06.04.2019

Verbände-Plattform: Vorschläge für neue Honorierung von Umweltleistungen

Eine breite Plattform von Verbänden aus Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Tierschutz (s.u.) hat sich auf konkrete Vorschläge geeinigt, wie Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für Umwelt, Klima und Tierschutz nach dem Jahr 2020 gezielt honoriert werden sollen. Die Vorschläge der Verbände beziehen sich auf die neuen „Öko-Regelungen“ (Eco-Schemes) in Deutschland, die nach dem Verordnungsentwurf der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Zukunft in allen Mitgliedstaaten angeboten werden müssen. Die Verbände fordern die Bundesregierung auf, sich klar und vehement für eine verpflichtende Einführung in allen Mitgliedstaaten

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05.04.2019

Klima-Notruf: Bäuerinnen und Bauern fordern die Klimawende

Anlässlich der vom 10. bis 12. April 2019 in Landau in der Pfalz stattfindenden Agrarministerkonferenz erneuern Bäuerinnen und Bauern mit einem Klima-Notruf ihren Appell für eine sofortige Klimawende, um auch in Zukunft für die Ernährung der Menschen sorgen zu können. Der Klima-Notruf im Wortlaut: Seit dem ersten bäuerlichen Klimaappell vor der Weltklimakonferenz von Paris 2015 hat sich die Klimakrise massiv verschärft. Der Dürresommer 2018 hat der europäischen Landwirtschaft immense Verluste beschert und die bedrückende Realität des Klimawandels gezeigt. Der Klimawandel zerstört auch unsere Wälder. Für viele Waldbauern sind die Folgen der Dürre 201

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05.04.2019

Imkermeister bittet um Unterstützung für Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“

„Zum Schutz von Mensch und Biene brauchen wir dringend eine grundlegende Reform der bisherigen Zulassungsverfahren für Pestizide“, sagt der Imkermeister Thomas Radetzki und hat daher eine Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“ gestartet, „um die Bundesregierung zu einer Diskussion über fachliche Details und Verfahren der Pestizidzulassung zu bewegen“. „Mehrfach in der Vergangenheit musste die EU den Einsatz bereits zugelassener Pestizide verbieten oder einschränken, nachdem Forscher nachgewiesen hatten, dass diese Bienen lähmten und töteten. Ich selbst musste die Schädigung meiner Bienenvölker durch Pestizide erleben. Auch das europäische Gericht stel

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04.04.2019

AbL: Umbau der Ställe auch für Wasserschutz

Anlässlich der Demonstration von mehreren Tausend Bauern und Bäuerinnen heute in Münster mahnt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Bundesministerin Julia Klöckner, endlich eine gesellschaftlich breit getragene und zugleich praxistaugliche Nutztierstrategie zum zukunftsfähigen Umbau von Ställen zu erarbeiten. Es müssten endlich langfristig tragfähige Entscheidungen getroffen werden zum Fachrecht, zur Förderung und zur Tierwohl-Kennzeichnung, damit höhere Preise und Einkommen erreicht werden. Der AbL-Landesvorsitzende NRW Bernd Schmitz erklärt: „Wir erkennen die Notwendigkeit für wirksamere Düngevorschriften an. Das hat die letzte Re

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04.04.2019

Bauern und Politik in der Pflicht

„Bauern brauchen Zukunft – Zukunft braucht Bauern!“ – Unter diesem Motto haben sich heute auf dem Domplatz in Münster/Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Veranstalter, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und dem Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV), ca. 6.000 Bäuerinnen und Bauern aus ganz Deutschland zu einer Kundgebung versammelt, um gegen die geplante Verschärfung des Düngerechts zu protestieren und auf ihre steigenden Existenzängste aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt der Kritik der Kundgebung stand die Ende Januar von der Bundesregierung vorgeschlagene Regelung, die maximal zulässige Düngung in Gebieten, in denen das Gru

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01.04.2019

7-Punkte-Programm ändert nichts an den Ursachen der Nährstoffüberschüsse

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser, haben ein 7-Punkte-Programm zur Unterstützung der Bauernfamilien bei der Bewältigung weiterer Vorgaben zur Düngung vorgelegt. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) handelt es sich dabei vor allem um ein Investitionsprogramm, an den Ursachen der Nährstoffüberschüsse ändere das Programm nichts. Die Ministerinnen „stimmt es bedenklich, wenn das neu aufgestellte, deutschlandweit repräsentative Grundwassermessnetz in landwirtschaftlich ge

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01.04.2019

Kaufland will bessere Haltungsbedingungen und faire Erzeugerpreise fördern

Bessere Haltungsbedingungen für Legehennen fördern und zeitgleich die heimischen Erzeuger unterstützen - das will die Kaufland-Supermarktkette mit dem Programm „Farm-Ei“ erreichen, mit dem das Unternehmen als Pilotprojekt in Baden-Württemberg startet. Hühner, die auf „Farm-Ei“-Höfen gehalten werden, haben laut Kaufland deutlich verbesserte Haltungsbedingungen als Freilandhühner und die Erzeuger bekommen eine faire Bezahlung. „Damit gehen wir weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus“, betont Stefan Rauschen, Leiter Einkauf Frische. „Tierwohlstandards zu verbessern, ist uns extrem wichtig. Daher ist das Projekt ,Farm-Ei‘ für Kaufland der nächste

