14.07.2015

Superabgabe für Exportförderung

900 Mio. Euro Superabgabe müssen die Überlieferer zahlen. Dieses Geld soll jetzt, so Joachim Ruckwied , Präsident des Deutschen Bauernverbands für eine Exportoffensive verwendet werden. Die Forderung ist gut, zumindest in der Logik des Deutschen Bauernverbands. Gleichzeitig lehnt Ruckwied jedwede staatliche Einmischung ab und betont: „Die kritische Situation am Milchmarkt können wir nicht mit den Instrumenten aus der agrarpolitischen Vergangenheit lösen!“ Konkrete Schritte nennt der Präsident nicht. Friedrich Ostendorff, Agrarpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, hält dem Bauernverband genau dies vor: "Sie müssen sich entscheiden: M

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14.07.2015

„Schießen! Sofort schießen!“

Und sie leben doch, die alten Feindbilder zwischen Naturschützern und Bauern. Zu diesem Schluss jedenfalls kommt man nach dem Lesen eines Interviews, dass die tageszeitung aus Berlin mit dem Geschäftsführer des Bauernbunds Brandenburg geführt hat. Thema: Wölfe. Sobald die sich aus den Schutzgebieten wagen gibt es nach Ansicht des Bauernvertreters nur eine Lösung: „Schießen! Sofort schießen“ Dabei versuchen die Beteiligten, Naturschützer, Bauern, Schäfer und Behördenvertreter, seit vielen Jahren mit runden Tischen, Ausgleichszahlungen und vor allem viel Informationsarbeit das nicht nur unproblematische Miteinander zu gestalten. Das es weitaus mehr Mögl

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13.07.2015

Freihandel: Hinter die Kulissen geblickt

Anlässlich der in dieser Woche in stattfindenden Verhandlungen zur Ausgestaltung des transatlantischen Freihandelsabkommens in denen es unter anderem um den Schutz geografischer Spezialitäten gehen wird, veröffentlicht der Autor und Journalist Peter Kreysler seine im Auftrag des Europaabgeordneten Martin Häussling erstellte Reportage „Was steckt hinter TTIP? Eine Spurensuche.“ Peter Krysler versuchte mit den Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über ihre Ansichten und Interessen zum Abkommen im Bereich Landwirtschaft und Ernährung sowie der Rolle von Schiedsgerichten, ISDS und dem Regulatorischen Rat in Washington, Brüssel und Berlin ins

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13.07.2015

TTIP-Resolution im Europaparlament

Am 8. Juli hat das Europäische Parlament seine Resolution zum TTIP-Abkommen mit den USA verabschiedet, mit der es Empfehlungen an die EU-Kommission für die weiteren Verhandlungen ausspricht. Als schwarzen Tag für die Demokratie bezeichnete daraufhin die Europa-Abgeordnete Maria Heubuch den Tag. Denn während auf dem Platz vor dem Parlament in Straßburg die TTIP-Gegner demonstrierten und mehr als 2,3 Millionen Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gegen das Abkommen präsentierten, stimmte die Mehrheit der Abgeordneten für Sonderklagerechte der Konzerne (ISDS) und die regulatorische Zusammenarbeit, mit der schon im Vorfeld von Gesetzgebungsverfahren

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09.07.2015

NEULAND-Currywurst auch für die Prominenz

Vor 10 Jahren wurde eine der bekanntesten Wurstbuden Berlins, direkt am Brandenburger Tor neu eröffnet. Das besondere daran war das neue Sortiment, die Herkunft des Fleisches stammt ausschließlich aus der bäuerlichen, besonders tiergerechten und umweltschonenden Haltung nach NEULAND-Kriterien. Als eine der ersten Gäste probierte damals die SPD-Politikerin Prof. Dr. Hertha Däubler-Gmelin die klassische Berliner Currywurst. Nun sendeten ihre Parteikollegin Ute Vogt und die grüne, ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast ein Grußwort zum zehnjährigen. Seither hat hat die Wurstbuden-Inhaberin Elke Zieschang unzählige Currywürste und Bratwür

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08.07.2015

„by disaster or by design“

Dem in der Landwirtschaft oft genannten „Wachsen oder Weichen“ liegt die Annahme zugrunde, es gäbe die Möglichkeit eines permanenten Wachstums. Ist dem so? Auf der Tagung des Agrarbündnis Ende Juni suchten die Teilnehmer unter dem Motto: Bäume wachsen auch nicht in den Himmel Landwirtschaft jenseits von „Wachsen oder Weichen“ nach Antworten. Ganz klar von einer Endlichkeit auch des Wachstums geht Niko Paech, Professor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Uni Oldenburg, aus. Offen bliebe nur ob man dieses Ende des Wachstums aktiv begleite oder aber unkontrolliert hineinstürze, by disaster or by design. Es ging aber nicht nur um Wachstumsperspe

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07.07.2015

Agrarstrukturgesetz gescheitert

Gerade hat ein multinationales Unternehmen mit Sitz in China seinen Einstieg in einen der größten deutschen Agrarkonzerne KTG verkündet, da muss die Politik einen Rückzieher in Sachen Maßnahmen gegen den Einstieg außerlandwirtschaftlicher Investoren in die Landwirtschaft machen. Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hat seinen Entwurf für ein Agrarstrukturgesetz vorerst auf Eis gelegt. Am Ende war der Widerstand vom Bauernverband zu groß und die Landtagswahl im nächsten März zu nah, als das so ein Projekt, was tatsächlich Wirkung in Sachen einer anderen Agrarstruktur hätte entfalten können noch durchzubringen gewesen wäre.

