07.09.2020

AbL für Erarbeitung eines verantwortungsvollen und mutigen Gesellschaftsvertrages in der Zukunftskommission

Zur Auftaktsitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft am heutigen Montag fuhr Elisabeth Fresen, Bäuerin aus Verden an der Aller, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Mitglied in der Kommission mit dem Trecker vor. Vor der Sitzung erklärte sie: „Ich freue mich auf die Arbeit in der Kommission und werde mich für die Erarbeitung eines Gesellschaftsvertrages einsetzen, der uns Bäuerinnen und Bauern eine klare Perspektive gibt. Für den anstehenden Umbau der Landwirtschaft hin zu mehr Natur-, Klima- und Tierschutz müssen in der Kommission klare Ziele, ein Zeitrahmen sowie eine ausreichende Finanzierung erarbeitet

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07.09.2020

Bio im Ringen um Preisführerschaft

Bio boomt, ist und bleibt im Trend. Das zeigen aktuelle Marktdaten, die fast kontinuierlich Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich melden. Doch damit wächst auch der Wettbewerb und der Preis rückt zusehends in den Fokus. Als erster Vollsortimenter setzt Tegut im wettbewerbsintensiven Bio-Geschäft jetzt ein Zeichen. Die Handelsgruppe aus Hessen, die mit 30 Prozent den höchsten Bio-Umsatzanteil im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) erreicht, führt eine Preiseinstiegslinie unter der Bio-Eigenmarke ein. Das meldet die Lebensmittelzeitung (LZ). Die ersten Frische-Artikel von "Tegut Bio zum kleinen Preis" werden demnach in Kürze starten. "Wenn

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07.09.2020

„Tag der offenen Weide“ unterstreicht Bedeutung der Weidetierhaltung

„Der aktuelle Stand der Weidetierhaltung in Deutschland ist dramatisch, die Existenz nicht gesichert und die erforderlichen physischen Leistungen kaum zu erbringen. Anstatt einer Besserung kommen immer neue Lasten auf die Weidetierhalter zu!“ Das erklärt am bundesweiten „Tag der offenen Weide“ am 6. September der Förderverein der deutschen Schafhaltung. Der Anbauverband Biopark begrüßt den Aktionstag. „Die Weidehaltung von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen ist die artgerechteste Form der Tierhaltung“, so Vorstandsvorsitzender Jens Rasim. Die Tiere sind fast das ganze Jahr auf der Weide und können ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben. K

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07.09.2020

Noichl fordert neben „grüner“ auch „rote Architektur“ der GAP

Anlässlich des informellen Treffens der europäischen LandwirtschaftsministerInnen in Koblenz hat die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Maria Noichl auch eine „rote Architektur“ für die zukünftige EU-Agrarpolitik (GAP) eingefordert. Die Abgeordnete erklärt: „Für uns SozialdemokratInnen ist die sogenannte grüne Architektur der GAP zentral: Eine starke, europaweite Konditionalität, die die grundlegenden Regeln für alle LandwirtInnen festlegt, die EU-Agrarsubventionen erhalten wollen, eine Mittelbindung in der 1. Säule für die sogenannten Öko-Regelungen von mindestens 30% sowie eine starke 2. Säule können den jetzigen Entwurf der GAP noch „Green Deal-fä

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07.09.2020

Klöckner sieht Ratifizierung des Mercosur-Abkommens derzeit nicht in Sicht

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sieht angesichts der Abholzung und Brandrodung von Regenwäldern für Ackerland in Südamerika derzeit nicht, dass das Mercosur-Abkommen ratifiziert wird. Das sagte die Ministerin am Rande des Agrarrats in Koblenz. Auch "fast alle hier anwesenden Minister" zeigten sich laut Klöckner skeptisch gegenüber einer Ratifizierung des Abkommens. „Es ist löblich, dass Ministerin Klöckner beim EU-Mercosur-Abkommen eine kritischere Haltung einzunehmen scheint“, erklärt AbL-Bundesgeschäftsführer Georg Janßen. „Wir werden allerdings auch hier weiter Druck machen und uns für eine grundsätzliche Qualifizierung de