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31.03.2019

Bayer muss Verantwortung übernehmen

In den USA hat der Chemiekonzern Bayer erneut eine Niederlage in einem Gerichtsprozess erlit­ten. Nach Ansicht der Jury des Gerichts in San Francisco ist Monsanto (jetzt Bayer) für Krebsrisiken des Unkrautvernichtungsmittels "Roundup" mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar und muss dem 70-jährigen Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von 80,3 Millionen Dollar (71,4 Mio Euro) zahlen. Bereits eine Woche zuvor hatte die Jury in einer ersten Phase des Gerichts­verfahrens entschieden, dass Roundup von der Bayer-Tochter Monsanto einen "erheblichen Faktor" bei der Entstehung der Krebserkrankung des Klägers dargestell

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30.03.2019

100 Mio. Euro für Gentechnik-Forschung in der Landwirtschaft

Die Bundesregierung fördert den Einsatz von Gentechnik bei Pflanzen und Tieren zur Lebensmittel­erzeugung mit über 100 Millionen Euro. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag (Drucksache 19/7926). Im Mittelpunkt der Projekte steht meist Grundlagenforschung, Genomsequen­zierungen und die spätere Anwendung von neuen Gentechnik-Verfahren - Risikoforschung spielt hingegen kaum eine Rolle. Allein das Bundesforschungsministerium (BMBF) förderte von 2011 bis 2020 Projekte mit neuen Gentechnik-Verfahren mit knapp 33 Millionen Euro. Nutznießer sind zahlreiche Univer­sitäten sowie das Max-Planck-Institut für

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30.03.2019

„Hände weg von unserem Saatgut!“

Mit einer drei Meter großen Melone haben am 27. März VertreterInnen von Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Entwicklungshilfe, Lebensmittelherstellung und Umweltschutz gemeinsam vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München protestiert. Der Grund: Trotz des Verbots der Patentierung von herkömmlicher Züchtung erteilt das EPA weiterhin Patente auf Melonen, Tomaten, Zwiebeln, Salat, Petersilie, Gurken und sogar Gänseblümchen, die ohne Einsatz von Gentechnik gezüchtet sind. Einsprüche gegen Patente auf Braugerste wurden zurückgewiesen. Den Anlass zu dem Protest an diesem Tage bildete das zeitgleich stattfindende Treffen des EPA-Verwaltungsra

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30.03.2019

Notfallzulassung für Neonikotinoid kritisiert

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat eine Notfallzulassung für das Insektizid Carnadine mit dem Wirkstoff Acetamiprid, einem Neonikotinoid, für den Zeitraum von 120 Tagen erteilt. Die Notfallzulassung gilt ausschließlich für den Zuckerrübenanbau. „Nach sorgfältiger Prüfung“ ist das BVL zu dem Schluss gekommen, dass bei Beachtung entsprechender Auflagen „die Anwendung als nicht bienengefährlich einzustufen ist.“ und „alle Kriterien, die das Pflanzenschutzrecht zum Schutz des Naturhaushalts aufgestellt hat“, erfüllt. Deutliche Kritik erfährt diese Zulassung von Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen und

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29.03.2019

Nutztierstrategie auch für Wasserschutz

Heute (29.03.) muss die Bundesregierung ihre Vorschläge für Verschärfungen an der Düngeverordnung an die EU-Kommission schicken, um ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes wegen Verstößen Deutschlands gegen die EU-Nitratrichtlinie umzusetzen und Strafzahlungen abzuwenden. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) erkennt die Notwendigkeit für wirksamere Düngevorschriften an. Der AbL-Vorsitzende Martin Schulz erklärt: „Die letzte Reform des Düngerechts erfolgte erst 2017. Aber allen war bewusst, dass diese Reform nicht ausreichen würde. Jetzt kommt die nächste Quittung für Probleme, die wir uns mit einem jahrzehntelangen Ausbau der Tier

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29.03.2019

Lidl sendet fatale Botschaft

Ab Ende Mai ersetzt der Discounter Lidl in über 500 Filialen im Nordwesten Deutschlands die konventionelle Frischmilch der Eigenmarke "Milbona" in den Fettstufen 1,5 und 3,5 % komplett durch "Pro Weideland"-zertifizierte Weidemilch, kündigt das Unternehmen in einer Mitteilung an und will damit die Tierwohlstandards im Milchsortiment anheben. Denn das Siegel garantiere, dass die Milchprodukte von Kühen stammen, die an mehr als 120 Tagen im Jahr über sechs Stunden täglich auf der Weide stehen. Neben dem Futter von Wiesen und Weiden erhalten die Kühe ausschließlich gentechnikfreies Futtermittel. "Damit verzichtet Lidl in diesen Fi

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24.03.2019

Stadt und Land Hand in Hand - Nur gemeinsam ist eine Agrarwende zu schaffen!

