03.11.2018

Staatliche Tierwohlkennzeichnung für ISN ein Marketing-Gag

Scharfe Kritik übt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN) an den Plänen von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) zur staatlichen Tierwohlkennzeichnung. Nach einem Treffen der Ministerin zum Tierwohlkennzeichen mit Vertretern des Verbandes der Fleischwirtschaft und dem Deutschen Raiffeisenverband hatte die Ministerin verkündet "Ich bin mir mit der Fleischwirtschaft zum Tierwohlkennzeichen einig" und eine positive Bilanz des Treffens gezogen. "Das war ein für alle Seiten erfreuliches und konstruktives Gespräch zum geplanten Tierwohlkennzeichen. Wir haben eine weitere Etappe auf dem Weg zu einem erf

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03.11.2018

EU-Parlamentarier fordern Verbesserungen bei der industriellen Hähnchenmast

Das EU-Parlament hat sich für deutliche Verbesserungen bei der industriellen Hähnchenmast ausgesprochen. Eine Entschließung zum „Tierschutz, Einsatz von Antibiotika und den Auswirkungen der industriellen Masthähnchenzucht auf die Umwelt“ wurde mit großer Mehrheit angenommen. Darin betonen die Abgeordneten zum Beispiel, „dass verbesserte Haltungstechniken die Lebensqualität von Geflügel erhöhen und den Bedarf an antimikrobiellen Mitteln verringern können, etwa indem die Tiere natürliches Licht, saubere Luft und mehr Platz erhalten und die Ammoniakkonzentration reduziert wird“, und weisen darauf hin, dass „Vorbeugung die beste Medizin ist“. Sie fordern „

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01.11.2018

Strafanzeige gegen Landesbauernverbände

Gegner des Baus einer Gasleitung in Nordrhein-Westfalen, zwischen Aachen und Legden im Kreis Borken, haben Strafanzeige gegen den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und den Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) erstattet. Die Verbände haben vom Bauherrn der Leitung, der ZEELINK GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von Open Grid Europe und Thyssengas, über 58.000 Euro (WLV) und 120.000 Euro netto (RLV) als „Aufwandsentschädigung“ erhalten. Zahlungen, die die Verbände bestätigt haben. Rainer Rehbein, einer der Sprecher der Initiative gegen den Leitungsbau, hält solche Zahlungen „grundsätzlich, besonders aber in dieser Höhe für mehr

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30.10.2018

Antibiotikaresistenzen machen nicht an Ländergrenzen halt

Während Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner international ihre nationalen Maßnahmen gegen den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zur Nachahmung empfiehlt, üben Organisationen wie Germanwatch deutliche Kritik an ihrer Haltung und ihren nationalen Aktivitäten. Ende Oktober hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft die laut Bundesministerium (BMEL) „erfolgreiche Deutsche Resistenzstrategie“ in Marrakesch, Marokko, auf der zweiten internationalen Konferenz der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE zu Antibiotikaresistenzen vorgestellt und in diesem Zusammenhang betont: "Antibiotikaresistenzen machen nicht an Ländergren

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28.10.2018

Mehr Bio und kein CETA in Bayern

Bayern braucht mehr Bio: Das muss in einem künftigen Koalitionsvertrag klar festgeschrieben werden. Die neue Regierung muss handeln, fordern die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ Bayern) und der Bund Naturschutz in Bayern (BN). Und an anderer Stelle hat der BN im Bündnis mit anderen Organisationen von den Freien Wählern im Falle einer Regierungsbeteiligung gefordert, die Zustimmung Bayerns zu CETA im Bundesrat zu verhindern. „Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft bietet große Chancen für Bayern, denn sie erbringt den von den Menschen in Bayern gewünschten Umwelt- und Tierschutz, trägt zu nachhaltigen Wirtsch