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05.09.2020

Studie: Glyphosat stresst resistente Sojapflanzen

Werden gentechnisch veränderte resistente Sojapflanzen mit Glyphosat besprüht, beeinflusst das ihren Stoffwechsel, verursacht Stress und könnte dazu führen, dass unerwünschte Inhaltsstoffe gebildet werden. Das ergab eine Studie des norwegischen Instituts für Biosicherheit GenØk. Die Forscher empfahlen, diese unerwünschten Effekte in die Risikobewertung einzubeziehen. Die GenØk-Wissenschaftler hatten zusammen mit brasilianischen Partnern zwei verschiedene Gentech-Sojabohnen von Bayer/Monsanto im Gewächshaus angebaut: eine nur mit Glyphosatresistenz, eine weitere, die zusätzlich auch ein Bt-Toxin gegen Schädlinge bildet. Die Pflanzen wurden mit einem gl

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05.09.2020

Bauernorganisationen sind sich einig - Ministerin Klöckner muss mehr Verantwortung übernehmen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bleibt aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) beim informellen EU-Agrarrat in Koblenz deutlich unter ihren Möglichkeiten und den Notwendigkeiten für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. „Ministerin Klöckner hat eine große Verantwortung für die Bäuerinnen und Bauern in Europa, der sie bislang auch in Koblenz nicht nachkommt“, erklärt Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL. „Statt Folklore im Weinberg brauchen Bäuerinnen und Bauern endlich ein klares Bekenntnis zur Beendigung der bisherigen Exportstrategie von Billig-Lebensmitteln sowie ein auskömmliches Einkommen. Nur so kan

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04.09.2020

Preiswerbeverbot: Justizministerium sieht Klöckner zuständig

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will ein Preiswerbeverbot für Fleisch im Lebensmittelhandel nicht, wie von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in einem Brief an Lambrecht vorgeschlagen, im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) verankern. Wie die Lebensmittelzeitung (LZ) meldet, seien Produkt- und branchenbezogene Regelungen grundsätzlich in den jeweiligen Spezialgesetzen geregelt. Das gehe aus einer Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine LZ-Anfrage mit Verweis auf Werbebeschränkungen für Tabakerzeugnisse im Tabakerzeugnisgesetz hervor. Entsprechend sollten Regelungen, die Werbung für Fleisch betreffen, im Fle

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04.09.2020

Ackerbaustrategie braucht Verbindlichkeit und konkrete Ziele

Ein nachhaltiger und ressourceneffizienter Ackerbau in Deutschland ist das Ziel des vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) im Dezember letzten Jahres vorgestellten Entwurfs einer Ackerbaustrategie 2035. Die wird nicht viel bewirken, kritisiert jetzt der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW. „Da der Ackerbaustrategie substanzielle und überprüfbare Ziele fehlen, und damit jede Verbindlichkeit, wird sie nicht viel bewirken“, sagt Alexander Gerber, BÖLW-Vorstand für Landwirtschaft. „Mit dem Entwurf für die Ackerbaustrategie verpasst Landwirtschaftsministerin Klöckner die Chance, zu zeigen, wohin die Reise für eine Bewirtschaftung innerhalb d

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04.09.2020

PENNY weist bei ersten Produkten „wahre Verkaufspreise“ aus

Was müssten Lebensmittel eigentlich kosten, wenn ihre ökologischen Auswirkungen entlang der Lieferkette mit in den Verkaufspreis einflössen? Antwort auf diese Frage geben Berechnungen der Universität Augsburg, die der zur Rewe Group gehörende Discounter PENNY jetzt zur Grundlage für die Auszeichnung von ausgewählten Produkten in einer ersten von insgesamt 2.170 Filialen in Deutschland mit, neben dem „normalen Preis“, den „wahren Verkaufspreisen“ genommen hat. In die so genannten „wahren Kosten“ (True Costs) haben die Wissenschaftler laut einer Mitteilung des Discounters für acht ausgewählte konventionell und ökologisch erzeugte Eigenmarken-Produkte di

