15.11.2018

GV-Soja in der Ukraine „außer Kontrolle“

In der Ukraine werden in großem Stil gentechnisch veränderte Sojabohnen (GV-Soja) angebaut und die Situation ist „außer Kontrolle“. Das erklären in einer gemeinsamen Pressemittelung in Kiew die Umweltorganisation Agent Green und die Initiative Donau-Soja. Agent Green hat im Sommer 2018 auf Sojafeldern in sechs Regionen der Ukraine, in denen insgesamt mehr als die Hälfte des ukrainischen Sojaanbaus stattfindet, 60 Proben genommen. In der Hälfte dieser Proben wurde GV-Soja nachgewiesen. Dies ist laut Pressemitteilung „illegal“. Zwar erlaube die Ukraine den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen, allerdings müsse dieser dazu in ein öffentliches Regi

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14.11.2018

Antibiotikaresistente Keime auf Frischeprodukten nachgewiesen

Eine Wissenschaftliche Studie des Julius Kühn-Instituts (JKI) hat antibiotikaresistente Bakterien mit mehreren übertragbaren Resistenzgenen auf Frischeprodukten nachgewiesen und konzentriert sich bei den Untersuchungen auf den Teil der Escherichia coli-Bakterien, die gegen den Wirkstoff Tetrazyklin, der in der Tierhaltung eingesetzt wird, resistent sind. Das teilt das JKI in einer gemeinsamen Presseinformation mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit. Salate sind beliebte Lebensmittel, um sich ausgewogen und gesund zu ernähren, heißt es da. Für den Konsum werden sie oft bereits fertig geschnitten und in Folie verpackt zum Kauf angeboten. V

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14.11.2018

Illegaler Handel mit Pflanzenschutzmitteln ist globales Problem

Der Handel mit illegalen Pflanzenschutzmitteln ist nach Einschätzung von Europol einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der organisierten Kriminalität in der Europäischen Union. Gefälschte oder nicht genehmigte Mittel können ein Risiko für die Gesundheit und die Umwelt darstellen und verursachen zudem große wirtschaftliche Schäden. Das teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) anlässlich eines Symposiums mit, zu dem sich auf Einladung des BVL am 6. und 7. November Experten von Institutionen der EU, aus Behörden verschiedener EU-Mitgliedstaaten und der Bundesländer sowie der Wirtschaft trafen, um sich über Wege zur

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13.11.2018

Halbierung der Milchpulverbestände keine Erfolgsmeldung für Milchviehbetriebe

„Die Hälfte des seit 2015 eingekauften Magermilchpulvers wurde wieder in den Verkehr gebracht, ohne die Erholung des Milchsektors zu gefährden. Der letzte Verkauf von 30.000 Tonnen fand am 8. November statt. Von den im Jahr 2015 eingekauften 380.000 Tonnen sind bereits 190.000 Tonnen verkauft. Der EU-Preisbericht für den Milchmarkt von dieser Woche zeigt gleichzeitig, dass sich die Preise sowohl für Milch als auch für Magermilchpulver verbessert haben.“ Das meldet die EU-Kommission am 9. November. Für den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ist die verkündete Halbierung jedoch kein Grund zum Jubeln, sondern Ausdruck des völlig verfehlten Ein

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12.11.2018

Jetzt aktiv werden gegen JEFTA

Die Weichen für das Handelsabkommen zwischen der EU und Japan (JEFTA – Japan-EU Free Trade Agreement) scheint in den Endzügen: JEFTA soll noch im Dezember diesen Jahres durch das EU-Parlament ratifiziert werden und dann in Kraft treten. Der tonangebende Handelsausschuss des EU-Parlamentes hat am 5. November JEFTA bereits durchgewunken und damit eine Empfehlung an das EU-Parlament abgeben. Im Gegensatz zu CETA werden die Parlamente der Mitgliedsstaaten nicht mehr über JEFTA abstimmen, da ein Investitionsschutzabkommen separat verhandelt wird. Der Koordinationskreis des bundesweiten Netzwerkes Gerechter Welthandel (NGW) hat einen Offenen Brief an alle

