27.09.2018

Agrarminister sollen Leistungen der Bauern unterstützen

Neben praktikablen Lösungen für die Umsetzung der betäubungslosen Ferkelkastration steht die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) heute ganz oben auf der Tagesordnung, wenn die Agrarministerinnen und Agrarminister von Bund und Ländern im nordrhein-westfälischen Bad Sassendorf zu ihrer Herbstkonferenz zusammenkommen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert die Agrarministerinnen und Minister auf, die Chancen der EU-Agrarreform zu nutzen, um die jeweiligen positiven Leistungen der Betriebe für Umwelt, Klima, Natur und Tierschutz gezielt zu honorieren. „Die bäuerlichen Betriebe leisten bereits heute viel, und gleichze

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27.09.2018

Wem gehören Daten und Saatgut?

Das Ansinnen der Saatguttreuhand (STV) beim Nachbau ist es genau zu wissen wer, wo, wie viel, und welche Sorte aufbereitet und wieder ausgesät. Denn dann werden Nachbaugebühren fällig. Die Bauern müssen aber nur in speziellen Fällen Auskunft über die von ihnen ausgebrachte Saat erteilen. Grund für die STV in Thüringen zu Versuchen ob das Landesverwaltungsamt, als die für die Bearbeitung der Flächenanträge zuständige Behörde, die gleichzeitig im Besitz der Daten ist, nicht als Informationsquelle herhalten könnte. Das Amt lehnte jedoch ab, die STV klagte beim Landgericht und unterlag. Es liege im Ermessen der Behörde, so die Richter in ihrer Begründung.

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27.09.2018

Äpfel neu gezüchtet

Es gibt so viele Sorten. Alte Sorten, die nur noch die „Alten“ oder Spezialisten mit Namen kennen. Äpfeln, die nach Ananas schmecken, die erst im Januar im Keller richtig reif geworden sind und jene die man schon Anfang August genießen kann. Der Erwerbsobstanbau braucht aber nicht Vielfalt sondern Masse. Und wurden immer wieder sogenannte Massenträger bei neuen Züchtungen Eingekreuzt. Golden Delicious oder Cox Orange. Sie haben aber auch ihre Krankheitsanfälligkeit in die Zuchtlinien hineingetragen. Immer weiter steigender Einsatz vor allem von Fungiziden war die Folge. Weil nur so die von Handel geforderten makellosen Früchte ohne Schorfflecken und m

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27.09.2018

Ferkelkastration

Seit 2013 ist das Verbotsdatum allen bekannt. Aber scheinbar hat niemand ein Interesse gehabt praktikable und vor allem auch finanziell akzeptable Lösungen für eine Ferkelkastration ohne Schmerzen zu entwickeln. Weder die Wissenschaft hat Methoden entwickelt noch hat die Politik einen verbindliche Rechtsrahmen geschaffen, an dessen Vorgaben sich die Ferkelproduzenten orientieren könnten und der ihnen Planungssicherheit auch bezüglich der anzuwendenden Methoden gibt. Denn diese sind vorhanden. Vier verschiedene Möglichkeiten werden intensiver diskutiert. Nicht invasiv sind die Ebermast und die Immunokastration durch mindestens zwei Spritzen je eine zu

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26.09.2018

Bundesregierung ist gefordert, UN-Erklärung zu unterstützen

Die Zustimmung zu der UN-Erklärung zu den Rechten von „Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in einem Bündnis mit sechs weiteren Organisationen in einem offenen Brief von der Bundesregierung, um mit der Stärkung der Bauernrechte auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verhinderung von Landflucht und Migration zu leisten. Noch Ende dieser Woche entscheidet der UN-Menschenrechtsrat über die Annahme der Erklärung, die fünf Jahre lang im Menschenrechtsrat verhandelt wurde. „Die Bundesregierung hat ihre Position leider mit Verweis auf die EU nicht zu erkennen

