08.01.2019

Europäische Agrarpolitik muss Agrarstrukturpolitik werden

Angesichts der 2019 bevorstehenden Wahl zum Europäischen Parlament hat der Bauernbund Brandenburg die Parteien dazu aufgefordert, sich eindeutig zum bäuerlichen Familienbetrieb als der ökonomisch und ökologisch leistungsfähigsten Agrarstruktur zu bekennen. "Wir brauchen eine Kappung der Agrarsubventionen und deren Beschränkung auf ortsansässige Landwirte", sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze, der in Krielow im Havelland auf 560 Hektar Ackerbau und Rindermast betreibt: "Es ist ein Skandal, dass die riesigen Agrarkonzerne überregionaler Investoren nach wie vor mit Steuergeldern bis zum letzten Hektar durchsubventioniert werden."

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06.01.2019

Aufruf zur „Wir haben es satt“-Demo nach Berlin

In 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Das schreibt der aus über 50 Organisationen bestehende zivilgesellschaftliche Zusammenschluss „Meine Landwirtschaft“ in seinem Aufruf zur „Wir haben es satt“-Demonstration am 19. Januar in Berlin. Seiner Ansicht nach sollen die EU-Agrargelder nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung eingesetzt werden und kleine und mittlere Betriebe, die gute Lebensmittel erzeugen, mehr Unterstützung erhalten. Agrarministerin Julia Klöckner dürfe sich nicht länger vo

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05.01.2019

Hogan hält an GAP-Zielen fest

Eine gerechtere und gezieltere Verteilung der EU-Agrargelder unter anderem durch eine Kürzung der Direktzahlungen pro Betrieb ab 60.000 Euro und eine absolute und verpflichtende Obergrenze bei 100.000 Euro (Reduktionsmechanismus) bleibt das Ziel des Vorschlages von EU-Agrarkommissar Phil Hogan für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Das geht aus seiner Antwort auf eine schriftliche Anfrage der finnischen EU-Abgeordneten Elsi Katainen hervor. Der Vorschlag sei auch eine Reaktion auf die öffentliche Kritik an der bisherigen Verteilung der EU-Agrargelder zugunsten größerer Betriebe, zumal deren Bedarf an Einkommensunterstützung im Durchschnitt

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05.01.2019

Rheinland-Pfalz übernimmt AMK-Vorsitz

„Rheinland-Pfalz ist im Jahr 2019 das Zentrum der Agrarpolitik in Deutschland“, teilt das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) Anfang 2019 mit, denn dann übernimmt das Land mit Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing (FDP) den Vorsitz der Agrarministerkonferenzen in 2019. „2019 wird ein spannendes Jahr für die Agrarpolitik“, sagte Wissing. Das Hauptziel sei, zusammen mit den Länderministerinnen und -ministern sowie der Bundeslandwirtschaftsministerin die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 im Interesse der deutschen Landwirtschaft kritisch zu begleiten und mit kons

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03.01.2019

Preise für Agrarland deutlich gestiegen

Die Preise für Agrarland in Deutschland explodieren förmlich – seit 2010 haben sich die Kaufpreise mehr als verdoppelt. War damals ein Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche noch für 11.854 Euro zu haben, lag 2017 der Preis im Bundesdurchschnitt bereits bei 24.064 Euro. Das geht aus dem Mitte Dezember vom Deutschen Bauernverband veröffentlichten Situationsbericht 2018/19 hervor, der sich auf die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke stützt und diese in Grafiken aufbereitet. Diese Statistik wiederum beruht auf Angaben der Finanzämter oder der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte und erfasst

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02.01.2019

Schwarz-grüner Koalitionsvertrag für ein gentechnikfreies Hessen

„Unser Leitbild bleibt die familiengeprägte, bäuerliche Landwirtschaft. Sie dient der regionalen Wertschöpfung und dem Erhalt der Kulturlandschaft und sorgt für gesundes und regionales Essen – sowohl ökologisch, als auch konventionell angebaut.“. So steht es in dem kurz vor Weihnachten in Hessen zwischen der CDU und Bündnis 90/Die Grünen vereinbarten Koalitionsvertrag mit dem Titel „Aufbruch im Wandel durch Haltung, Orientierung und Zusammenhalt“. Im Hinblick „auf die globalen Herausforderungen in einem rasanten Wandel“ will die Koalition eine „zuverlässige Prozessbegleiterin“ für die landwirtschaftlichen Betriebe sein. Mit Blick auf die anstehende R