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28.10.2018

10 Milliarden Menschen nachhaltig und gesund ernähren

"Die Ernährung einer Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen ist möglich - aber nur, wenn wir die Art und Weise ändern, wie wir essen und Lebensmittel produzieren. Das zeigt unsere Forschung. Den Ernährungssektor grüner machen oder unseren Planeten aufessen – das steht heute auf der Speisekarte zur Auswahl", erklärt Johan Rockström, designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Er ist einer der Autoren einer Studie, die von einem internationalen Team von Wissenschaftlern im Fachmagazin Nature veröffentlicht wird. "Bereits heute ist das Ernährungssystem ein wichtiger Treiber für den Klimawandel, für die Übernu

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26.10.2018

EU verschärft Regelungen zum Antibiotikaeinsatz

Eine Mehrheit der Abgeordneten des EU-Parlaments hat die Ergebnisse der Verhandlungen mit dem Rat und der EU-Kommission („Trilog“) zum Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung angenommen. Das Ziel ist eine deutliche Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes. Reserveantibiotika sollen künftig den Menschen vorbehalten bleiben. Auch der prophylaktische Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung soll zukünftig nur noch in absoluten Ausnahmefällen möglich sein. Tierärzte sollen verpflichtet werden, jede prophylaktische oder metaphylaktische Verschreibung von antimikrobiellen Mitteln schriftlich zu begründen und die klinische Untersuchung des betreffenden Tieres zu

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26.10.2018

EU-Parlament für höheres EU-Klimaziel 2030

„Das Europäische Parlament macht Tempo beim Klimaschutz“ kommentiert Germanwatch ein Mandat der Abgeordneten, das diese der EU-Verhandlungsdelegation für den UN-Klimagipfel in Katowice im Dezember mitgegeben haben, in dem sie fordern, die EU müsse ihr Ziel zur Reduktion der Treibhausgase von derzeit 40 Prozent (unter dem Niveau von 1990) auf 55 Prozent anheben. Bis spätestens 2050 streben die Parlamentarier Treibhausgasneutralität an, was eine Emissionssenkung auf fast Null bedeuten würde. "Wir freuen uns, dass die Abgeordneten damit direkt auf die Ergebnisse des jüngsten Berichts des Klimarates IPCC zum 1,5-Grad-Ziel reagieren", sagt Christo

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25.10.2018

Bündnis fordert Deutschland zur Unterstützung der Kleinbauernerklärung in der UN-Vollversammlung auf

Ab heute befasst sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der UN-Erklärung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten. Diese Erklärung ist Ende September vom UN-Menschenrechtsrat angenommen worden. Dem gingen sechs Jahre harte Verhandlungen voraus. Sie betont die Rechte von Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und anderen Landarbeitern, die weltweit diskriminiert werden. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordert die Bundesregierung auf, die Erklärung in der UN-Vollversammlung in ihrer jetzigen Form zu unterstützen. Der UN-Menschenrechtsrat hat die Erklärung erarbeitet, da Bauern und Bäuerinnen u

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25.10.2018

Gene-Drive Moratorium gefordert

Aktuell fordern über 200 weltweite Organisationen ein Gene-Drive Moratorium. Der Gene-Drive Mechanismus soll zur beschleunigten Ausbreitung von Gen-Veränderungen in Populationen dienen. Zurzeit werden Gene-Drives hauptsächlich mit der CRISPR/Cas-Technik erzeugt. Diese wurde so entwickelt, dass die Veranlagung zur Gen-Schere CRISPR/Cas im Erbgut verankert wird. Die Gen-Schere soll die DNA an einer vorbestimmten Stelle schneiden, um dort die gewollte Veränderung einzubauen. Diese gentechnische Veränderung (also die Gen-Veränderung plus das CRISPR/Cas-Werkzeug) wird an die nächste Generation weitergegeben. Dadurch verbreiten sich die neuen Eigenschaften s

