25.08.2016

Umweltrat für gleichberechtigte, bäuerliche Interessenvertretung

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung hat in seinem diesjährigen Umweltgutachten darauf hingewiesen, dass der Deutsche Bauernverband eine einflussreiche Schlüsselrolle in der agrarpolitischen Entscheidungsfindung hat. Der SRU kritisiert diese Einzelstellung, weil in der Diskussion zur Agrarpolitik weitere Interessen und Verbände, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, ein diverseres Meinungsbild ergeben. Die vom Bundesumweltministerium berufenen WissenschaftlerInnen empfehlen: "Verbraucher-, Umwelt-, Naturschutz- und reformbereite Landwirtschaftsinteressen sollten im formellen und informellen Be

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18.08.2016

Biobäuerliche Agrarkultur diskutieren

11 AutorInnen aus biobäuerlichen Kreisen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands haben ein Diskussionspapier über bäuerliches Selbstverständnis von Biobauern und -bäuerinnen im 21. Jahrhundert verfasst (siehe Datei ganz unten). Sie nennen ihre Arbeitsgruppe selbst „Freisinger Kreis“ und vertreten die Einstellung „Biolandbau ist eine Agrarkultur, also mehr als eine landwirtschaftliche Verfahrenslehre und ein Zertifizierungsmodell.“ Ausgehend von den aktuellen Diskussionen zur zukünftigen Entwicklung des Ökolandbaus, hat die Gruppe ihre Vorstellungen von biologisch bäuerlichem Wirtschaften aufgeschrieben, unterteilt in drei Bereiche: Systemwechsel mit

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18.08.2016

Intakte Schnäbel in Hessen

Ab dem kommenden Jahr sollen in Hessen lebenden Legehennen die Schnöbel nicht mehr gekürzt werden. Dass ist das Ergebnis einer freiwilligen Vereinbarung zwischen dem Landesverband der Geflügelwirtschaft und der Landesregierung. Ab dem kommenden Januar sei der Eingriff nur noch in Ausnahmefällen möglich. Das allerdings ist schon jetzt die Gesetzliche Grundlage. Denn das Bundestierschutzgesetz lässt nicht kurative Eingriffe, wie das Schnäbelkürzen bzw das Schwänze kupieren nur im Einzelfall und in Ausnahmesituationen zu. Dass dies dennoch ein fester Bestandteil eines großteils der Legehennenbetriebe ist wird oft übersehen. Umso wichtiger der Schritt hin

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18.08.2016

Bäcker und Fleischer verschwinden

Es ist der Trend zu immer konzentrierteren, nicht selten industriellen Strukturen, der es den regional verwurzelten, handwerklich arbeitenden Bäckereien und Metzgereien zum Verhängnis wird. Eine kleine Anfrage der Grünen zeigte jetzt auf wie dramatisch der Rückgang in den beiden Handwerksbranchen wirklich ist. Während es im Jahr 2005 noch 16.741 Bäckereien im Bundesgebiet gab schrumpfte deren Zahl um 4.586 auf 12.155 Betriebe im Jahr 2015. Noch größer war die Zahl der Metzgereien, die in diesem Zeitraum aufhörten. Von ehemals 19.580 Betrieben 2005 waren zehn Jahre später noch 14.448 übrig geblieben. Mit der Reduktion der Betriebe geht auch ein Verlust

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18.08.2016

Der neue Futtermittelreader

Der zunehmende Anbau von Soja ist weiter einer der wichtigsten Treiber von Umweltzerstörung und Landvertreibung in Lateinamerika. Dabei gibt es Alternativen zur sojabasierten Fütterung. Bohnen, Erbsen, Kleegras und andere Leguminosen können Stickstoff aus der Luft binden und sich damit selbst sowie benachbarte Pflanzen düngen. Ihr regelmäßiger Anbau hilft dabei, Mineraldünger einzusparen und die Bodenqualität zu verbessern. Diese Pflanzen können Soja gut als Eiweißfutter ersetzen, wenn die Kühe keine Höchsterträge bei der Milch- und Fleischleistung bringen müssen. Gerade in Zeiten der durch Überproduktion verursachten Preiskrise bei Milch und Schweine

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18.08.2016

Fotoaktion: Unsere Ernte gehört uns!

