10.09.2015

Länderagrarminister mehrheitlich gegen Hofabgabeklausel

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, mit dem u.a. Details zur Hofabgabeklausel in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) umgestaltet werden sollen. Unter der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Neugestaltung hatten sich Opposition sowie auch die AbL und der Arbeitskreis zur Abschaffung der Hofabgabeklausel mehr, bis hin zu einer Abschaffung, versprochen. Nach ersten Beratungen der Gremien des Bundesrates hat sich nun der Agrarausschuss gegen die jedoch nicht zustimmungspflichtigen Gesetzesänderungen positioniert. Eine deutliche Mehrheit der LänderagrarministerInnen spricht sich für die komplette Abschaffung der Klausel aus. Ob jed

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08.09.2015

Die Ziele der Bundesmilchpolitik

In einem Antwortbrief des Referatsleiters Karl-Heinz Tholen, der im Auftrag von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt schreibt, legt er die Gründe offen, weshalb das Bundesministerium das vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und auch vom Europaparlament unterstützte Marktverantwortungsprogramm ablehnt. Tholen erklärt aber nicht nur die Gründe der Ablehnung, sondern gibt im Umkehrschluss auch Anhaltspunkte, welche Entwicklungen sich das Bundesministerium stattdessen wünscht. Der Referatsleiter kritisiert unter Berufung auf das Thünen-Institut: "Rückwirkungen auf andere Agrargütermärkte sind wahrscheinlich." Offen gelassen wird, welche

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08.09.2015

EMB-Milchdemo in Brüssel: Es geht um die Höfe

Am Sonntag Abend war alles noch ganz ruhig. Nur die Polizei hatte sich schon rund um den Kreisverkehr Schumann direkt vor dem Gebäude der EU-Kommission eingefunden und bereitete sich auf die Großdemo am folgenden Tag vor. Während der Nacht kam eine Kolonne von Fahrern und Traktoren aus Deutschland in Brüssel an und parkte direkt neben den Barrikaden. Unter ihnen auch der Tieflader von Henning Schulte und Monika Habbena, die in der Woche zuvor schon aus Ostfriesland zur BDM-Demo nach München gefahren waren. Aber auch aus vielen anderen Teilen Deutschlands waren Schlepper gekommen. Schnell füllten sich die Straßen an diesem Vormittag mit Traktoren. Der

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08.09.2015

Niedrige Milchpreise: Nicht nur das Problem der Bauern

Immer Lauter werden die Töne der Bauenverbände. Sie fordern mehr Export und weniger Standards. Denn, so die Argumente, Standards kosten Geld und verteuern europäische Produkte gegenüber denen aus anderen Ländern. Auf dem Weltmarkt sind einseitig hohe Standards also vor allem negativ. Ganz anders sieht das aus, wenn man im eigenen Land bzw. in der Europäischen Union bleibt. Hier sind hohe Standards eine Möglichkeit sich gegenüber anderen Produkten abzugrenzen. Standards wie Gentechnikfreiheit, Weidemilch oder die vor allem in Österreich weitverbreitete Heumilch schaffen Alleinstellungsmerkmale, die höhere Verbraucherpreise zulassen. Dass sich die Verbr

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03.09.2015

Milchbauern demonstrieren in München

Über 3.000 Milchviehhalter aus dem ganzen Bundesgebiet und über 500 Schlepper waren dem Aufruf des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) gefolgt und am 1. September nach München gekommen. Die Kundgebung auf dem Odeonsplatz bildete den Abschluss einer 8-tägigen Staffelfahrt, die auf verschiedenen Routen aus dem gesamten Bundesgebiet nach München geführt hatte. Auf vielen Transparenten und Fahrzeugen waren Forderungen an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und Bundeskanzlerin Merkel zu lesen. Von „Brille putzen“ um die Milchkrise zu erkennen bis zum Verrat an den Bauern durch Deutschen Bauernverband und Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt g