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25.10.2018

Geringe Mengen, hoch wirksam

Forscher an der Universität in Canterbury, Neuseeland, haben herausgefunden, dass Bakterien, die Glyphosat oder Dicamba enthaltenden Herbiziden ausgesetzt werden, hunderttausendmal schneller eine Resistenz gegen Antibiotika entwickeln als unbehandelte Bakterien. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass bestimmte Chemikalien die Wirksamkeit von Antibiotika erhöhen. Demzufolge würden auch bisher für eine Resistenzbildung als zu niedrige angesehene Antibiotikadosen in der Kombination mit Chemikalien Resistenzen fördern. „Die Kombinationen von Chemikalien, denen Bakterien in unserer modernen Umwelt ausgesetzt sind, sollten zusammen mit der Anwendung von

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24.10.2018

Bundesregierung äußert sich zu Übergangsfrist bei Ferkelkastration

„Die Bundesregierung wird die Übergangsfrist, die bis zur Geltung des Verbots der betäubungslosen Ferkelkas­tration um zwei Jahre verlängert werden soll, nutzen, um die Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration im Sinne der Praxisgerechtheit fortzuentwickeln. Auf diese Weise soll die Ferkelproduktion auch künftig in Deutsch­land gehalten und verhindert werden, dass gerade kleine und mittlere Betriebe aufgeben“, heißt es in einer schriftlichen Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel auf eine Anfrage des grünen Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff. „Auch aus diesem Grund wird das Bundesministerium für Ernährung u

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22.10.2018

Bayern kann CETA stoppen

Vier zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Freien Wähler in Bayern aufgefordert, mit aller Kraft das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA im Bundesrat zu verhindern. In ihrem Wahlprogramm haben sich die Freien Wähler gegen CETA ausgesprochen. Zum Auftakt der Koalitionsgespräche zwischen CSU und Freien Wählern starteten die Organisationen eine Mitmach-Aktion, gerichtet an den Parteichef der Freien Wähler Hubert Aiwanger. In dem Appell an den Parteichef heißt es: „Bald muss der Bundesrat über das Handelsabkommen CETA entscheiden. Bayern sollte dabei nicht mit Ja stimmen. Denn CETA dient nicht der Allgemeinheit, sondern bedient einse

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21.10.2018

UN-Ausschuss rügt Deutschland wegen mangelnder Menschenrechtsstandards für Unternehmen und auch in der Agrarpolitik

In der vergangenen Woche hat der Sozialausschuss der Vereinten Nationen (UN) seinen Abschlussbericht über die Einhaltung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte durch die Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht. Der Ausschuss kritisiert darin die "ausschließlich freiwillige Natur der menschenrechtlichen Sorgfalt", wie sie im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte beschrieben wird. Deutschland solle gesetzlich sicherstellen, dass Unternehmen die Menschenrechte in Auslandsgeschäften achten und für Verstöße haftbar gemacht werden können. Auch in der Agrar-, Handels-, Investitions-, Klima- und Finanzpolitik monierte

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21.10.2018

MISEREOR fordert sozial-ökologische Wende in der Agrarpolitik

Zunehmende Wetterextreme wie Stürme, Überschwemmungen und lange Trockenzeiten machen nach Ansicht MISEREORs die Wende der weltweiten Agrar- und Ernährungspolitik immer dringlicher. Eine aktuelle Umfrage unter Landwirtinnen und Landwirten in Deutschland zeigt: Auch 63 Prozent der befragten Bauern hierzulande halten ein Umdenken angesichts des Klimawandels für nötig. Dass agrarökologische Anbaumethoden hierzu einen konkreten Beitrag leisten können, zeigt eine jetzt veröffentlichte Studie des Werks für Entwicklungszusammenarbeit. „Während die industrialisierte Landwirtschaft weiterhin erheblich zur Erderwärmung beiträgt und die Agrarindustrie einseitig a

