12.03.2019

Milchmarkt immer unübersichtlicher

Angesichts der jüngst erfolgten Preissenkung für Butter bei Discountern sieht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Preise am Markt völlig vom Geschehen auf den Höfen abgekoppelt. „Es ist aktuell wie ein Schlag ins Gesicht für die Milchbauern, dass die Wertschöpfungskette für sie wieder mal nur Preissenkungen übrig hat“, heißt es da. In den Kuhställen bleibt das Futter knapp, die Kosten für Mitarbeiter im Bereich Mindestlohn sind gestiegen, aber die Preise für Butter sinken. Ohne Not haben nach Ansicht der AbL Discounter die Butterpreise gesenkt, obwohl der Buttermarkt zuletzt relativ stabil war. „Es scheint außer den Milchbäuer

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10.03.2019

Höherer Milchpreis für Bauern in Frankreich

In Frankreich haben der Discounter Lidl und die Genossenschaftsmolkerei Sodiaal einen höheren Milchpreis vereinbart. Nach Aussage des Discounters erhöht Lidl France den Basispreis auf 35,6 Cent pro Liter Milch., unter Anrechnung aller Zuschläge können 37,1 Cent/l erreicht werden. Sodiaal verpflichtete sich zugleich, diesen Betrag in voller Höhe an die Landwirte weiterzugeben und die Vergütung vollständig transparent offenzulegen. Wie schweizerbauer-online mitteilt, begrüßte der Genossenschaftspräsident Damien Lacombe das Engagement des Discounters und zeigt sich erfreut, dass Lidl die französischen Milchbauern langfristig unterstützen wolle. Lidl-Eink

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10.03.2019

EuG: Gemeinwohl- vor Wirtschaftsinteressen

Studien, die die Toxizität und die krebserregende Wirkung des Pestizids Glyphosat behandeln, hätten öffentlich gemacht werden müssen. Das hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) entschieden und damit einer Klage von vier Europa-Abgeordnete der Grünen stattgegeben. „Wieder einmal stellt ein Europäisches Gericht klar: Gemeinwohlinteressen haben in der europäischen Gesetzgebung Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. Mit dem Urteil erklärt das EuG das Wiederzulassungsverfahren für das meistverkaufte Pestizid endgültig zur Farce, denn die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA hat mit ihrem Vorgehen nicht nur die Rechte der Europaabgeordneten und

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09.03.2019

Vom Winde verwehte Pestizide in der Luft gemessen

Pestizide aus der Landwirtschaft können sich unkontrolliert über die Luft verbreiten. Welche Stoffe sich wann und wo in der Luft befinden hat das Umweltinstitut München 2018 in der Südtiroler Region Vinschgau gemessen und die Ergebnisse unter dem Titel „Vom Winde verweht“ jetzt auf einer Pressekonferenz in der dort gelegenen Gemeinde Mals präsentiert. Die Resultate weisen auf Schwachstellen im EU-Zulassungsverfahren hin – und auf eine starke Belastung der Luft in Südtirol, Europas größter Obstbauregion. „Sechs Wirkstoffe haben wir noch auf über 1600 Höhenmetern in einem Seitental gefunden, mehrere Kilometer von den nächsten Obstplantagen entfernt“, e

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08.03.2019

Den Osten nicht abschreiben

„Rein ökonomische Betrachtungsweisen haben die Gesellschaft noch nie vorangebracht“, warnt der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V., Sebastian Schaller, vor einer Überbewertung der jüngsten Publikation des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Bei der Vorstellung der IWH-Publikation „Vereintes Land - drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall“ hatte IWH-Präsident Reint Gropp die Bestrebungen der Bundesregierung nach Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse als „unrealistisch und falsch“ bezeichnet und empfohlen, die Städte statt ländlicher Räume zu fördern und dieses unter anderem mit Zahlen zur Produktivität in Ost und W

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08.03.2019

DLG: Kosten verschiedener Haltungsverfahren in Anlehnung an die Tierwohlkennzeichnung

