21.06.2015

Milch „ohne Gentechnik“ im Discounter

Zumindest in Bayern wird es ab sofort bei Aldi Milch ohne Gentechnik geben. Unter der Marke milfina wird die „meine bayrische Bauernmilch“ im Regal stehen. Produziert wird sie von 61 Landwirten, die an die Molkerei Gropper liefern. „Die Landwirte für milfina 'meine bayrische Bauernmilch'“ schreibt Aldi auf seiner Website „beteiligen sich am Programm 'Geprüfte Qualität - Bayern', halten die Tiere in Laufställen und verzichten auf gentechnisch veränderte Futtermittel.“ Laut Agrarzeitung soll die Milch 65 Cent (bei 3,8 Prozent Fett) und 61 Cent (1,5 Prozent Fett) pro Liter kosten. Das ist deutlich weniger als Konkurrent Lidl für ebenfalls gentechnikfreie

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18.06.2015

Milch, Gülle, Biogas und keine Weide

Immer neue gigantische Milchviehhaltungsanlagen mit über 1.000 Tieren entstehen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der weggefallenen Milchquoten ist dies eine neben der schieren Größe der Ställe eine bedenkliche Entwicklung. Vor allem in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des schon aktuell wegen der hohen Anlieferungsmenge stark unter Druck stehenden Milchpreises. Bei Herden dieser Größenordnung ist Weidegang absolut ausgeschlossen. 2.280 Milchkühe will das Unternehmen Agrarhof Brüel eG bei Keez zukünftig im mecklenburgischen Landkreis Ludwigslust-Parchim halten. Geplant sind ist ein Boxenlaufstall mit Gülle, ein Bereich für 280 Kälberiglus, in den

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18.06.2015

Abluftfilter ohne Wirkung

Die gesetzlichen Abluftfilter in industriellen Tierhaltungsanlagen funktioniern oft nicht. Das geht aus einem Vortrag des Vertreters der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Nord-West, Lars Broer, bei einer Vortragstagung des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) hervor. Broer berichtete über aktuelle Prüf-Ergebnisse bei Rieselbettfiltern, die laut Zertifizierung eigentlich die in den Großanlagen entstehenden Emissionen (Ammoniak, Staub und Gerüche) um mindestens 70% vermindern sollten. Stattdessen hätten von insgesamt 61 geprüften Luftwäschern nur 21% die Funktionsprüfungen bestanden. Bei 26% wa

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18.06.2015

Essen direkt vom Bauernhof

Der BUND und Friends of the Earth stellen in der Broschüre "Essen direkt vom Bauernhof" innovative Ideen vor, mit denen NahrungsmittelproduzentInnen und KonsumentInnen in verschiedenen Regionen Europas einen Beitrag zur regionalen Versorgung leisten. Alle Beispiele haben eines gemeinsam: Bäuerliche Betriebe und handwerkliche LebensmittelherstellerInnen nehmen die Kontrolle über das Nahrungsmittelsystem wieder in die eigenen Hände. Die Beispiele gehen auf Initiativen zurück, die sich zusammengeschlossen haben, um regional und nachhaltig wirtschaftende Bauern und Bäuerinnen zu unterstützen und so die lokale Wirtschaft zu stärken. Download der

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17.06.2015

Futtertröge ohne Importsoja möglich und gewünscht

Der World Wide Fund for Nature (WWF) bestätigte, was Neulandbauern schon lange wissen. Eine Schweinefütterung ohne Soja ist möglich. Zwar wurde in den beiden Versuchsbetrieben des WWF zum Anfang der Mast noch Soja eingesetzt, das aber um ein vielfaches reduziert. In der Endmast landeten als Eiweißträger nur noch Rapsschrot und Körnerlegumnosen wie Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen im Futtertrog der Schweine. Die Tageszunahmen waren nicht geringer als beim ausschließlichen Einsatz von Soja in der Futterration. Antrieb für die Versuche ist eine Partnerschaft mit EDEKA, die eine Umstellung auf heimische Futtermittel für von ihnen verkauftes Fleisch will. D

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16.06.2015

Der Kampf ums Land auch in Europa

Land Grabbing findet nicht nur in Entwicklungsländern statt, sondern auch in zunehmendem Maße in Europa. Die vom Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments veröffentlichte Studie "Extent of farmland grabbing in the EU agriculture" beschreibt deutlich die voranschreitende Landkonzentration in Europa. Es wird daher Zeit, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um diese Entwicklung zu stoppen! „Als ersten Schritt sollte die EU Kommission Daten über den Aufkauf von Agrarland durch Kapitalgesellschaften und Spekulanten vorlegen.“ fordert die Europaabgeordnete Maria Heubuch. Die gesamte Studie in Englisch siehe unten

