02.05.2020

Keine Vorteile durch GV-Baumwolle

Im Jahr 2002 brachte Mahyco, das indische Joint-Venture des Gentechnik-Konzerns Monsanto, seine gentechnisch veränderte Bt-Baumwolle (Bollgard®, gefolgt von Bollgard II™ in 2006) auf den indischen Markt. Diese produziert selbst Toxine, die den Baumwollkapselbohrer abtöten soll. Die damit verbundenen Versprechen sind Ertragssteigerungen, weniger Insektizideinsatz und sinkende Kosten. Eine Untersuchung von zwei Wissenschaftlern (der Washington University und dem International Cotton Advisory Committee in den USA, einer davon war Direktor des Indischen Zentralinstituts für Baumwollforschung) von Daten und Studien der letzten 20 Jahre zeigt jedoch, dass in

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30.04.2020

NEULAND begrüßt DLG-Zertifizierung von Isofluran-Narkosegeräten

Der NEULAND e.V. begrüßt die am 28.4.20 erteilte Zertifizierung von drei Isofluran-Narkosegeräten durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Darunter ist auch das Gerät PigNap 4.0. der Firma Schulze-Bremer, eine Weiterentwicklung des bei NEULAND seit 2008 eingesetzten Modells. Die DLG Zertifizierung setzt sehr strenge Maßstäbe an Narkosegeräte hinsichtlich der Funktionsfähigkeit, Praktikabilität und Arbeitssicherheit. Die Zertifizierung ist eine Voraussetzung für die staatliche Förderung von 60 % der Anschaffungskosten, bzw. max. 5.000 Euro pro Sauenhalter. Außerdem darf ein NEULAND-Landwirt die Kastration nach erfolgter Sachkundeprüfung

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29.04.2020

Bundesregierung muss Zukunftskommission Landwirtschaft einsetzen

„An die Arbeit. Wann, wenn nicht jetzt?“ fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit Blick auf die im März von der Kanzlerin und der Bundeslandwirtschaftsministerin angekündigte Zukunftskommission Landwirtschaft die Bundesregierung zum Handeln auf. „Wie lange will die Bundesregierung noch warten, damit die längst beschlossene Zukunftskommission Landwirtschaft ihre Arbeit aufnimmt? Die angespannte Situation in der Landwirtschaft verlangt angesichts der großen Herausforderungen einen breiten Konsens zwischen Landwirtschaft und Zivilgesellschaft, wie wir diese gemeinsam bewältigen wollen und wie wir unser Ernährungssystem krisenf

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28.04.2020

Runter mit der Menge statt neue Milchseen und Butterberge zu finanzieren

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN), der Landesverband der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der dortige Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) fordern eine verbindliche Regelung zur Produktionsbeschränkung bei der Milch. Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber fordern sie auf, sich auf EU-Ebene für eine Milchmengenreduktion zu Gunsten bäuerlicher Betriebe einsetzen anstatt der Milchindustrie 80 Millionen Euro für die Einlagerung von Milchüberschüssen zu geben. „Die Milchmenge muss an den europäischen Bedarf angepasst und weiter reduziert werden“, so Richard Mergner, BN Vorsitzender. Durch die veränderten

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27.04.2020

Elf Gründe, warum Europa Patente auf Pflanzen und Tiere verbieten muss

Die Organisation Keine Patente auf Saatgut! hat einen neuen Bericht über Patentanträge auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung vorgelegt. Diese dürfen nach europäischem Recht nicht patentiert werden. Von Anfang 2018 bis Ende 2019 wurden dennoch mehr als 100 Patentanträge eingereicht, die die konventionelle Züchtung betreffen. Im Bericht werden elf Beispiele vorgestellt. Sie umfassen Fälle von Biopiraterie, Ansprüche auf Gemüse, Biere, Gerste aber auch landwirtschaftliche Nutztiere. Werden konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere als „Erfindungen“ patentiert, stehen diese ohne Zustimmung der Patentinhaber nicht für die weitere Züchtung zu

