03.05.2019

CETA bleibt Gefahr auch für bäuerliche Landwirtschaft

Die im Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Kanada (CETA) vorgesehenen Sonderklagerechte für Investoren (Investor-Staat-Schiedsgerichtsbarkeit) sind mit dem EU-Recht vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem jetzt veröffentlichten Gutachten. Das Netzwerk Gerechter Welthandel, dem 56 zivilgesellschaftliche Organisationen angehören, bedauert diese Entscheidung und betont, dass Sonderklagerechte für Konzerne nicht kompatibel mit der Demokratie, dem Klimaschutz sowie Sozial- und Arbeitsrechten sind. Das Urteil des EuGH macht den Weg frei für eine Paralleljustiz für Konzerne in Freihandelsabkommen. Kanadische

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03.05.2019

Milch: BDM arbeitet an „Sektorstrategie 2030“ auf Arbeitsgruppenebene mit

„Der BDM wird als Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen seinen fachlichen Input in die Erarbeitung einzelner Themenstellungen einer möglichen Sektorstrategie 2030 einbringen, damit auch die Position der Milchviehhalter Berücksichtigung findet“, teilt der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) anlässlich des Beginns der Erarbeitung der "Sektorstrategie Milch" mit, die Ende 2ß19 vorliegen soll. Auf dem Tisch liegt für den BDM ein ganzes Bündel an Themen wie Standardsetzung, Branchenkommunikation, die Gestaltung der Agrarpolitik und der Lieferbeziehungen, Außenhandel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Molkereistrukturen und Forschung/Leh

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02.05.2019

EU-Pestizidverordnung: Konsequente Anwendung – Fehlanzeige

„Auf dem Papier ist die EU-Pestizidverordnung 1107/2009 ein gutes Gesetz zum Schutz von Gesundheit und Umwelt, auch wenn etliche Verbesserungen wünschenswert wären, um den Erkenntnisfortschritt der letzten 10 Jahre zu berücksichtigen“, schreibt Dr. Peter Clausing, Toxikologe und im Vorstand von PAN Germany (Pestizid Aktions-Netzwerk), im Rundbrief des Forum Umwelt & Entwicklung. Das „wesentliche Problem“ sieht er in der „unzureichenden Anwendung“ der Verordnung. Mit Verweis auf ein von 150 europäischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wissenschaftslern und juristischen Experten verfasstes Manifest, in dem diese die Beseitigung mehrerer Schwac

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02.05.2019

Aktionäre verweigern dem Bayer-Vorstand die Entlastung

Auf der Hauptversammlung des Bayer-Konzerns stimmten 55,5 Prozent der Aktionäre gegen die Entlastung des Vorstands. Doch der Aufsichtsrat stärkte Bayer-Chef Baumann demonstrativ den Rücken. Rechtliche Folgen hat das Misstrauensvotum der Aktionäre nicht. Es war das allererste Mal in der Geschichte der großen deutschen Konzerne, dass die Aktionäre einen amtierenden Vorstand nicht entlasteten. Nach einer 12-stündigen Debatte mit 60 meist kritischen Redebeiträgen stimmten am Freitagabend 55,5 Prozent der Aktionäre für einen entsprechenden Antrag. Der Antrag, auch dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern, wurde mit 66 Prozent der Stimmen abgelehnt. Au

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01.05.2019

NABU: Studie legt Lobby-Netz des Deutschen Bauernverbands offen

Mit einer neuen Studie „Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes“ hat der Naturschutzbund (NABU) das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Beauftragt hat der NABU die

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29.04.2019

Die Story im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik?

