29.03.2021

Wert(ab)schöpfung am Milchmarkt

Eine aktuelle Studie des Büros für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) im Auftrag der Milcherzeugergemeinschaft MEG Milch Board w. V. zur Wertschöpfung deutscher Molkereien zeigt große Spannbreiten bei der Wertschöpfung, die Milchauszahlungspreise unterscheiden sich hingegen nur wenig. Die Molkereien kennen keine Krise, der Export ist kein Garant für Wertschöpfung und von einem funktionierenden Markt kann keine Rede sein. Und das zentrale Ergebnis für die MEG Milch Board: Die Wertschöpfung bei den Molkereien ist in einem Zeitraum von zehn Jahren kontinuierlich gestiegen, die Milchauszahlungspreise hingegen nicht. Erforderlich sei, die Andienungs

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27.03.2021

Bio boomt weiter

Der Biomarkt gehört ohne Zweifel zu den Coronagewinnern. Offensichtlich ist bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern durch das eigene Kochen das Qualitätsbewusstsein gestiegen. Von den Hofläden bis zu den Discountern profitieren alle Vermarktungswege von der Sonderkonjunktur durch die Erfordernisse der Pandemie. Auch die Ökolandwirtschaft insgesamt nutzt diese Entwicklung. In nahezu allen Bereichen stehen die Zeichen auf Expansion. Umstellungswillige Bauern werden gesucht. Zugleich dämpfen viele Marktpartner ungezügelte Zuwächse, da Erfahrungen fehlen, wie es nach der Pandemie weitergeht, ob sich höhere Arbeitslosen- und Kurzarbeiterzahlen auf den

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27.03.2021

EU-Kommission legt Aktionsplan zur Förderung der Bio-Produktion vor

Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan zur Förderung der Bio-Produktion vorgelegt. Von Bioland als „Rückenwind für mehr Bio“ begrüßt, kommt der aus Klima- und Umweltgründen dringend benötigte Ausbau des Ökolandbaus nach Ansicht des grünen EU-Abgeordneten Martin Häusling damit nicht voran. Das übergeordnete Ziel des Aktionsplans besteht laut Kommission darin, der Produktion und dem Verbrauch von Bio-Erzeugnissen einen Schub zu verleihen, damit die ökologische/biologische Landwirtschaft bis 2030 einen Anteil von 25 % an der landwirtschaftlich genutzten Fläche erreicht und die ökologische/biologische Aquakultur beträchtlich ausgebaut wird. Der Aktionspl

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27.03.2021

DLG: Ökolandbau ist der Nische entwachsen und bietet Lösungsansätze auch für die konventionelle Landwirtschaft

Der Ausschuss für Ökolandbau der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat ein Positionspapier zur Bedeutung und den Entwicklungschancen des Ökolandbaus vorgelegt. In dem Papier stellt der Ausschuss unter anderem fest, dass der Ökolandbau der Nische entwachsen sei, Problemlösungen auch für die konventionelle Landwirtschaft biete und sich durch eine flächengebundene Tierhaltung mit mehr Tierwohl auszeichne. Erforderlich sei, im Ökolandbau vorhandene Entwicklungsdefizite abzubauen und wissenschaftlichen Fortschritt im Ökolandbau schneller in die Praxis umzusetzen. Entscheidend für das weitere Wachstum des Ökolandbaus seien neben der Umstellung von

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27.03.2021

Europäischer Gerichtshof verweigert Grundrechtsschutz für Betroffene der Klimakrise

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 25. März 2021 die Klimaklage von zehn Familien, People’s Climate Case genannt, aus der EU, Kenia und Fidschi sowie eines samischen Jugendverbands auf den Schutz ihrer durch die Klimakrise bedrohten Grundrechte ohne inhaltliche Prüfung als unzulässig abgewiesen. Die Klagenden, wie zum Beispiel Familie Recktenwald von der Insel Langeoog, und ihre Unterstützer zeigen sich vom Urteil enttäuscht, nennen das Verhalten des Gerichts „mutlos“ und das Urteil einen „Skandal“. In dem vor dem EuGH geführten Verfahren hatten die Klägerinnen und Kläger eine ausreichend ambitionierte Verschärfung der Klimaziele für 2030 und e

