23.03.2016

Konzentration der Agrarkonzerne – Monsanto greift nach Bayer

Wenn einer zuckt oder schluckt, dann gerät der nächste unter Druck: Die US-amerikanischen Konzerne DuPont und Dow Chemical hatten 2015 ihre Fusion angekündigt. Der Geschäftsbereich für Agrarchemie soll als eigenes Unternehmen aufgestellt werden. Nun meldete das Handelsblatt unter Berufung auf Insiderinformationen, dass der US-Konzern Monsanto Interesse an Bayer Crop Science, dem Agrarbereich des deutschen Chemieunternehmens, bekundet hat. Erste Gespräche haben stattgefunden. Vorstellbar seien Übernahme oder Formen der Unternehmenspartnerschaft. Im vergangenen Jahr hatte Monsanto mit Verhandlungen zum Kauf des Schweizer Konzerns Syngenta für Aufsehen g

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23.03.2016

Gockelprojekt in Baden-Württemberg zur Aufzucht von „Bruderhähnen“

Die Werbe-Erzeugergemeinschaft "08 – Eier aus Baden-Württemberg" hat einen Versuch gestartet: Von der Legehennenlinie 'Sandy' mit cremefarbenen Eierschalen werden neben 3.000 Legehennen auch 3.000 männliche Tiere aufgezogen. Die Gockel sollen nach 12 Wochen mit etwa 1.200 Gramm Lebendgewicht geschlachtet werden. Absatzmöglichkeiten für das Hähnchenfleisch müssen noch gefunden werden. Die Hennen bleiben bis zur Legereife 20 Wochen im Aufzuchtbetrieb und werden dann an Legehennenbetriebe zur Eiererzeugung verteilt. Um den Mehraufwand der Gockelaufzucht zu finanzieren, wird der Preis pro Ei um einige Cent erhöht. Die Möglichkeit, die "

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23.03.2016

Wasserwirtschaft will Verursacher stärker in der Pflicht sehen

Schon länger warnen Wasserwerke besonders in Gebieten mit intensiver Tierhaltung vor erheblichen Folgekosten, die ihnen besonders durch die Nitratüberschüsse bzw. deren Abbau im Trinkwasser entstehen. Nun äußerte sich der Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur Forderung des Umweltausschusses im Bundestag, Hersteller von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln für Umweltschäden durch Rückstände finanziell in die Verantwortung zu nehmen. Er unterstütze diesen Vorstoß mit dem das Verursacher- und Vorsorgeprinzip gestärkt werde, so der BDEV, damit die Gewässer und die Trinkwasserressourcen besser vor Verunreinigungen aus Industrie und Land

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23.03.2016

Eier zu 98 Prozent ohne Gentechnik in der Hühnerfütterung

Fünf der acht großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler haben sich an einer Umfrage des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) beteiligt. Demnach erfüllen 98 Prozent der über Handelsmarken verkauften Eier die "Ohne Gentechnik"-Kriterien. Auf Grund von Marktbeobachtungen geht der VLOG davon aus, dass der Anteil bei allen acht Unternehmen nicht wesentlich von diesem Wert abweicht. Für bisher 56 Prozent aller in Deutschland produzierten konventionellen Eier wurde das offizielle "Ohne GenTechnik"-Siegel vom VLOG vergeben. Bio-Eier erfüllen die Kriterien von vornherein. Registriert sind bei dem Verband insgesamt 33,39 Millionen H

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17.03.2016

Tierwohlinitiative ein PR-Gag?