Schlammschlacht, Nachtsitzung oder Gerade-noch-so-geschafft, Ernte ist nicht nur in diesem Jahr eine Freude sondern auch oft ein Abenteuer. Davon gibt es hoffentlich mehr als nur Bilder im Kopf. Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugebühren und Nachbaugesetze (IGN) sucht nun das Erntephoto des Jahres 2016. Es geht darum einmal mehr zu zeigen, dass Recht der Bauern und Bäuerinnen bleiben muss, über ihre Ernte zu verfügen. Die IGN freut sich über alle Photos und wird das bis zum 11.9. eingesandte Siegerbild mit einer Tonne bestem Gerstensaatgut von unserem Mitstreiter Klaus Buschmeier prämieren. Einsendungen bitte an redaktion@bauernstimme.de od

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11.08.2016

Gentechnik: neues Label aus Niedersachsen?

Niedersachsen plant ein neues Label für gentechnikfreie Produkte aus heimischer Erzeugung. Das ist Bestandteil eines dreijährigen Projektes, das den Absatz tierischer Produkte fördern soll, für die einheimische gentechnikfreie Eiweißpflanzen verfüttert wurden. Dazu soll die Vereinigung Norddeutscher Direktvermarkter (VND) regionale Vermarktungsstrukturen aufbauen. Mit Fördermitteln von 119.000 € hat sie dafür jetzt eine Koordinierungsstelle eingerichtet. „Die Entwicklung eines regionalen oder gar überregionalen Labels ist wichtig“, findet Niedersachsens Agrar- und Verbraucherschutzminister Christian Meyer. Besonderer Fokus des neuen Labels seien die

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11.08.2016

Bunge stellt Mais ohne Gentechnik bereit

Der Agrarhändler Bunge hat eine eigene Sparte für zertifiziert gentechnik-freien Mais und Öle eingeführt. Dies mache ihn zum einzigen großen Anbieter, der Nicht-Gentechnik-Maiszutaten auch für große Abnehmer bereitstellen könne, erklärte der Konzern in einer Mitteilung. Der Mais ist nach den Richtlinien des US-amerikanischen Non-GMO Project zertifiziert. Zudem bietet Bunge nach eigenen Angaben auch große Mengen an gentechnik-freiem Raps- und Sojaöl an. Ergebnisse der Marktforschung wiesen darauf hin, dass 40 Prozent der Verbraucher [in den USA] „aktiv“ den Konsum von Gentechnik-Lebensmitteln „managen“ – ihn also möglichst vermeiden wollen – erklärte M

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11.08.2016

Größte Molkerei DMK zahlt am schlechtesten

Einer aktuellen Erhebung des niederländischen Bauernverbands LTO zufolge liegt der Milchpreis des DMK im letzten ausgewerteten Monat (Juni 2016) satte 5 Cent je Liter unter dem europäischen Durchschnitt. Auch für August sei wohl noch kein Preisanstieg vorgesehen, schreibt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in ihrer Pressemitteilung und wirft dem DMK vor durch sein Vorgehen, insbesondere die schlechten Kontraktabschlüsse mit den Handelsketten für das Halbjahr Mai bis Oktober, den Auszahlungspreis in der gesamten Republik und durch die Fusion mit der Molkerei DOC auch in den Niederlanden zu drücken. „Die Spitze dieser Genossenschaftsmolke

