28.01.2016

Gläsere Molkerei geht an die Schweiz

Die im nordosten Deutschlands beheimatete Gläserne Molkerei wurde am 20. Januar vollständig von der schweizerischen Emmi übernommen. Seit 2012 bestand eine Minderheitenbeteiligung von den Schweizern, die 2014 auf 76 % erhöht wurde. Emmi übernimmt mit der Gläsernen Molkerei einen Biomilchverarbeiter mit einer Jahreskapazität von ca 120 Mio Litern Milch, die von Biobetreiben unterschiedlicher Bioverbände geliefert werden. Neben Bioland, Naturland, Demeter, Biopark, Gäa gehören sie dem Verbund Ökohöfe an. An den Standorten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten rund 100 Mitarbeiter. Da einige Betriebe auch nach dem strengren US amerikanischen

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18.01.2016

Volksabstimmung gegen Massentierhaltung erfolgreich

Fast 24.000 Stimmen mehr als benötigt hat das Bündnis Agrarwende in Brandenburg gesammelt und damit das Volksbegehren gegen Massentierhaltung erfolgreich abgeschlossen. Eigentlich hatten die Initiatoren, so Sprecher Michael Wimmer, mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Umso erfreuter zeigten sich die 60 Aktivisten, die in Erwartung des Ergebnis im Haus der Natur in Potsdam zusammengekommen waren. Zentraler Punkt in den Forderungen des Bündnis Agrarwende ist eine Beschränkung der staatlichen Förderung von Mastställen. Zukünftig sollen nur noch Betrieb mit bis zu 40.000 Tieren bei Geflügel und bis zu 2.000 Schweinen gefördert werden. Darüber hinaus ford

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15.01.2016

Mehr als 50 Prozent der Milchbauern machen Mengensteuerung von Friesland Campina mit

Kurz vor Weihnachten hatte sich der Vorstand eines der größten europäischen Molkereiunternehmens, der niederländischen Friesland Campina, entschlossen; zwischen den Jahren ging die Information an Lieferbetriebe und Öffentlichkeit: Für gleichbleibende oder reduzierte Milchanlieferung bekommen die Milchbauern kurzfristig von Anfang Januar bis Mitte Februar einen Aufschlag von 2 Cent pro Kilogramm Milch ausgezahlt. Begründet wurde dieser Schritt mit stark gestiegenen und weiter steigenden Liefermengen parallel zur verzögerten Fertigstellung von passenden Verarbeitungskapazitäten. In Deutschland zeigten sich die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtsc

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14.01.2016

Bundesagrarminister Schmidt mit 80-prozentigem Erhalt von Standards zufrieden

Das war neu im Rahmen der Pressekonferenzen zur Grünen Woche: Der Termin des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt mit Agrarjournalisten wurde in die des Bauernverbandspräsidenten Joachim Rukwied integriert. Schmidt hatte während der für ihn vorgesehenen Fragestunde Bundespräsident Joachim Gauck die Sonderschau des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) auf der Messe gezeigt. Rukwied begann und stellte die existenzbedrohende wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland nach vorne: „Wir gehen davon aus, dass die Betriebseinkommen im kommenden Jahr nochmal zweistellig rückläufig sein werden, 15 bis 20 Prozent Einb

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12.01.2016

Potato Initiative in Afrika

Neben Mais gehören Kartoffeln südlich der Sahara zu den Hauptnahrungsmitteln. Es gibt regionale Sorten, die in den kleinbäuerlichen Strukturen angebaut werden. Der Kartoffelanbau ist in der Regel Handarbeit. Im Rahmen der vom Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) ins Leben gerufenen Initiative German Food Partnership (GFP) finaziert das BMZ ein Pilotprojekt in Kenia mit ca. 700.000 Euro. Auf der Homepage der GFP ist zu lesen: „Mit Kleinbauern und Projektpartnern werden neue Kartoffelsorten und Technologien, wie z.B. Landmaschinen, getestet. Im Fokus stehen moderne Anbau- und Weiterverarbeitungsmethoden und gute landwirtschaftliche Praxis.“ Projektpartne

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05.01.2016

Wachstum wohin?