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27.03.2021

Pestizid-Abgabe könnte laut Studie Einsatz von Pestiziden halbieren

Die Europäische Kommission will laut ihrem Green Deal den Einsatz von Pestiziden bis 2030 um 50 Prozent verringern. Eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) im Auftrag eines breiten Bündnisses zeigt, wie sich mit einer Pestizid-Abgabe dieses Ziel in Deutschland erreichen lässt. Die Autoren der Studie untersuchten, wie eine Abgabe auf Pestizide zu konzipieren ist, die den Absatz an Pestiziden und die damit behandelbare Fläche in Deutschland halbiert. Hierfür haben die Wissenschaftler den Pestizideinsatz in Deutschland und Dänemark genauer analysiert und ein Datenbankmodell entwickelt. Damit simulierten sie für verschiedene Abgabenk

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22.03.2021

EMB: Effektive Kriseninstrumente und bessere Marktstellung in der GAP verankern!

Das European Milk Board (EMB) fordert die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft, die Europäischen Mitgliedsstaaten und die Kommission auf, die für die Zukunft der Europäischen Agrarpolitik „zentrale GAP-Reformwoche“ zu nutzen und effektive Kriseninstrumente und eine bessere Marktstellung der Erzeugerinnen und Erzeuger in der GAP zu verankern. Heute und morgen kommen die AgrarministerInnen der Europäischen Union im Agrarrat zusammen, um weiter die Position zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu diskutieren. Am Mittwoch verhandeln Rat und Europäisches Parlament im Trilog über Kriseninstrumente und Wettbewerbsregeln in der Gemeinsamen Marktorg

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22.03.2021

Zivilgesellschaft fordert von Ländern Mut zur Agrarwende

Mit Aktionen anlässlich der virtuellen Sondersitzung der Agrarministerinnen und -minister (Sonder-AMK) haben Bündnisse in Erfurt/Thüringen und Dresden/Sachsen von den Ländern Mut zur Agrarwende zugunsten einer bauern-, tier- und umweltfreundliche Agrarpolitik gefordert. Nachdem die Sonder-AMK noch kein Ergebnis brachte, bleiben die Forderungen auch für die in dieser Woche stattfindende AMK aktuell. Mit Trecker und einer Ladung Mist protestierte ein Bündnis aus Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL), Campact und BUND Sachsen vor dem sächsischen Landwirtschaftsministerium. Die Bündnis-Organisationen übergaben dem sächsischen Minister Wolf

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22.03.2021

Spekulationen um Verkauf des Tönnies-Konzerns

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat unter Bezugnahme auf „Angaben von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind“ (O-Ton Bloomberg: „according to people familiar with the matter“), gemeldet, dass die Eigentümerfamilie des Tönnies-Konzerns den Verkauf des Unternehmens vorbereite. Gespräche mit potentiellen Bietern könnten bereits in den nächsten Wochen beginnen. Von einem Verkaufspreis von bis zu 4 Milliarden Euro ist die Rede. Als mögliche Käufer nennt Bloomberg beispielsweise Tyson Foods Inc., die brasilianische JBS SA, eine brasilianische Aktiengesellschaft, die als größter Fleischproduzent der Welt und das größte Fleischverarbeitungsunterne

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22.03.2021

Greenpeace verlässt Zukunftskommission Landwirtschaft

Der geschäftsführende Vorstand von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, beendet seine Arbeit als Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). In einem Schreiben an die Bundeskanzlerin und den Vorsitzenden der ZKL begründete Kaiser den Rückzug nach monatelanger engagierter Mitarbeit mit der fehlenden Bereitschaft in Teilen der Bundesregierung, die Empfehlungen der Kommission zur anstehenden Umsetzung der EU-Agrarförderung in Deutschland zu berücksichtigen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) habe einen unambitionierten Gesetzentwurf dazu vorgelegt und ignoriere die Arbeit der Zukunftskommission. „Wenn Klöckner damit durchko