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07.07.2015

KTG nach China

Während in der öffentlichen Debatte und in der Politik noch darüber debattiert wird, wie denn Landgrabbing – längst Realität nicht mehr nur in den Ländern des Südens sondern auch bei uns, mindestens in Ostdeutschland – begrenzt oder gar unterbunden werden kann, verkündet einer der größten deutschen Agrarbetriebe den Einstieg eines chinesischen Investors. Die KTG Agrar, ein hamburger Unternehmen, dass besonders in den nordostdeutschen Bundesländern 45.000 ha teils ökologisch, teils konventionell bewirtschaftet und inzwischen auch in Litauen Flächen unter den Pflug genommen hat, verkündete die Übertragung von 620.000 Aktien bzw. einem Anteil von rund 9%

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01.07.2015

Debatte über Importverbote für Gentechnik

Der Vorschlag der EU-Kommission, den Mitgliedstaaten auch bei Importen von Gentechnikpflanzen Verbotsmöglichkeiten einzuräumen, bekommt immer mehr Kritik. Während der Ministerrat noch nicht darüber befunden hat, lehnen sowohl der Umwelt- als auch der Agrarausschuss des EU-Parlaments den Vorschlag ab. Allerdings sind die Gründe dafür unterschiedlich: Die Gentechnikbefürworter im Parlament und Industrie-Lobbyisten sehen darin einen Verstoß gegen internationales Handelsrecht sowie ein Problem der „Versorgungssicherheit“ für die Tierfütterung in Europa. Damit stoßen sie ins gleiche Horn wie beispielsweise der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT), nach dem „e

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29.06.2015

Wir machen euch satt!

Industrielle Biotechnologie und Pflanzenbiotechnologie sollen die Ernährung sichern

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29.06.2015

Nicht Wert zu leben

Jährlich werden in Dänemark ca 30.000 Bullenkälber der Rasse Jersey kurz nach der Geburt getötet weil sie sich nicht zur Mast bzw. einer anderen Verwendung eignen. Das erklärte der Zuchtkoordinator des Rinderzuchtverbands Viking Genetics, Peter Larson, gegenüber dem dänischen Fachmagazin „Foodculture“. Auch in Deutschland war in den vergangenen Monaten immer wieder von aus ökonomischen Gründen getöteten männlicher Kälbern auf Milchviehbetrieben berichtet worden. Allerdings ohne konkrete Betriebe bzw. Zahlen zu nennen. In jedem Fall verdeutlicht das Vorgehen den extremen ökonomischen Druck unter dem die Milchviehbetriebe stehen. Auch zeigen die niedrig

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29.06.2015

Kritik am Nichtstun auf dem Ökomarkt

Einer der Gründungsväter des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), Hermann Heldberg vom Großhändler Naturkost Elkershausen ist aus dem Dachverband der Ökohändler ausgetreten. Seiner Ansicht nach habe es der BNN nicht geschafft vorhandene Missstände in der Bio-Branche aufzugreifen und diese abzustellen. Heldberg, der selbst 16 Jahre im BNN-Vorstand war, erklärte schriftlich:„Wir machen einen großen Fehler, wenn wir uns in der Preisfindung so stark nach dem Markt richten, der schon jetzt von vier Global Playern beherrscht wird, die über die Lebensmittelpreise bestimmen. Das geht zu Lasten der Qualität: der ökologischen und der sozialen.“ Bauern sähe

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29.06.2015

Big Data im Bauernverband angekommen

Nachdem sich die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) bereits auf ihrer Wintertagung mit „Big Data“ befasst hat und dabei eigentlich nur auf die Chancen einer allumfassende Datensammlung und -nutzung für die Landwirtschaft eingegangen ist, hat nun auch die europäische Dachorganisation der Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa/Cogeca eine Konferenz dazu veranstaltet. Nach eigenen Angaben wurde mit führende EU-Experten über die Herausforderungen, die neuen Technologien, wie Precision Farming, Dronen und Roboter und die damit verbundenen umfangreichen Datensammlungs- und auswertungsszenarien gesprochen. Generalsekretär Pekka Pesonen stellte sie

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24.06.2015

Ringelschwanz- und Schnabelprämie ab 1. Juli

Im Land Niedersachsen gehen die Pläne zur Umsetzung von mehr Tierwohl mit einem finanziellen Anreizsystem in die praktische Phase über: Ab 1. Juli können sich Mastschweine- und LegehennenhalterInnen für die Förderung von Tierschutzmaßnahmen anmelden. 16,50 Euro pro Schwein bzw. 1,70 Euro pro Huhn können die Betriebe jährlich bekommen, wenn im Zusammenhang mit angepassten Haltungsbedingungen und Beratung sowie einbezogener Aufzucht der Ferkel auf „kupiertes Körpergewebe“ verzichtet wird, d.h. insbesondere Schwänze und Schnäbel nicht gekürzt werden. Bei den Schweinen wird dann an Hand des Erfolgsindikators „unbeschädigter Ringelschwanz“ bewertet: falls