Seit Jahren blockieren führende Agrarpolitiker laut eines Beitrages des SWR jeglichen Fortschritt hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft. Das haben Recherchen des SWR basierend auf Daten des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen ergeben. Den Auswertungen zufolge stimmen Agrarpolitiker an entscheidender Stelle, zum Beispiel im Agrarausschuss, bis in kleine Details hinein zugunsten der Industrieinteressen. Bei genauerer Betrachtung sind engste Verflechtungen zwischen Großbetrieben der Agrarwirtschaft, Verbänden und Ernährungsindustrie zu finden. Die Dokumentation zu diesem Thema sendet die ARD in ihrer Reihe „Die Story“

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29.04.2019

Bund soll Verkauf ostdeutscher Agrarflächen beenden

Einen Privatisierungsstopp der restlichen Flächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und ihre Überführung in öffentliche Bodenfonds fordert die Linke im Deutschen Bundestag. "Die Privatisierung von landwirtschaftlichen Flächen durch die Treuhand-Tochter BVVG seit 2007 war ein schwerer Fehler. Wenn man Flächen in der Größe des Saarlandes dem Bodenmarkt überlassen hat, muss man sich nicht wundern, dass die Bodenpreise explodieren", kommentiert der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag Dietmar Bartsch die Privatisierungspraxis der Treuhand und fordert: "Der Ausverkauf von Ackerland vor allem in Ostdeutschland muss ein

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29.04.2019

2018: Regenwald von der Fläche Englands zerstört

Weltweit sind laut dem jüngsten Bericht des Global Forest Watch der Universität Maryland/USA im vergangenen Jahr zwölf Millionen Hektar an Regenwald zerstört worden. Das entspricht der Fläche Englands und trägt nach Ansicht der Forscher zur Beschleunigung des Klimawandels bei. Mit etwa einem Drittel am Gesamtverlust an Regenwald entfällt die größte Zerstörung auf Brasilien mit rund 13.500 Quadratkilometern. Es folgen die Demokratische Republik Kongo mit 4800 Quadratkilometern, Indonesien mit 3400 Quadratkilometern, Kolumbien mit 1800 Quadratkilometern und Bolivien mit 1500 Quadratkilometern. Der afrikanische Inselstaat Madagaskar büßte im vergangenen

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28.04.2019

Verwässerung beim Bienenschutz verhindern

Die meisten EU-Länder wollen, dass bei der Pestizidzulassung die Risiken für Bienen nicht so streng geprüft werden als von der zuständigen Fachbehörde empfohlen. 18 Mitgliedstaaten seien dafür, die „Bienenleitlinien“ von 2013/2014 der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) nur teilweise anzuwenden, teilte die EU-Kommission mit. Sie ist einer Stellungnahme für die Tageszeitung taz zufolge zuversichtlich, dass die Länder über eine entsprechende Beschlussvorlage bis „Ende des ersten Halbjahres“ abstimmen könnten. Das bedeutet laut taz: Brüssel hält offenbar die nötige Mehrheit für einen Kompromiss gesichert, der Chemiekonzernen wie der Bayer AG weit entg

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28.04.2019

Erdüberlastungstag: Keine Trendwende im Verbrauch natürlicher Ressourcen in Sicht

Ab dem 3. Mai leben wir ökologisch gesehen auf Kredit: Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Zeitpunkt im Jahr, an dem weltweit das jährliche Budget an nachhaltig nutzbaren Ressourcen und ökologisch verkraftbaren Emissionen aufgebraucht wäre, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf so großem Fuß wie die Menschen in Deutschland leben würde. Der Tag wird jährlich vom Global Footprint Network errechnet. Deutschland liegt mit seinem Pro-Kopf-Verbrauch und seinen Emissionen im obersten Viertel aller Länder und trägt damit wesentlich zur weltweiten Übernutzung bei. „Sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Ressourcennutzung agiert die Bundesregierung, al

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27.04.2019

Nährstoffbericht: Weiterhin zu viel Dünger auf den Äckern

„Es sind kleine Schritte, die wir erreicht haben. Wir bewegen uns aber in die richtige Richtung“, kommentierte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Ergebnisse des neuen Nährstoffberichts 2018. Die Bilanz: Der Nährstoffanfall aus Tierhaltung und Biogasanlagen ist leicht gesunken. Um eine Trendwende zu erreichen, soll volle Transparenz bei den Nährstoffströmen erzielt werden. Sieben Landkreise überschreiten im aktuellen Nährstoffbericht die Obergrenze für Stickstoff, sechs für Phosphat (voriger Bericht sieben). „Wir müssen alle Anstrengungen für den Wasserschutz verstärken“, betonte Otte-Kinast. Und auch Niedersachsens Umwe

