08.03.2017

Bauen statt ackern

Das Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen REWE baut ein neues Logistikzentrum in Mittelhessen. 40 Hektar bester Acker in der Wetterau werden hierfür benötigt. Das ist die Fläche eines bäuerlich wirtschaftenden Betriebs. Für immer verloren! Das Unternehmen REWE wirbt gerne mit seiner Regionalität und seiner Nähe zu den Bauern. Dass diese auch gutes Land zum bewirtschaften brauchen scheint zweitrangig zu sein. Natürlich muss für die Bebauung auch Ausgleich geschaffen werden. Das könnte abermals zu einem Verlust landwirtschaftlicher Fläche führen. Für den oder die Besitzer der Flächen vor Ort dürfte das Bauvorhaben ein „Glücksfall“ sein. Zwar sind die Flä

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08.03.2017

NRW fordert europaweite „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat erneut gefordert, eine europaweite Kennzeichnung für Lebensmittel ohne Gentechnik einzuführen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Landwirtschaftsminister, Horst Becker (Grüne), meint: „Verbraucher müssen in allen europäischen Staaten die Möglichkeit haben, gentechnikfrei erzeugte Lebensmittel zu erkennen und diese Information bei ihrem Einkauf zu berücksichtigen.“ Becker ist zudem Präsident des Europäischen Netzwerks Gentechnikfreier Regionen. Anfang Dezember hatte er zu einem Workshop nach Brüssel eingeladen. Dort wurde über die Kennzeichnung und über den grenzüberschreitenden Handel mit gentechnikfr

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08.03.2017

Schweinefleisch ohne Gentechikfutter in Dänemark

Lidl Dänemark verkauft jetzt Schweinefleisch, das ohne Gen-Pflanzen im Futtertrog und ohne den Einsatz von Antibiotika produziert wurde. Entsprechend gekennzeichnete Waren wie zum Beispiel Schweinebraten, Koteletts und Hackfleisch sollen vom Start weg in allen 105 Lidl-Filialen unseres Nachbarlands erhältlich sein, verkündete die Discounterkette. Sie stammen von dänischen Landwirten, die nach dem System von „Wiking Meat“ in Jütland arbeiten. Hier ein Auszug aus dessen Nachhaltigkeits- und Tierwohlkriterien: Das Futter muss sowohl in der Ferkelzucht als auch in der kompletten Mast gentechnikfrei sein und zu 90 Prozent aus eigenem Anbau stammen (anvisier

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21.02.2017

Dicamba und 2,4-D: Gruppenklage und Sorge bei der Industrie

Farmer im US-Bundesstaat Missouri haben eine Gruppenklage gegen Monsanto angestrengt. Es geht um die Abdriftschäden, die im vergangenen Jahr in zehn Staaten durch den illegalen Einsatz von Dicamba-haltigen Herbiziden entstanden. Dicamba ist ein wirksamer Bestandteil des im Vietnamkrieg eingesetzten Entlaubungsmittels Agent Orange, es ist leicht flüchtig und bildet eine giftige Wolke, die vom Wind über weite Flächen getrieben werden kann und bei allen nicht gegen Dicamba resistenten Pflanzen starke Schäden anrichtet. Monsanto hatte Farmern „Xtend"-Baumwoll- und Sojasaatgut verkauft, das durch genetische Veränderung resistent gegen Dicamba ist. X

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20.02.2017

Sozialwahl- es geht los!

