19.10.2019

NEULAND plädiert für „ideologiefreies Nebeneinander“ von Kastrationsalternativen

Anlässlich der Fachtagung „Ferkelkastration: Zeit für Antworten“, veranstaltet von den Fachzeitschriften top agrar und SUS, dem Bundesverband Rind und Schwein (BRS) sowie dem Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (aef) in Verden a.d. Aller, plädiert NEULAND, das Qualitätsfleischprogramm aus besonders tiergerechter Haltung, für ein „ideologiefreies Nebeneinander“ der aktuell zur Wahl stehenden Alternativen (Isoflurannarkose, Improvac-Impfung (Immunokastration), Ebermast) nach dem Wegfall der betäubungslosen Ferkelkastration ab dem 1.Januar 2021. Auf der Tagung berichtete Jochen Dettmer, NEULAND-Vorstandssprecher, über die Erfahrungen mit de

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18.10.2019

Verbände: Ministerin Klöckner muss Landwirtschaftskommission schaffen

Angesichts der aktuellen landwirtschaftlichen Proteste zur Agrar- und Umweltpolitik ist ein breiter gesellschaftlicher Konsens über die Zukunft der Landwirtschaft dringend notwendig und möglich. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt und Greenpeace fordern die Bundesregierung und vor allem das Bundeslandwirtschaftsministerium auf, umgehend eine Kommission einzuberufen. „Es müssen endlich klare und lösungsorientierte Rahmenbedingungen geschaffen werden. Jetzt müssen alle Verantwortung zeigen“, erklärten die Verbände heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in

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18.10.2019

EuGH: Eine kluge Entscheidung für Bäuerinnen und Bauern

Der Europäische Gerichthof (EuGH) hat im seit 1998 währenden Streit um Auskunft der Bauern und Bäuerinnen über ihren An- und Nachbau von Ackerfrüchten ein weiteres wichtiges Urteil verkündet: Die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV)) in Bonn, die im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) handelt, hat keinen Anspruch auf die Herausgabe von bei staatlichen Stellen vorhandenen Acker-Anbaudaten der Bauern und Bäuerinnen. Im aktuellen Fall hatte die STV im Auftrag des BDP das Land Thüringen auf Herausgabe von Acker-Anbaudaten der Bauern in Thüringen verklagt, um effizienter an Anbaudaten der Bauern zu gelangen und Saatgut-Nachbaugeb

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18.10.2019

KLJB: Die GAP muss bäuerliche Familien stärker unterstützen

Mit Blick auf die Unruhen auf den Straßen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, auf Protest, Frust und Existenznot in der Landwirtschaft beobachtet die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) mit Sorge, dass weitere bäuerliche Familienbetriebe vor dem Aus stehen. „Die Bundesregierung hat in diesem Jahr viele Veränderungen angekündigt, die zahlreiche Betriebe vor große Herausforderungen stellen werden“, erläutert KLJB-Bundesvorsitzende Sarah Schulte-Döinghaus. „Dass die Landwirtschaft vor großen Umbrüchen steht, ist nicht neu. Viele Landwirt*innen wollen den Wandel selbst mitgestalten und den Anforderungen an Tierhaltung, Ackerbau

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14.10.2019

BfR-Verbrauchervotum: Bei neuer Gentechnik müssen Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit erhalten bleiben

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Ergebnisse einer Verbraucherkonferenz zum Thema Genome Editing vorgestellt. Die Verbraucher fordern in ihrem Votum „eine verantwortungsvolle Forschung zu Chancen, Risiken und Auswirkungen sowie strenge Regeln seitens des Gesetzgebers.“ Konkret sprechen sie sich für die „Beibehaltung des Vorsorgeprinzips“, die „Wahlfreiheit der Verbraucher“ sowie „Informationsfreiheit und Transparenz“ aus, ebenso für den „Vorrang sozialer Aspekte vor Konzerninteressen“ und eine „Haftungsregelung für unerwartete Schäden durch den Hersteller“. Zudem sollten tierische Lebensmittel gekennzeichnet werden, wenn Futtermittel

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14.10.2019

Bundesrat beschließt Erhöhung der Umschichtung aus der ersten in die zweite Säule