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16.06.2015

Kleingruppenhaltung: Und wieder keine Lösung

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hält nichts von Tierschutz könnte man meinen, wenn man seine kompromisslose Haltung beim Ende der Kleingruppenhaltung von Legehennen betrachtet. Dabei verlangen die Probleme der Kleingruppen-Käfighaltung nach einer schnellen Lösung: Platzmangel, Gitterboden, kein Tageslicht, Verhaltensstörungen, Verletzungen und daraus folgende Erkrankungen. Laut BMEL werden heute immer noch 5 Millionen Legehennen in Kleingruppenkäfigen in Deutschland gehalten. Das Verfassungsgericht hat die Kleingruppenhaltung bereits 2010 als verfassungswidrig erklärt. Seitdem warten die Bundesländer darauf, dass die Bundesregierung endlich reag

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16.06.2015

Bundestag soll Glyphosat verbieten

Es ist die Bundestagdrucksache 18/5101 in der der Antrag gestellt wird: „Bevölkerung vor Krebsgefahr durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat schützen und EU-Neuzulassungsverfahren für Glyphosat stoppen.“ Die Antragsteller fordern das aktuell auf europäischer Ebenen stattfindende Bewertungsverfahren für eine Zulassungsverlängerung von Glyphosat vorerst zu stoppen damit die Ergebnisse der Arbeitsgruppe der Krebsforschungsagentur (International Agency for Research on Cancer, IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft hat berücksichtigt werden können. Darüber hinaus soll die

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16.06.2015

Müllers Macht am Markt

Hierzulande ist Müllermilch den meisten Menschen ein Begriff. Auch wenn man die Milchshakes, Den Milchreis und Butttermilch nicht selbst kauft hat zumindest die Werbung einen mit dem Produkt bekannt gemacht. Das Der Molkereikonzern auch in England sehr präsent ist, dürfte dagegen deutlich weniger bekannt sein. Schon seit einigen Jahren expandiert Müller in England, vor allem durch den Kauf dortiger Unternehmen. Großbritannien gilt neben Deutschland und den USA als wichtigster Markt im Molkereigeschäft. So berichtet die Lebensmittelzeitung von der Übernahme des Trinkmilch-Hersteller Robert Wiseman Dairies Anfang 2012, im Sommer des Jahres folgte ein Pro

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15.06.2015

Burger ohne Antibiotika

Die in den den USA gängige Praxis Antibiotika als Leistungsförderer zu nutzen soll jetzt eingeschränkt werden. Antibiotika sollen zukünftig nur noch angewendet werden, wenn Tiere krank sind und dies von einem lizensierten Veterinär festgestellt wurde. Diese neue Regel gilt jedoch nicht für alle Antibiotika. Betroffen sind vorerst nur die auch in der Humanmedizin relevanten Antibiotikagruppen, wie Peneciline und Tetracycline. Die neuen Regelungen hierfür hat die US-Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneizulassung (FDA) Anfang Juni veröffentlicht. In Europa ist diese Form der Leistungssteigerung schon lange verboten. Hier gelten deutlich höhere V

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15.06.2015

Volksbegehren gegen Massentierhaltung startet in Brandenburg

Vom 15. Juli bis zum 14. Januar 2016 sind alle Brandenburger ab dem 16. Lebensjahr aufgerufen sich am Volksbegehren „gegenMassentierhaltung“ zu beteiligen. Die Initiative Agrarbündnis Berlin-Brandenburg reagiert mit dem Volksbegehren auf die breite Ablehnung, die eine von 34.000 Bürgern unterstütze Volksinitiative im Potsdamer Landtag erfahren hatte. Die Volksinitiative hatte den Landtag aufgefordert zu beschließen, dass ausschließlich die artgerechte Haltung von Tieren finanziell gefördert wird. Darüber hinaus sollte das Abschneiden („Kupieren“) von Schwänzen und Schnäbeln bei Schweinen und Hühnern verboten werden. Daneben forderten die Unterzeichner

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10.06.2015

Nationale GVO Verbote sind möglich

Entgegen den Behauptungen aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium und von Minister Schmidt erachten führende Rechtswissenschaftler nationale Verbote von in Europa zum Anbau zugelassener gentechnisch veränderter Organismen (GVO) als möglich, wenn nicht sogar als geboten. Im Interview mit der Bauernstimme führt Prof. Winter, Umweltrechtler der Universität Bremen, eine Reihe von Verbotsgründen auf, die seiner Einschätzung nach „eigentlich ausschließlich durch bundesweite Maßnahmen umgesetzt werden können“. Das seien insbesondere umweltpolitische, agrarpolitische, sozio-ökonomische und ethische Gründe. Winter stellt fest, dass nationale Politiken einen we