Eine erste Hürde auf dem Weg zur ersten freien Wahl innerhalb der Landwirtschaft ist genommen. Die freie Liste der Selbständigen ohne familienfremde Arbeitskräfte ( Eickmeyer u.a.) ist zur Wahl zugelassen. Dagegen werden sich mit der Ablehnung der freien Liste der Arbeitgeber mit festen Angestellten die Gerichte beschäftigen. DIes kann lange dauern und wird die aktuelle Wahl höchsens im Nachhinen tangieren. Jetzt Anschreiben ausfüllen! Alle Versicherungspflichtigen weden jetzt in einem ersten Schritt von der Agrarsozialversicherung angeschrieben, um ihren Betriebsstatus und damit auch die Zugehörigkeit zu den unterschiedlichen Wahlgruppen festzustell

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20.02.2017

40 Jahre Gorleben

Unter dem Titel“Rückbau statt Rückschau“ erinnert die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in dieser Woche an den Beginn der Diskussionen und des Widerstands gegen ein Atomendlager im Salzstock von Gorleben. Vor vierzig Jahren verkündete der damaligen niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht, Gorleben als Standort für den Atommüll aus den Deutshcen Atommeiler ausbauen zu wollen. Geplant war abe noch viel mehr. Im Wald hinter Kiefern versteckt, in unmittelbarer Nähe zur Grenze mit der damals noch existierenden DDR, in dieser Ausbuchtung der BRD nach Osten, im Wendland sollte neben dem Atommüll auch eine Wiederaufbereitungsanlage und eine Brennel

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20.02.2017

Klimawandel bedroht Kleinbauern

Vor allem in Entwicklungsländern müssen sich die Kleinbauern in Zukunft verstärkt an den Klimawandel anpassen, betonte der Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), José Graziano da Silva. Dies sei umso Wichtiger, als den Kleinbauern eine besondere Rolle bei der Bekämpfung des Hungers und der Armut zukommt, so da Silva. Konkret nannte der Generalsekretär den Einsatz von Gründüngung, ein nachhaltiges Bodenmanagement, den Umstieg auf Agroforstwirtschaft sowie eine bessere Integration der Tierproduktion in Anbausysteme als zukünftige Ziele. Gleichzeitig beschrieb daSilva die Hindernissse auf dem Weg zu

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20.02.2017

Kleinbauernkongress

Vom 7.-10. März 2017 findet in Schwäbisch-Hall der internationalen Kongress zum Themenfeld „ Rechte von Kleinbauern“ statt. Zahlreiche Vertreter von Kleinbauern aus der ganzen Welt, Vertreter internationaler Organisationen und zahlreiche Stakeholder werden hier teilnehmen. Informieren wird der Kongress über die die Situation von Kleinbauern und der Bevölkerung des ländlichen Raums weltweit. Er hat zum Kern, die Bedeutung der Kleinbauern für nachhaltige lokale und regionale Erzeugung von Nahrung in nachhaltigen, agrarökologischen Strukturen aufzuzeigen. Gleichzeitig vermittelt er die Notwendigkeit für den Schutz ihrer Rechte und ihres indigenen Wissens

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20.02.2017

Radio fürs Land

„AudioAgrar - Bringt die Welt auf Feld“ das haben sich Beatrice und Daniel Bohe zum Ziel gemacht. Sie hat Agrarwissenschaften in Kassel/Witzenhausen Studiert und er hat einen Abschluss als Techniker im Ökolandbau. Fachliche Kompetenz ist also vorhanden für das Projekt in dem landwirtschaftliche Themen aufbereitet und den Interessierten, auch unabhängig von der Sendezeit über Podcasts zur Verfügung gestellt werden sollen. Noch steckt das Projekt jedoch in den Kinderschuhen und such Unterstützer. Bis jetzt gibt es eine ausführliche Homepage, die über die Ziele und die geplanten Inhalte des zukünftigen Radioprogramms informiert. „Wir berichten aus der ge

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31.01.2017

Trägt Geflügelindustrie zu Vogelgrippe bei?