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11.08.2016

BDM-Bauern stellen Bleser zur Rede

So hatte sich Peter Bleser, CDU-Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium seinen Auftritt in Sulingen im Keris Diepholz bestimmt nicht vorgestellt. Spontan, wie die Norddeutschen Milchbauern es in der Vergangenheit immer wieder demonstriert hatten, versammelten sich um die 50 Milchbäuerinnen und-bauern mit ca. 20 Treckergespannen vor dem Veranstaltungslokal, um auf die für sie existenzbedrohende Situation am Milchmarkt hinzuweisen. Nachdem ihnen Einlass gewährt wurde stellten sie Den Staatssekretär zur Rede und forderten ihn auf endlich Maßnahmen zu ergreifen um die Milchmenge zu regulieren. Diesem Ansinnenen jedoch erteilte Bleser eine klare Absag

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11.08.2016

ALDI: Internationale Tierschutz-Einkaufspolitik

Ab 2025 sollen bei ALDI Nord auch außerhalb Deutschlands keine Käfigeier mehr zum verkauf angeboten werden. „Wir streben an, bis spätestens 2025 keine Eier mehr aus Käfighaltung zu handeln.“ schreibt der Discounter in seinem im Juni erschienenen Papier zur „Internationalen Tierschutz.Einkaufspolitik“. In dem Papier stellt ALDI Nord Tierschutzschwerpunkte vor "Wir haben fünf Schwerpunkte für unser Tierwohl-Engagement identifiziert: tierwohlorientierte Sortimentsgestaltung, Transparenz und Rückverfolgbarkeit, Kontrollen und Audits, Tierwohl-Beitrag und proaktiven Dialog.“ Auch wenn ALDI Nord als Vorreiter schion seit 2004 in Deutschland keine Käfig

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11.08.2016

From DDT to Glyphosate

Wie unbedarft man zu beginn der Technisierung der Landwirtschaft mit Pflanzengiften umging. Wie sehr die chemischen Substanzen, wie beispielsweise DDT, als Heilsbringer ohne Nebenwirkungen beworben und auch angewendet wurden, dass zeigt ein Film von GMwatch. Der Bericht zeichnet den Weg aus den Anfängen der Chemisierung der Landwirtschaft bis heute. Reißt die Probleme an und lässt verschiedenen kritische Wissenschaftler zu Wort kommen. Der Beitrag ist aber auch ein klares Plädoyer sich kritisch mit dieser Art der industrialisierten Form der Landwirtschaft auseinander zu setzen. Ein Film von GM-Watch. Leider nur auf englisch.

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28.06.2016

Zum 40. Geburtstag ein Fest – für und mit der Bauernstimme

Die Bauernstimme feiert ihr 40-jähriges Jubiläum – das ganze Jahr über, mit jeder Ausgabe neu. Im Juni gab es die 400. Ausgabe - und nun am 25. und 26. Juni 2016 in Körbecke (Westfalen) auf dem Bauernhof von Heike Schäfer-Jacobi und Josef Jacobi das Jubiläumsfest. 170 Menschen waren angereist, um gemeinsam zurück und nach vorne zu blicken und miteinander zu feiern. Michael Sontheimer, der für den Spiegel und die Zeit schreibt, hielt den Festvortrag rund um die Entwicklung und die Facetten des Umweltjournalismus. Einen Blick von Bauernseite auf die Bauernstimme bot Sauenhalter Günter Völker. Neben Rundgängen durch Kuhstall und Hofkäserei und Diskussi

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28.06.2016

Gegen sikkatiertes Getreide

Die Mühlen in Deutschland sind um ihren Ruf und um die Qualtität ihrer Produkte besorgt. Im speziellen geht es um den unkontrollierten Eintrag von Glyphosat. In einem Rundschreiben fordert der Verband Deutscher Mühlen (VDM) kein mit Glyphosat behandeltes Getreide in die Mühlen zu fahren: Getreide das aufgrund der schlechten Wetterbedingungen ins Lager gegangen ist, ungleiche abreift und deshalb mit Glyphosat behandelt wird gehöre „nicht in die Mühlen“. Behandelte Getreidepartien sollten getrennt gelagert und vermarktet werden. Mühlen und Getreidehandel müssten in jedem Fall von den Landwirten darüber informiert werden, wenn Glyphosat bei der Ernte zum