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22.03.2021

DUH: Futtermittelbranche kann sich nicht länger vor Verantwortung drücken

Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes am Sonntag, den 21. März, fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH), nicht-zertifiziertes Palmöl aus Futtermitteln zu verbannen und startet einen Aufruf für entwaldungsfreies Palmöl. Unternehmen, die tierische Erzeugnisse wie Eier, Milch und Fleisch produzieren und handeln, müssen sich zur Nutzung von ausschließlich nachhaltigem Palmöl in Futtermitteln ab 2022 verpflichten. Noch bis Mai sammelt die DUH Selbstverpflichtungen für nachhaltiges Palmöl von Produzenten, Fleisch- und Milchwirtschaft, Händlern und Gastronomen und will diese in ihrem neuen Futtermittel-Radar Mitte 2021 veröffentlichen. Palmöl aus unsic

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20.03.2021

Verbände fordern: Umbau der Agrarpolitik jetzt!

Im Vorfeld der Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) am 17.03. haben schleswig-holsteinische Landwirtschafts- und Naturschutzverbände gemeinsam gefordert, Natur-, Umwelt- und Tierschutz einkommenswirksam zu honorieren. Im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem Milchviehbetrieb von Uta von Schmidt-Kühl in Wasbek, Schleswig-Holstein, stellten sie ihre gemeinsamen Forderungen zur nationalen Ausgestaltung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor. Die Kernaussage der Pressekonferenz lautet: Bäuerinnen und Bauern sind bereit für Klima-, Biodiversität-, Wasserschutz und Tierwohl, allerdings müssen die Gelder der GAP diese gesellschaftlichen Leistungen

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20.03.2021

EU-Kommission unterstützt Gemeinwohlprämie des DVL

Die Generaldirektion Landwirtschaft der EU-Kommission bewertet das vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) entwickelte Agrarfördermodell Gemeinwohlprämie positiv und bezeichnet den Ansatz dieses Punktesystems für die europäische Ebene als „wertvoll“. Das teilt der DLV mit. „Ein eindeutiges Signal Richtung Umwelt- und Agrarministerkonferenzen! Deutschland könnte das Modell mit dem Strategieplan sofort umsetzen!“, erklärt Dr. Jürgen Metzner, Geschäftsführer des DVL. In einem Brief an den DVL stellt der stellvertretende Generaldirektor der Generaldirektion Landwirtschaft, Mihail Dumitru, klar: Die Kommission ist „der Ansicht, dass das Punktesys

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20.03.2021

Einzelhandel und Tierschutzbund vereinbaren mehr Hähnchen-Tierwohl

Die vier großen Lebensmitteleinzelhändler Aldi, Lidl, Edeka und Rewe mit ihren Töchtern Kaufland, Netto und Penny haben mit dem Deutschen Tierschutzbund (DTB) mehr Tierwohl in der Geflügelfleischerzeugung vereinbart. Gemeinsam haben sie beschlossen, den Anteil der Produkte in den Haltungsstufen 3 und 4 in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln und bis Ende des Jahres 2026 rund 20% oder mehr ihrer Angebote umzustellen. DTB- Präsident Schröder begrüßte die Übereinkunft ausdrücklich: “Mit dem Mehrangebot in den beiden höchsten Stufen mit der 3 und 4 wird das Tierwohl im Geflügelsortiment gestärkt. Dieses Bekenntnis ist stark, auch mutig.“ Denn bisher war

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20.03.2021

NGG: "Arbeitgeber wollen Billiglöhne zementieren"

Die zweite Tarifrunde zwischen den Arbeitgebern der Fleischbranche und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am 16. März blieb ohne Ergebnis. Die NGG lehnt das Mindestlohnangebot der Arbeitgeber von 10 Euro als "völlig indiskutabel" ab. "Das heute vorgelegte Angebot ist völlig indiskutabel. Die Arbeitgeber wollen die Billiglöhne auf Jahre zementieren. So kommt die Branche niemals aus der Schmuddelecke heraus." Das erklärt Freddy Adjan, stellvertretender NGG-Vorsitzender, im Anschluss an die zweite Tarifverhandlung. Die Verhandlungen wurden ohne Ergebnis vertagt und sollen am 29. März 2021, voraussichtlich erneut in Ham