Angesichts der In Deutschland in der Gesellschaft, der Politik und auf den Höfen lebhaft geführten Diskussion über den Umbau der Schweinehaltung hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) die Kosten verschiedener Haltungsverfahren anhand der wichtigsten Investitionsblöcke in Anlehnung an die Stufen des staatlichen Tierwohllabels verglichen und in ihrer Reihe DLG-kompakt unter „Schweinehaltung in Deutschland“ veröffentlicht. Zusätzlich bietet die Publikation eine Übersicht zur Struktur der deutschen Schweinehaltung sowie weitere relevante Informationen über den Weg des Schweines vom Stall bis zur Theke. Die Autorengruppe um den Ökonomen Stefan

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08.03.2019

Klimawandel und Agrarkonzerne bedrohen Rechte von Frauen im ländlichen Raum

Frauen in ländlichen Regionen gehören weltweit zu den Bevölkerungsgruppen, deren Menschenrechte durch den Klimawandel besonders stark bedroht sind, denn er verstärkt ungleiche Machtverhältnisse zu ihren Lasten. Gleichzeitig machen Agrarkonzerne durch kommerzielle Strategien zur Anpassung der Landwirtschaft an die Erderhitzung Frauen in ländlichen Regionen den Zugang zu den Grundlagen ihrer Ernährung streitig. Darauf macht die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland aus Anlass des Internationalen Tags der Frau am 8. März aufmerksam. Insbesondere in Ländern um den Äquator führt laut FIAN die Erderhitzung bereits jetzt dazu, dass Trocken- und Regenz

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07.03.2019

UN: Neue Gentechnik zählt zu den fünf größten Umweltrisiken

Fünf große Umweltrisiken stellen die Menschheit vor enorme Herausforderungen und werden tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, Wirtschaft und die Ökosysteme haben, warnt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN Environment). Seinem Bericht „Frontiers 2018/19“ zufolge sind diese fünf noch zu wenig beachteten Themen die neuesten Entwicklungen in der synthetischen Biologie, die Zerschneidung von Landschaften, das Abtauen von Permafrostböden, Stickstoffbelastung und eine Fehlanpassung an den Klimawandel. „Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entwickelten zwei deutsche Chemiker – Fritz Haber und Carl Bosch – ein Verfahren, um synthetis

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03.03.2019

GAP-Ausrichtung für Artenvielfalt unverzichtbar

„Wir haben nicht das Ziel des Volksbegehrens kritisiert, aber den Weg dorthin. Es gibt viele gute Vorschläge im Gesetzentwurf des Volksbegehrens, wir müssen aber einen geeigneten Weg finden, um das Ziel – mehr Artenschutz – auch wirklich zu erreichen“, erklärt die bayrische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber (CSU) im Interview mit topagrar mit Blick auf das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Gemeinsam mit dem Runden Tisch will die Staatsregierung jetzt „etwas sehr Gutes aus dem Volksbegehren machen, das vielleicht auch wegweisend für andere Länder werden kann“ und so „Bayern seiner Vorreiterrolle in

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03.03.2019

SPD: 15 % Umschichtung von der 1. in die 2. Säule

Nach Ansicht der SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering, Matthias Miersch und Carsten Träger führt „kein Weg daran vorbei“, in Deutschland nicht wie bisher 4,5 Prozent der Direktzahlungen der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf die 2. Säule zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zu übertragen, sondern in vollem Umfang 15 Prozent der Mittel der Direktzahlungen zur Aufstockung des ELER zu nutzen. Dazu fordern sie die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einem offenen Brief auf. Eine solche Flexibilität bei der Umschichtung ist nach den geltenden Vorschriften für das Kalenderjahr 2020 bzw. das Haushaltsjahr 2021 nicht vo

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03.03.2019

Bundesregierung zeigt kein Interesse an Durchsetzung von Menschenrechten in der Wertschöpfungskette