An die 1000 Menschen und über 20 Trecker demonstrierten am 23.3.2019 in Oldenburg für eine umweltschonende, zukunftsfähige, global gerechte und bäuerliche Landwirtschaft. „Geiz ist nicht geil! Lebensmittel brauchen einen fairen Preis!“ stand an einem der Trecker und „Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ auf einem anderen. Unter dem Motto „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ zeigten Bauern und Bäuerinnen, Natur-, Tier- und Klimaschützer*innen, Arbeitsrechtler*innen, entwicklungspolitisch Engagierte und interessierte Verbraucher*innen auf bunten Schildern und Bannern, was ihnen in der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion wichtig ist. Aufg

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24.03.2019

"Europas Tiere brauchen Sie"

Unter dem Motto „Europas Tiere brauchen Sie“ ruft der Deutsche Tierschutzbund (TSchB) in seinem soeben erschienenen Mitgliedermagazin „Du und das Tier“ zu einer regen Teilnahme an der Europawahl auf, denn „viele Probleme unserer Zeit sind nur noch gemeinsam zu bewältigen“. Dazu gehören für den TSchB neben den Fragen des Tierschutzes auch „Klima-und Umweltprobleme“, denn die machen „an den nationalen Grenzen keinen Halt“. Für den TSchB ist das EU-Parlament Teil der Lösung. „Es beschließt die überwiegende Mehrheit aller europäischen Richtlinien und Verordnungen gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Union. Die Entscheidungen des EU-Parlamentes betreffe

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22.03.2019

Dialog mit Verbänden In Niedersachsen

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU nach 2020 und hier insbesondere die Umweltleistungen der landwirtschaftlichen Betriebe waren heute Thema eines Gesprächs von Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies mit fünf Verbänden. Der Einladung der beiden Minister gefolgt waren Vertreter des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie das Landvolk Niedersachsen. Hintergrund war ein Positionspapier von NABU, BDM und AbL, das den Ministern am Rande des Januar-Plenums des nied

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22.03.2019

EU-Rat macht halbherzigen Schritt bei langfristigem Klimaschutz

Einen aus Sicht von Germanwatch halbherzigen Beschluss hat der Europäische Rat heute zur Klima-Langfriststrategie der EU gefasst. Er bekennt sich zwar zum Ziel einer klimaneutralen EU und zu den Klimazielen von Paris. Aber es wird - anders als die EU-Kommission vorgeschlagen hatte - nicht klar gesagt, dass dies bis 2050 realisiert sein muss. Auf die Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität wollen sich die Mitgliedsstaaten erst bis 2020 festlegen. Bei der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch stößt das auf Unverständnis. "Allein ein neuerliches Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen reicht nicht aus. Die Staats- und Regierungschefs der

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22.03.2019

Otte-Kinast für gesetzliche Definition von Weidemilch

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) wirbt für ein europaweit gültiges Label für Weidemilch. Auf der vom europäischen Milchindustrieverband (European Dairy Association, EDA) veranstalteten „Dairy Policy Conference“ in Brüssel betonte die Ministerin, dass Verbraucher zunehmend bereit sind, einen höheren Preis für landwirtschaftliche Produkte zu zahlen, wenn diese unter besonderen Bedingungen erzeugt worden sind. Um die Weidehaltung wirtschaftlich attraktiv zu halten, habe man in Niedersachsen das Weidemilchlabel initiiert. „Wir sollten vermeiden, dass nun eine Flut von Labeln den Handel überschwemmt und für Verwirrung

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22.03.2019

Zoll deckt Sozialversicherungsbetrug in der Fleischbranche auf

Das Hauptzollamt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen hat langwierige Ermittlungen aus dem Bereich der Schwarzarbeit in der Fleischwirtschaft mit der Aufdeckung von Sozialversicherungsbetrug erfolgreich abgeschlossen. Ein deutscher Auftraggeber hatte über einen Zeitraum von über zehn Jahren polnische Unternehmen für die Fleischzerlegung in deutschen Schlachthöfen beauftragt. Die osteuropäischen Arbeitnehmer dieser Firmen wurden an die deutschen Schlachthöfe entsandt. Es wurden sozialversicherungsrechtliche Entsendebescheinigungen aus Polen vorgelegt, die bestätigten, dass die entsandten Arbeitnehmer in Polen sozialversichert waren. Die Ermittlungen des H

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20.03.2019

Tönnies: „Stoppt endlich diesen Preiskrieg“

„Die Fleischbranche befindet sich im Wandel“, sagt Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter der Tönnies Unternehmensgruppe anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz am Stammsitz des Unternehmens im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Als Verarbeitungs- und Veredelungsbetrieb sieht er das Unternehmen zwischen landwirtschaftlicher Erzeugung und dem Lebensmitteleinzelhandel. „Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung der Fleischbranche. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit der Landwirtschaft auf den Weg gemacht“, sagt Tönnies. „Die großen Anstrengungen der Landwirte in den vergangenen Jahren müssen wir anerkennen

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07.05.2019

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