Der Bundesrat hat einer Erhöhung der Umschichtung von Mitteln aus der ersten Säule der EU-Direktzahlungen von bisher 4,5 auf zukünftig 6 Prozent zugestimmt. Forderungen nach einer höheren Umschichtung der von Brüssel als Option eingeräumten bis zu 15 Prozent, wie sie der Umweltausschuss des Bundesrates mit „mindestens 8,5 Prozent“ oder die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft mit 15 Prozent vorgeschlagen hatten, um die in der Landwirtschaft erforderlichen Veränderungen zugunsten von Klima-, Umwelt- und Tierschutz zu fördern, wurde damit eine Absage erteilt. Der Bauernverband hatte sich gegen eine Erhöhung der Umschichtung ausgesprochen. Die j

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13.10.2019

Kommission des Umweltbundesamtes fordert wegweisende Änderungen für das Agrarsystem

Die Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt (KLU) schlägt für fünf entscheidende Bereiche eine fundamentale Neuausrichtung der Agrarwirtschaft vor: bei den Nährstoffüberschüssen, beim Ernährungssystem, im internationaler Agrarhandel, der Entwicklung des ländlichen Raumes und in der Digitalisierung. Dazu sagt Prof. Alois Heißenhuber, Vorsitzender der KLU: „Kaum eine andere Branche befindet sich in einem so starken Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie wie die Landwirtschaft. Einerseits erwartet die Gesellschaft möglichst günstige Lebensmittel, gleichzeitig werden die Forderungen nach einer Landwirtschaft mit einem geringen ökologischen Fußab

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13.10.2019

Schweinepest in China und die Folgen bei uns

Der deutsche und europäische Schweinemarkt wird seit Monaten durch die Afrikanische Schweinepest in China bestimmt. Ausgerechnet im Jahr des Schweines wütet sie dort und führt zu gewaltigen Verwerfungen, die sich auch in Deutschland bemerkbar machen. Zwar hat sich die chinesische Schweineproduktion im August ein wenig stabilisiert, aber gegenüber dem Vorjahr fehlen weiterhin mindestens 10% der Schweine (ca. 40-60 Mio., das entspricht etwa der Jahresschlachtung in Deutschland). Die Rabobank Holland spricht gar von einem Rückgang von über 100 Mio. Schweinen durch Verenden oder Notschlachtung. Immerhin sinkt der Bestand an lebenden Schweinen in wichtig

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13.10.2019

Neues Siegel signalisiert kuhgebundene Kälberaufzucht

Seit dem 1. Oktober gibt es ein neues Siegel im Handel: Es steht für die kuhgebundene Kälberaufzucht. Das Gemeinschaftsprojekt der Erzeugergemeinschaft „Demeter HeuMilch Bauern“ und des Nutztierschutzvereins PROVIEH ist so nach Angaben der Initiatoren bisher einzigartig in Deutschland und kann die Zukunft der Kälberaufzucht nachhaltig zum Positiven verändern. „Gerade in der Milchwirtschaft sind die Kälber oft die Leidtragenden des Haltungssystems. Die Trennung und gesonderte Aufzucht fernab der Mutterkuh passt nicht in die Natur dieser sozialen Tiere, die tiefe Freundschaften zueinander eingehen können,“ sagt Stefanie Pöpken, Fachreferentin bei PROVIE

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12.10.2019

Bodenmarkt: Korrektur gravierender Fehlentwicklungen notwendig

Die Nutzung des Bodeneigentums in der Agrarpolitik und im Planungsrecht orientiert sich gegenwärtig unzureichend am Gemeinwohl. Das verkündet die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU) in einem Positionspapier „Bodenmarkt und Kapital“. Der großflächige Ankauf landwirtschaftlicher Flächen oder ganzer Betriebe durch überregionale Kapitalanleger hat laut KBU in vielen Fällen negative Folgen für den ländlichen Raum, die Kulturlandschaft und die nachhaltige Bodenbewirtschaftung. Die KBU fordert daher, Lücken im Grundstücksverkehrsrecht zu schließen, um den landwirtschaftlichen Bodenmarkt prioritär für praktizierende ortsansässige Landwirte zu sic

