12.12.2019

Niedersachsen verlängert Ringelschwanz-Förderung

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium verlängert die sogenannte Ringelschwanzprämie bis Ende November 2020. Schweinehalter bekommen wie bisher 5 Euro pro Ferkel und 16,50 Euro pro Schwein, das seinen Schwanz behält. Die neue Förderperiode laufe seit Anfang Dezember, hat das Ministerium in Hannover auf Anfrage dem NDR mitgeteilt. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte im Sommer 2018 angekündigt, dass die vom früheren Agrarminister Christian Meyer (Grüne) eingeführte Prämie nicht dauerhaft gezahlt werde und Ende 2019 ihre Beibehaltung überprüft werden solle. Das routinemäßige Kürzen der Schweineschwänze ist seit Jahren in d

weiter lesen...


11.12.2019

Fleischwirtschaft setzt auf Isoflurannarkose

Die Fleischwirtschaft unterstützt die Zulassung von Isofluran zur Ferkelkastration durch den Landwirt mit Sachkundenachweis. Wie der Verband der Fleischwirtschaft (VdF) in einer Mitteilung äußert, berücksichtigt der Beschluss, dass die Marktrealität beim Übergang auf das Verbot der betäubungslosen Kastration ab 2021 nicht außer Acht gelassen werden kann. Nur mit der Zulassung von Betäubungsverfahren, die von Landwirten angewendet werden dürfen, wird sichergestellt, dass der Markt auch ab 2021 weiter problemlos mit Schweinefleisch aus Deutschland bedient werden kann. Als Mittler zwischen Landwirtschaft und Fleischkunden akzeptiere die Fleischwirtschaft

weiter lesen...


11.12.2019

Deutsche Forscher wollen Gentechnikrecht ändern

Die Politik darf sich nicht auf „interessengeleitete Stellungnahmen von Forschern“ stützen. Das erklärt der Geschäftsführer des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) Alexander Hissting und bezieht sich dabei auf eine gemeinsame Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Darin fordern die Forscher, das EU-Gentechnikrecht zu ändern. Die Zulassung von Nutzpflanzen, die durch Neue Gentechnik hergestellt werden, soll dabei deutlich erleichtert und eine Kennzeichnung vermieden werden. Konkret schlagen die Wissenschaftsorgani

weiter lesen...


11.12.2019

Regierung droht Brütereien mit Verbot des Kükentötens

Die Bundesregierung droht laut einer Meldung in der Rheinischen Post (RP) den Brütereien in Deutschland mit einem gesetzlichen Verbot des Kükentötens, wenn sie nicht in absehbarer Zeit auf das Schreddern der männlichen Tiere verzichten. Über ihre Forderung nach einem konkreten Vorschlag der Wirtschaftsseite für einen abgestuften Ausstieg aus dem Töten der Eintagsküken habe Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zuletzt Mitte Oktober mit den „wesentlichen Beteiligten“ gesprochen, teilte ihr Ministerium in einer Antwort auf eine schriftliche Frage der Grünen mit. „Ein solcher Vorschlag liegt noch nicht vor“, heißt es in dem Schreiben, das der Red

weiter lesen...


11.12.2019

Hitzewellen bedrohen Ernten in mehreren Kornkammern gleichzeitig

Gleichzeitige Hitzewellen in mehreren Kornkammern der Welt könnten die Ernteerträge einbrechen und die Lebensmittelpreise in die Höhe schnellen lassen. Davor warnt ein internationales Team von Wissenschaftlern in einer Studie, die am 9. Dezember im Fachjournal „Nature Climate Change“ veröffentlich wurde. Besonders stark von den Ernteeinbrüchen betroffen sein könnten der Westen Nordamerikas und Russlands, Westeuropa und die Ukraine. Für die Studie werteten die Wissenschaftler Klimadaten aus den Jahren 1979 bis 2018 aus. Sie konzentrierten sich auf bestimmte Wellenmuster im Jetstream, einem Höhenwind, der Wettersysteme von Ost nach West transportiert. Du

weiter lesen...