Das die geplanten Verbesserungen der Haltungsbedingungen zu einem reinen PR-Gag verkommen könnten davor warnt Friedrich Ostendorff, Biobauer und Mitglied des Bundestages für die Grünen. Viele Bauern haben Interesse an einer Teilnahme an der Brancheninitiative. Allein das Geld, welches die Konzerne und Handelsunternehmen des Lebensmittelsektors, bereitstellen müssten, fehlt. Viele Bauern haben bereits in bessere Haltungsbedingungen Investiert und können jetzt nicht an der Initiative teilnehmen und von besseren Preisen profitieren. Von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt forderte Ostendorff sich nicht auf freiwilligen Lösungsansätzen der Branche auszu

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17.03.2016

Milchpreis Down-Under

Die neuseeländische Molkerei Fonterra senkt ihre Milchauszahlungspreise. Als Grund gibt das Unternehmen die schlechte Absatzsituation am Weltmarkt an. Aktuell wird der Preis für die Saison bis Ende Mai gesenkt (Basispreis 3,90 NZ$ (2,41 Euro)). Schon im Januar war der Preis nach unten korrigiert worden. Anders als in Europa gewährt die Molkerei ihren Lieferanten Liquiditätshilfen. Die Verantwortlichen sehen ein schon 18 Monate dauerndes Marktungleichgewicht. Mitverantwortlich sei auch die rückläufige Nachfrage aus Russland und China. Als Verursacher identifizieren die Neuseeländischen Molkereiverantwortlichen daneben die stark angewachsenen Milchmenge

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17.03.2016

Der Milch-Comic

Gemeinsam mit German Watch hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft das Comic „Mensch, Macht,Milch“ aufgelegt. Es geht um Milchproduktion in Deutschland und in den Ländern des Südens. Um die Abhängigkeiten der Bauern von den großen Molkereiunternehmen, von Lieferbeziehungen, Milchpulverexporten und zerstörten Märkten in Afrika und Asien. Aber es geht auch um die Perspektiven einer zukunftsfähigen Milchwirtschaft. Der Comic entstand in Kooperation mit dem, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), dem Evangelischen Entwicklungsdienst Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor. Finanziert und unterstützt wurde das Proje

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10.03.2016

Juristischer Etappenlauf für Rechtsklarheit zum Kükentöten

Die Staatsanwaltschaft Münster hat sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht in Hamm eingelegt, nachdem das Landgericht Münster am 9. März die Verhandlung der eingereichten Klage gegen eine Brüterei in Senden abgelehnt hatte. Es geht um die rechtliche Einschätzung, ob die gängige Praxis deutscher Brütereien, die männlichen Eintagsküken von Legehennenrassen massenhaft und routinemäßig zu töten, strafbar im Sinne des Tierschutzgesetzes ist oder nicht. Die Richter der zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts sagten noch vor Eröffnung eines Verfahrens 'nein': Es handle sich zwar um einen schwerwiegenden Eingriff in den Tierschutz, aber der Gesetzge

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10.03.2016

Milchausstiegsprämie

Die Kapazitäten der Molkereien sind offenbar allerorten fast erschöpft angesichts der großen angelieferten Milchmengen. Während Friesland Campina einen Bonus an Bauern und Bäuerinnen auszahlte, die ihre Ablieferungsmengen nicht steigerten, bietet nun die Molkerei Cremilk aus dem schleswig-holsteinischen Kappeln gleich einen Aus- oder Umstiegsprämie. Laut einer Lieferanteninformation, die top agrar vorliegt, sollen Bauern und Bäuerinnen, die bis zum 30.04.2016 ihre Milchanlieferung einstellen, einen Bonus von 20 ct/kg auf die im Januar angelieferte Milchmenge erhalten. Bis 15 Mio kg Milch sollen so nach dem Windhundverfahren „weggefördert“ werden. Alle

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08.03.2016

Nicht weglaufen Herr Schmidt

Landwirtschaftsminister Schmidt auf Wahlkampftour in Rheinland-Pfalz und die Bauern mit dabei. 125 Traktoren und die dazugehörigen Fahrer begleiteten den Minister Ende vergangener Woche in Halsenbach. Bei der folgenden Veranstaltung musste sich Schmidt den Bauern stellen. Aussagen, geschweige denn Zusagen für die unter einem ruinösen Milchpreis leidenden Bauern kamen aber nicht von dem inzwischen als untätig verschrienen Minister. Dieser wird vielmehr mit der Aussage zitiert: "Die Wirtschaft kann selbst wirkungsvolle Maßnahmen zur Angebotssteuerung ergreifen, wie das Beispiel der Molkerei FrieslandCampina zeigt." Immerhin, die Mengenreduzier