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29.12.2018

Verbotener Gentechnik-Raps in Deutschland ausgesät

Laut Informationen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist aus Frankreich stammendes Rapssaatgut, das ein nicht zum Anbau in Europa zugelassenes Gen­technik­konstrukt enthält (GT73 von Monsanto, jetzt Bayer), in 2018 auch in Deutschland ausgesät worden. „Der Fund von gentechnischen Verunreinigungen in konventionellem Raps-Saatgut zeigt einmal mehr, dass die Gentechnik-Industrie nichts im Griff hat“, kommentiert die Gentechnik-Expertin Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). „Der mit GT73 verunreinigte Raps muss vernichtet werden, um jegliche Ausbreitungen in der Umwelt und in Leb

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29.12.2018

2018: Starke Umweltbewegung, zögerliche Bundesregierung

Eine aus umweltpolitischer Sicht ernüchternde Bilanz für das Jahr 2018 zieht der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger. Für 2019 fordert der BUND von der Bundesregierung ein wirksames, eigenständiges Klimaschutzgesetz und mit Blick auf die Reform der Europäischen Agrarpolitik mehr Geld für "bäuerlich-ökologische Strukturen". "Es hat uns sehr gefreut, dass die Umweltbewegung in diesem Jahr von einem so breiten gesellschaftlichen Rückhalt vor allem auch von jungen Menschen getragen wurde", erklärt Weiger mit Blick auf die zahlreichen Großdemonstrationen in diesem Jahr. "Die Umweltbewe

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29.12.2018

Das Wollschwein ist „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2019“

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) hat das Wollschwein zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2019“ erklärt. Die GEH ernennt seit 1984 alljährlich die „Gefährdete Rasse“ und will damit deutlich machen, dass neben den Wildtieren und Wildpflanzen auch in der Landwirtschaft der Verlust der Vielfalt eingezogen ist. Mit dem Wollschwein steht laut GEH im Jahr 2019 eine Nutztierrasse im Mittelpunkt, die auf der Roten Liste in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ aufgeführt ist. Das Wollschwein ist eine der ältesten, rein erhaltenen Schweinerassen Europas. Seinen Ursprung hat es auf dem Balkan, vor allem i

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21.12.2018

DMK wertet Fett in der Milch auf

Die DMK Group (Deutsches Milchkontor), Deutschlands größte Molkereigenossenschaft, wertet ab dem 1.1.2019 den Inhaltsstoff Fett in der Milch auf und kommt damit einer Forderung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) nach. „Eine Anpassung des Werteverhältnisses von Fett zu Eiweiß ist für eine marktgerechte Bezahlung der Milch erforderlich. Über viele Jahre hatte das Verhältnis von Fett zu Eiweiß 1:2 betragen. Doch die Verwertungssituation am Markt hat sich grundsätzlich verändert. Vor allem, weil der Preis für Milchfett in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Im Jahr 2017 liefen Fett- und Eiweißpreis dann komplett auseinande

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20.12.2018

Das Vorsorgeprinzip durch Innovation ausgehebelt

Das Vorsorgeprinzip ist als eines der Grundelemente der Umweltpolitik in Deutschland und in Europa fest verankert und findet sich beispielsweise als eines der Primärrechte der EU im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Art. 191 AEUV). Doch jetzt droht es durch das Innovationsprinzip ausgehebelt zu werden. „Das Vorsorgeprinzip kommt insbesondere dann zur Anwendung, wenn es darum geht, mit Unsicherheiten und Nichtwissen in der Risikoabschätzung umzugehen, weil weder der eindeutige Nachweis für Gefahren noch für die Sicherheit von Produkten vorliegt“, erklärt Annemarie Volling, Gentechnikexpertin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landw

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20.12.2018

Erster Schritt gegen unfaire Handelspraktiken

Am 19. Dezember 2018 sind die Trilog-Verhandlungen zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischem Parlament und dem Europäischen Rat unter der österreichischen Ratspräsidentschaft über den Richtlinienvorschlag „Unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette“ zu einem Abschluss gekommen. Künftig sollen Landwirte und andere Lebensmittelproduzenten besser vor unfairer Behandlung durch Supermarktketten und Lebensmittelkonzerne geschützt werden. Als unlautere Handelspraktiken gelten beispielsweise die Verweigerung schriftlicher Verträge, die rückwirkende Änderung vertraglicher Verpflichtungen, die Beteiligung bzw. Kostenübertragung von Werbeausga

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20.12.2018

UN-Klimagipfel: Jetzt muss Bundesregierung handeln

Das auf der Weltklimakonferenz in Katowice (COP 24) vereinbarte Regelbuch ist nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch eine solide Grundlage für die weltweite Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. "Dieses Regelwerk ist eine solide technische Basis. Aber zur Abwendung der Klimakrise kommt es nun darauf an, dass alle Staaten deutlich mehr politischen Willen zur zügigen Umsetzung des Pariser Abkommens zeigen", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Für den notwendigen Wandel müssen zum Beispiel weitreichende Transformationspartnerschaften zwischen Staaten zur Umsetzung der Energie- u