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12.10.2019

EU-Parlament, Regierungen und Zivilgesellschaft gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

Anfang Oktober endete die Frist für das Einreichen von Stellungnahmen an das Europäische Patentamt (EPA) gegen Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung. An einer Sammelaktion haben sich rund 25.000 Einzelpersonen und 50 Organisationen beteiligt. Darunter auch landwirtschaftliche Organisationen wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie die Dachverbände der europäischen Landwirte COPA/COGECA und IFOAM. Auch das Europäische Parlament hat dazu jüngst eine Resolution veröffentlicht und einen Stopp derartiger Patente verlangt. Ähnliche Stellungnahmen sind u.a. auch von den zuständigen Stellen aus Deutschland, Portug

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12.10.2019

Neues EU-Parlament gegen Importzulassungen von gentechnisch veränderten Pflanzen

Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit drei Resolutionen gegen die Importzulassung von gentechnisch verändertem Mais und Soja angenommen. Die Anträge wurden von einer überparteilichen Gruppe von Abgeordneten eingebracht, initiiert von der Fraktion der Grünen. Das Parlament spricht sich für höhere Standards bei der Zulassungsprüfung und für die Stärkung der demokratischen Spielregeln bei der Entscheidungsfindung aus. Es ist das erste Mal, dass sich das neue EU-Parlament mit diesem Thema befasste. Die betreffenden Gentechnik-Pflanzen sind gegen verschiedene Herbizide resistent gemacht oder produzieren Insektengifte, in einigen sind auch beide

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12.10.2019

Welternährungstag: Hungerzahlen steigen stark an

Die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland weist anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober darauf hin, dass die Zahl der an „mittlerer oder schwerer Ernährungsunsicherheit“ leidenden Menschen – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – in nur vier Jahren um 317 Millionen auf nun über zwei Milliarden Personen gestiegen ist. Dies zeigen jüngste Zahlen der Welternährungsorganisation FAO. Zugleich ist die Datenlage zur Zahl der Todesfälle durch Hunger und Mangelernährung lückenhaft: Schätzungen liegen zwischen 9 und 36 Millionen Menschen pro Jahr. „Das Recht auf Nahrung von einem Viertel der Weltbevölkerung wird verletzt. Dies ist ein pol

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10.10.2019

Verbände appellieren an Bundesrat, auf mehr Geld für Umwelt-, Klima- und Biodiversitätsleistungen der Landwirtschaft zu drängen

Anlässlich der bevorstehenden Abstimmung im Bundesrat über die Verteilung der EU-Agrargelder (GAP) fordern mehrere Verbände eine Umschichtung von 8,5 % statt 6 % der GAP-Gelder aus der ersten Säule in die zweite Säule als ersten notwendigen Schritt für den überfälligen Umbau der Landwirtschaft. „Die Landwirtschaft ist in der Krise. Das zeigten zuletzt die Berichte von Weltklima- und Weltbiodiversitätsrat (IPCC und IPBES) deutlich. Jede Gelegenheit, mit vorhandenen Steuermitteln effektiver die Bauernhöfe zu honorieren, die sich besonders für den Natur-, Umwelt-, Tier-, und Klimaschutz engagieren, muss die Politik deshalb unbedingt nutzen“, heißt es in

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09.10.2019

Landesregierung in Sachsen-Anhalt sieht Ausverkauf landwirtschaftlicher Flächen tatenlos zu

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Sachen-Anhalt fordert die dortige Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Grüne) in der schwarz-rot-grünen Landesregierung auf, endlich einen Gesetzentwurf zum Bodenmarkt vorzulegen. „Seit mehr als drei Jahren warten wir auf einen Gesetzentwurf aus dem Magdeburger Landwirtschaftsministerium, damit der fortschreitende Ausverkauf landwirtschaftlicher Flächen an überregionale und außerlandwirtschaftliche Kapitalanleger gestoppt wird. Es ist fatal, dass die Landesregierung trotz Ankündigung im Koalitionsvertrag vom April 2016 bis heute nicht liefert“, kritisiert Claudia Gerster, Sprecherin der Arbeit

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07.10.2019

Gentechnik-Mais: In Südafrika gescheitert, in der EU zugelassen?