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26.04.2019

„Herr Baumann: Mit voller Hose gewinnen Sie keinen Marathon für gesunde Lebensmittelerzeugung“

Risikotechnologien gehören nicht auf den Acker. Bayer muss für Folgeschäden haften. In Anlehnung an ein Zitat von Bayer-Chef Werner Baumann konfrontiert die Arbeits­ge­meinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Aktionäre mit einer knapp 4 Meter ho­hen Baumann-Strohballen-Figur vor der heutigen Bayer-Haupt­versamm­lung in Bonn. Sie zeigt Baumann mit voller Hose. Darin symbolisch enthalten sind die über 11.000 Glyphosat-Klagen und rund 5.000 Dicamba-Klagen in den USA, zudem die Altlast „Monsanto“ und der aktuelle Gentechnik-Verun­reinigungs­fall von konventionellem Raps­saatgut u.a. in Deutschland. „Alle reden von Glyphosat – wir reden auch von Di

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25.04.2019

Schweine-Fleisch ohne Gentechnik

„Der Markt bewegt sich“, kommentiert der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) die Ankündigung von zwei Handelsketten, Schweinefleisch in ihr Sortiment aufzunehmen, das ohne gentechnisch verändertes Futter erzeugt wurde. Dabei verweist der Verband darauf, dass in 2018 in Deutschland 1,8 bis 2,0 Millionen Tonnen Sojaschrot im Bereich Schwein verfüttert wurden und weniger als ein Prozent gesichert gentechnikfrei seien. Kaufland wird ab 25. April in den Bedientheken seiner 660 Märkten 18 Schweinefleischprodukte der Qualitätsmarke Wertschätze mit dem ‚Ohne GenTechnik’-Siegel des VLOG anbieten. „Mit Wertschätze-Produkten bieten wir dem Kunden ho

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25.04.2019

Intensivierung: Höhere Erträge auf Kosten der Artenvielfalt

Die Intensivierung in der Landwirtschaft hat ihren Preis, da sie zulasten der Biodiversität geht. Wie hoch der Verlust der Artenvielfalt allerdings je nach Grad der Intensivierung der Landnutzung ausfällt, haben nun Wissenschaftler unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) ermittelt. Rund 80% der Landflächen in Europa sind besiedelt und werden land- und forstwirtschaftlich genutzt, schreibt das UFZ in seiner Pressemitteilung. „Um die Erträge weiter zu steigern, wird die Nutzung intensiviert: Flächen werden zusammengelegt, um sie mit größeren Maschinen effizienter zu bewirtschaften. Es werden vermehrt Pestizide und Düngemittel einge

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22.04.2019

Beats+Bohne: Das Wir haben es satt!-Jugendfestival

Zum Beats+Bohne, dem Wir haben es satt!-Jugendfestival, lädt die Kampagne Meine Landwirtschaft vom 20-23. Juni auf den Dottenfelder Hof bei Frankfurt a.M. ein. „Mit dem Festival bieten wir einen Rahmen, um die jungen und jung gebliebenen Engagierten, die jährlich zur Demo nach Berlin kommen oder sich auf anderem Wege für die Agrarwende einsetzen, zusammen zu bringen“, heißt es bei den Veranstaltern. Das Beats+Bohne Festival soll ein Ort werden, an dem sich die Teilnehmer*innen über eine zukunftsfähige Landwirtschaft austauschen und weiterbilden. Hier können sich Aktivist*innen aus verschiedenen Jugendorganisationen vernetzen und ein konstruktiver Aust