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20.03.2021

#NoMoreEmptyPromises, Klimaschutz ist Schutz der Ernte

Unter dem Motto “No More Empty Promises” streikte Fridays for Future am 19. März global in über 800 Städten. Deutschlandweit organisierten Aktivist:innen rund 270 kreative, coronakonforme Protestaktionen. Sie forderten Klimagerechtigkeit und klimapolitische Maßnahmen, die die Erderhitzung auf 1,5°C begrenzen, ein. Unterstützung kam unter anderem auch von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und den Kirchen. “Heute haben wir gezeigt: Deutschland ist bereit für den sozialökologischen Wandel. Wir lassen auch in Zeiten der Pandemie nicht locker, sondern bleiben laut für eine gerechte Zukunft. Hunderttausende im ganzen Land haben heute m

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20.03.2021

Das Wahlverhalten der Landwirte

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg konnten die Grünen mit ihrem bisherigen Regierungschef Winfried Kretschmann nach ihrem Rekordergebnis von 2016 noch einmal hinzugewinnen auf jetzt 32,6 Prozent und auch in Rheinland-Pfalz bleibt die SPD mit ihrer bisherigen Landeschefin Malu Dreyer bei nur ganz leichten Verlusten mit 35,7 Prozent an der Spitze. Die CDU erlitt in beiden Ländern eine deutliche Niederlage. Das Wahlverhalten der Landwirte in Baden-Württemberg mit dem bisherigen CDU-Landwirtschaftsminister Peter Hauk und in Rheinland-Pfalz mit dem bis zur Wahl amtierenden FDP-Landwirtschaftsminister Volker Wissing hat die Forschungsgruppe Wahlen m

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15.03.2021

Landwirtschaftliche Jugendverbände fordern: Junglandwirt*innen stärken!

Acht landwirtschaftliche Jugendverbände fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme im Vorfeld der Sonderagrarminister*innenkonferenz (Sonder-AMK) zur nationalen Ausgestaltung der kommenden Förderperiode der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) zukünftig mindestens 4 Prozent der Mittel der 1. Säule für die Junglandwirt*innen-Förderung zu verwenden sowie mindestens die Hälfte dieser Mittel zur Einführung einer bundesweiten Niederlassungsprämie zu nutzen. Sie begründen ihre Forderung mit den hohen ökonomischen Hürden für junge Menschen, die sich eine Existenz in der Landwirtschaft aufbauen möchten, sowie der besonderen Bedeutung junger Menschen, in

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15.03.2021

Protest vor der Botschaft: Klimakiller EU-Mercosur-Abkommen stoppen!

Ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen und Initiativen protestiert heute vor der Brasilianischen Botschaft in Berlin gegen das geplante Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Vier Tage vor dem Globalen Klimastreik am kommenden Freitag machen die Organisationen damit auf die fatalen Auswirkungen aufmerksam, die das Abkommen auf das globale Klima sowie auf Umwelt und Menschenrechte hätte. Bauernvertreter*innen sind zudem mit einem Trecker und Sojaschrotsäcken vorgefahren, um die Folgen der Futtermittelimporte in den Anbauländern und in Europa für Menschen und Umwelt zu verdeutlichen.

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15.03.2021

Borchert-Kommission sieht sich durch Machbarkeitsstudie bestätigt

Die Borchert-Kommission hält an ihrer Empfehlung zur Einführung einer Tierwohlabgabe fest und auch der Bundesrat stellt sich hinter diesen Vorschlag und hält „die unverzügliche Aufnahme vorbereitender Arbeiten zur Einführung einer ‚Tierwohl-Abgabe‘“ für „unerlässlich“. Die Borchert-Kommission passt ihre Empfehlung zur Finanzierung des von ihr empfohlenen Umbaus der Tierhaltung durch eine Tierwohlabgabe zunächst nicht an. Das verlautete laut Agra Europe (AgE) nach einer Sitzung am vergangenen Freitag (12.3.) aus Teilnehmerkreisen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen laut AgE die Ergebnisse der vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen

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12.04.2021

Das EU-Mercosur-Abkommen steht vor dem Ratifizierungsprozess