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12.11.2018

BDM fordert Nachbesserung bei Dürrehilfen

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) fordert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf, die Antragsvoraussetzungen für die Dürrehilfen in einem Punkt, der die Milchviehhalter unabsichtlich benachteiligt, zu überarbeiten. Im Rahmen des gemeinsamen Dürrehilfeprogramms von Bund und Ländern stellt sich laut BDM eine Maßgabe der Antragsstellung als Problemfall für die Milchviehhalter dar. Die Milchmarktkrise 2015/2016, die den Milchviehhaltern bereits riesige Verluste beschert habe, sorge nun dafür, dass ausgerechnet die existenziell gefährdeten Milchviehhalter in vielen Fällen eine wichtige Maßgabe dieses Dürrehilfeprogramms

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11.11.2018

MEG Milch Board fordert entschlossenes Eingreifen von der Politik

Die Milcherzeugergemeinschaft Milch Board begrüßt die in den vergangenen Monaten an Fahrt gewonnene Diskussion über die Notwendigkeit einer Reform der Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und ihren Abnehmern, den Molkereien, ausdrücklich. „Ich habe zunehmend den Eindruck, dass die Politik verstanden hat, dass der Milchmarkt neue Regelungen hinsichtlich der Lieferbeziehungen braucht. Die Hoffnungen, dass die Marktpartner dies untereinander selbst regeln können, haben sich als nicht tragfähig erwiesen“, erklärt Peter Guhl, der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board. Guhl wundert sich darüber nicht. „Wie sollen die Milcherzeuger in einem übersättig

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10.11.2018

Umstrittener Plan zum Glyphosat-Ausstieg

Als Reaktion auf die Pläne von Bundesumweltministerin Schulze (SPD) zum Glyphosat-Ausstieg hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) an die Zuständigkeit ihres Hauses erinnert. "Ich habe bereits im April diesen Jahres das Eckpunktepapier zu einer Minderungsstrategie von Glyphosat vorgelegt. Die Zielmarke ist im Koalitionsvertrag klar gesetzt: Wir haben vereinbart, mit einer systematischen Minderung den Einsatz von Glyphosat und glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel deutlich einzuschränken mit dem Ziel, die Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden“, erklärt Klöckner. Seitdem habe ihr Ministerium intensive Gespräche

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10.11.2018

Bundesumweltministerium legt Plan zum Glyphosat-Ausstieg vor

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat einen Plan für einen schrittweisen Ausstieg aus der Nutzung des Breitband-Herbizids Glyphosat vorgelegt. Dazu soll die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung geändert werden. Zudem wird das Umweltbundesamt, das als Fachbehörde am Zulassungsverfahren beteiligt ist, die Zulassung biodiversitätsschädigender Produkte an einen Anwendungsvorbehalt knüpfen. Landwirte, die solche Mittel nutzen wollen, müssen auf ihren Ackerflächen einen Mindestanteil an pestizidfreien Ackerlebensräumen für Tier- und Pflanzenarten garantieren. Dieser Anwendungsvorbehalt gilt nicht nur für Glyphosat, sondern künftig für alle Pestizide, die die

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09.11.2018

Preisabschlüsse gegen Milcherzeuger

AbL-Milchsprecher Ottmar Illchmann kritisiert Molkereien und Handel bezüglich ihrer jüngst abgeschlossenen Halbjahreskontrakte und fordert Bundesministerin Klöckner zum Handeln auf. „Die Verhandlungsführer von Molkereien und Einzelhandel leben offenbar in einer anderen Welt. Entgegen der Situation auf den Höfen nach der Rekord-Trockenheit und mit entsprechend dürftigen Futterbeständen haben sie nicht etwa die Milchpreise angehoben, sondern behalten die im Frühjahr gesenkten Preise weiter bei oder senken sie wie bei der Butter noch. Sie verhindern damit den dringend notwendigen Anstieg der Erzeugerpreise auf ein Niveau, das insbesondere unsere stark s