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21.10.2018

Bauernbund mahnt Vorlage eines Agrarstrukturgesetzes an

Anlässlich eines Berichterstattergesprächs im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages zur Transparenz auf dem Bodenmarkt hat der Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt, Jochen Dettmer, die regierungstragenden Landtagsfraktionen von Sachsen-Anhalt (CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen) aufgefordert, endlich einen Gesetzentwurf zur Sicherung der Agrarstruktur vorzulegen. „Es wird höchste Zeit, dass wir in die parlamentarischen Beratungen kommen, um ein Gesetz zur Sicherung der Agrarstruktur zu verabschieden. Der Deutsche Bauernbund hat kürzlich dazu einen Diskussionsvorschlag unterbreitet. Von der Bundesregierung erwarten wir, dass Bodenverkäufe die üb

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19.10.2018

SVFLG bewilligt nun doch Rentenanträge

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gibt ihre von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und dem Arbeitskreis zur Abschaffung der Hofabgabeklausel massiv kritisierte Verweigerungshaltung zur Bewilligung von Rentenanträgen auf und will nun doch „vorläufige“ Altersrenten nach dem Gesetz über die Alterssicherung für Landwirte (ALG) bewilligen. In einer Mitteilung der SVFLG dazu heißt es: „Der Vorstand der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat sich am 18. Oktober 2018 erneut mit den Auswirkungen der Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Hofabgabekl

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17.10.2018

Tierschutzbund sieht wichtiges Signal in Zusammenarbeit mit Penny

Im Juli dieses Jahres stellte der Discounter Penny seine Haltungskennzeichnung für Eigenmarken-Fleisch vom Schwein, Rind und Geflügel vor. Mit dem in dieser Woche vorgestellten Konzept des Teutoburger Hofschweins geht der Discounter laut einer Mitteilung der Rewe-Group, zu der die Penny-Märkte gehören, „einen Schritt weiter“. Demnach führen ab sofort alle Penny-Märkte Wurstprodukte des Teutoburger Hofschweins und 550 Penny-Märkte zusätzlich Fleischprodukte. „Damit realisiert Penny als erstes Handelsunternehmen ein abgestimmtes Konzept zur Vermarktung ganzer Schweine“, heißt es in der Mitteilung. Die Produkte erfüllen die Einstiegsstufe des Tierschutzla

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17.10.2018

Koalition lehnt sofortige Abschaffung der Hofabgabeklausel ab

Ein von den Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke gemeinsam eingebrachter Antrag, die Hofabgabeklausel „endgültig und vollumfänglich“ zu streichen, ist im Agrarausschuss des Bundestages gescheitert. CDU/CSU und SPD votierten mit ihrer Mehrheit gegen die Stimmen der übrigen Fraktionen (Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, AfD, FDP). Für die Antragsteller verstößt die derzeitige Regelung zur Hofabgabe sowohl gegen das Gebot der Verhältnismäßigkeit als auch gegen den Gleichheitsgrundsatz. Die Streichung der Hofabgabeklausel sei erforderlich, weil das ursprüngliche agrarstrukturelle Ziel nicht mehr erreicht würde, eine frühzeitige geregelte Hofüber

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16.10.2018

Welternährungstag: Bündnis fordert Moratorium gegen „Gene Drives“ von Bundesregierung

Am heutigen Welternährungstag fordern mehr als 200 führende Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen der globalen Bewegung für Ernährungssouveränität und eine klimascho­nende Landwirtschaft ein Moratorium für die Freisetzung von "Gene Drives", darunter u.a. die amtierende UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Nahrung, Hilal Elver, sowie ihre Vorgänger Olivier de Schutter und Jean Ziegler. Gene Drives sind biotechnolo­gi­sche Anwendungen von bislang unbekannter Wirkungsmacht, die sich derzeit in der Ent­wicklung befinden. Die Technologie schaltet die natürlichen Regeln der Vererbung und Evolution aus, indem gentechnisch

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26.11.2018

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