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19.04.2019

Dennree erhöht nochmals Preisdruck bei Biokartoffeln

Scharfe Kritik an der Preispolitik der Bio-Einzelhandelskette Dennree, die Biokartoffeln aus Ägypten jetzt noch billiger anbietet, übt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Die größte deutsche Bio-Einzelhandelskette Dennree hat den Verkaufspreis für Frühkartoffeln aus dem Wüstenstaat Ägypten nochmals um 13 Cent je Kilo gesenkt und damit den Preisabstand zu heimischer Ware auf 28 Prozent vergrößert. Schon in der letzten Woche wies die AbL auf die ihrer Ansicht nach zu niedrigen Preise für die Importware hin. Dass Dennree trotzdem die Preise für Frühkartoffeln aus Ägypten erneut reduziert und nun sogar als Angebotsware verkauft, krit

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19.04.2019

Antibiotika-resistente Erreger in mehr als jeder zweiten Fleischprobe

Eine Untersuchung von Hähnchenfleischproben aus großen Discountern im Auftrag der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Germanwatch hat alarmierende Befunde zutage gefördert: Von 59 Portionen Hähnchenfleisch - gekauft bei Lidl, Netto, Real, Aldi (Nord und Süd) sowie Penny - ist mehr als jede zweite Probe (56 Prozent) mit Antibiotika-resistenten Erregern belastet. Jede fünfte Probe weist sogar mehrere verschiedene Resistenzen auf. Und mehr als jede dritte Probe ist kontaminiert mit Resistenzen gegen Reserveantibiotika - das sind spezielle Antibiotika, die bei erkrankten Menschen im Notfall wirken müssen, wenn andere Antibiotika nicht mehr anschlagen

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19.04.2019

Mehr Transparenz bei Zulassung von Pestiziden und Gentechnik

Das Zulassungsverfahren von Pestiziden, gentechnisch veränderten Organismen und Futtermittelzusatzstoffen wird zukünftig transparenter und nachvollziehbarer. Das hat eine breite Mehrheit der Abgeordneten des EU-Parlaments mit der Verabschiedung der Verordnung „Transparenz und Nachhaltigkeit der EU-Risikobewertung im Bereich der Lebensmittelkette“ beschlossen. Die Abstimmung fiel mit 603 Pro-Stimmen, 17 Gegenstimmen und 27 Enthaltungen sehr eindeutig aus. Die Europäische Kommission reagierte mit ihrem Verordnungsvorschlag über die Veröffentlichung von Studien vor der Zulassung auf die europäische Bürgerinitiative „Stopp Glyphosat!“, mit der rund 1.400

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19.04.2019

Ukrainische Ostereier aus deutschen Käfigen

Seit 2010 ist es in Deutschland verboten, Legehennen in konventionellen Käfigen zu halten. Das hindert nach Ansicht der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt deutsche Stallbauer jedoch nicht daran, weiterhin solche Legebatterien herzustellen und in Drittstaaten zu verkaufen. Deutschland sichere die Exporte mit öffentlichen Mitteln ab – und die Käfigeier landen im Osterzopf und anderen Produkten auf den Tischen der deutschen Verbraucher. »Wir fordern eine umfassende und verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung von eihaltigen Produkten und ein Ende des Einsatzes von Steuermitteln für Käfigexporte«, sagt Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Sti

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18.04.2019

Kükentöten: Langfristige Lösung ist Rückkehr zu Zweinutzungshühnern

„Dieses Kükenschreddern ist ethisch nicht vertretbar und muss so schnell wie möglich beendet werden“, das erklärt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in einem Interview mit der Funke Mediengruppe. „Mein Ministerium hat 6,5 Millionen Euro investiert, um die Entwicklung von Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei zu fördern. Seit Ende vergangenen Jahres sind in zahlreichen Supermärkten Eier erhältlich, die von Legehennen gelegt wurden, die das Verfahren der Geschlechtsbestimmung im Ei durchlaufen haben. Damit sind wir Vorreiter in Europa und auf der ganzen Welt“, so Klöckner. Im kommenden Jahr soll laut Klöckner die Apparatur zu

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16.05.2019

Gar kein Verständnis habe ich für die zwangsweise Unterernä