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25.09.2018

AbL unterstützt Klimaklage für bessere EU-Klimapolitik

Die EU muss und kann nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) eine bessere Klimapolitik machen. Die AbL hat daher einen Antrag an das Gericht der Europäischen Union gestellt, um als Streithelfer der EU-Klimaklage „People’s Climate Case“ beizutreten. Von der Klimakrise betroffene Familien aus Europa und Ländern außerhalb der EU klagen vor dem Europäischen Gericht, weil die EU-Klimaziele bis 2030 objektiv unzureichend sind und nicht den notwendigen Beitrag zur Abwendung gefährlicher Klimawandelfolgen leisten. Dies verletze elementare Grundrechte der Kläger. Die Beweggründe der AbL erklärt ihr Bundesgeschäftsführer Georg Janß

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24.09.2018

Bericht fordert deutliche Verbesserungen bei der EU-Pestizidzulassung

Bei der Zulassung von Pestiziden in der EU sind deutliche Verbesserungen erforderlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Entwurf für den Abschlussbericht des Sonderausschusses für die Zulassung von Pestiziden (PEST), den die EU-Abgeordneten Norbert Lins (CDU/EVP) und Bert Staes (Grüne) vorgelegt haben. „Der Entwurf des Abschlussberichts macht deutlich, dass es sowohl in der EU-Pestizidverordnung als auch in ihrer Umsetzung Schwachstellen gibt. Eines der zentralen Probleme ist, dass Behörden sich bei der Zulassung auf Studien verlassen, die von der Pestizidindustrie selbst in Auftrag gegeben werden. Hier wollen die Berichterstatter nun Abhilfe schaffen und

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21.09.2018

Ferkelkastration: Jetzt sind Bundesregierung und Bundestag gefordert

Die Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration hat am Freitag keine Mehrheit im Bundesrat gefunden. Ein entsprechender gemeinsamer Antrag von Niedersachsen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen blieb ebenso erfolglos wie alle anderen Versuche, eine gemeinsame Lösung zu finden. „Das Politikversagen setzt sich fort. Im Jahr 2013 wurde das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration mit einer Übergangsfrist bis zum 31.12.2018 ins Tierschutzgesetz geschrieben. Seitdem haben das Bundesministerium BMEL und die Länder bis heute keine Klarheit für die Sauenhalter hergestellt, wie sie das Verbot in der Praxis umsetzen können. Je

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21.09.2018

AbL übergibt Erntekranz an NRW-Ministerin Heinen-Esser

Entscheidungen zugunsten einer bäuerlichen Landwirtschaft, die in ihrem Wirtschaften die Belange von Klima-, Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz bereits berücksichtigt oder das in Zukunft noch stärker als bisher umsetzen will, erwartet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) von der bevorstehenden Agrarministerkonferenz (AMK) von Bund und Ländern vom 26.-28. September im westfälischen Bad Sassendorf. Einen mit entsprechenden agrarpolitischen Botschaften versehenen Erntekranz übergaben daher Vertreter der AbL NRW an die NRW-Landwirtschaftsministerin und diesjährige AMK- Vorsitzende Ursula Heinen-Esser (CDU). Auf dieser Agrarministerkon

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21.09.2018

Öko-Bewegung tritt für Toleranz, Respekt und Weltoffenheit ein

Mit einem deutlichen Bekenntnis gegen Extremismus hat der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auf die Geschehnisse in Chemnitz und anderswo sowie zur politischen Verantwortung der Bio-Branche reagiert. „Alle Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und politische Verantwortung tragen, sollten sich angesichts der Ereignisse in Chemnitz, Köthen und anderen Orten deutlich positionieren. Das gilt nicht nur für Politiker. Als politischer Vertreter der Bio-Branche sehen wir es daher als unsere Pflicht an, uns zu äußern“, erklärt der BÖLW-Vorsitzende Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Der BÖLW und seine Mitglieder, die Verbände der deutschen Bio-Ba

