28.10.2015

„Zäune gegen Wölfe“

Unter diesem Titel haben sich die Berufsschäfer Anfang Oktober in der Eifel getroffen, um über das Thema Wolf zu diskutieren. Lobend äußerten sich die Anwesenden Schäfer gegenüber der Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken und der Stiftung Natur und Umwelt, vertreten durch Herrn Krebühl. Schon frühzeitig und intensiv habe man sich mit dem Thema Wolf beschäftigt und einen Wolfmanagementplan erarbeitet. Auch seien Mittel für Schutzmaßnahmen und Schadensersatz in anerkannten Wolfsgebieten bereitgestellt worden. In der folgenden Diskussion wurde eine Reihe von Aufgabenfelder identifiziert. Wenig Handlugsbedarf sahen die Schäfer für den Fall eines Wolfsan

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28.10.2015

Intransparenter Verkauf staatlicher Flächen in Ungarn

Schätzungsweise 350.000 ha bis 400.000 ha verteilt auf etwa 50.000 Grundstücke will die Regierungspartei in Ungarn im kommenden Jahr verkaufen. Bei den bisher im nationalen Besitz befindlichen Flächen handelt es sich vor allem um Ackerland. Sollte der Verkauf wirklich vollzogen so würden 30% des staatlichen Flächenbesitzes bzw. 7% der gesamten ungarische Ackerfläche im nächsten Jahr privatisiert. Die Bodenversteigerungen sind für den Zeitraum 23 November bis 22. Dezember diesen Jahres angesetzt. Ortsansässige ungarische Bauern sollen den Vorzug erhalten und dürfen maximal 300 ha ersteigern. Wer ein transparentesVerfahren erwartet wir enttäuscht. Die A

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21.10.2015

Bauern solidarisieren sich mit Streiks der Molkereibeschäftigten

Anlässlich der anhaltenden Warnstreiks der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bei bayrischen Molkereien in der Tarifauseinandersetzung um Lohnerhöhungen hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) dem NGG-Landesverband und weiteren Gliederungen der NGG ihre Solidarität ausgesprochen. Die AbL erinnerte daran, dass von Bauernseite der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) vor einigen Jahren einen bundesweiten Milchstreik für faire Milcherzeugerpreise organisiert und dabei wichtige Solidarität auch aus den Reihen von NGG und von Molkerei-Betriebsräten erfahren habe. „Es geht um faire Bezahlung von Milch und Arbeit“, s

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15.10.2015

Polnische Bauern wegen Blockade von Landverkäufen festgenommen

Weil sie einer Gruppe angehören, die aktiv versucht den Verkauf von staatlichem Land an Fremdinvestoren zu verhindern, sind am 6. Oktober 11 Landwirte des Bauern Protest Komitees Westpommern (KPRWZ) festgenommen worden, wie die International Coalition to Protect the Polish Countryside (ICPPC) berichtete. Im Rahmen der Bauernproteste hatten sie auf zum Verkauf vorgesehenen Flächen Getreide ausgesät und Andere am Zutritt gehindert. Die Staatsanwaltschaft wirft den Landwirten vor, zwölf Ausschreibungen für Landverkäufe im Wert von rund 1,4 Millionen Euro zu blockieren. Fünf der Bauern wurden inzwischen zu zwei Monaten Haft verurteilt, die anderen erhielt

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14.10.2015

Quartalsverlust bei Monsanto

Wie der Nachrichtenkanal n-tv berichtete geht Monsanto geht im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 von einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis je Aktie von 5,10 bis 5,10 Dollar aus. Analysten hatten auf 6,19 Dollar gehofft. In der Folge der jetzt angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen würde die Belegschaft in den kommenden 18 bis 24 Monaten um rund 2600 Mitarbeiter reduziert, so der Sender weiter. In der ersten Phase der Restrukturierung bis Ende des Geschäftsjahres 2016/17 will das Unternehmen 275 bis 300 Millionen Dollar im Jahr einsparen. Schuld am Quartalsverlust des im US-amerikanischen St.Louis beheimateten Unternehmen sei laut n-tv der stärke