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04.09.2020

Für starke EU-Klimaziele, einen Kohleausstieg bis 2030 und die sozial-ökologische Wende

Zu einem globalen Klimastreik am 25. September ruft die internationale Fridays for Future-Bewegung auf. In Deutschland unterstützt ein breites Bündnis aus zahlreichen Organisationen, Verbänden und Initiativen, zu denen unter anderem Bioland, Demeter, Biokreis, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und die Katholischen Landjugendbewegung gehören, den Aufruf unter dem Motto „Die Klimakrise macht keine Pause!“ und ruft zur Teilnahme an einer der bundesweit mehr als 190 Demonstrationen und Aktionen auf. Gemeinsam fordern sie starke EU-Klimaziele, den Kohleausstieg bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende. „Nicht nur die Corona-Krise stellt u

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31.08.2020

EU-Agrarminister müssen wirksame GAP zum Mittelpunkt ihres Treffens in Koblenz machen

Begleitet von zahlreichen Demonstrationen und Aktionen findet vom 30.08. bis 01.09. das Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister in Koblenz statt. Die Hauptthemen des Treffens sind laut Bundeslandwirtschaftsministerium die Lehren aus der Corona-Pandemie, die gesellschaftliche Wertschätzung der europäischen Agrarproduktion, die Einführung eines europäischen Tierwohllabels sowie strengere Regeln für Tiertransporte. Für den Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Martin Schultz, greift die Schwerpunktsetzung des unter deutscher Ratspräsidentschaft stattfindenden Treffens zu kurz. „Die Ursache für die Überschreitu

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31.08.2020

BDM: Umsteuern in der EU-AgrarMARKTpolitik erforderlich

Die „Farm to Fork-Strategie der EU-Kommission scheitert, wenn die Märkte uns in die Knie zwingen", und ein Umsteuern in der „EU-AgrarMARKTPolitik“ ist notwendig, mit dieser Botschaft und 40 fast lebensgroßen Kunstkühen „Faironika“ empfangen die Bäuerinnen und Bauern des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) und des European Milk Board (EMB) die EU-Agrarministerinnen und –minister anlässlich des EU-Agrarrats am Deutschen Eck in Koblenz. Die Aufgabenfülle der Landwirtschaft wird mit Blick auf notwendige Leistungen für Umwelt, Klima und Tierwohl sowie auch die zukünftige Energieerzeugung nach Ansicht des BDM weiter zunehmen. Für all diese A

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31.08.2020

Zahlreiche Verbände fordern grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik

Anlässlich der informellen Agrarratssitzung in Koblenz haben zahlreiche Verbände und Organisationen eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik eingefordert. „Umfassende Reformen“, bei denen Klimaschutz und Biodiversität künftig ihren Platz finden müssen, fordert beispielsweise die Katholische Landjugendbewegung (KLJB). Ebenso müssten Ernährungssouveränität und der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft eine größere Rolle spielen, sagte die KLJB-Bundesvorsitzende Sarah Schulte-Döinghaus. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Versorgung der europäischen Bürger nicht allein von globalen Lieferketten abhängen dürfe. Daher brauche es "ein nachha

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29.08.2020

Merkel für Lieferkettengesetz

Das geplante Gesetz zur Einhaltung von Menschenrechten in globalen Lieferketten soll nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trotz Kritik beispielsweise von Wirtschaftsverbänden auf den Weg gebracht werden. "Das Vorhaben hat meine Unterstützung", sagte Merkel laut Lebensmittelzeitung am Freitag vor Journalisten in Berlin. Die Ressorts für Entwicklung, Soziales und für Wirtschaft erarbeiteten gemeinsame Vorschläge. Dazu gebe es intensive Diskussionen. Wert gelegt werden solle auf die Einhaltung der Menschenrechte, aber auch darauf, dass die Dinge machbar seien insbesondere für mittelständische Unternehmen, die nicht unbedingt