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09.06.2015

Tierwohl an allen Ecken, aber mit Kanten und im Wettstreit

„Eine effektive Tierschutzförderung mit dem Ziel des Verzichts auf das routinemäßige Kürzen der Schwänze bei Schweinen ist insbesondere durch ein ganzheitliches Förderkonzept mit einem selbstlernenden und sich immer weiter entwickelnden Anreizsystem zu realisieren“, so steht es in den „Gemeinsamen Eckpunkten zur Tierwohlförderung“, die am 8. Juni in Niedersachsen unterzeichnet wurden. Das Besondere dabei: Neben dem Landwirtschaftsministerium waren daran die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) und das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) beteiligt. Nach monatelangen Abwehrgefechten gegen die im Bundesland ge

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05.06.2015

Keine Nachbaugebühren in Argentinien

Während in Europa, speziell in Deutschland, bereits seit Jahren eine juristische Auseinandersetzung über die Frage läuft, ob Bauern und Bäuerinnen den Pflanzenzüchtern auch dann Lizenzen – die sogenannten Nachbaugebühren – zahlen müssen, wenn sie ihr eigenes Erntegut wieder aussäen, wurde dies in Argentinien gerade erneut ausdrücklich vom Landwirtschaftsminister verneint. Und zwar sogar für gentechnisch verändertes Saatgut, mit dessen Ernte Bauern und Bäuerinnen ihre Äcker bestellen. Monsanto als Sortenschutzinhaber hatte zwar darauf gedrungen, und in den USA auch entsprechenden Gerichtsprozesse zur Durchsetzung geführt, nun aber in Argentinien einer

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01.06.2015

Gemeinde ohne Glyphosat

In Ladbergen, nördlich von Münster in Westfalen, wird es auf den gemeindeeigenen Flächen zukünftig keinen Einsatz glyphosathaltiger Herbizide mehr geben. Der diesbezügliche Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen passiert den Umweltausschuss am Donnerstagabend ohne Widerspruch. Auch bei den Märkten der Rewe-Gruppe gibt es spätestens ab September 2015 keine glyphosathaltigen Produkte mehr. Schon seit Anfang Mai bestünde für die Filialen keine Möglichkeit mehr derartige Produkte nach zu bestellen. Die Rewe Gruppe mit ihren über 15.000 Märkten ist damit Vorreiter in der Diskussion um den Einsatz von Round-Up und Co in Vor- und Kleingärten. Anfang März

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26.05.2015

Schnitzel vegetarisch

Der gesellschaftliche Trend zu weniger Fleisch scheint inzwischen auch bei den großen Unternehmen der Fleischbranche angekommen. Wie aber stellt sich deutschlands Größter Schweineverarbeiter Tönnies einer solchen Herausforderung? "Immer mehr Fleischproduzenten feilen an Ersatzprodukten", sagt ein großer Wursthersteller gegenüber der Lebensmittelzeitung. "Das Geschäft ist margenstark und der Handel steht Schlange." Auch die Tönnies-Gruppe, in deren Werken wöchentlich über 30 tausend Schweine geschlachtet werden, kann derartige Entwicklungen nicht ignorieren. Spätestens zur Ernährungsmesse Anuga im Oktober diesen Jahres will das Unter

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26.05.2015

100 % mehr Erbsen auf den Äckern in Deutschland dieses Jahr

Die Königinnen des Ackerbaus kehren zurück. Zwar nehmen die – früher so bezeichneten - Körnerleguminosen im Vergleich zu den großen Ackerkulturen: Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben immer noch einen relativ bescheidenen Platz auf dem Acker ein, aber dieser ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich größer geworden. Das ergeben die ersten Anbauerhebungen des statistischen Bundesamtes. So wuchs die Anbaufläche von Körnererbsen um 100 % von 41.700 ha in 2014 auf 84.100 ha in diesem Jahr. Damit sind Erbsen die absoluten Aufsteiger, eine ähnliche Steigerung erwarte man nur für die Ackerbohnen, so eine Pressemitteilung aus dem Bundesamt. Offenbar erfo

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26.05.2015

Kommunikationsstrategie der Pflanzenschutzindustrie treibt giftige Blüten

Der Umsatz der deutschen Hersteller und Anbieter von Pflanzenschutzmitteln ist 2014 nach Angaben des Industrieverbands Agrar (IVA) um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Produkte im Wert von 1,6 Mrd. Euro wurden im inländischen Geschäft zwischen Industrie und Pflanzenschutzgroßhandel umgesetzt. Im gleichen Atemzug sorgte sich der IVA jedoch im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz um die zukünftigen Gewinne: Zögerliche Zulassungsverfahren sowie die schwindende gesellschaftliche Akzeptanz für den chemischen Pflanzenschutz wurden als besorgniserregend für die Branche kritisiert. Als Reaktion hat die IVA schon im letzten Jahr zur Stärkung ihrer Kommunik

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