10.12.2019

Tag der Menschenrechte: Unternehmen fordern Lieferkettengesetz

Die Unterstützung für ein Lieferkettengesetz in Deutschland wächst: Anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember haben sich 42 deutsche Unternehmen für ein solches Gesetz ausgesprochen. Die beiden Regierungsparteien CDU und SPD haben auf ihren Parteitagen Beschlüsse für ein Lieferkettengesetz gefasst. Und auch zentrale Gremien und Würdenträger der beiden großen Volkskirchen fordern einen gesetzlichen Rahmen. Ein Lieferkettengesetz würde deutsche Unternehmen dazu verpflichten, sich in ihren globalen Geschäften an umwelt- und menschenrechtliche Standards zu halten. Bundesarbeitsminister Heil hat im Spiegel angekündigt, einen entsprechenden Ges

weiter lesen...


10.12.2019

EU überrumpelt Biobauern

Zwischen der EU und Biobauern ist es zu einem heftigen Streit gekommen. Hintergrund ist die neue EU-Öko-Basisverordnung (2018/848), die ab 1.1.2021 das bestehende Bio-Recht ablöst. Nachdem sie zunächst von den Bioverbänden unterstützt wurde, auch weil der Bund der ökologischen Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die fachliche Ausgestaltung tragen sollte, kritisieren die Verbände nun scharf die Konkretisierungen der Regelungen. In einem Brief fordert der BÖLW-Vorsitzende Prinz zu Löwenstein, Ministerin Klöckner müsse die Bio-Bremse verhindern, weil die EU Entwürfe vorgelegt habe, die Bio-Tieren und Biobauern schade und das Regierungsziel 20% bis 2030 unmöglic

weiter lesen...


09.12.2019

China rockt den deutschen Schweinepreis

Die Notierung für Schweine ist Anfang Dezember erstmals seit der BSE- Krise 2001 wieder über 2 €/kg gestiegen. Damit liegen die Einnahmen endlich seit einigen Monaten über den Ausgaben, so dass eine ordentliche Rendite erzielt werden kann. Die Ursache liegt aber nicht im einheimischen Markt. Zwar sind die Schlachtzahlen in 2019 um ca. 3,5% gefallen, aber auch der Verbrauch ist mindestens so stark gesunken. Die Impulse kommen aus dem Export nach China, seitdem dort die Schweinepest etwa 40% des gesamten Schweinebestands vernichtet hat. Da in China fast die Hälfte der Schweine weltweit gehalten werden, lässt sich erahnen, was das für Auswirkungen auf d

weiter lesen...


04.12.2019

Agrargipfel im Kanzleramt: Worten müssen Taten folgen

„Nach vielen Worten, die beim Agrargipfel im Bundeskanzleramt ausgetauscht wurden, sind nun Taten gefordert. Die unterschiedlichen Positionen der verschiedenen Vertreter von Initiativen und Verbänden aus dem Agrarbereich und seinem Umfeld wurden im Rahmen des Agrargipfels bei Bundeskanzlerin Merkel vorgetragen. Nun gilt es für die Bundesregierung, daraus Strategien und ein Handeln abzuleiten, das die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine sowohl wirtschaftlich nachhaltige, als auch gesellschaftlich akzeptierte und sozialverträgliche Landwirtschaft schafft, die in der Lage ist, mehr Leistungen für Klima-, Arten- und Umweltschutz sowie Tierwohl z

weiter lesen...


02.12.2019

Unmäßige Landkonzentration verhindern - Konzerne aus der Landwirtschaft fernhalten

Dass den Entwicklungen am Bodenmarkt nicht weiter tatenlos zugesehen werden kann, ist weitestgehend Konsens. Über das Wie eines Einschreitens gibt es jedoch unterschiedliche Vorstellungen. Jetzt hat die AbL Mitteldeutschland konkrete Vorschläge zu Inhalten eines Agrarstrukturgesetzes vorgestellt. "Kein Mensch sollte durch den Erwerb eines landwirtschaftlichen Betriebes in den Besitz von mehr als 500 ha Landwirtschaftsfläche gelangen oder mehr als 5.000 ha bewirtschaften, denn das hätte mit einer breiten Streuung des Eigentums an Grund und Boden nichts mehr zu tun", erklärt Michael Grolm, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche

weiter lesen...