Die Bundesregierung zeigt nach Ansicht von Brot für die Welt, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des Global Policy Forum und Misereor kein Interesse an einem verbindlichen UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten, das weltweit Standards für Unternehmen setzen soll, die Menschenrechte zu wahren und die Umwelt zu schützen. So habe die Regierungskoalition die Frist zur schriftlichen Kommentierung des ersten Entwurfs für ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten am 28. Februar dieses Jahres verstreichen lassen, ohne sich zu dem Abkommen zu positionieren. Zwar hätte sich das federführende Auswärtige Amt für ei

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03.03.2019

Flächendeckend Ökolandbau ohne Diskussion über groß und klein

„Ich mag diese Diskussion über groß und klein gar nicht. Ich bin der Meinung, dass es darauf ankommt, was man aus seinem Betrieb macht“, erklärt Stephanie Strotdrees, Bioland-Vizepräsidentin, in einem Interview in der Unabhängigen Bauernstimme auf die Frage, ob die Öffnung ihres Verbandes gegenüber dem Discounter Lidl vor allem für mittlere und kleine Biobetriebe zu einem Bumerang werden könnte, der ihre Existenz bedroht. Als Schutz vor der Macht des Discounters habe Bioland sich von Oxfarm und verschiedenen Anwälten beraten lassen und im Vertrag Fair-Play-Regeln und sieben Mindestkriterien festgeschrieben sowie eine Ombudsstelle eingerichtet. Ferner „

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02.03.2019

EFSA will weitere Gentechnik-Mais-Varianten zulassen

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat sich für die Zulassung weiterer umstrittener Gentechnik-Mais-Varianten der Firma Bayer (Monsanto) ausgesprochen. Das meldet das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech. Demnach geht es in den aktuellen Bewertungen der EFSA vom Januar 2019 um zwei Zulassungsanträge für Mais, bei dem durch mehrere Kreuzungen verschiedene gentechnisch veränderte Eigenschaften kombiniert wurden. Im Ergebnis sind die Pflanzen gegenüber bis zu vier Wirkstoffgruppen von Herbiziden (Glyphosat, Glufosinat, 2,4-D und AOPP) resistent und produzieren bis zu sechs Insektengifte. Der gentechnisch verä

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02.03.2019

foodwatch kritisiert Coca-Cola-Sponsoring der EU-Ratspräsidentschaft

Zu Beginn des Jahres hat Rumänien die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Wie schon bei früheren Präsidentschaften ist es nicht unüblich, dass diese von großen Unternehmen gesponsert werden. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat diese Praxis am Beispiel des Sponsorings der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft durch Coca-Cola, auf die unter anderem der ZDF-Korrespondent in Brüssel, Stefan Leifert, auf Twitter aufmerksam gemacht hatte, jetzt scharf kritisiert. In einem offenen Brief fordert foodwatch EU-Ratspräsident Donald Tusk und die rumänische Premierministerin Viorica Dăncilă auf, die Partnerschaft mit Coca-Cola unverzüglich zu beenden. Angesichts

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01.03.2019

„Kein Billigfleisch in der Fastenzeit““

Zum Verzicht auf Billigfleisch in der Fastenzeit (vom 6. März bis 18. April) fordert Prälat Peter Kossen in plattdeutschen Andachten im Norddeutschen Rundfunk (NDR) auf. „Ich meine das Kilo Hackfleisch für 2,77 Euro, die Hähnchenschenkel für 17 Cent/100g und die Bratwurst für 89 Cent“, so Kossen. In der Fastenzeit bewusst hinzuschauen, wo das Fleisch herkommt und wie es produziert wurde: Dafür will Kossen möglichst viele Menschen gewinnen. Sind Menschen und Tiere für „Billig! Billig! Billig!“ gequält worden? Sind die Landwirte für ihre Arbeit angemessen bezahlt worden und die Arbeitsmigranten in den Großschlachthöfen auch? – „Das billige Fleisch hat ei