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20.12.2018

Zahlreiche Mängel bei Pestizid-Zulassung

Eine aktuelle Analyse offenbart zahleiche Schwachstellen beim europäischen Pestizid-Zulassungssystem und bietet Lösungen an. In einem neuen White Paper, dessen Erstellung vom Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) Europe koordiniert wurde, haben die 24 an der Erarbeitung des Papiers beteiligten Experten zahlreiche Mängel bei der Sicherheitsbewertung von Pestiziden identifiziert. Diese Defizite seien wesentlich mitverantwortlich dafür, dass gefährliche Pestizide in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden. In der Analyse werden auch Vorschläge unterbreitet, wie die Risikobewertung von Pestiziden im Einklang mit der EU-Gesetzgebung verbessert werde

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19.12.2018

US-Gericht soll entscheiden

Zwei Tage nach der erneuten Zulassung Dicamba enthaltender Herbizide forderten Monsantos Anwälte das zuständige Gericht auf, eine gegen die Umweltbehörde EPA gerichtete Klage abzuweisen. Die Kläger argumentieren, die EPA habe Dicamba-Produkte 2016 ohne ausreichende Prüfung zugelassen. Das Anwaltsteam von Bayer-Monsanto sieht mit der neuerlichen, zweijährigen Zulassung den Grund der Klage als nicht mehr gegeben. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2019 Farmer in den USA mehr als 24 Millionen Hektar gegen Dicamba resistenter GVO-Sojabohnen pflanzen werden.

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18.12.2018

UN-Vollversammlung bekennt sich zum Schutz der Menschenrechte auf dem Land

Die UN-Vollversammlung hat gestern nach jahrelangen Verhandlungen die Erklärung für die „Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Damit werden Kleinbauern und andere Gruppen wie Landarbeiter*innen besser vor Menschenrechtsverletzungen geschützt. Ein Bündnis aus 19 deutschen und internationalen Bauern-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen fordert: Auch die Bundesregierung muss sich zur Erklärung bekennen und sie konsequent umsetzen. Bei der finalen Abstimmung im Plenum der UN-Vollversammlung in New York votierten 121 Staaten dafür, acht dagegen und 54 enthiel

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14.12.2018

Neuer AbL-Bundesvorstand gewählt

EU-Agrarreform, Tierhaltung und Vermarktung lauteten die inhaltlichen Schwerpunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Ferner wurde ihr bisheriger Vorstand mit großer Mehrheit wiedergewählt und ergänzt. Neben dem bisherigen AbL-Vorsitzenden Martin Schulz, Neuland-Schweinemäster im Wendland, wählte die Versammlung im hessischen Buchenau Elisabeth Fresen, Jungbäuerin mit Mutterkuhhaltung und Ackerbau aus dem Landkreis Verden/Aller, zur neuen AbL-Vorsitzenden. Die weiteren gewählten Vorstandsmitglieder sind Lucia Heigl, Milchbäuerin aus Bayern (stellvertretende Vorsitzende), Reiko Wöllert aus Thü

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14.12.2018

Gelungener Nyéléni-Kongress in Freiburg

Eine andere Agrarpolitik ist nötig - Die Zeit ist reif für Ernährungssouveränität! Unter diesem Motto trafen sich knapp 200 Akteur*innen von alternativen Organisationen und Initiativen aus dem Landwirtschafts- und Ernährungsbereich überwiegend aus Österreich, der Schweiz und Deutschland beim internationalen Kongress für Ernährungssouveränität, um sich über vielfältige Wege für ein demokratisch gestaltetes gerechteres und ökologischeres Ernährungssystem auszutauschen. Nach der Auftaktveranstaltung mit Gastredner Olivier de Schutter, dem ehemaligen UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, führten sechs Exkursionen in die Region rund um Freib

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14.12.2018

Bauer startet Klima-Petition an Kanzlerin Merkel

„Frau Merkel, handeln Sie jetzt: Retten Sie Klima und Lebensgrundlagen!“ Mit diesem Apell hat der Bauer Ulf Allhoff-Cramer eine Online-Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel gestartet. Darin fordert er die Kanzlerin zur Einhaltung beziehungsweise Verschärfung der Klimaziele auf und sich an die Spitze der globalen Klimabewegung zu stellen. Sein Betrieb in Ostwestfalen mit circa 80 Rindern hat die diesjährige Dürre deutlich zu spüren bekommen. Trotz zehn Hektar zusätzlich gepachtetem Futter mussten Tiere abgegeben werden. „Meine Enkeltochter Paula ist bald zwei Jahre alt. Sie liebt unsere Rinder, den Wald und das Treckerfahren. Und sie hat, wie all

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Ein Interview mit der Geschäftsführerin des BNN über die Anf