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20.09.2018

Streitpunkt Ferkelkastration vor Abstimmung im Bundesrat

In der Auseinandersetzung um die betäubungslose Ferkelkastration hat der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, den Handel zu einem deutlichen Signal aufgefordert. „Signalisieren Sie Akzeptanz gegenüber den bestehenden Alternativmethoden und unterstützen Sie die Bäuerinnen und Bauern in der Umstellung auf Inhalationsbetäubung, Immunokastration oder Ebermast“, fordert Ostendorff in einem Schreiben an die Spitzen von Rewe, Aldi Nord und Süd, Edeka, und der Schwarz-Gruppe (Kaufland, Lidl). „Alle Beteiligten, inclusive der Akteure des Lebensmitteleinzelhandels, müssen nun an einem Strang ziehen. „Di

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18.09.2018

Bundesregierung muss UN-Erklärung zur Stärkung der Bauernrechte unterstützen

Im Jahr 2012 hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) beschlossen, zur Bekämpfung des weltweiten Hungers eine Menschenrechtserklärung für Kleinbauern und andere Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, auf den Weg zu bringen. Anlässlich der jetzt bevorstehenden abschließenden Diskussion und Entscheidung des UN-Menschenrechtsrats in Genf über die „Erklärung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu den Menschenrechten und für die Annahme der Erklärung zu stimmen. Ressourcenkonflikte um Land,

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18.09.2018

Ein wirkliches Mehr für Tierschutz und Bauern bei staatlicher Tierwohlkennzeichnung gefordert

Der Neuland-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung und seine Trägerverbände fordern bei einer staatlichen Tierwohlkennzeichnung ein wirkliches Mehr für Tierschutz und Bauern. Sie begrüßen grundsätzlich die Pläne von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, eine staatliche Tierwohlkennzeichnung einzuführen. Gleichzeitig machen die Verbände deutlich, dass die Kriterien für eine solche Kennzeichnung klar über dem gesetzlichen Standard liegen und Landwirte, die deutlich mehr in Tierwohl investieren, finanziell gefördert werden müssen. Außerdem reicht eine freiwillige Kennzeichnung aus Sicht der Verbände nicht aus – sie muss verp

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18.09.2018

Bauern für den Klimaschutz - Kohleausstieg jetzt

Rund 150 engagierte Menschen haben heute mit AbL-Bäuerinnen/Bauern und Traktoren vor dem Bundeswirtschaftsministerium demonstriert und den Mitgliedern der Kohlekommission einen heißen Empfang bereitet. In den Redebeiträgen von Campact, BUND, Misereor, Ende-Gelände, der Initiative Buir für Buir aus dem Rheinland und der AbL wurde der sofortige Kohleausstieg gefordert. Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL, machte in seiner Rede deutlich, dass der Klimawandel weltweit und auch in Deutschland angekommen ist. Bauern und Bäuerinnen sind für Klimaschutz, weil unsere Existenzen davon abhängen. Dem Agrument der NRW-Landesregierung, dass die Abholzung des

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18.09.2018

AbL fordert qualifizierte Fristverlängerung um 1 Jahr

Anlässlich der Bundesratssitzung am kommenden Freitag fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Bundesländer dazu auf, keiner langen und bloßen Fristverlängerung zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration zuzustimmen. „Es muss endlich dafür gesorgt werden, dass die Sauenhalterinnen und Sauenhalter die Vorgaben des Tierschutzgesetzes in der Praxis flächendeckend umsetzen können und nicht auf den Mehrkosten der tierschutzgerechten Verfahren sitzen bleiben. Das muss jetzt dringend nachgeholt werden“, fordert der AbL-Bundesvorsitzende Martin Schulz, NEULAND-Schweinehalter in Niedersachsen. In einer AbL-Stellungnahme heißt es:

