23.10.2016

Bayer kauft Monsanto, will aber keine GVO

Jedenfalls nicht in Europa, nicht gegen den Willen der Bevölkerung. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Leverkusener Unternehmens, Werner Baumann, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ Anfang Oktober (10.10.) in Düsseldorf. Bayer erfolge mit der Übernahme von Monsanto nicht das Ziel gentechnisch verändert Pflanzen auf Europas Äckern voranzutreiben. Anders als Monsanto, dass bei seinem Versuch GVO in Europa einzuführen die Widerstände ignoriert hätte, will Bayer mit den gesellschaftlichen Gruppen einen Partnerschaftlichen Ansatz verfolgen. Hat da jemand Kreide gefressen? Das könnte man meinen. Vielleicht ist es aber auch so, das der Bayer-Chef schon

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23.10.2016

Milchpreis um die Hälfte zu niedrig

Deckt der Milchpreis die Erzeugerkosten? Wie das Verhältnis von Kosten zu Erlösen ist zeigt der Milchmarkerindex (MMI). Die aktuellen Ergebnisse des MMI für den Bezugszeitraum Juli 2016 zeigen bei der Betrachtung des Verhältnis zwischen Kosten und Erlösen eine Unterdeckung von 46 Prozent. Für Milchbäuerinnen und Milchbauern eine katastrophale Situation. Bis zum Juli fielen die Milchauszahlungspreise im Bundesdurchschnitt um minus 1,4 Cent auf 24,40 Cent pro Kilogramm. Die erneute Verschlechterung der Preis-Kosten-Ratio traf alle Regionen (Nord, Süd, Ost) stellen die Autoren fest. Am stärksten aber war Ostdeutschland betroffen. In dieser Region gaben d

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23.10.2016

Mengensteuerung auf US-Amerikanisch

563.850 Tonne Käse lagern in den USA in den Kühlhäusern. So viel wie nie zuvor in einem August seit Beginn der Aufzeichnungen 1921. Jetzt kündigte das US-Landwirtschaftsministerium an für weitere 20 Mio $ Cheddar zu kaufen und für wohltätige Zwecke und Tafelorganisationen zur Unterstützung von bedürftigen Familien zu verteilen. Auch in den USA sind die Einnahmen in den vergangenen zwei Jahren um 35 Prozent gesunken. Die Aufkaufmaßnahme soll den Marktpreisstabilisieren und die Käsebestände in der Lagerung reduzieren. Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8961 Euro

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20.10.2016

Bäuerlichen Zuspruch für das „gallischen Dorf“ Wallonie

Im EU-Handelsrat hat Belgien am 18. November die Zustimmung für Ceta verweigert, weshalb die Entscheidung vertagt werden musste. Die AbL-Bundesvorsitzende Gertraud Gafus kommentierte diese Entscheidung: "Die belgische Region Wallonie hat sich gegen Ceta ausgesprochen und fordert Nachbesserungen von Vertragstextteilen. Dieser Widerstand der Region Wallonie verdient höchsten Respekt, ist bemerkenswert und folgerichtig, denn der Ceta-Vertrag steckt voller Probleme auch im landwirtschaftlichen Sektor. Belgien darf nicht unter Druck gesetzt werden, Ceta zustimmen zu müssen!" Von Ceta-Kritikern wird der überwiegend französischsprachige Südteils B

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13.10.2016

CETA darf in Kraft treten

Zumindest vorläufig. Das entschied heute (13.10.2016) das Bundesverfassungsgericht. Geklagt hatte ein breites zivilgesellschafliches Bündnis aus Foodwatch, Campact sowie dem Verein „Mehr Demokratie“. Außerdem klagte eine Einzelperson sowie Bundestagsabgeordnete der Linken und ein Europaabgeordneter – insgesamt also 200.000 Menschen. Für die Kläger ist CETA undemokratisch, gefährdet  Standards im Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz und bedroht durch Schiedsgerichte das Monopol der Justiz. Auch eine Zusatzvereinbarung der EU-Kommission konnte diese Zweifel nicht ausräumen. Jetzt gaben die Verfassungsrichter Vorläuig grünes Li