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23.06.2015

Bäuerliche Interessen gemeinsam mit der Gesellschaft vertreten

Der deutsche Bauernverband (DBV) lädt dieser Tage zum Bauerntag, eine seiner zentralen politischen Veranstaltungen im Jahr, nach Erfurt. Auch aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ist das Motto „Veränderung gestalten“ gut gewählt. Aber: es müsse darum gehen, statt des bisherigen Verdrängungswettbewerbs zu einer Förderung der gesellschaftlich akzeptierten Landwirtschaft mit Bauernhöfen statt Agrarfabriken zu kommen. „Die entscheidende Fragen dabei sind doch: in wessen Interesse, mit welchem Ziel und mit welchen Bündnispartnern soll die 'Veränderung gestaltet' werden? Der Weg, den die Spitze des DBV einschlägt, scheint klar:

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23.06.2015

Deutscher Raiffeisenverband (DRV) zum Freihandelsabkommen TTIP

„Auf dem kaufkräftigen US-Markt für Lebensmittel bestehen aus Sicht des DRV gute Absatzchancen für deutsche und europäische Lebensmittel. Die USA sind ein wichtiger Lieferant von Rohstoffen, die die europäische Agrarwirtschaft vor allem im Futtermittelsektor dringend benötigt.“ so schreibt es der Deutsche Raiffeisenverband in der Einleitung zu seinem Positionspapier zum derzeit diskutierten Freihandelsabkommen TTIP mit den USA. Während bei Futtermitteln, Getreide und dem Ölsaatenhandel schon jetzt die Einfuhrzölle der EU und den USA auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau lägen erhofft sich der Verband vor allem für Milchprodukte einen Abbau nichtt

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22.06.2015

Kappung bei 100.000 Euro

In der aktuelle Debatte zum Agrarbericht und Möglichkeiten zum Erhalt bäuerlicher Betriebe und einer ausgewogenen Agrarstruktur fordert Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Grünen die Entwicklung eines Aktionsprogramms für eine bäuerliche Landwirtschaft. Zentral sei die Kappung der Agrarförderung für Großbetriebe bei 100.000 € und eine Umverteilung an kleine und mittlere bäuerliche Betriebe, aber auch eine Umverteilung zugunsten der zweiten Säule für mehr Tierschutzmaßnahmen. Des weiteren fordert Ostendorff ein Agrarstrukturgesetzes, dass in Zusammenarbeit mit den Ländern erarbeitet werden soll, um die zunehmende Landkonzentration durch

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22.06.2015

Öffentliche Leistungen statt erster Säule

Vertragsnaturschutz, der Ökolandbau, die Anlage von Gewässerrandstreifen, tiergerechte Ställe, der Anbau von Eiweißpflanzen sowie Beratungsleistungen für den Klima-, Tier- und für den Gewässerschutz.sind nach den Vorstellungen, des Schleswig-Holsteinischen Agrarministers Dr. Robert Habeck Gegenleistungen der Landwirtschaft, auf die eine zukünftige Förderung ausgerichtet seien sollte. Habeck stellt in seiner Regierungserklärung fest, dass in Schleswig-Holststein bis zum Ende der Förderperiode 2020 419 Mio Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) 2 Mrd Euro an Direktzahlungen gegenüberstehen. Damit w

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22.06.2015

Aldi, Macht, Globalisierung

Hierzulande wenig bekannt ist, dass der Discounter nicht nur in Europa, sondern auch in den USA aktiv ist. Bereits 1.400 Filialen betreibt das Unternehmen aus Essen in 32 US-amerikanischen Bundesstaaten. Mit einer „aggreessiven Expansionsstrategie“ sollen insgesamt weitere 650 weitere Filialen eröffnet werden. 25 davon wurden bereits im Juli in Kalifornien fertig gestellt. Neben Aldi will auch die Schwarzgruppe mit Lidl zukünftig in den USA aktiv werden. IN drei Jahren, 2018, soll eine erste Filiale jenseits des Atlantiks eröffnet werden.

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22.06.2015

Preis für Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft wurde mit dem Nachhaltigspreis der Neumarkter Lammsbräu, dem „Lämmchen, ausgezeichnet. In seiner Lausdatio bezeichnete Alexander Gerber, Vorstand bei Demeter, solidarische Landwirtschaft als Modell für die Zukunft, das nicht nur eine individuelle Lösung zwischen landwirtschaftlichem Betrieb und Verbrauchern bietet, sondern auch als politisches Statement, damit Landwirtschaft eine andere Stellung in unserer Marktwirtschaft erreicht. Immer mehr Menschen wollten das Verhältnis zwischen Landwirt und Verbraucher ändern. Auch wenn die meisten an den üblichen arbeitsteiligen Handelsprinzipien hängen, entdecken immer m

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