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09.11.2018

Verbreitung von Antibiotika über Gülle „am problematischsten“

Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt den EU-Mitgliedstaaten, den Risiken, die von Antibiotika und Antibiotikaresistenzen (AMR) in der Umwelt ausgehen, besser zu begegnen. "Die Verbreitung von AMR ist ein weltweit zunehmendes Problem. Der "One Health Action Plan on AMR" der EU befasst sich mit diesem Thema vor allem im Bereich der Human- und Veterinärmedizin. Nach Meinung des UBA adressiert er jedoch bisher die Umwelt nur unzureichend. Dabei sind Boden und Wasser Entstehungsorte von Resistenzen (oder „Brutstätten“). „Diese Risiken müssen wir richtig identifizieren, managen und minimieren", so Jutta Klasen, Leiterin der Abteilung „Chem

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09.11.2018

Bundestag lehnt Verbesserungen bei Tiertransporten ab

Eine Mehrheit im Bundestags hat Anträge der Grünen und der FDP zu Tiertransporten, die eine deutliche Verbesserung der Transportbedingungen zum Ziel hatten, abgelehnt. Zuvor hatten die Anträge bereits im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages keine Mehrheit gefunden. Die Grünen forderten in ihrem Antrag ein Aussetzen der Transporte – solange bis die Vorgaben der EU-Verordnung zu Lebendtiertransporten in Drittstaaten wirklich eingehalten werden - sowie begrenzte Transportzeiten. Die FDP forderte die Unterbindung der Transporte, wenn diese nicht den europarechtlichen Mindeststandards entsprechen, sowie die Einhaltung der EU-

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07.11.2018

EU-Rechnungshof übt deutliche Kritik an GAP-Vorschlägen der Kommission

Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Zeit nach 2020 wird den ehrgeizigen Bemühungen der EU um einen umweltfreundlicheren und stärker leistungsgestützten Ansatz nicht gerecht. Dies ist der Tenor einer heute veröffentlichten Stellungnahme des Europäischen Rechnungshofs. Als die Europäische Kommission ihre Vorschläge für die neue GAP nach 2020 veröffentlichte, hob sie nach Ansicht des Rechnungshofes hervor, dass Umwelt- und Klimazielen eine sehr hohe Priorität beigemessen würde. Nach Auffassung der Rechnungsprüfer sieht die vorgeschlagene Reform zwar Instrumente vor, um diese Ziele zu erreichen, doch

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07.11.2018

Patent auf "geköpften Brokkoli“ widerrufen

Das Europäische Patentamt (EPA) hat das Patent EP1597965 auf herkömmlich gezüchteten Brokkoli widerrufen, der etwas höher wächst und deswegen leichter geerntet werden kann. Das Patent wurde dem US-Konzern Monsanto 2013 erteilt, der inzwischen von Bayer aufgekauft wurde. Der Widerruf folgt einem Einspruch, der 2014 von einem breiten Bündnis eingelegt worden war. Das EPA begründet seine Entscheidung mit veränderten Regeln zur Prüfung von Patenten, die 2017 beschlossen wurden. Demnach dürfen keine Patente auf Pflanzen und Tiere mehr erteilt werden, wenn diese aus üblichen Züchtungsverfahren wie Kreuzung und Selektion hervorgehen. Es ist das erste Mal, da

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07.11.2018

„Weit weg von der Realität der Lebensmittelwirtschaft“

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) nimmt Stellung zur Forderung des Bioökonomierats nach einem neuen EU-Gentechnikrecht. Der VLOG spricht sich dafür aus, das EU-Gentechnikrecht beizubehalten und mit Neuer Gentechnik erzeugte Produkte nur mit EU-Zulassung auf den Markt zu bringen. Die Europäische Kommission muss das Urteil des Europäischen Gerichtshof zu den neuen Gentechnikverfahren zügig umsetzen und dafür sorgen, dass den Mitgliedstaaten umgehend Nachweisverfahren zur Verfügung stehen.„Etwa 50 Prozent der Milch-, 60 Prozent der Geflügelfleisch- und 70 Prozent der Eiererzeugung erfolgen hierzulande nach den "Ohne Gentechnik"-Kr