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14.10.2015

Länder nutzen Opt Out

Anfang Oktober veröffentlichte die Brüsseler Behörde eine abschließende Liste der Länder, die beantragen, als Anbaugebiet bereits zugelassener oder in der Warteschleife befindlicher gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ausgenommen zu werden. Neben Deutschland sind dies 17 weitere EU-Mitgliedstaaten. Die Option nicht genutzt haben neben Spanien, in dem aktuell die größte Anbaufläche von GVO-Mais liegt, noch sechs der 28 EU-Staaten vollständig: Es handelt sich dabei um Estland, Finnland, Irland, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Schweden und Tschechien. Darauf verzichtet verzichtet einen Antrag zu stellen haben auch die Regionen England innerhalb G

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14.10.2015

Individuelle Fleischkennzeichnung

In einer Arbeitsgruppe beschäftigten sich die Bundesländer mit der Fleischkennzeichnung, die Auskunft über die Haltungsbedingungen gibt. Grundsätzlich halten die Länder eine derartige Kennzeichnung für europakonform, wollen aber vorab eine Zustimmung in Brüssel einholen.In einem ersten Schritt solle von einer Regelung vor allem in Deutschland produziertes und vermarktetes Fleisch betroffen sein. Ausländische Ware könne freiwillig gekennzeichnet werden. Auch soll die Kennzeichnung nach Empfehlung der Arbeitsgruppe zunächst auf Mastschweine und Mastgeflügel beschränkt werden. Betroffen wäre sowohl verpacktes als auch unverarbeitetes Fleisch. Stammt das

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14.10.2015

Wer verdient an der Milch

Wie Berechnungen des Kieler Instituts für Ernährungswirtschaft (ife) belegen kommen bei Trinkmilch, die im Laden mit 55 Cent je Liter angeboten nur 23,1 Cent und damit weniger als die Hälfte bei den Landwirten an. Die Molkerei so die kieler Forscher kommt auf Produktionskosten, zu denen die Forscher neben Energie und Personal auch die Investitionskosten rechnen, rund zwölf Cent je Liter. Mit 8,5 Cent macht die Verpackung, Karton und Umverpackung den größten Einzelposten aus. Als Handelsspane werden 6,3 Cent je Liter ausgewiesen, von diesem Betrag werden u.a. auch Lager- und Logistikkosten sowie die Kühlung der Milch im Laden bezahlt. Weitere 1,6 Cent

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14.10.2015

Beleidigt EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Milchbauern?

Im Interview mit dem privaten online-Sender viEUws hat Hogan bezweifelt, dass die europäischen Milchbauern wirklich am Rande des Ruins stehen. Dem Agrarkommissar fehlten demnach Beweise. Empört über diese Aussage zeigte sich Martin Häussling, Agrarsprecher der Grünen im EP, „Wenn Hogan sagt, er glaube nicht, dass derzeit viele Bauern ihre Milch unter den Produktionskosten verkaufen würden, ja, sie würden dies ja nur behaupten und produzierten aber am Ende des Tages munter weiter, dann ist dies einfach nur unverschämt.“ Häussling stellte auch klar, dass die Behauptung, die durch das Russland-Embargo verloren gegangenen Märkte seien durch neue Exporte e

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09.10.2015

Butterexporte in die USA werden teuer

Vom Montag dieser Woche (05.10.2015) haben die USA ihre Import-Zölle auf Butter, Sahne und Sauerrahm um 33 Prozent bzw. 0,51 US-Dollar je Kilo Butter bzw. 0,54 US-Dollar je Kilo Rahm erhöht. Die Grundlage ist nach Angaben des Department of Agriculture, die Überschreitung der Auslöseschwelle von 9.414.976 kg an importierter Butter, Sahne und Sauerrahm. Damit reagierten die USA auf steigende Butter-Importe gerade auch aus den EU-Mitgliedstaaten Irland, Frankreich, Deutschland, Finnland und Dänemark, für die zusammen ein Anteil von 70 Prozent an den US-Butter-Importen genannt wird. Die steigenden US-Importe sind laut Informationen der Arbeitsgemeinschaft