Seit Wochen besteht wegen Geflügelpestfällen in Deutschland eine fast flächendeckend verhängte Aufstallungspflicht für Geflügel. Eine seit vielen Jahren immer wiederkehrend in den Wintermonaten auftretende Situation. Bäuerliche NutzgeflügelhalterInnen mit Freilandsystemen stellt dies vor große, existentielle Probleme, sie sind nicht auf reine Stallhaltung ausgelegt und müssen ihre Bestände z.T. schlachten. Auslöser für die scharfe Vorgehensweise ist die vom zuständigen Friedrich-Löffler-Institut (FLI) vertretene Hypothese, dass das hochpathogene Vogelgrippevirus H5N8 von Wildvögeln verbreitet wird. Doch zunehmend werden Zweifel an der These laut. „T

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30.01.2017

EDEKA sorgt für Unmut bei Biobauern

Um die Arbeitsbedingungen auf Großbetrieben in Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung auch unter Berücksichtigung der sozialen Belange zu überprüfen, wurde 2013 von den Ketten des Lebensmittelhandels ein zusätzlicher Standard, GRASP, eingeführt. Dagegen hat sich besonders auf Seiten ökologisch wirtschaftender bäuerlicher Betriebe eine breite Front gebildet, da sie zwar bei einer Verpflichtung zur Teilnahme einmal mehr Kosten- und Kontrollaufwand tragen müssten, allerdings bei ihren Größenordnungen kaum für den Sachverhalt – die Arbeitsbedingungen – relevante Informationen übermittelt werden könnten. Die Art und Weise, in der die Daten eines Betriebs n

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30.01.2017

Ohrmarke mit Pulsmesser

Braucht man das? Jetzt gibt es sie jedenfalls. Die Schafohrmarke mit Pulsmesser und aktiver Standortbestimmung. Darüber hinaus blinkt die Solarbetriebene Ohrmarke auch noch. Wenn die Herzschlagfrequenz oder die Körpertemperatur des ohrmakentragenden Tieres einen zuvor eingegebenen Bereich verlässt wird der Schafhalter auf seinem Handy alarmiert. Das kann gut sein, wenn man in der Lammzeit nicht die ganze Nacht im Stall verbringen will. Allerdings wird dieser Nutzen für Berufsschäfer mit 500 und viel mehr Schafen stark relativiert. Wer seine Ablammzeit auf einen maximal zwei Monate legt dürfte auch mit high-tech Ohrmarke keine Nacht durchschlafen, weil

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30.01.2017

Antibiotikaresistente „Superbakterien" bei US-Schweinen

Wissenschaftler an der Ohio State University haben zum ersten Mal carbapenemresistente Enterobakterien (CRE) auf einer Schweinefarm gefunden. CRE werden von der Weltgesundheitsorganisation, WHO, als ernste Bedrohung der öffentlichen Gesundheit angesehen, da sie gegen Kombinationen fast aller bekannten Antibiotika resistent sind. Das Vorkommen der Bakterien auf einer einzelnen, nicht benannten Schweinefarm in Ohio stellt an sich noch keine Bedrohung dar. Bisher wurde CRE jedoch nur in Krankenhäusern gefunden, die Wissenschaftler halten jetzt auch eine Übertragung auf den Menschen durch frisches oder unzureichend gegartes Schweinefleisch für durchaus mö

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30.01.2017

Studie: Roundup schädlicher als gedacht

Wissenschaftler des renommierten King’s College in London haben in einem Langzeitversuch nachgewiesen, dass winzige Dosen des Glyphosat enthaltenden Unkrautvernichtungsmittels Roundup bei Ratten zur Bildung einer Fettleber führen. Die Tiere bekamen eine tägliche Roundup-Dosis (vier Nanogramm pro Kilogramm Köpergewicht), die um das 75.000fache unter dem in der EU zugelassenen Wert liegt. Im ersten Jahr zeigten die Ratten keine Auffälligkeiten, im zweiten Jahr jedoch entwickelten die meisten Fettlebern. Bei Urinuntersuchungen von Menschen in verschiedenen europäischen Ländern hat sich ergeben, dass wir über Herbizidrückstände in Lebensmitteln eine bis zu

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17.01.2017

Mit dem Trecker von Schleswig-Holstein zur Demo nach Berlin

Für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft und eine neue Agrarpolitik