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13.10.2016

Freihandel marschiert voran

Während in Europa alle Augen von Gegnern und Befürwortern der Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA CETA und TTIP gerichtet sind bei denen, wenn die Kritiker recht behalten europäische Verbraucherschutzstandards leiden könnten tritt ganz unaufgeregt ein Freihandelsabkommen der EU mit Ländern in Afrika in Kraft. Namibia, Botswana, Swasiland, Südafrika und Lesotho die die zukünftigen Freihandelspartner. Keine starken Wirtschaftsnationen wie die USA und Kanada. Das Abkommen ist die Fortsetzung des vorangegangenen Cotonou-Abkommens. Namibia, Botswana, Swasiland und Lesotho werden einen zollfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt genießen. Südafrika als stär

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13.10.2016

"K 49184 - Atmen ohne Pause"

Ein Buch in den Meldungen? Ein Buch das einen Zeitgeist transportiert. Das Fragen der Zeit transportiert. Dürfen wir Tiere schlachten? Das die Auseinandersetzung der Gesellschaft mit der Herkunft ihrer Lebensmittel erst möglich macht. Ein Buch, dessen Bilder auch Gegenstand von Ausstellungen sind. Gewesen in Berlin und bis zum 15. Januar im Münchner Stadtmuseum. In direkter Nachbarschaft zum Viktualienmarkt im selben Gebäude mit einem hellen Cafe in dem sich Vormittags junge Mütter zum gemeinsamen plauschen treffen. Wollen sie wissen was passiert auf dem Weg von der Geburt bis in die Fleischtheke. Die Fotografin, sie arbeitet unter dem Pseudonym K 491

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11.10.2016

Die Land Matrix zeigt Ausmaß weltweiter Landkäufe

Seit dem Jahr 2000 sind weltweit 26,7 Millionen Hektar Agrarfläche von Investoren aufgekauft worden - rund zwei Prozent des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens. Diese Daten zum Ausmaß des global stattfindenden großflächigen Landerwerbs - 'Land Deals' genannt - stammen aus dem aktuellen Bericht der Landmatrix Initiative: „Land Matrix Analytical Report II: International Land Deals for Agriculture“. Beteiligt sind internationale Organisationen der Entwicklungspolitik und -forschung, darunter die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und die International Land Coalition, zu der Institutionen wie die Weltbank und die Vereinten Nationen so

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06.10.2016

Auf der Zielgerade den Tierschutz entdeckt

Wird der Bundeslandwirtschaftsminister in seinen letzten Tagen doch noch eine Rakete zünden. Die Bilder, die tierquälerische Bedingungen in den Ställen einzelner Funktionäre der Tierhaltungsbranche zeigen nötigen den Minister klar Stellung zu beziehen: „Vorausgesetzt, die Bilder des Fernsehbeitrages sind authentisch, enthalten sie deutliche Hinweise auf tierschutzrelevante Vorkommnisse.“ so Schmidt gegenüber dem Nachrichtenportal AgrarEurope. Ersteres haben sogar die Betroffenen bestätigt. Einzige Ausnahme Johannes Röhring, der lässt seinen Tierarzt erklären die Tierrechtler hätten sich die Mühe gemacht ein vile Stunden totes Schwein als Kadaver in

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06.10.2016

Biodiversität und Landwirtschaft

Eine Untersuchung im hessischen Vogelsberg ergab einen Artenrückgang um ein viertel zwischen 1945 und 2012. Den Forschern der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt war Material von einem Hobbyforscher vermacht wurden, dass aus der Zeit von 1945 bis 1975 stammt. Verglichen wurden diesse Daten mit eigenen Aufnahmen aus dem Jahr 2012. Während 1975 noch 683Arten anzutreffen waren konnten die Wissenschaftler 2012 lediglich noch 497 Arten nachgeweisen. Dieser Artenverlust an sich sei besorgniserregend. Alllerdings betonten die Forscher auch die besondere Bedeutung, dass vor allem seltene und bedrohte Pflanzenarten wie Orchideen oder Somme