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16.09.2018

Welten zwischen Hambacher Forst und San Francisco beim Klimaschutz

In San Francisco haben sich öffentliche und private Akteure zu einer beschleunigten Umsetzung der Klimaschutzziele verpflichtet, auf die sich die Regierungen der Welt vor drei Jahren in Paris geeinigt haben. Auf dem „Global Climate Action Summit“ trafen sich in San Francisco Vertreter und Vertreterinnen einzelner Länder, Städte, Unternehmen, Regionen, Bundesstaaten und der Zivilgesellschaft, die beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen (wollen). Über 100 Regierungschefs, Bürgermeister und Unternehmer haben sich das Ziel von Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 gesetzt. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt die Ergebnis

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15.09.2018

Sorgen und Regelungen zum Bodenmarkt

„In einer Sache bin ich mir mit vielen Rednerinnen und Rednern einig: Wir müssen uns genau überlegen, welche Landwirtschaft wir in Zukunft wollen. Anonyme Kapitalgesellschaften, die landwirtschaftli­chen Grund und Boden als Geldanlage, als Handelsware, als Objekt betrachten? Oder auch in Zukunft den Bauern um die Ecke, der dafür sorgt, dass wir jeden Tag Essen von hoher Qualität auf dem Tisch haben“, fragt die CSU-Abgeordnete Marlene Mortler in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Eine Antwort zugunsten einer bäuerlichen Landwirtschaft gibt in der Debatte der agrarpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorf, indem er, an die B

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14.09.2018

Erfolgreiche Klage gegen Genehmigung einer Hähnchenmastanlage

Der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen hat mit Unterstützung des nicht klageberechtigten Bündnisses Mensch-Umwelt-Tier (MUT) vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Niedersachsen in Lüneburg erfolgreich gegen die Baugenehmigung einer Hähnchenmastanlage für knapp 30.000 Tiere in Großenkneten/Landkreis Oldenburg geklagt. Dabei beschritten der NABU und das Bündnis den Klageweg nach eigenen Angaben aber nicht nur, um die Hähnchenmastanlage in Großenkneten im Ortsteil Amelhausen abzuwenden, sondern außerdem mit dem Ziel, zukünftige Planungen gewerblicher Ställe im ländlichen Außenbereich zu verhindern. Bereits im Jahr 2017 hatte der NABU mit Unterstützung d

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14.09.2018

AbL fordert Stopp der Räumung im Hambacher Forst

Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen schafft mit der Räumung im Hambacher Forst nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW (AbL NRW) Fakten, um diesen für die Rodung durch den Energiekonzern RWE vorzubereiten, und dabei ist ihr das Klima egal. Die AbL NRW fordert von der Landesregierung den sofortigen Stopp der Räumungen im Hambacher Forst, ein Abwarten auf die Ergebnisse der Kohlekommission und eine Klimapolitik, die ihren Namen verdient. "Es ist nicht zu begreifen, was die Landesregierung heute im Hambacher Forst begonnen hat. Mit dem fadenscheinigen Argument des Brandschutzes lässt die Landesregieru

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13.09.2018

BDM-Tour endet mit „Milch-Gipfeltreffen“

Einen Milchmarkt mit Aussicht, mit zukunftsfähigen Perspektiven und Rahmenbedingungen, die eine wirtschaftlich nachhaltige Weiterentwicklung der Betriebe zulassen und damit auch der Generation der Betriebsnachfolger eine Chance geben, hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter zum Abschluss seiner 14-tägigen „BDM on tour – Für einen Milchmarkt mit Aussicht“-Tour quer durch Deutschland bei einem „Milch-Gipfeltreffen“ auf der Alpspitze nahe der Zugspitze gefordert. BDM-Sprecher und „Tourfahrer“ Hans Foldenauer zog ein Resümee der letzten 14 Tage voller Gespräche mit Mandatsträgern aus Kommunen, Landtagen und Bundestag, mit Ministerinnen und Ministe

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05.11.2018

Veränderung ist wohl auch im Zusammenhang mit der nun vertra