfinden. Wi

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15.12.2016

Wieviel Wolf?

Von der Bundesregierung haben die Umweltminister der Länder gefordert zu definieren, wann ein günstiger Erhaltungszustand der Wolfspopulation in Deutschland erreicht sei. Ein entsprechender Antrag von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus wurde am vergangenen Freitag (2.12.) auf der Umweltministerkonferenz in Berlin angenommen. Der Minister stellte sich vor dem Hintergrund der wachsenden Wolfspopulationen die Frage, wie viele Wölfe das Land vertrage. Wichtig sei es ferner, sich zum Umgang mit dem Wolf länderübergreifend auszutauschen und im Wolfsmanagement deutschlandweit einheitlich zu agieren. Der bayerische Wolfsexperte

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15.12.2016

Aleppo: Vollständiges Versagen

Hat das etwas mit Landwirtschaft zu tun? Ist hier der Platz dafür? Das bitte möge jeder selbst entscheiden. Das ich in einem Land lebe in dem ich sicher und vor politischer Willkür geschützt bin macht mich dankbar. Welchen Rahmen, welchen Raum hätten all die Überlegungen zu Tierwohl, Hofnachfolge und Milchpreisen lebten wir in Syrien? Eine Hand voll Staub in den Wind geworfen hätte mehr Bestand. Plädoyer für eine neue internationale Ordnung gegen die Barbarei. Von Thomas Seibert. Was in Aleppo geschehen ist und weiter geschieht, geschah und geschieht vor aller Augen und Ohren. Es ist nicht möglich, es ist ausnahmslos niemandem möglich, nicht zu wiss

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14.12.2016

Niederlande: Weniger flächenlose Kühe für geringeren Phosphatüberschuss

Flächengebundene Milchviehbetriebe sind von Bestandsabstockungen ausgenommen und bekommen beim düngerechtlich vorgesehenen Abbau der einzelbetrieblichen Phosphatüberschüsse Erleichterungen. Die niederländische Regierung ist dabei das Düngerecht zu verschärfen, um zukünftig wieder die auf EU Ebene vereinbarte jährliche Obergrenze für Emmissionen von 172,9 Mio kg Phosphat einhalten zu können und Sanktionen zu vermeiden. Geplant ist nun ab 2018 handelbare Emmissionsrechte für Phosphat aus der Milchviehhaltung einzuführen. Schon 2017 soll als Vorbereitung für die Ausgabe der Emissionsrechte der Milchkuhbestand entsprechend der nationalen Phosphatüberschus

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02.12.2016

Leguminosen machen satt!

Die stellvertretende FAO-Direktorin Maria Helena Semedo schreibt den Hülsenfrüchte ein großes Potential bei der Bekämpfung der Armut und Mangelernährung weltweit zu. Durch ihre Fähigkeit, Stickstoff aufzunehmen und im Boden zu fixieren seien sie zudem ein wichtiger Teil eines nachhaltigen Bewirtschaftung. Oft würden die ernährungsphysiologischen und diätischen Potentiale von Hülsenfrüchten verkannt. Dass will die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ändern und die Vorteile dieser Pflanzenfamilie stärker in den Vordergrund rücken. In Ländern wie Äthiopien und Myanmar sei es bereits gelungen durch den wechselnden Anba

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02.12.2016

Tomaten: Natürlich High Tech

Die Tomate wehrt sich gegen Nematoden, ganz allein. Es ist eine Symbiose, das Zusammenleben von in diesem Fall Pflanze und Pilz zum gegenseitigen Nutzen, dass Forscher jetzt bei der Tomate entdeckten. Im Gewebe von Tomatenpflanzen lebt ein Trichoderma-Pilz, der die Pflanze gegen den Befall mit Nematoden schützen kann. Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena zeigen in einer aktuellen Studie wie der Pilz die Immunabwehr der Pflanze unterstützt, indem er die Produktion giftiger Substanzen bei einen Nematodenangriff ankurbelt. In der Folge dringen weniger N

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02.12.2016

Auf zur Demo nach Berlin

Am 21. Januar um 12 Uhr Beginnt die Demonstration „Wir haben Es satt! in Berlin. Neben der Fusion der beiden Chemie- und Saatgutkonzerne Monsanto und Bayer steht im Januar die anstehende Agrarwende im Mittelpunkt. Hinter Wir haben es satt steht ein Bündnis aus 45 Umweltschutz-, Agrar-, Tierschutz- und Entwicklungsorganisationen. Jochen Fritz, Sprecher der Kampagne rief die Politik dazu auf, die „Elefantenhochzeit“ von Bayer und Monsanto sowie weitere Fusionen ähnlicher Größenordnung zu verhindern. Es müsse verhindert werden, dass derartige „Megakonzerne“ zukünftig den weltweiten Markt für Pflanzenschutzmittel aber besonders für Saatgut kontrollieren.