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05.10.2016

Demonstration gegen Monsantos Agrarsystem

Das Timing hätte nicht besser sein können. Kurz bevor in Den Haag, Niederlande, das internationale Monsanto-Tribunal vom 14.16. Oktober stattfindet, in dem zivilgesellschaftliche Kräfte ihre Kritik an dem Konzern gebündelt dokumentieren und rechtlich verwertbare Grundlagen schaffen wollen, gibt der deutsche Chemikonzern Bayer bekannt, den US-Riesen übernehmen zu wollen. Wähernd Monsanto durch seine führende Rolle in der grünen Gentechnik und seine für ein bestimmtes Ackerbausystem stehende Position im Pestizidmarkt schon seit Jahren kritisch beobhachtet wird, ist Bayer bislang ein realtiv unbeschriebenes Blatt. Dabei segelt auch das ursprünglich reine

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29.09.2016

Instrument zur Mengenreduzierung stark nachgefragt

Zur Verfügung standen 150 Mio Euro. Diese sind zu 99% ausgeschöpft. Dass belegen die von der EU-Kommission Ende September vorgelegten Zahlen. „Die hohe Beteiligung am EU-Reduktionsprogramm zeigt, dass Europas Milcherzeuger an der Produktionsseite ansetzen wollen“, so Romuald Schaber, Präsident des European Milk Board. Dies widerspreche deutlich den Behauptungen von Agrarexperten, Teilen der EU-Kommission, der Bauernverbände und Verarbeitungsindustrie, wonach die Milcherzeuger immer mehr produzieren wollten und eine gezielte Reduktion des Angebotes nicht möglich sei. Die EU hat nach langem Ringen damit ein Instrument zur Mengensteuerung eingeführt, das

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29.09.2016

Bauern verklagen Molkereien

Nicht weniger als Erpressung werfen einige französische Bauern ihren Molkereien vor. Hintergrund sind die viel zu niedrigen Erzeugerpreise. Initiiert worden ist die Klage vom französischen Bauernverband Conféderation Paysanne. Der konkrete Vorwurf lautet, dass die Molkereiunternehmen, Lactalis, Danone und Sodiaal, die Milcherzeuger mit Preisen abspeisen, die nicht einmal die Produktionskosten deckten. Gleichzeitig machten die Molkereikonzerne beträchtliche Gewinne. In den Augen der Kläger ist der Tatbestand damit eindeutig. Betroffen sind laut der Nachrichtenagentur auch Weinunternehmen wie die Genossenschaft Vinadeis und der Konzern Advini.

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29.09.2016

Hohen Preise gegen Verschwendung

Der rumänische Landwirtschaftsminister will sich der Lebensmittelverschwendung entgegenstellen und sieht eine Lösung in höheren Preisen. „Die Leute befüllen einfach ihre Kühlschränke und stehen dann vor Unmengen von abgelaufenen Lebensmitteln. Mir ist das auch schon passiert, das gebe ich zu“,  betont Achim Irimescu. „Bei sinkendem Verbrauch von Benzin oder fossilen Energieträgern, erhöht man auch die Preise. Also könnte man doch sicherlich das gleiche auf dem Lebensmittelmarkt machen. Wenn ein Kilo Fleisch einen angemessenen Preis hat, werden die Menschen achtsamer sein.“ Auf dem Onlinenachrichtendienst EurActiv.de stellt der Rumäne auch einen Z

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29.09.2016

Agrarsozialwahl! Bitte jetzt unterstützen!