Der kritische Agrarbericht 2016 ist da!

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16.12.2015

Gentechnikraps in Bundesländern gefunden

In diesem Herbst wurde in acht Bundesländern konventionelles Rapssaatgut mit gentechnischen Rapsverunreinigungen ausgesät. Dies teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) auf Nachfrage mit. Insgesamt seien 48 Parzellen mit jeweils 10 m² verteilt auf zehn Standorte betroffen. Auf diesen Flächen hatte eine französische Saatzuchtfirma Prüfungen für die Sortenregisteranerkennung ihrer konventionellen Winterrapssorte durchgeführt. Betroffen sind die Länder Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern (ca. 60 m² im Landkreis Vorpommern-Greifswald), Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein (ca. 90 m²) und Thüringen. In allen acht Bunde

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12.12.2015

Anteilserwerb von Agrarunternehmen macht 21 % der ostdeutschen Flächenverschiebungen aus

Eine neue Studie des Thünen-Instituts zeigt, dass in den ostdeutschen Bundesländern durch den Verkauf von Kapitalanteilen indirekt in großem Umfang Landwirtschaftsfläche auf neue Eigentümer übergeht. Bei 676 Agrarunternehmen mit verschiedenen Rechtsformen (GmbH, GmbH & Co. KG, Genossenschaft, Aktiengesellschaft) in acht ostdeutschen Landkreisen wurden die Veränderungen der Eigentümerstruktur seit 2007 untersucht. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern sind dabei häufig überregional aktive Investoren beteiligt: Rund 34 % der von juristischen Personen bewirtschafteten Landwirtschaftsfläche gehört zu Agrarunternehmen, deren Mehrheitsanteilseigner nicht ort

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10.12.2015

Biogas als Energiespeicher

Die Energieerzeugung am Verbrauch zu orientieren forderte der Staatssekretär der Landwirtschaftsministeriums in Rheinland-Pfalz, Thomas Griese im Vorfeld der anstehenden EEG-Novelle für eine Neugestaltung des Vergütungssystems im Biomassesegment. Bei der Förderung der Anlagen wird bisher die Nennleistung als Bemessungsgrundlage herangezogen. Damit sind viele Investitionen verhindert worden. Eine, wie von Griese geforderte Umstellung auf die sogenannte Bemessungsleistung hätte zur Folge, dass Anlagenbetreiber Energie zum Zeitpunkt des größten Bedarfs produzieren könnten. Anstatt kontinuierlich das entstehende Gas zu verstromen würde die gesammelt und i

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10.12.2015

Bessere Lieferverträge für Milchbauern

Das hat der der Präsident des deutschen Bauernbunds (DBB) Kurt-Henning Klamroth gefordert. Er fordert eine Änderung des Marktstrukturgesetzes. Laut DBB sind die aktuellen Milchlieferverträge mit Andienungspflicht und nachträglicher Preisfestsetzung längst überholt und schwächen die Position der Erzeuger gegenüber den multinationalen Milchkonzernen. Der DBB fordert zukünftig festzuschreiben, das Milchlieferverträge eine befristete Laufzeit von mindestens vier Monaten und höchstens vier Jahren haben sollen. Auch müssten Angaben über einen Festpreis für die Liefermenge einer Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß der Güteklasse Eins im Vertrag ent

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10.12.2015

Reis ganz neu. Die Wissenschaft macht's möglich

Die Menschheit wächst und die Ernährung muss gesichert werden. Das ist auch für eine Forschergruppe, die an der Ertragssteigerung von Reis arbeitet, eine der Hauptbegründungen ihres tuns. Die Forscher wollen den Stoffwechsel von Reis grundlegen umbauen, damit dieser Trockenheitstoleranter wird. Im Detail soll die C3-Pflanze Reis zur C4 Pflanze werden. Hierbei handelt es sich verkürzt um zwei Wege mit denen die Pflanze kohlendioxid aufnimmt bzw. speichert. Während C3 Pflanzen das zur Photosynthese benötigte CO2 während unmittelbar aufnehmen müssen wenn es hell ist, die Sonne scheint, könne C4 Pflanzen die Co2-Aufnahme zwitlich von der Fotosynthese tren