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27.04.2020

Wissenschaftliche Erkenntnise zum Insektensterben und ihre Interpretation

Das Thema „Insektensterben“ und das Ausmaß des dazu beitragenden menschlichen Einflusses sind seit Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und öffentlicher Debatten. Das gilt auch für eine jüngst veröffentlichte sogenannte Meta-Studie. Und weil die Ergebnisse wissenschaftlicher Erkenntnisse häufig je nach Interessenlage sehr unterschiedlich „interpretiert“ werden, finden sich nachfolgend in der vollständigen Originalfassung die Pressemitteilung des an der Studie beteiligten Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, die Meldung von top agrar-online, die von der Heftredaktion mit dem Hinweis „Provok

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27.04.2020

Hochgefährliche Pestizide von Bayer und BASF

Bayer und BASF vermarkten hochgefährliche Pestizide im globalen Süden, darunter auch solche, die in der EU längst verboten worden sind oder erst gar keine Genehmigung bekommen haben. Das zeigt die Studie „Gefährliche Pestizide von Bayer und BASF - ein globales Geschäft mit Doppelstandards“ von Misereor, dem INKOTA-netzwerk und der Rosa-Luxemburg-Stiftung hin. Der Bayer-Konzern ist nach der Fusion mit Monsanto 2018 zweitgrößter Pestizidhersteller, Nummer drei ist die BASF. Deutschland ist hinter China zweitgrößter Pestizidexporteur weltweit. Mehr als ein Viertel aller aus Deutschland exportierten Wirkstoffe sind als „hochgefährlich“ einzustufen. Diese

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27.04.2020

Schweinefleischkonsum sinkt weiter – und nun?

Bei deutschen Verbrauchern ist (Schweine-) Fleisch immer weniger gefragt. Nach der vorläufigen Fleischbilanz der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ging der Pro-Kopf-Verzehr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 2,6% auf 59,5 kg zurück. So wenig Fleisch haben die Bundesbürger zuletzt auf dem Höhepunkt der BSE- Krise 2001 konsumiert. Besonders Schweinefleisch ist der Verursacher dieses Trends. Um über 4 % sank der Anteil auf 34,1 kg. Damit verlängerte sich die Tendenz der letzten Jahre. Dagegen stagnierten Rind- und Kalbfleisch sowie das weiße Geflügelfleisch bei 10 kg bzw. 13,8 kg. Geflügel bleibt aber der Trendsetter unter den Fleischsorte

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25.04.2020

Der Wald der Zukunft wird anders aussehen

Zum Tag des Baumes am 25. April heißt es aus dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur‑ und Verbraucherschutz In NRW: „Der Wald der Zukunft wird anders aussehen“ und „wir benötigen vielfältige und resistente Mischwälder“. Mit Blick auf die aktuelle und in den letzten Jahren zu verzeichnende Trockenheit und erste Waldbrände in diesem Jahr erklärt die zuständige NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU): "Die Wiederbewaldung der Schadflächen muss einhergehen mit der Entwicklung von vielfältigen und klimastabilen Mischwäldern. Diese sind nicht nur ökologisch wichtig. Sie sind auch weniger gefährdet durch Stürme, Borkenkäfer und Waldbrände. Für

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24.04.2020

Kraftfutterreduzierte Milcherzeugung stärkt Artenvielfalt und kann Wirtschaftlichkeit der Milchviehbetriebe stärken

Das Kasseler Institut für ländliche Entwicklung e.V. fordert in einem sogenannten Policy Paper „gezielte politische Anreize“, um die Wettbewerbsfähigkeit einer kraftfutterreduzierten Milcherzeugung zu stärken und so die Artenvielfalt im Grünland zu steigern. Dauergrünland hat eine herausragende Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Rund ein Drittel aller heimischen Farn- und Blütenpflanzen und rund 40 Prozent der in Deutschland als gefährdet eingestuften Farn- und Blütenpflanzen haben ihr Hauptvorkommen im Grünland. Grünlandlebensräume sind jedoch stark bedroht. Milcherzeuger- und Milcherzeugerinnen wiederum, die zu den Hauptnutzern des