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03.09.2015

Treckerdemo in Paris

Weit über 1.000 Traktoren sind heute in Paris eingetroffen. Gestartet sind sie in vielen Regionen Frankreichs. Ein Zentrum bildeten die Veredlungs- und Milchregionen Bretagne und Normandie. Aufgerufen zur großen Demonstrationsfahrt in die französische Hauptstadt hat der französische Bauernverband FNSEA. Genau wie die Bauern in allen anderen europäischen Staaten leiden die französischen Betriebe unter den schlechten Erzeugerpreisen. Die Forderungen der FNSEA entsprechen denen des Deutschen Bauernverbands: Höhere Preise weniger Vorgaben. Die FNSEA fordert direkte und indirekte (Bürgschaften, günstige Kredite usw.) finanziellen Hilfen in Höhe von 600 Mio

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01.09.2015

Handelsketten werden es nicht retten!

Hunderte Bauern und Bäuerinnen mit ihren Treckern in fordern heute in München den „Milchmarkt zu gestalten anstatt Krisen zu verwalten.“ Mit vielen unterschiedlichen Aktionen auf der zum Teil eine Woche dauernden Staffelfahrt aus allen Regionen der Republik organisiert vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) machen sie auf ihre desolate Lage bei einem bei weitem nicht kostendeckenden Milchpreis aufmerksam und fordern Taten von Politik und Molkereien. Das von Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied präsentierte Signal des Discounters Lidl sehen viele Bauern und Bäuerinnen als neuerliche Vernebelungstaktik des Bauernverbandes, der mit seiner P

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31.08.2015

Menge reduzieren, statt von Exporten zu phantasieren

Bauern und Bäuerinnen sind bereit, dass ihnen Mögliche zu tun, um von den Überschüssen auf dem Milchmarkt runter zu kommen. Das machte heute einmal mehr eine Delegation mit Trecker und Kuh vor der Tür des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt (CSU) in Berlin deutlich. Gleichzeitig müsse endlich auch die Politik – neben Verarbeitern und Handel - ihren Teil der Verantwortung übernehmen, so die Forderungen, vorgetragen von Abl-Bundesgeschäftsführer Georg Janßen. Anlass war einerseits die seit einer Woche rollende Protestbewegung von Milchbauern und Milchbäuerinnen quer durch Deutschland organisiert vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter (

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27.08.2015

Milchbauernaktionen: Deutsche Politiker zum Handeln bewegen

Die Hälfte ist geschafft, nochmal so viel Strecke, Gesprächstermine, Presse- und Diskussionsveranstaltungen, Höfe und Begegnungen stehen an für die Fahrer der zwei nördlichen Staffelfahrtrouten des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) in Richtung München. Am Montag den 21. August sind sie mit 35 Treckern von Pewsum/ Krummhörn in Niedersachsen (Nord-West-Route) und mit 25 Treckern von Hohenwestedt in Schleswig-Holstein (Nord-Ost-Route) aufgebrochen. Die komplett durchfahrenden Schleppergespanne werden jeweils vor Ort in den Regionen von anderen Bauern und Bäuerinnen begleitet – heute im Saarland und in Thüringen. Die MilchviehhalterInnen ha

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27.08.2015

Schweine ohne Antibiotika durch hygienische Abschottung?

„Vor allem wurde mehr Reinigungsaufwand betrieben, um den Hygienestatus stabil und Krankheiten draußen zu halten“, beschreibt Jens Hansen, Pressesprecher des dänischen Unternehmens Danish Crown, die vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung von Antibiotikaeinsatz in den Schweineställen. Seit acht Monaten führt der nach eigenen Angaben größte europäische Fleischverarbeitungskonzern ein Projekt zur antibiotikafreien Aufzucht und Mast von Schweinen durch – nach eigenen Pressemitteilungen vor allem für den Export als Spezialqualität in die USA. Mittlerweile gab es eine erste Auswertung der Erfahrungen auf den zwei beteiligten Betrieben: Aktuell gelangten et