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09.10.2015

Milch: Keine Hilfe vom Handel

Zuletzt hatte auch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf der Suche nach Wegen aus der Milchkrise immer wieder erwähnt, der Handel würde sich bewegen und die Preise anheben. Dass eine Preiserhöhung im Handel aber noch lange keinen Anstieg der Milcherzeugerpreise bedingt und damit auf den Höfen ankommt, wird im Vorfeld der Ernährungsmesse ANUGA deutlich. Die Molkereien wollen die Messen nutzen um mit dem Handel ins Gespräch zu kommen. Es herrscht Unmut über die Preiserhöhungen (Trinkmilch 4 Cent/Liter und Butter 10 Cent je Päckchen), die jedoch wenn überhaupt, dann nur zum Teil auch zu höheren Milchpreisen führten. Nach Angaben der Lebensmittelzeitu

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08.10.2015

Mehr Bio in Frankreich

Die anhaltende Krise in der Landwirtschaft, von der französische Bauern massiv betroffen sind, ist offenbar einer der Gründe für den im vergangenen Jahr zu verzeichnenden starken Anstieg von neu auf biologischen Landbau umgestellten Betrieben. So stieg 2014 die Zahl der ökologisch gehaltenen Milchkühe und der Mutterkühe gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent an. Bei den gehaltenen Biosauen war ein Anstieg sogar ein Anstieg um 38 Prozent zu verzeichnen. Auch immer mehr Imker stellen auf ökologische Betriebsweise um. Die Zahl der Bienenstöcke stieg gegenüber 2013 um 13 Prozent. Besonders stark war in einzelnen Departements auch der Anstieg der biologisch b

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08.10.2015

Kein Patent auf Milchkühe

Das Patent (EP1330552)umfasst Verfahren zur Züchtung von Kühen als auch gentechnisch manipulierten Milchkühen, die eine höhere Leistung erzielen sollen. Bereits vor acht Jahren hatte ein Bündnis gegen die Erteilung Einspruch eingelegt. Grund für den Einspruch war die Befürchtung, dass durch Patente im Bereich der Tierzucht neue Abhängigkeiten von großen Konzernen entstehen und eine schleichende Enteignung der Landwirte stattfindet. Zwar verbieten die europäischen Patentgesetze Patente auf Tierarten und auf Verfahren zur Zucht von Tieren, dennoch werden derartige Patente immer wieder erteilt. Das EPA widerrief jetzt das Patent. Die Entscheidung ist ein

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03.10.2015

"Schmidt komm' raus! Schmidt komm' raus!"

In Fulda demonstrierten die Milchbauern bei sonnigem Wetter vor dem Tagungshotel der Agrarministerkonferenz. Die Botschaft eindeutige Botschaft der ca. 500 Milchbauern die mit über 30 Traktoren nach Fulda gekommen waren: Ausrichtung der Produktion an der Nachfrage. Hinter den dicken Mauern des Tagungshotels feilschten die Agrarminster der Länder unterdessen an einem Kompromiss. Die grün Regierten Länder forderten auch die Steuerung der Produktionsmengen als eine Option zur zukünftigen Bewältigung bzw. Vermeidung von Milchkrisen aufzunehmen. Dass sowohl die SPD- als auch die CDU/CSU geführten Bundesländer dem nur zähneknirschend zustimmten war in der g