02.12.2019

COP 25: Weltklimakonferenz darf nicht zum Verschiebebahnhof für Klimaschutz werden

Anlässlich der am 2. Dezember startenden 25. Weltklimakonferenz (COP 25) in Madrid fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der Europäischen Kommission sowie von der Bundesregierung, die dringend notwendigen ambitionierten Klimaschutzziele für 2030 anzukündigen und sich gegen einen internationalen Emissionshandel einzusetzen. "Zwei Wochen der Wahrheit erwarten die Weltgemeinschaft auf der Klimakonferenz. Deutschland und die Europäische Kommission müssen liefern", mahnt BUND-Vorsitzender Olaf Bandt. "Der neue EU-Klimakommissar Timmermans muss mit dem Rückhalt von Ursula von der Leyen und der deutschen Kanzlerin v

weiter lesen...


02.12.2019

Kirchlicher Appell: Auf Glyphosat verzichten

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat mit großer Mehrheit beschlossen, an die Pächter von Kirchenland zu appellieren, schon vor einem gesetzlichen Verbot auf den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat zu verzichten. Zugleich verpflichtet sich die Landeskirche, auf selbst bewirtschafteten Flächen künftig kein Glyphosat einzusetzen, teilt die Pressestelle mit. In ihrer Beschlussfassung bringe die Landessynode ihren Respekt gegenüber den Pächtern und deren Verantwortung für die Bewirtschaftung der Böden zum Ausdruck. Auch der begonnene innerkirchliche Dialog sowie der Dialog mit den Betroffenen sollen fortge

weiter lesen...


02.12.2019

Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“ gestartet

Am 25. November fiel der Startschuss für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten!“. Die zentralen Forderungen der Initiative lauten: - Schrittweiser Ausstieg aus synthetischen Pestiziden: Der Einsatz von synthetischen Pestiziden wird bis 2030 um 80 Prozent reduziert. Bis 2035 steigt die EU komplett aus der Nutzung der Ackergifte aus. - Maßnahmen zur Erholung der Biodiversität: Biotopflächen in landwirtschaftlichen Flächen werden wiederbelebt und Produktionsmethoden so gestaltet, dass die Landwirtschaft wieder einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leistet. - Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern: Die Europäische Agrarp

weiter lesen...


02.12.2019

BfN: Intensive Landnutzung bleibt die Hauptursache für Gefährdung von Biotoptypen

Knapp zwei Drittel der in Deutschland vorkommenden Lebensraumtypen sind laut der 2017 erschienenen Roten Liste der Biotoptypen gefährdet. Worauf die Ursachen für diese Gefährdung hauptsächlich zurückzuführen sind, hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt systematisch ausgewertet und in der November-Ausgabe der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft" veröffentlicht. Demnach bleiben viele Negativ-Entwicklungen, die bereits in der Roten Liste von 2006 festgestellt wurden, weiterbestehen oder haben sich sogar verstärkt. Hauptverursacher für die Gefährdung von Lebensräumen bleibt laut BfN die intensive Landnutzung insbesondere bei den Offenla

weiter lesen...


28.11.2019

Studie: Keine Kostendeckung bei Biomilch

Die Biomilch erzeugenden Bauern und Bäuerinnen bekommen ihre Erzeugungskosten nicht über den Milchpreis gedeckt. Das ist das Ergebnis einer jetzt vorgelegten Studie. Die stetig steigende Nachfrage nach Bioprodukten motiviert viele MilcherzeugerInnen in Deutschland und in Europa, ihre Betriebe umzustellen. Allein in den Jahren 2017 und 2018 wurden in Deutschland jeweils knapp 20 Prozent mehr Biomilch in Deutschland produziert. Die wachsende Marktbedeutung der Biomilch lässt auch die Nachfrage nach Informationen zum Sektor stetig steigen. Dem wichtigen Aspekt ­ der Kosten der Biomilchproduktion­ hat sich nun die Studie „Berechnung der Bio-Milcherzeugung

weiter lesen...