Jetzt ist die erste Hürde genommen. Die Listen mit den wählbaren Personen sind aufgestellt. Eine Liste gab es bei den vergangenen Wahlen auch, allerdings nur eine einzige, weshalb keine wirkliche Wahlmöglichkeit bestand. Und dann war diese Liste auch noch vorrangig von Personen aus den Reihen des Bauernverbands besetzt. Agrarsozialwahl, Bauernverband, Agrarpolitik? Jährlich flattern den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, Gärtnereien und Baumschulen die Beitragsrechnungen der Berufsgenossenschaft ins Haus. Gerade in den vergangenen Jahren hatten diese für nicht Wenige eine unangenehme Überraschung. Deutliche Beitragssteigerungen waren mit der R

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26.09.2016

Bremer ersetzen Billigfleisch durch Biofleisch

Mehr als 5.000 Bremer Bürgerinnen und Bürger waren dem Aufruf des Agrarpolitischen Bündnisses Bremen (ABB) gefolgt und hatten Ende 2015 den Bürgerantrag unterzeichnet, in dem sie die Verwendung von Fleisch aus artgerechter Tierhaltung für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung in Bremen fordern. Zunächst war der Antrag Anfang diesen Jahres in mehreren Ausschüssen abgelehnt worden - vor allem weil den Abgeordneten die Festlegung, was unter „aus artgerechter Tierhaltung“ zu verstehen ist, zu unbestimmt war. Obwohl es klar definierte Labelprogramme wie das lang etablierte Neuland oder das kürzlich hinzugekommene Tierschutzlabel gibt. Vergangene Woche

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26.09.2016

Milchmengenreduzierung in Österreich

Zwischen 3,5 und 4,2 Prozent beträgt die beantragte Mengenreduzierung österreichischer Milchbauern im Rahmen des von der EU aufgelegten Unterstützungspakets zur Entlastung des Milchmarktes. Diese ist unterteilt in drei mögliche Zeitfenster, für die die Landwirte eine Unterstützung für ihre Mengenreduktion beantragen können. Für den ersten Termin, Oktober bis Dezember, liegen rund 4.000 Anträge für eine Reduktion um 3,5 Prozent verglichen mit dem Referenzzeitraum, Oktober bis Dezember 2015, vor. Noch höher, bei 4,2 Prozent, liegt die verglichen mit dem Referenzzeitraum, den entsprechenden Monaten des Vorjahres, beantragte Reduktionsmenge für das Zeitfe

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26.09.2016

Noch weniger Antibiotika verbraucht

Um 53 Prozent haben sich die offiziellen Abgabemengen von Antibiotika durch Tierärzte im Fünfjahreszeitraum 2011-2015 reduziert. Von 1.706 t auf 805 t. Im August war vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit noch eine Reduktion um nur 51 % vermeldet worden. Die jetzige Korrektur hat ihre Ursache in einer fehlerhaften Meldung eines Pharmaunternehmens. Die enormen Reduktionsmengen müssten eigentlich überraschen. Hatten die Tierhalter, allen voran die Betreiber intensiver Schweine- und Geflügelanlagen nicht immer schon einen verhältnismäßigen Einsatz von Antibiotika beteuert. Wie es zur Mengenreduktion kam, wird aber nicht offengeleg

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15.09.2016

TTIP & CETA stoppen!

Kommt zu den Großdemos am 17. September!

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15.09.2016

Ein Riese entsteht

Jetzt ist es also passiert. Der deutschen Pharma und Agrokonzern Bayer kauft das für seine gentechnisch manipulierten Saaten mit ihrer Pestizidtoleranz bekannte usamerikanische Unternehmen Monsanto. Noch allerdings müssen einige Hürden genommen werden. Unter anderem Kartellrechtlich muss der DEAL noch abgesegnet werden und auch die Zustimmung der Monsantoaktionäre steht noch aus. Die kritische Bauern- und Saatgutbewegung sieht die geplante Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer als „Kampfansage, aber auch als Herausforderung um den zukünftigen Weg der Landwirtschaft“ an, kommentiert Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft b

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