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01.03.2019

Ökolandbau in vielen Berufs- und Fachschulen kein Thema

In vielen Berufsschulen und Fachschulen für Landwirte, Gärtner und Winzer ist Ökolandbau kein Thema. Das meldet das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) als Ergebnis einer von ihm durchgeführten bundesweiten Abfrage. Knapp drei Jahre lang hatte das KÖN Vertreter der Ministerien und der Verbände sowie Lehrer befragt, wieviel Ökolandbau in der beruflichen Aus- und Weiterbildung ihres Bundeslandes unterrichtet wird. Diese Status-quo-Analysen wurden anschließend mit den Verantwortlichen auf Länderebene diskutiert. Und es wurden Maßnahmen verabredet, Ökolandbau flächendeckend in größerem Umfang zu etablieren. In einigen Bundesländern wie Bayer

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01.03.2019

Hessen arbeitet an Strategie für eine nachhaltige Landwirtschaft

Die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen will in der 2018 begonnenen Legislaturperiode vor allem die Zusammenarbeit mit den Verbänden fortführen und den ökologischen Landbau und die konventionelle Landwirtschaft im Sinne nachhaltiger Landbewirtschaftung gestalten und fördern. „Um hier noch besser zu werden, erarbeiten wir unsere Strategie für eine nachhaltige Landwirtschaft“, erklärte Landwirtschaftsministerin Priska Hintz (Bündnis 90/Die Grünen) im hessischen Landtag. „Mit vielfältigen Ackerkulturen kann die Landwirtschaft umweltschonend und zukunftssicher gestaltet werden. Dafür werden wir in dieser Legislatur wieder ein Förderprogramm aufsetzen

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26.02.2019

Südzucker-Aufsichtsrat stimmt Schließungsplänen zu

Der Aufsichtsrat der Südzucker AG hat in seiner gestrigen Sitzung dem Restrukturierungsplan des Vorstands für das Segment Zucker zugestimmt. Mit dem erstmals in der Aufsichtsratssitzung am 30. Januar 2019 vorgestellten Restrukturierungsplan verfolgt Südzucker nach eigenen Angaben das Ziel, die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU auf das Segment Zucker zu verringern und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu sichern und zu stärken. Der Restrukturierungsplan sieht laut Südzucker Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor und dabei insbesondere die Anpassung der Prod

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26.02.2019

Erster Runder Tisch nach dem Volksbegehren

Am 20. Februar 2019 fand der von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach dem erfolgreichen Volksbegehren "Rettet die Bienen" einberufene runde Tisch mit Vertretern der Staatsregierung, Initiatoren des Volksbegehrens und betroffenen Verbänden in der Bayerischen Staatskanzlei statt, geleitet und moderiert von Landtagspräsident a.D. Alois Glück. Nach Aussagen von Teilnehmern in sehr „konstruktiver“ und vom „Willen zur Gemeinsamkeit“ getragenen Atmosphäre. Erklärtes Ziel aller Anwesenden sei es, einen Vorschlag für ein "Volksbegehren plus" zu erarbeiten. Das heißt alle Bereiche, von den Straßenrändern bis zum Mähroboter im Privatgar

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24.02.2019

Menschenrechte in der Lieferkette und der Fleischindustrie

Das Deutschen Institut für Menschenrechte legt jährlich einen Bericht an den Deutschen Bundestag über die Lage der Menschenrechte in Deutschland vor. Im jüngsten Bericht „Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland Juli 2017 – Juni 2018“ wird als Problemfeld unter anderem auch die Fleischindustrie genannt. In der jetzt im Bundestag erfolgten Beratung spielt die Berücksichtigung von Menschenrechten in der Lieferkette eine zentrale Rolle. „Ich erfahre in Diskussio­nen in anderen Ländern, aber auch bei der Staatenprüfung in Genf – einige Kollegen aus dem Haus waren dabei – immer wieder, dass man die Situation in anderen Ländern nur dann glaubw

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03.04.2019

Bei der neuen Düngeverordnung (DÜV) geht es im Kern darum, N