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01.10.2015

Kanadas Milchbauern gegen Freihandelsabkommen

Hunderte Milchbauern demonstrierten in der kanadischen Hauptstadt Ottawa gegen den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit weiteren Pazifikanreinerstaaten (TTP). Die Bauern blockierten mit ihren Traktoren die Parlamentszufahrt. In Ottawa haben hunderte Milchbauern gegen ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen Kanada und anderen Pazifikanrainern (TPP) protestiert. Sie blockierten mit ihren Traktoren die Zufahrt zum Parlament. Das Freihandelsabkommen TTP bedroht die kanadischen Produktionsregeln. Kanada verfügt über eine Mengensteuerung, die Angebot und Anchfrage aneinander anpasst und so die Erzeugerpreise regelt. Die Regierung müsse das seit 1970

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01.10.2015

Auftakt Agrarministerkonferenz in Fulda

Auf dem Hof der Familie Hillenbrand in Fulda-Lehnerz hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), dem Bundesverband der Deutschen Milchviehhalter (BDM) und der Vereinigung ökologischer Landbau in Hessen (VÖL) geladen. Für den BDM stellte Oswald Henkel das Marktverantwortungsprogramm dar mit dem eine Anpassung der Produktionsmenge von Milch an die Nachfrage erreicht werden kann um so einen für die Milchbauern auskömmlichen Milchpreis zu erzielen. Reinhard Nagel begrüßte die Ausführungen. Er forderte eine Abkehr vom ständigen Wachstum und eine Rückbesinnung auf bäuerliche Werte. So sei es untragbar, dass die Lebenszeit der Milchkühe a

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01.10.2015

Nettolager blockiert

Über die Sozialen Netzwerke Facebook und WhatsApp hatten sich die Landwirte koordiniert als sie am Donnerstag verganener Woche das Lager der Discounters Netto in Grüppenbühren blockerten. Kein Sattelzug kam mehr rein oder raus. Die Blockade in Grüppenbühren steht in einer Reihe mit denen vor dem Unternehmen Büntig und bei EDEKA. Wie angestannt die Situation der Landwirte ist zeigt deren Motivation zu derartigen Aktionen. „Das wächst fast lawinenartig an“, beschrieb Ottmar Ilchmann, Milchpolitischer Sprecher im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Landwirt in Rhauderfehn, die Tendenz. „Es zeigt, wie viel Druck auf dem Kessel i

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01.10.2015

Blokaden in Ostfriesland

Das Warenlager des Norddeutschen Handelsunternehmens Bünting war vergangene Woche das Ziel von ca 400 Bauern, die mit 200 Schleppern gekommen waren um auf ihre ruinöse Einkommenssituation aufmerksam zumachen. Die Bauern blockierten die Zufahrten des Warenlagers. Bereits zuvor hatten Landwirte mit rund 200 Traktoren vor dem Zentrallager von Edeka in Neuenkruge (Landkreis Ammerland) demonstriert.

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01.10.2015

Proteste vor dem Zentrallager

In Kerpen-Türnich haben am 28.September Bauern mit 20 Traktoren die Einfahrten zu den Zentrallagern der Discounter Lidl und Netto blockiert. Viele der rund und 100 Milchbauern kamen aus dem Raum Aachen und der Eifel, Die Bauern machen die Niedrigstpreispolitik der Discounter für die ruinösen Erzeugermilchpreise mitverantwortlich. Sie verlangen eine Erhöhung der Rohmilchpreise von derzeit 24 auf 40 Cent pro Liter.uch ein Positionspapier der Landwirte überreicht worden.

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01.10.2015

Landwirtschaftsministerium untersucht seine NS-Vergangenheit

Blut und Boden, das war die agrarpolitische Ideologie der Nazis. Sie postuliert die Einheit der Volkes, als reiner Rasse, mit dem Land auf dem und von dem sie Leben. Von dieser Ideologie war die Politik des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft während des dritten Reichs geprägt. „Die Blut-und-Boden-Ideologie war zentraler Pfeiler des NS-Systems und ideologische Basis des Antisemitismus. Die Landwirtschaft hat eine wesentliche Rolle in der Kriegswirtschaft für die Rohstoffversorgung und für die Ostraumpolitik im Nationalsozialismus gespielt. Das wurde insbesondere auch durch nationalsozialistische Organisationen und Institutionen wie den

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