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25.08.2015

Bretonische Schweinebranche vereinbart Richtpreis

In der Bretagne, einer der bedeutendsten Veredlungsregion Frankreichs, waren bis vergangene Woche am französischen Marché du Porc Breton (MPB) die Preise für Schweinefleisch ausgesetzt. Anfang August hatten die Beteiligten unter Vermittlung von Landwirtschaftsminister Le Foll über Mindestpreise verhandelt und sich auf 1,40 Euro/kg zur Sicherung der Erzeugererlöse geeinigt. In der jetzt wieder gestarteten Preisfindungsphase ergab sich eine Durchschnittsnotierung von 1,389 Euro/kg Schlachtgewicht. 1,10 Cent weniger als im Richtpreis vereinbart. Nicht am Handelsgeschehen beteiligt haben sich die Fleischproduzenten Cooperl und Bigard. Sie kritisieren, das

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25.08.2015

Schweinefleisch zum Ramschpreis

Genau dies wirft die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) den Einzelhandelsketten Netto und Real vor. Zwar werben die beiden Unternehmen mit deutscher Herkunft und hoher Qualität, mit den Aktionspreise werde das Fleisch allerdings verschleudert. Ähnlich wie im Milchbereich kämpfen auch die Schweineproduzenten seit längerem aufgrund der schlechten Preise um ihre Existenzen. Obwohl die Lage auch in Deutschland angespannt ist regt sich wenig öffentlicher Widerstand der Produzenten. Ganz anders in Frankreich, wo Schweinebauern gemeinsam mit Milchproduzenten an der Grenze Lastwagen angehalten haben um geladenen Lebensmittel, die nac

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25.08.2015

Schwalben dürfen in in Ställen brüten

Die Veterinärbehörden in Niedersachsen haben es auf die Schwalben in Ställen abgesehen. Zur Tierseuchenprävention, so die Argumentationslinie, sollten die Nester und folglich auch die Schwalben aus den Ställen entfernt werden. Unklar ist ob derartiges Vorgehen rechtlich zulässig gewesen wäre, Schwalben sind eine geschützte Vogelart, hat das Landwirtschaftsministerium in Hannover jetzt klar gestellt, dass es keinen Anlass zu derartigem Vorgehen gebe. Diese Einschätzung teilte auch das Bundeslandwirtschaftsministerium, dass die Verbreitung von Tierseuchen durch Schwalben als „vernachlässigbar“ einschätzte. Christian Meyer, Landwirtschaftschaftminister i

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25.08.2015

Unerwartete Solidarität

Ganz überraschend haben die dänischen Milchbauern in der Milchpreiskrise Unterstützung von der Supermarktkette REMA 1000 erhalten. Das Unternehmen kündigte an die Preise für Milch in ihren Filialen um 0,50 dänische Kronen (6,7 €ct) pro Liter anzuheben. Dieser Mehrerlös soll direkt den dänischen Milchbauern zugute kommen. Das Unternehmen, so Einkaufsleiter Anders Jensen, verfolge mit diesem Schritt eine langfristige Strategie zum Erhalt der dänischen Milchbauern.

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25.08.2015

Verboten: Lebensmittelspenden per Gesetz

Die französische Umweltministerin Ségolène Royal wollte der Verschwendung von Lebensmitteln entgegentreten. In ihrem Energiewendegesetz, dass von der Nationalversammlung im Mai verabschiedet worden ist, hat sie deshalb einen Passus zum Umgang mit Lebensmitteln eingebaut: Dieser untersagt den Supermärkten mit über 400 m² Fläche, Restposten ungenießbar zu machen und anschließend wegzuwerfen. Royal wollte die Unternehmen außerdem verpflichten Vereinbarungen mit karitativen Einrichtungen abzuschließen, um Lebensmittelspenden zu erleichtern. Genau diesen Abschnitt im Gesetzt hat das Verfassungsgericht jetzt aus verfahrenstechnischen Gründen für verfassungs