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28.06.2016

Kartoffeln bodenlos

Es war ein besonderes Qualitätskriterium, wenn die Kartoffeln aus der Heide kamen. Sie waren nicht nur glatt und sauber, der Heideboden hat auch einen ganz eigenen Geschmack befördert. Ganz ähnlich wie beim Wein, wo auch der Boden nicht unerheblich ist für die geschmackliche Qualität des Produkts. In Spanien sind Forscher jetzt dazu übergegangen Kartoffeln ganz ohne „Substrat“ wachsen zu lassen. Die Pflanzen hängen dazu, die Wurzeln in dunkle Säcke eingepackt im Gewächshaus. Eine spezielle Nählösung versorgt, als Sprühnebel an die Wurzeln gebracht, diese mit Wasser und Nährstoffen. In diesem Jahr hat das spanische Unternehmen Edyma in Viveros Barba ru

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27.06.2016

Heftige Kritik an rein ökonomischer Milchmarktbewertung

Die Milchpreise sinken immer noch weiter, in die von Molkereiinteressen geleiteten Durchhalteparolen von Bauernverband und Milchverarbeitern mischen sich neben den Stimmen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter mal mehr und mal weniger deutliche Vorschläge aus den Ländern, EU-Nachbarn oder von einzelnen Molkereien zu mengensteuernden Maßnahmen. Anfang Juni ließen eine Reihe an deutschen Agrarfakultäten tätige Agrarökonomen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme „Wiedereinführung der Milchquote kein sinnvolles Instrument der Agrarpolitik“ verlauten, sie hielten Mengen begrenzende Maßnahmen, ob poli

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23.06.2016

Offizielles Weidemilch Label nimmt Formen an

Das seit Herbst 2015 beschlossene Weidemilch Label Niedersachsens bekennt nun, durch die konkrete Festlegung der Richtlinien Form und Farbe. Bereits am Dienstag den 21. Juni veröffentlichte das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachsen in einer Pressemitteilung die beschlossenen Ergebnisse der Verhandlungen der eigens dafür gebildeten Plattform mit Landwirtschaft, Umweltverbänden, Handel und Molkereien. Teilnehmende Landwirte verpflichten sich, ihren Kühen 120 Tage im Jahr mindestens 6 Stunden am Tag Weidegang zu ermöglichen. Auch die Fläche des zu bewirtschaftenden Weidelandes wurde mit 2000m² pro Tier festgelegt,

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22.06.2016

40 Jahre Unabhängige Bauernstimme für die bäuerliche Landwirtschaft

Strukturbruch verhindern, Höfesterben stoppen, Perspektiven öffnen. Zeitung feiert am Wochenende ihr 40-jähriges Bestehen in Körbecke

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20.06.2016

Hähnchenmaststall wird nicht gebaut

Der Landkreis Celle hat die Genehmigung für eine geplante Hähnchenmastanlage in Bockelskamp in der Gemeinde Wienhausen aufgehoben und ist damit einem Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg zuvorgekommen. Damit darf die Anlage nicht errichtet werden. Die Rücknahme der Genehmigung geht auf eine von den Bürgerinitiativen Wietze, Flotwedel und Lachendorf initiierte Klage des NABU Niedersachsen zurück. Der Landkreis Celle hatte einem Hähnchenmäster im Januar 2014 die Genehmigung zur Errichtung einer Hähnchenmastanlage mit 84.000 Tierplätzen in Bockelskamp erteilt. Zwei Tage vor der mündlichen Verhandlung hat der Landkreis die Notbremse gezogen und di

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20.06.2016

Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere!

Wir demonstrieren für unser Lieblingsgemüse!

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