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10.12.2015

Messwerte fehlen, aber das Wasser ist gut

Mit einer Onlinepetition will die Qualitätsgemeinschaft für nachhaltige Düngung und Ressourcenschutz (QDR) die Novellierung der Düngeverordnung stoppen. Zur Begründung führt die QDR an, die von der Bundesregierung verfassten Nitratberichte seien untauglich. Zum einen würde gezielt nur eine Auswahl der schlechtesten Messergebnisse aufgenommen und zur EU-Kommission nach Brüssel geschickt. Zum anderen sei das Netz der Messstellen viel zu gering. Auch die QDR, die keine eigenen Messstellen betreibt, ist auf die offiziellen Daten angewiesen. Der Verband kommt dennoch zu dem Schluss: „Würden hingegen repräsentative Messwerte zugrunde gelegt, sei die Qualitä

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10.12.2015

Den Unterboden im Visier

Eigentlich ist es die Sache der Pflanzen, mit ihren Wurzeln in die tieferen Bodenschichten vorzudringen, um Nährstoffe und Wasser zu erschließen. Wurzelbilder zeigen, dass Weizen seine Wurzeln bis in über 2 Meter Tiefe wachsen lässt. Luzerne übertrifft dies bei weitem und bildet Wurzeln bis in über 4 Meter Tiefe. Ganz von alleine machen das die Pflanzen: allerdings nur dann, wenn man sie nicht züchterisch dahingehend bearbeitet, dass sie ihre ganzen Nährstoffe in den oberen Bodenschichten, dem Pflughorizont, bekommen. Genau dies aber haben die Intensivierung, und der Einsatz von Mineraldüngern mit sich gebracht. Zeit für die Forschung aktiv zu werden.

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07.12.2015

Er kam, die Bauern und Bäuerinnen aber auch

Nicht nur EU-Agrarkommissar Phil Hogan sondern auch noch 100 Bauern und Bäuerinnen und 15 Trecker sind dann doch noch mehr als spontan nach Hersching am Ammersee zur Landesversammlung des bayerischen Bauernverbandes gereist. Wie geplant sprachen BDM-Vorsitzender Romuald Schaber und die AbL-Bundesvorsitzende Gertraud Garfus vor nun umso aufgebrachteren Bauern, angesichts des Hickhack und des Versteckspiels des Kommissars. Einmal mehr kritisierten sie seine starre Haltung in der Milchkrise und forderten alle Beteiligten zum Handeln auf. Hogan hingegen spielte allerdings weiter und wurde in seiner Limousine „in einem Affenzahn“ wie Bäuerin Lucia Egner be

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03.12.2015

Kommt er oder kommt er nicht?

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan zu seiner Landesversammlung nach Hersching am 3.12. eingeladen. Daraufhin hat der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) unter dem Motto „Phil Hogan, Krisen ignorieren heißt Bauern ruinieren!“ zum laut- und bildstarken Protest in den Ort am Ammersee aufgerufen. Hogan hatte im Hinblick auf die aktuelle Milchmarktkrise bislang wenig Interesse am Erhalt einer bäuerlichen Milchviehhaltung in Europa gezeigt. Stattdessen hatte er den Bauern und Bäuerinnen vielmehr in einem Interview unterstellt, sie würden immer nur Jammern, um mehr Geld locker zu machen und dann doch einfach weiter