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23.04.2020

Zahl der akut Hungernden könnte sich durch COVID-19 verdoppeln

Etwa 135 Millionen Menschen weltweit litten im Jahr 2019 an akutem Hunger. Das geht aus einem Bericht hervor, der am 21. April vom Food Security Information Network (FSIN) veröffentlicht wurde, einem Netzwerk von 16 UN- und Entwicklungsorganisationen. Und diese Zahlen könnten sich 2020 infolge der Corona-Pandemie auf 265 Millionen Menschen verdoppeln, warnt das Welternährungsprogramm (WFP), einer der Herausgeber. Laut dem „2020 Global Report on Food Crises” stieg die Zahl von 113 Millionen Menschen mit akutem Hunger in 53 Ländern im letzten Jahr auf 135 Millionen Menschen in 55 Ländern. Zu den Hauptursachen für akuten Hunger zählen dem Bericht zufolge

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23.04.2020

Resistente Keime in Gülle

Mit Gülle aus Schweineställen gelangen antibiotikaresistente Keime und Antibiotika großflächig in die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Laboranalyse von 15 Gülleproben aus Schweineställen in fünf Bundesländern. Zwölf der 15 Proben enthielten Bakterien mit Resistenzen gegen Antibiotika, in elf Proben ließen sich Bakterien mit Resistenz gegen Colistin nachweisen. Colistin ist als Reserveantibiotikum eines der letzten Mittel gegen bestimmte Infektionskrankheiten beim Menschen. „Es ist unverantwortlich, Antibiotika und resistente Keime über die Gülle großflächig auf Äckern zu verteilen“, sagt Greenpeace-Landwirtschaft

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23.04.2020

AbL: Bayer handelt verantwortungslos gegenüber Bauern

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert den Bayer-Konzern anlässlich der am 28. April virtuell stattfindenden Bayer-Hauptversammlung auf, Gentechnik-Produkte vom Markt zu nehmen. „Bayer profiliert sich gerne als transparenter und verantwortungsvoller Konzern – aber die Praxis sieht ganz anders aus. Der Konzern macht weiter Geschäfte mit Gentechnik-Saatgut und Pestiziden, will aber für die Folgen der Produkte auf die landwirtschaftliche Erzeugung, die Umwelt und menschliche Gesundheit keinerlei Verantwortung übernehmen,“ kritisiert Bernd Schmitz, Landesvorsitzender der AbL in Nordrhein-Westfalen. „Bei den neuen Gentechnik-Verfa

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23.04.2020

Noichl: Der Milchsektor braucht neue Marktregeln

Infolge der Covid-19-Krise ist für die EU-Abgeordnete Maria Noichl (SPD) „bereits jetzt abzusehen, dass der Milchmarkt in eine neue Krise rutscht“. Die Gemeinsame Agrarpolitik sieht für solche Krisen Maßnahmen, wie etwa die private Lagereinhaltung oder den öffentlichen Aufkauf, vor. „Das geht mir aber nicht weit genug. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese nur vorübergehend Abhilfe bringen. Die Mengen verschwinden schließlich nicht, sondern müssen zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf den Markt gebracht werden. Um das strukturelle Problem des europäischen Milchsektors zu beheben, braucht es neue Marktregeln, wie das von mir geforderte verbindliche

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22.04.2020

Weltweiter Klimastreik am 24. April wird zum Livestream

Ein breites Bündnis aus Sozial-, Umwelt- und Klimaschutz-Organisationen unterstützt den dritten weltweiten Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung am 24. April. Dieser wird erstmals rein virtuell als Livestream organisiert, da Klimaschutz-Demonstrationen mit Millionen Teilnehmenden aktuell nicht möglich sind. „Die Pandemie zeigt uns: Um Krisen zu bewältigen, ist es entscheidend, auf die Wissenschaft zu hören, solidarisch zusammenzustehen und entschlossen zu handeln. Genau das gilt auch für die Klimakrise“, so das Unterstützerbündnis. „Alle Konjunkturpakete, die jetzt auf den Weg gebracht werden, müssen sozial gerecht sein und können, richtig eing