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28.11.2016

Kirche mit konkreten Verpachtungskriterien

Die Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat Mitte November einen überarbeiteten Kriterienkatalog für die Verpachtung von Kirchenland beschlossen. Ab 2017 soll dieser zur Auswahl unter mehreren Pachtbewerber dienen. Entsprechend der Kriterien werden dann interessierte Betriebe nach Punkten bewertet. Vorgesehen ist neben dem Ausschluss des Einsatzes von Gentechnik auf dem Acker auch die konkret viel bedeutendere Aufforderung, bei der Fütterung auf Gentechnik, sprich auf gentechnisch veränderte Soja, zu verzichten. Außerdem werden erstmalig Existenzgründer besonders berücksichtigt. Auch ökologischer Anbau, bodengebundene Tier

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28.11.2016

Umdeklarierte Biomöhren

410 Tonnen Biomöhren, die die zwei Zuliefererfirmen BioFrische Service GmbH und Nur Bio GmbH an die Naturland-Marktgenossenschaft im nordrhein-westfälischen Lippetal zwischen August und Dezember 2015 geliefert haben, waren mit einer falschen Herkunftsbezeichung versehen. Das stellte eine aufgrund öffentlich gewordener Vorwürfe initiierte Warenwirtschaftsprüfung durch den Raiffeisenverband Westfalen-Lippe bei der Marktgenossenschaft fest. Mehrere Bauern waren mit Lieferscheinen konfrontiert worden, laut denen sie ihre Möhren and die erwähnten Zulieferer verkauft haben sollen. Die Bauern handelten allerdings ihre Ware immer direkt mit der Marktgenossens

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28.11.2016

Gentechnik-Mais: Risiken nicht unter Kontrolle

Konzerne missachten EU-Vorschriften

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28.11.2016

Studie: Mit Seetang rülpsen Kühe weniger

Kühe auf der Prince-Edward-Insel vor der kanadischen Ostküste grasen häufig auf Weiden mit Strandzugang. Ein Farmer stellte bereits vor gut zehn Jahren fest, dass seine Tiere den dort angespülten Seetang fressen und ihnen das sehr gut bekommt. Forscher bei der Commonwealth and Industrial Scientific Research Organisation, CISRO, in Australien haben jetzt die Wirkung 20 verschiedener Seetangarten auf den Organismus von Kühen untersucht. Sie kamen zu dem Schluss, dass Seetang nicht nur Gesundheit und Wachstum fördert, sondern auch den Methanausstoß um bis zu 20 Prozent reduzieren kann, wenn es in entsprechend hohen Mengen gefüttert wird. Eine Spezies, As

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28.11.2016

CETA wird nicht geprüft

Das Europaparlament hat sich jetzt gegen eine Prüfung des Abkommens durch den europäischen Gerichtshof entschieden. Die schwarz-roten Mehrheit im Parlament hat eine Resolution einer Gruppe von 89 Abgeordneten abgelehnt, die das Handelsabkommen mit Kanada (CETA) prüfen lassen wollte. Insbesondere sollte dessen Konformität mit europäischen Recht und hier besonders die Einrichtung der vorgesehenen Schiedsgerichte geprüft werden. Schiedsgerichte gehören zu den heikelsten Punkten innerhalb des Abkommens. Ihre Einführung würde es multinationalen Konzernen ermöglichen, Staaten über Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsnorm

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08.11.2016

Bundesregierung trickst beim Gentechnikrecht

Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung darüber, ob neue Züchtungsmethoden wie beispielsweise Crispr-Cas, als gentechnische Verfahren eingestuft werden sollen, was die gentechnikkritische Bewegung nachdrücklich fordert, bis auf weiteres verschoben. Ganz anders die Bundesregierung, die offenbar an einer schnellen Möglichkeit interessiert ist derartigen Verfahren einen Weg auf den deutschen Markt und Felder zu eröffnen. Offenbar erst kurz vor der Abstimmung im Kabinett wurde der Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikrechts nochmals verändert. In der Bergündung wird nun Raum geschaffen, der zum Türöffner für neue Züchtungstechniken werden könnte. In „