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06.11.2018

Schneller und praktischer Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt den Gesetzentwurf der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD zur Änderung des Tierschutzgesetzes, mit dem die betäubungslose Ferkelkastration so schnell wie möglich, maximal aber bis Ende 2020 beendet werden soll. „Wir sind für einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration, denn dieser Eingriff widerspricht dem Tierschutz, wie er im Tierschutzgesetz festgeschrieben ist und wie die Bürgerinnen und Bürger das zu Recht einfordern. Gerade deshalb fordern wir, dass die bäuerlichen Sauenhalterinnen und Sauenhalter so schnell wie möglich ganz praktisch in die Lag

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05.11.2018

CSU und Freie Wähler legen Koalitionsvertrag vor

Nach der Landtagswahl in Bayern haben CSU und Freie Wähler sich auf eine Koalition verständigt und jetzt einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Demnach will die Koalition in der Agrarpolitik „den Bayerischen Weg in der Landwirtschaft weitergehen“, wobei ihr „insbesondere der bäuerliche Familienbetrieb am Herzen liegt“. Dabei will sie am Prinzip „Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht“ festhalten. Mit Blick auf die EU-Agrarreform will sie „bei allen Vorschlägen und Maßnahmen auf den positiven Nutzen für unsere bäuerlichen Strukturen achten“ und sich „für die Interessen dieser Betriebe einsetzen“. Von der EU-Seite fordert die Koalition „insbesondere die B

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05.11.2018

Koalition einigt sich auf Gesetzentwurf für Übergangsfrist bei der Ferkelkastration

Die Regierungskoalition von Union und SPD in Berlin hat sich auf einen Gesetzentwurf verständigt, der eine Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration von zwei Jahren vorsieht. Für Grüne ein „Albtraum“ für die Tiere, für Foodwatch „einer modernen, aufgeklärten Demokratie unwürdig" und für den Tierschutzbund "Verrat an den Ferkeln und am Staatsziel Tierschutz“. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, sieht mit der Übergansgfrist die Voraussetzung geschaffen, um jetzt die Neuland-Methode zum Standard zu machen. Zum Gesetzentwurf erklärt die stellvertretende Vorsitzende

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04.11.2018

Gemeinsam für einen besseren Schutz vor Pestiziden in Europa

Ende Oktober ist in Brüssel die europaweite Initiative „Citizens for Science in Pesticide Regulation“ (Bürger für Wissenschaftlichkeit bei der Pestizidregulierung) gestartet, die von über 100 Organisationen und 25 Wissenschaftlern unterstützt wird. Der Start der Initiative erfolgt zum passenden Zeitpunkt, denn im Rahmen des sogenannten REFIT-Programms, das gewährleisten soll, dass die EU-Rechtsvorschriften ihre Ziele für die Bürgerinnen und Bürger wirksam, effizient und kostengünstig erreichen, überprüft die Europäische Kommission derzeit auch die geltende Pestizidgesetzgebung. Dies nahm das „Citizens for Science“-Bündnis zum Anlass, in einem Manifest

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04.11.2018

EU-Aktionstag für Neuausrichtung der Agrarpolitik

Unter dem Motto „Good Food Good Farming“ haben Ende Oktober beim europäischen Aktionstag Zehntausende an über 60 Orten in 19 Ländern für eine bienenfreundliche Landwirtschaft und eine grundlegende Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik demonstriert . Auch in einer Online-Petition setzen sich schon mehr als 95.000 Menschen aus ganz Europa für eine gerechte und ökologische EU-Agrarreform ein. In Berlin fordern bei der Aktion „Dampf machen für die Agrarwende“ 1000 Menschen am Brandenburger Tor das Ende des Gießkannen-Prinzips. „Die EU füllt mit Steuergeld vor allem die Taschen von Agrarkonzernen, die für Höfesterben, Monokulturen und Artensterben v

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26.11.2018

Das Recht auf Nachbau für Bäuerinnen und Bauern kann durch d