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22.04.2020

„Ohne GenTechnik“-Umsatz wächst weiter

Rund 8,8 Milliarden Umsatz erzielten Hersteller und Verarbeiter 2019 mit Waren mit dem "Ohne GenTechnik"-Siegel. In den Läden haben die Endkunden etwa 11,3 Milliarden Euro dafür ausgegeben. Gegenüber 2018 bedeute das eine Steigerung von 15 Prozent, meldet der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Er rechnet für 2020 mit einer Steigerung der Verbraucherausgaben auf mindestens 11,8 Milliarden Euro. Inzwischen machen "Ohne GenTechnik"-Produkte schon über fünf Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland aus. „Nach dem enormen Zuwachs bei Milch und Milchprodukten sehen wir jetzt eine Konsolidierung unseres Wachstums

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20.04.2020

Minister Herrmann sichert Unterstützung für EU-Mengenreduzierung bei Milch zu

Die sehr angespannte Lage am Milchmarkt und die derzeit diskutierten Lösungsvorschläge, wie Private Lagerhaltung oder eine EU-weite Mengenreduktion waren Gegenstand eines Treffens von Johannes Pfaller, Vorstandsmitglied des European Milk Board (EMB) und dem Landesvorsitzenden des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), Manfred Gilch, mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in seinem Wahlkreisbüro in Erlangen. Der BDM-Landesvorsitzender berichtete zunächst von den Erfahrungen und Erkenntnissen, welche Bayern aus der letzten Milchkrise von 2015/16 gesammelt hatte: Trotz Ausgaben in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro für s

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18.04.2020

Milcherzeugungskosten von 44,07 ct/kg in Deutschland bei weitem nicht gedeckt

Die aktuellen Ergebnisse der Berechnung der Milcherzeugungskosten in Deutschland zeigen eine deutliche Unterdeckung von 22 Prozent. Laut der vierteljährlich aktualisierten Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) betragen die Produktionskosten – mit aktuellem Stand Januar 2020 – 44,07 ct/kg, während der durchschnittliche Auszahlungspreis in der gleichen Zeit bei nur 34,56 ct/kg lag. Somit fehlten den ErzeugerInnen insgesamt 9,51 ct/kg zur Kostendeckung. Laut Johannes Pfaller, Vorstandsmitglied des European Milk Board (EMB) und Milcherzeuger in Mittelfranken, ist die Preissituation umso dramatischer, als sich diese in den näc

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18.04.2020

BUND Naturschutz in Bayern: Ankündigungen zur Reduzierung des Glyphosateinsatzes einhalten

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat am 17.04. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und dessen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber aufgefordert, ihre Ankündigungen bezüglich einer Reduzierung des Glyphosateinsatzes einzuhalten. Den Termin wählte der BN, weil sich an dem Tag zum zweiten Mal die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner jährte, den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft in Deutschland massiv zu reduzieren. Das Totalherbizid solle nur noch gegen „Problemunkräuter“, zur Erosionsvermeidung und mit Sondergenehmigung bei Gefahr eines Ernteverlus

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18.04.2020

BÖLW zum neuen Bio-Recht: „Verschiebung sinnvoll und notwendig“

Der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, plädiert angesichts der Corona-Krise für eine Verschiebung des Termins der Anwendung des neuen Bio-Rechts auf den 1.1.2022. Nach aktuellem Stand der Dinge muss die überarbeitete Rechtsgrundlage von allen Bio-Betrieben und Bio-Kontrollstellen bereits ab dem 1.1.2021 angewendet werden „Die Corona-Krise macht den ohnehin in Verzug geratenen engen Zeitplan für ein neues Bio-Recht vollends unmöglich. Die komplexe Arbeit an den nachgelagerten Rechtsakten, die im Detail die genauen Vorgaben für Tierhaltung, Kontrolle oder Importe regeln, kommt aktuell nur langs

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05.05.2020

Dass jetzt gerade der Spargel dran ist, macht die Sache nich