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03.12.2015

Milchbauern und die Gesellschaft

Nun kriegen auch die Milchbauern und -bäuerinnen ihre Imagekampagne von Milchindustrie und Bauernverband. Damit wird zur üblichen Lösung gegriffen, wenn die gesellschaftliche Akzeptanz schwindet. Davon waren die Milchbauern und -bäuerinnen bislang eigentlich verschont geblieben, eine neue Forsa-Umfrage zeichnet nun ein etwas anderes Bild. Die Hälfte der Befragten bezweifelte dort, dass es Kühen in modernen Milchviehställen gut geht. Sogar etwas mehr als 50 % kritisieren die Exportstrategie und wollen eine Abkehr von dieser von Industrie und Verbänden bislang priorisierten Handlungsweise hin zu einer Produktion vornehmlich für den heimischen Markt. Zum

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02.12.2015

Der Wolf in Brandenburg

Die kontroverse Diskussion über die Rückkehr des Wolfes nach Branderburg hat jetzt den Präsidenten des Bauernbundes, Karsten Jennerjahn, veranlasst vom zuständigen Agrarminister Jörg Vogelsänger zu fordern den Wolf wieder in das Jagdrecht aufzunehmen. In seiner Presseerklärung warnt Jennerjahn vor einer flächendeckenden Ausbreitung des Wolfes und zunehmenden Konflikten. Dem bisherigen Ansatz von Herdenschutz und Entschädigung erteilt der Präsident des Bauernbundes eine Absage. Gleichzeitig lehnt er die verantwortliche Zusammenarbeit in der vom Ministerium einberufenen Arbeitsgruppe, Plenum Wolfsmanagement, mit dem Hinweis auf dessen „willkürliche“ Zus

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02.12.2015

US Umweltbehörde zieht die Genehmigung Agent Orange Herbizid zurück

Gut ein Jahr nachdem die US Umweltbehörde (EPA) das Herbizid ‚Enlist Duo’ von Dow AgroScience zur Nutzung frei gegeben hatte kam die Kehrtwende: das Mittel habe eine stärkere Wirkung als zunächst angenommen, hieß es. Selbst durch eine 10 Meter breite Pufferzone könne nicht ausgeschlossen werden, daß das Herbizid ‚unzumutbare Schäden an Pflanzen’ anrichte. ‚Enlist Duo’ ist ein Unkrautvernichter, der nicht nur Glyphosat enthält, sondern auch 2,4-D, der aktive Bestandteil des im Vietnamkrieg eingesetzten Entlaubungsmittels ‚Agent Orange’. Dow AgroScience bietet das Herbizid für die Glyphosat und 2,4-D resistenten GM Mais und Soja der Marke ‚Enlist’ an. V

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19.11.2015

Medienpreis für gentechnikkritische Berichterstattung

Der Chef des Naturarzneimittel-Herstellers Salus und Stifter des Presigeldes, Otto Greither, prämiert die Gewinner des Medienpreises. Das Preisgeld von 13.500 Euro war für besonders gelungene Beiträge zu den Risiken der Agro-Gentechnik und den Chancen einer ökologischen Landwirtschaft ausgelobt. Der Hauptpreis ging zur Hälfte an den Autor und Filmemacher Valentin Thurn sowie den Co-Autor und Journalisten Stefan Kreutzberger für ihr Buch „Harte Kost. Wie unser Essen produziert wird – Auf der Suche nach Lösungen für die Ernährung der Welt“. Das preiswürdige, 320 Seiten starke Buch ist im November 2014 im Ludwig Verlag erschienen. Der zweite Teil des Hau

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19.11.2015

Direktzahlungen müssen bleiben

Dafür setzt sich der Deutsche Bauernverband ein und bereitet die Diskussion um die zukünftige Ausgestaltung der Agrarpolitik nach 2020 vor. Nur wenn diese Gelder fließen, so die Argumentation, seien die Bauern in der Lage die europäischen Umwelt-, Naturschutz- und Tierschutzstandards einzuhalten. Schon im Vorfeld der vergangenen Agrarreform waren vor allem aus den Reihen der Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherorganisationen Forderungen nach einer Qualifizierung der Direktzahlungen gestellt worden Auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft fordert die Direktzahlungen nicht pauschal an die Fläche zu binden, sondern ihr strukturell wirksames

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