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08.03.2016

Abstimmung Glyphosatzulassung vertagt

Eigentlich sollte der in der heutigen Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCoPAFF) über die erneute Genehmigung des Wirkstoffes Glyphosat abgestimmt werden. Im Vorfeld hatten jedoch Schweden, Frankreich, die Niederlande und Italien deutlich gemacht, dass sie eine Zulassung kritisch sehen. Die Position Deutschlands war auch auf Nachfrage des BUND nicht in Erfahrung zu bringen. Weder von der Pressestelle des Bundeslandwirtschaftsministerium noch von der des Bundesumweltministerium war demnach eine klare Aussage bezüglich des geplanten Abstimmungsverhalten zu bekommen. Die nächsten Termine für Glyphosat-Verhan

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04.03.2016

Endokrine Wirkung von Glyphosat

Ist Glyphosat ein endokriner Disruptor und schädigt die menschliche Gesundheit durch seine Wirkung auf das Hormonsystem? In diesem Fall könnte das Mittel nicht Zugelassen werden. Wenn es nach dem Willen der Kommission geht so Glyphosat indes möglichst schnell, noch im März, für weiter 15 Jahre zugelassen werden. Allerdings liegen derzeit noch nicht alle für einen Nachweis der Unbedenklichkeit notwendigen Unterlagen vor. Das allerdings scheint die Zulassungsbehörde nicht zu verstören. Sie erteilt den Antragstellern eine Frist zur Nachreichung bis im Herbst (1.August). Die Zulassung könnte aber trotzdem schon jetzt erteilt werden. Dabei geht es bei den

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04.03.2016

Milchindustrieverband verkennt die Lage

Der Vorsitzende des Milchindustrieverband (MIV) Peter Stahl beschwört auf dem Treffen des Verbands in Brüssel den Markt. Zwar sei derzeit definitiv zu viel Milch am Markt, ein erneuter Preisanstieg könne jedoch schnell und überraschend erfolgen. Als Belege für seine These führt Stahl die Milchkrise 2009 an. Wohlweislich unterlässt es der Molkereilobbyist zu erwähnen, dass es 2009 eine starke Marktentlastung durch den Milchstreik gegeben hat. Schon die Ankündigung hatte dazu geführt, dass die Molkereien ihre Lager füllten, also Milch verstärkt nachfragten. Der folgende Streik hat das Angebot weiter reduziert und den Preis gestützt. Auch wenn Stahl dies

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04.03.2016

Glyphosat zur Wachstumssteigerung

Warum nicht? Das Totalherbizid Glyphosat soll, gering dosiert, positive Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum haben. Mit 400.000 Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein Projekt der Universität Hohenheim, dass untersucht ob der sogenannte Hormesiseffekt möglicherweise gezielt zur Ertragssteigerung von Kulturpflanzen wie Getreide oder Kopfsalat eingesetzt werden kann. In Zukunft könnte es dann nicht weniger, sondern mehr Glyphosat auf den Äckern geben. Kritische merken die Wissenschaftler an, müsse man den Einfluss auf ungewollte Beikräuter betrachten. Auch diese könnten von dem wachstumsfördernden Effekt profitieren und schneller Resistenz

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04.03.2016

Butter noch billiger!

Nicht ganz an den Tiefpreis aus dem Jahr 2009 mit 65 Cent reichen die Anfang März erfolgten Preissenkungen der Discounter bei Butter heran. Jetzt kostet das Stück 250 Gramm Markenbutter bei Norma 75 Cent und wird damit 14 Cent billiger. Nach Butter könnte auch bald der Käse im Preis fallen. Hintergrund ist in beiden Fällen die auch auf lange Sicht prognostizierte Überflusssituation am Milchmarkt. Während die Discounter und der Lebensmitteleinzelhandel den Großteil der Preissenkungen beim Einkauf an die Molkereien weitergeben sind es letzten Endes die Milchbauern, die günstige Butter über einen ruinösen Milchpreis finanzieren.NAch wie vor weigern sich