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08.11.2016

Nicht nur Gas, auch Wärme

Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen, die sie im Auftrag des Fachverbandes Biogas (FvB) bei mehr als 600 Biogasanlagenbetreibern durchgeführt hat zeigt das große Interessen der Betreiber an einem Ausbau der Wärmenutzung. Die in im Rahmen der Studie erstmals erfassten Vermarktungspreise für Wärme zeigt eine große Spannbreite. Laut dem Geschäftsführer des Fachverbands Biogas, Dr. Stefan Rauh, reiche sie von nicht einmal 1 ct/kWh für die Holztrocknung bis zu 9 ct/kWh bei Vermarktung an Krankenhäuser. Im bundesdeutschen Durchschnitt erhielten die Betreiber 2,6 ct/kWh, was viel zu wenig für dieses hochwertige Produkt sei, resümier

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08.11.2016

Donau-Soja für britische Schweine

Wie die britische Premium-Supermarktkette Waitrose jetzt (4.11.) verkündete werden bei den vertraglich gebundenen Schweinemastbetrieben zukünftig Sojabohnen eingesetzt, die nach dem strengem Nachhaltigkeitsstandard des Vereins Donau Soja zertifiziert sind.Waitrose bezeichnet sich als den größten britischen „Qualitäts-Lebensmittelhändler“. Der Geschäftsführer der Kette, Rob Collins, bezeichnet den Umstieg auf zertifiziertes Donau-Soja in der Schweinefütterung als wichtigen Schritt, um die firmeneigenen Strategie: die Sicherheit der eigenen Lieferkette zu verbessern und der eigenen Verantwortung gegenüber Kunden, Landwirten und Umwelt gerecht zu werden,

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31.10.2016

Initiative Tierwohl ohne Tierschutz

Die Initiative Tierwohl hat ihren letzten Tierschutzverband verloren. Nach dem Deutschen Tierschutzbund hat als letzte Tierschutzorganisation auch „ProVieh“ die Mitarbeit im Beraterausschuss der Initiative Tierwohl (ITW) aufgekündigt. Kritisiert wird von ProVieh ein zunehmendes abflachen der Kriterien. So spiele beispielsweise der ungekürzte Ringelschwanz als wichtigster Tierwohlindikator bei der ITW keine Rolle mehr. Die Bereitstellung von Raufutter, ursprünglich als Pflicht geplant, nur zur Wahl gestellt. Andere Tierwohlmaßnahmen wie Einstreu, weiche Liegeflächen und Auslauf ins Freie würden voraussichtlich ab 2018 nicht mehr bonitiert; gleiches gel

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31.10.2016

CETA - Jetzt doch!

Am Sonntag wurde das Abkommen von hochrangigen Vertretern der EU und dem Kanadischen Premierminister Trudeau nun doch, vier Tage später als ursprünglich geplant, unterzeichnet. Die Wallonie, ein Teil Belgiens, hatte noch zu Beginn vergangener Woche erklärt, dem Abkommen in der damaligen Form nicht zustimmen zu können. Insbesondere die wallonischen Bauern, so eine Begründung, seien von den offenen Märkten in ihrer Existenz bedroht. In den folgenden Tagen führte die EU-Kommission ein Leerstück auf. Titel: „Wir sind die Macher. Mitsprache unerwünscht.“ Ganz offiziell gilt das CETA-Abkommen als gemischtes Freihandelsabkommen, bei dem neben der EU-Kommissi

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26.10.2016

Saatgutfreiheit als Teil des Rechts auf Nahrung bedroht

Im diesjährigen Jahrbuch zum Recht auf Nahrung ist Saatgut das Hauptthema. Vor dem aktuellen Hintergrund der geplanten Fusion von Bayer und Monsanto betonten die Mitherausgeber Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN die große Bedeutung bäuerlicher Saatgutsysteme weltweit für die Überlebenssicherung – und die Bedrohung durch den wachsenden Einfluss von Konzernen auf den Zugang zu Saatgut. So sei der Zugang durch die im Saatgutvertrag der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen verbrieften farmers‘ rights (erhalten, nutzen, tauschen und verkaufen von auf den Höfen bewahrtem Saatgut) geschützt. Diese Rechte w

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23.10.2016

Bayer kauft Monsanto, will aber keine GVO

Jedenfalls nicht in Europa, nicht gegen den Willen der Bevölkerung. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Leverkusener Unternehmens, Werner Baumann, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ Anfang Oktober (10.10.) in Düsseldorf. Bayer erfolge mit der Übernahme von Monsanto nicht das Ziel gentechnisch verändert Pflanzen auf Europas Äckern voranzutreiben. Anders als Monsanto, dass bei seinem Versuch GVO in Europa einzuführen die Widerstände ignoriert hätte, will Bayer mit den gesellschaftlichen Gruppen einen Partnerschaftlichen Ansatz verfolgen. Hat da jemand Kreide gefressen? Das könnte man meinen. Vielleicht ist es aber auch so, das der Bayer-Chef schon

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