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29.08.2020

Dringender Handlungsbedarf für artgerechte Nutztierhaltung

Dringenden Handlungsbedarf für eine artgerechte Nutztierhaltung sieht nicht nur die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und den „Umbau der Tierhaltung jetzt anpacken“ lauten Stimmen aus der Politik. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) von Bund und Ländern in Koblenz einstimmig hinter die Vorschläge des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission) vom Februar diesen Jahres und beschließt eine Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse auf der Frühjahrs-AMK Ende März 2021 vorgestellt werden sollen. „Die Empfehlungen des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung unter Leitung des ehemaligen Agrarmin

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28.08.2020

Studie: Milliarden von EU-Agrargeldern für Umweltverschmutzung ausgegeben

In einer Studie haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der niederländischen Universität Utrecht (UU) und der schwedischen Universität Lund untersucht, wohin die EU-Agrargelder mit welchem Ergebnis fließen, und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis. „Die neuen Daten zeigen, dass die meisten Einkommensbeihilfen an intensiv bewirtschaftete Regionen gehen, die bereits über dem mittleren EU-Einkommen liegen, während klimafreundliche und biodiverse Landwirtschaftsregionen sowie ärmere Regionen unzureichend finanziert werden. Folglich geht der Großteil der Zahlungen an die Regionen, die die größten Umweltschäden verursachen, und an die Landwirte, die a

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28.08.2020

AbL: Preiswerbeverbot auch für Milch und alle landwirtschaftlichen Produkte

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgeschlagene Preiswerbeverbot für Fleisch, hält jedoch eine Ausweitung des Verbots auf alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse für notwendig. Das Verbot war auch Thema bei einem „Arbeitstreffen“ auf Einladung des Bundeslandwirtschaftsministeriums. „Es ist richtig, dass Landwirtschaftsministerin Klöckner diese Lockangebote für Billigfleisch verbieten lassen will. Aber genauso notwendig ist es, das auch für Milchprodukte und für alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse einzufordern. Wir produzieren keine Rohstoffe, sondern Lebensmittel und

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28.08.2020

Kein Agrarexport auf Kosten der heimischen Umwelt

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) steht der vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegten „Ackerbaustrategie 2035“ grundsätzlich positiv gegenüber und sieht darin eine gute Initiative, aber noch keine gleichmäßige Abbildung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Belange. „Es fehlten aber klare Konzepte zur Entlastung der Schutzgüter Boden und Wasser. Trotz der dichten Besiedelung und der Knappheit an landwirtschaftlichen Flächen sei Deutschland die drittgrößte Exportnation für Agrarprodukte weltweit. Eine Exportausrichtung auf Kosten von Umweltbelastungen müsse aber unbedingt vermieden werden. Nur eine zuk

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27.08.2020

EU-Kommission schließt Glyphosatverbot in Österreich nicht aus

Eigentlich hatte das österreichische Glyphosatverbot Anfang des Jahres in Kraft treten sollen. Jetzt haben Europäische Kommission und Tschechien sich doch noch dagegen ausgesprochen – mit Hintertür. SPÖ und Grüne wollen Spritzmittel mit dem Totalherbizid in drei Monaten trotzdem verbieten. Dazu müsste allerdings die Agrarministerin der ÖVP umgestimmt werden. Der Vorgang ist äußerst kompliziert: Will ein EU-Mitgliedsstaat Regelungen zu einem Produkt erlassen, die den EU-Binnenmarkt betreffen, muss er der EU-Kommission und den anderen Mitgliedsländern die Möglichkeit geben, sich innerhalb von drei Monaten dazu zu äußern. Der österreichische Gesetzentwur

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28.09.2020

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