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29.02.2016

Kommission für Glyphosat

Die EU-Kommission hat sich positioniert und dem EU-Parlament ihren Vorschlag zum Einsatz von Glyphosat vorgelegt. Sie will die Zulassung des heftig umstrittenen Totalherbizids, um 15 Jahre verlängern. Am 7. März geben die Mitgliedsstaaten ihre Empfehlung zur Zulassung ab. Eine Mehrheit für eine Verlängerung gilt als sicher. Forderungen an den deutschen Landwirtschaftsminister sich zumindest zu enthalten scheinen erfolglos. Glyphosat ist weltweit das am weitesten verbreitete Pflanzengift und seit vielen Jahren hoch umstritten. Der Stoff steht im Verdacht eine krebserregende Wirkung zu haben. Sowohl nach Einschätzung der europäischen Behörde für Lebensm

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29.02.2016

Irische Milch nach Afrika

Die ehemals unter dem Namen Irish Dairy Board firmierende Ornua-Molkerei aus Irland will den afrikanischen Markt erschließen. Das Unternehmen eröffnet ein Werk zum Abpacken von irischem Milchpulver in Nigeria. Vertrieben werden soll das importierte Milchpulver unter der, auch in Deutschland bekannten, Marke Kerrygold. Vertriebswege für das Milchpulver in kleinen Tüten, Beuteln oder Dosen sind vor allem kleine, dezentrale Händler. Damit steht das Milchpulver aus den Überschüssen der europäischen Milchproduktion in direkter Konkurrenz zu einer möglichen eigenständigen Milchproduktion in Nigeria. „Die Eröffnung unserer Kerrygold Anlage in Nigeria ist ein

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29.02.2016

OG-Label für die Schweiz

In der Schweiz könnte es nun doch ein Label „ohne Gentechnik hergestellt“ für Tierprodukte geben. Die Regierung habe dem Parlament empfohlen, einen entsprechenden Gesetzesvorstoß des Bauernverbandsdirektors und Abgeordneten Jacques Bourgeois anzunehmen, berichtet schweizerbauer.ch. Damit dürften die Produkte aus schweizerischer Herstellung künftig als gentechnikfrei beworben werden – sie sind es ohnehin, da im Alpenland schon heute kein Gentechnik-Soja oder andere transgene Futterpflanzen im Trog landen. Bislang haben die heimischen Erzeugnisse deshalb einen Wettbewerbsnachteil gegenüber meist billigeren Lebensmitteln aus dem Ausland, bei denen Gentec

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29.02.2016

Gentechnikfreier Mais in USA legt zu

Konventioneller, nicht-gentechnisch veränderter Mais erfreut sich auch in den USA wachsender Beliebtheit. Obwohl die dafür gezahlten Prämien im letzten Jahr um 50 Prozent gesunken seien, verzeichneten Saatguthändler stark steigende Nachfrage, berichtet Corn+Soybean Digest. So verzeichnete Spectrum Premium Non-GMO Seed Corn im letzten Jahr höhere Umsätze, für 2016 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Und die Saatgut-Firma Prairie Hybrids konnte sich in den vergangenen zwei Jahren um Zuwächse von 20 bis 22 Prozent beim gentechnik-freien Saatgut freuen, obwohl viele bisherige Kunden in 2015 bis zu der Hälfte der Maisflächen auf Sojaanbau umgestellt

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18.02.2016

EMMI versucht die Milch zu drosseln

Jetzt ist auch die größte Molkerei in der Schweiz, EMMI, den Schritt gegangen zu versuchen die Milchmenge über einen Bonus zu reduzieren. EMMI kündigt an für jedes Kilo Milch, dass gegenüber dem Vorjahresmonat weniger geliefert wird den Bauern 10 Rappen (ca. 9 Cent) zu zahlen. Befristet ist die Maßnahme für die Monate März und April. Die Maximalmenge ist 50 Prozent der Vorjahresmenge. Möglichkeiten der Reduzierung sei es Altkühe abzustoßen, Milch zur Kälbertränke einzusetzen oder den Kraftfuttereinsatz zu reduzieren. Schon Ende Januar hatte der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) die bauern aufgefordert die Milchmenge um 3 Prozent zu reduzie

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