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat grünes Licht für die Importzulassung eines Gentechnik-Mais der Firma Bayer (Monsanto) gegeben, der mehrere Insektengifte produziert, eine mehrfache Resistenz gegen Glyphosat aufweist und angeblich eine erhöhte Toleranz gegenüber Trockenheit aufweist. Das meldet das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech. Doch die bisherigen Erfahrungen mit dem Anbau der Pflanzen sind ernüchternd: Sie zeigten unter trockenen klimatischen Bedingungen keinen Vorteil im Vergleich zu herkömmlich gezüchtetem Mais. Zwar werden laut Testbiotech in verschiedenen Regionen immer mehr Maissorten mi

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07.10.2019

Ostendorff: Tierzahlen müssen runter

Die Bundesregierung plant im Rahmen ihrer Aktivitäten für mehr Tierwohl kein Förderprogramm zur Abstockung von Tierbeständen. Das hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Michael Stübgen, auf schriftliche Fragen des Agrarsprechers von Bündnis90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, mitgeteilt, wie mehrere Medien unter Berufung auf eine Meldung von Agra Europe schreiben. In seiner Antwort kündigt der CDU-Politiker demnach zugleich an, dass ab 2020 die Förderung von Umbau- und Ausbaumaßnahmen sowie von Modernisierungsmaßnahmen für mehr Tierwohl im Rahmen des Agrarinvestitionsprogramms (AFP) ausgeweitet werde. Geprüft wer

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06.10.2019

Bauern fordern Preiserhöhung für Lebensmittel

Anlässlich der Eröffnung der Anuga in Köln, der nach eigenen Worten weltweit größten Fachmesse für Lebensmittel und Getränke, fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) NRW die Lebensmittelindustrie auf, endlich ihren Beitrag zur Umsetzung von stetig steigenden Bewirtschaftungsauflagen auf den Höfen zu leisten. „Die Wertschöpfung bei Lebensmitteln streichen sich die Verarbeiter der Wertschöpfungskette sowie der Handel ein, nur auf den Höfen kommt außer ständig steigenden Anforderungen für Tierwohl, Insekten- und Klimaschutz nichts an“, kritisiert Bernd Schmitz, Landesvorsitzender des AbL-Landesverbands Nordrhein-Westfalen. „Die

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05.10.2019

NEULAND sieht gesellschaftliche Debatte um Tierhaltungsformen im Fleischmarkt noch nicht umgesetzt

Der NEULAND e.V., der Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung, sieht eine Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen zur Nutztierhaltung und den Angeboten von Produkten aus artgerechter Haltung im Lebensmittelmarkt und fordert mehr Engagement von den dortigen Akteuren. Seit über 30 Jahren ist der Verein Pionier beim Labeling von Fleisch und Wurstwaren aus besonders tiergerechter Haltung. „Wir vermissen die konkrete Nachfrage nach Tierschutz-Premium-Produkten sowohl vom Lebensmitteleinzelhandel, als auch von Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sowie von den Fleischerfachgeschäften. Das heutige Angebot liegt immer noch unt

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05.10.2019

Leipziger Bioladner listet Hirse eines AfD- Funktionärs aus

Der Leipziger Bio-Supermarkt Biomare hat seit einigen Wochen Produkte der Spreewalder Hirsemühle ausgelistet. Als Begründung gibt er an, dass der Inhaber der Hirsemühle AfD-Funktionär ist. „Diese Partei leugnet den menschengemachte Klimawandel. Damit stellt sich der maßgebliche Entscheider der Spreewälder Hirsemühle gegen die Werte von Biomare und der gesamten Bio- Branche,“ heißt es in einer Kunden-Information, die im Laden aushängt. Die Bio-Hirse sei durch einen anderen Lieferanten ersetzt worden. Seitdem der Pressesprecher der AfD- Bundestagsfraktion den Boykott auf Twitter verbreitete, sieht sich der Ladner unter Druck. Laut Geschäftsführer Malte

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04.10.2019

So ein bisschen erinnert mich der Beginn der „Fridays for fu