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18.08.2015

Kühe im Supermarkt

Mit zwei Rinder zogen Milchbauern in England in eine Filiale des Supermarkts Asda. Zusammen mit rund 70 Demonstranten machten sie die Kunden darauf aufmerksam, dass es ihnen nicht möglich ist weiterhin zu einem derart niedrigen Preis Milch zu produzieren. Um ihren Aussagen Nachdruck zu verleihen räumten sie die Milchregale des Supermarktes aus. Einen Videobeitrag und weitere Informationen zu den Bauernprotesten in ganz Europa finden sie unter den unten stehenden Links.

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18.08.2015

Küste in Flammen

In Ostfriesland brannten am gestrigen Abend (17.08.2015) über 100 Mahnfeuer. Mit der Aktion zu der der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) aufgerufen hatte, wollen die Landwirte auf die katastrophale Lage am Milchmarkt aufmerksam machen. Seit dem letzten Sommer ist der Milchpreis für die Landwirte um mehr als 30 % eingebrochen. Viele Betriebe machen Verluste, können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen und sind in ihrer Existenz bedroht. Ausgelöst ist der starke Preisverfall durch einen Rückgang der internationalen Nachfrage nach Milchprodukten und einer weltweiten Produktionssteigerung. Insbesondere in Europa wurde der Wegfall der Milchquote

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17.08.2015

Glyphosat schädigt Regenwürmer

Forscher der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) haben festgestellt, dass der Wirkstoff Glyphosat das Bodenleben massiv beeinflusst. Zum einen fanden die Forscher heraus, dass sich nach dem Einsatz des glyphosathaltigen Mittels in der vorgeschriebenen Dosis die Menge an pflanzenverfügbarem Nitrat und Phosphat stark erhöht. Dies resultiere vor allem aus dem Wegfall des Pflanzenbewuchses in Folge der Herbizidbehandlung. Die Forscher warnen vor einer Gefahr der Auswaschung der frei werdenden Nährstoffe ins Grundwasser oder in naheliegende Oberflächengewässer. Gravierende Einflüsse stellten die Wissenschaftler auch in Bezug auf das Bodenleben, insbe

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17.08.2015

Keine Gentechnik auf Schottlands Feldern

Großbritanien ist in der Frage der Agrogentechnik ein gespaltenes Land. Während die Regierung des Vereinigten Königreichs sich dafür einsetzt, das gentechnisch veränderte Sorten in England und Wales kommerziell angebaut werden dürfen, ist die schottische Regierung für ein Verbot von GVO. Im Rahmen der neuen in der EU beschlossenen OPT-Out-Regelung will die Regierung in Edinburgh den Anbau von GVO vorsorglich verbieten. Das Verbot soll auch die bereits zugelassene Maissorte MON810 betreffen. Ziel der Maßnahme, so der für Landwirtschaftsfragen zuständige Kabinettsekretär Richard Lochhead, sei es, den „sauberen und grünen Status“ des britischen Landestei

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13.08.2015

Roggen vom ehemaligen Todesstreifen

Der Verein FriedensBrot hat das Roggenfeld an der Gedenkstätte Berliner Mauer abgeerntet. Der Ertrag von den beiden kleinen Parzellen lag bei 400 kg hochwertiger Brotroggen. Ein teil des Roggens wurde zur Landwirtschaftsausstellung PolAgrar nach Polen versandt, wo in diesem Jahr die europäische FriedensBrot-Konferenz stattfindet, an der neben Deutschland Vertreter aus allen elf mittel- und osteuropäischen Ländern teilnehmen, die seit dem Falle der Mauer der europäischen Union beigetreten sind. In deren Rahmen wird das Getreide auch verbacken. Das Roggenfeld auf dem ehemaligen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal

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