28.11.2019

Neue Gentechnik: Schleichender Beginn der Deregulierung

Die EU-Mitgliedsstaaten haben die Kommission beauftragt, eine Untersuchung „zu dem Status neuartiger genomischer Verfahren im Rahmen des Unionsrechts“ vorzulegen. Beobachter werten diese Entscheidung als ersten Schritt, die neuen gentechnischen Verfahren aus dem Gentechnikrecht herauszunehmen. Vorliegen soll die Untersuchung bis April 2021. Ob die EU und ihre Mitgliedstaaten bis dahin Anstrengungen unternehmen, um das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom Juli 2018 zur Neuen Gentechnik zu vollziehen, ist ungewiss. Darauf weist der Verband VLOG – Lebensmittel ohne Gentechnik hin. Der Auftrag an die Kommission steht in einem Beschluss des Eu

weiter lesen...


27.11.2019

Australien entlässt neue gentechnische Verfahren weitgehend aus der Regulierung

Die australische Regierung hatte bereits im Frühjahr 2019 eine Änderung der Zulassungsregeln für gentechnisch veränderte Organismen beschlossen. Ein letzter Versuch, im Parlament diese Regelung noch zu kippen, ist gescheitert. Nun fürchten Australiens Bio-Landwirte um ihre Zukunft. Das australische Gentechnikrecht sah bisher vor, dass alle gentechnisch veränderten Organismen (GVO) eine Zulassung brauchen. Im April 2019 legte die dortige Bundesregierung eine Änderung des Gentechnikgesetzes vor. Demnach können bestimmte Verfahren wie etwa die gezielte Stilllegung von Genen ohne jede Genehmigung angewandt werden. Organismen, die mit neuen gentechnischen

weiter lesen...


26.11.2019

BDM: Radikaler Systemwechsel nötig

Aus Sicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) muss die massive bundesweite Protestbewegung der Bauern über alle Sektoren hinweg ernst genommen werden und in einem radikalen Politikwechsel münden. Die Diskussionen und der Widerstand der Bäuerinnen und Bauern, die sich aktuell am Agrarpaket, immer mehr Auflagen und dem Gefühl mangelnder Wertschätzung für die Landwirte entzünden, sind nach Ansicht des BDM Systemprobleme, die sich nicht mit Geld aus öffentlichen Töpfen und einem „Weiter so wie bisher“ lösen lassen. „Systemprobleme erfordern ein strukturelles Handeln. Wir haben lange genug davor gewarnt, dass es so nicht weitergehen kann und

weiter lesen...


26.11.2019

Agrarpolitische Strategie muss auf den Tisch

Anlässlich der heutigen Großdemonstration von Bäuerinnen und Bauern in Berlin fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Bundesregierung auf, mit allen Beteiligten klare Ziele, einen verlässlichen Zeitrahmen und belastbare finanzielle Unterstützung abzustimmen und einen Politikwechsel zu vollziehen. Für die AbL fallen die Bauernproteste nicht vom Himmel. Viel zu lange hätten die Verantwortlichen in der Politik es versäumt, die notwendigen Veränderungen in der Landwirtschaft mit den Bäuerinnen und Bauern und mit anderen Teilen der Gesellschaft gemeinsam zu erarbeiten und dann gezielt umzusetzen. Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäft

weiter lesen...


25.11.2019

Ertragssicherung statt Ertragsmaximierung

Der Klimawandel ist weltweit eine der wichtigsten Herausforderungen, der sich auch die Landwirt*innen in Europa stellen müssen. „Aus unserer Sicht spielen die Faktoren Bodenfruchtbarkeit und nachhaltigere und damit robustere Anbausysteme eine zentrale Rolle, um den steigenden Anbaurisiken durch den Klimawandel besser begegnen zu können“, sagte Patrick Trötschler, stellvertretender Geschäftsführer der Bodensee-Stiftung im Rahmen einer Fachtagung zum Klimawandel. Die Bodensee-Stiftung stellte auch den neu entwickelten Klimawandel-Check für landwirtschaftliche Betriebe vor, der im Rahmen des EU-Projektes LIFE AgriAdapt entwickelt wurde. Das übergeordnete

weiter lesen...


Sie sehen Artikel 61 bis 80 von 1122

Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

07.12.2019

Es war jahrelang ziemlich ruhig bei den Ackerbauern im Land,