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17.01.2017

Vogelgrippe in Südamerika

Während in Deutschland in vielen Bundesländern noch immer die Stallpflicht für Geflügel besteht und es auch immer wieder neue Fälle von Vogelgrippe in großen Geflügelhaltungen gibt, ist jetzt ein Fall in Chile bekannt geworden. Laut Angaben der nationalen Landwirtschaftsbehörde (Servicio Agrícola y Ganadero - SAG) in Santiago de Chile wurde Anfang des Monats in einer Truthahnhaltung in der chilenischen Region Valparaíso eine schwach pathogene Form der Vogelgrippe festgestellt. Dabei handelt es sich - zumindest seit rund zehn Jahren - um den ersten Fall der Seuche in Südamerika. Vor diesem Hintergrund wird der immer wieder vorgetragene Übertragungsweg

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17.01.2017

Mehr Probleme in großen Ställen

Bezug nehmend auf die Fallstudie „Zusammenhang zwischen Bestands-, Gruppengröße und Indikatoren des Tierwohls in der konventionellen Schweinemast“, die im Rahmen der Doktorarbeit von Dr. Sophie Meyer-Hamme erstellt wurde, kritisieren die Wissenschaftler des Kasseler Instituts die nicht repräsentative Auswahl der 60 untersuchten Betriebe. Diese seien nicht unabhängig, selbständig und durch Zufallsauswahl sondern willkürlich durch Berater von Erzeugervereinigungen ausgesucht worden. Kritisiert wird auch die Größe der Betriebe: „Die Auswahl der Untersuchungsbetriebe ist durch eine nicht repräsentative Bestandsgrößenverteilung stark verzerrt. Während die

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17.01.2017

Weiter exportorientiert

Der Raiffeisenverband (DRV) kritisiert strengere Vorgaben beim Tierschutz, wie sie Beispielsweise das von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt in Aussicht gestellte nationale staatliche Tierschutzlabel mit sich bringen. Im Fokus der Kritik des DRV-Präsident Manfred Nüssel liegen dabei die in Folge höherer nationaler Standards steigenden Kosten für landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel. „Unsere Branche zeichnet ich durch hochwertige und sichere Nahrungsmittel aus und handelt weniger mit Agrarrohstoffen“, hob der DRVPräsident hervor. Sie verfüge vielmehr über eine sehr kompetente sowie innovative Leistungs- und wettbewerbsfähige Wertschöpfungsk

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10.01.2017

Auf nach Berlin!

Wir haben es satt! Erst mal alles Gute für 2017. Am 21. Januar 2017 ist es wieder soweit, wir demonstrieren für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, für gesundes Essen und für fairen Handel! Gemeinsam wollen wir im Jahr der Bundestagswahl unmissverständlich klar machen, dass es ohne die Bäuerinnen und Bauern, die regionale und ökologischere Landwirtschaft und die handwerkliche Lebensmittel­erzeugung nicht geht! Die Agrarpolitik muss sich jetzt ändern, damit Agrarkonzerne nicht weiter über unser Essen bestimmen! Für die Trecker, die wieder vorweg rollen werden, bitten wir um Spenden und Treckerpatenschaften, damit wir den FahrerInnen anteilig D

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10.01.2017

Fusionswelle in Agrar- und Ernährungsindustrie

Immer weniger Konzerne bestimmen weltweit über einen immer höheren Anteil der Lebensmittelerzeugung und Ernährung - zum Nachteil von Kleinbäuerinnen und -bauern, Landarbeiterinnen und -arbeitern sowie der regionalen Lebensmittelversorgung. Das belegt der „Konzernatlas 2017“. Mit der Zusammenstellung von Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie, warnen die Herausgeber - Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique - warnen davor, dass die laufenden Konzentrationsprozesse im Agrarsektor die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten

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Bei der neuen Düngeverordnung (DÜV) geht es im Kern darum, N