07.06.2021

Klimaschutzleistung des Waldes honorieren - aber richtig

Auf dem 2. Nationalen Waldgipfel am 2.Juni hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein Modell zur Honorierung der Klimaschutzleistung der Wälder vorgestellt. Für den AbL-Waldexperten Gregor Kaiser ein wichtiger und guter Ansatz, der in zentralen Punkten jedoch nachgebessert werden muss. Zur Vorstellung ihres Modells erklärt die Ministerin: „Der Wald ist unser bester Mitkämpfer gegen den Klimawandel: Land- und Forstwirtschaft sind die beiden einzigen Sektoren, die CO2 speichern können. Jährlich entlastet der deutsche Wald die Atmosphäre um etwa 62 Millionen Tonnen Kohlenstoff, das sind sieben Prozent aller Emissionen in Deutschland. Wenn wi

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07.06.2021

Reserveantibiotika müssen aus den Ställen komplett verschwinden

Reserveantibiotika für die Humanmedizin dürfen in der Tierhaltung nicht mehr eingesetzt werden. Das fordert die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Germanwatch anlässlich der heutigen Expert:innen-Anhörung zum Thema im Bundestag. Das Verbot müsse in das neue Tierarzneimittelgesetz (TAMG) aufgenommen werden, über das der Bundestag wahrscheinlich bereits am Donnerstag dieser Woche abstimmen wird. Bestätig sieht sich Germanwatch durch ein Gutachten im Auftrag der Ärzte gegen Massentierhaltung. Und auch die Bundesärztekammer fordert den Einsatz von Reserveantibiotika ausschließlich in der Humanmedizin. Reserveantibiotika kommen in der Humanmedizin z

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05.06.2021

Mit Aktionen in ganz Europa starten Milchbauern eine Offensive für Existenzsicherung

Anlässlich des Internationalen Tags der Milch am 1. Juni haben Europas MilcherzeugerInnen unter dem Motto der „Milchpreis muss dauerhaft nach oben!“ eine Offensive für Existenzsicherung gestartet. Den Auftakt für diverse Aktionen über den ganzen Juni hinweg haben belgische Milchbauern im Schulterschluss mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Brüssel gemacht und dabei in einem Brief an die EU-Kommission einen nachhaltigen und fairen Milchsektor unter anderem auch in Westafrika gefordert, wo seit einigen Jahren europäische Agrarkonzerne auf den Markt drängen. Und auch in Italien haben südtirolische ErzeugerInnen die Notwendigkeit eines wirt

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05.06.2021

KLJB: Letzte Chance für 1,5-Grad-Ziel

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) nimmt mit einer siebenköpfigen Delegation als Beobachterin an den digitalen UN Klima-Zwischenverhandlungen teil, seit 2018 hat sie diese Möglichkeit. Die Verhandlungen, die auch der Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz COP 26 im November in Glasgow dienen sollen, finden vom 31. Mai bis 17. Juni 2021 digital statt, pandemiebedingt ist es die erste Konferenz dieser Art seit anderthalb Jahren. „Als Verband junger Menschen und zukünftiger Generationen begrüßen wir sehr, dass die internationalen Klimaverhandlungen im Rahmen der Klima-Zwischenverhandlungen nun wieder aufgenommen wurden“, unterstreicht KLJB-Bundesvo

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05.06.2021

Wettbewerbszentrale: „Klimaneutral“-Werbung irreführend und intransparent

Die Wettbewerbszentrale, eine Selbstkontrollinstitution der Wirtschaft, hat Werbe-Aussagen mit dem Attribut „klimaneutral“ als „irreführend“ abgemahnt, da die dort suggerierte Klimaneutralität lediglich durch den Kauf von CO₂-Ausgleichszertifikaten erreicht wird. Namen nennt die Wettbewerbszentrale nicht. Laut Medienberichten ist auch Aldi-Süd darunter. Die Wettbewerbszentrale hat nach eigenen Angaben Beschwerden zur Werbung mehrerer Unternehmen – darunter auch namhafte Markenhersteller – mit der Aussage „klimaneutral“ erhalten. In den Werbemaßnahmen wurde das Attribut „klimaneutral“ entweder auf das eigene Unternehmen, auf eigene Produkte oder gar au

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05.06.2021

Tier- und Umweltschutzorganisationen kritisieren Verlauf des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung

Die an den Arbeitsgruppen des Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung beteiligten Organisationen Deutscher Tierschutzbund, Deutsche Umwelthilfe, PROVIEH und VIER PFOTEN haben sich in einem offenen Brief an den Vorsitzenden Jochen Borchert gewandt. Darin kritisieren sie den bisherigen Arbeitsverlauf, die sich abzeichnenden Ergebnisse und dass der Eindruck vermittelt wurde, ein Konsens sei in Sicht. Stattdessen fordern die Organisationen den Vorsitzenden auf, deutlich mehr Tierwohl einzufordern. Kein Verständnis für die Äußerungen der Tierschützer zeigt der agrarpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff. Und in der aktuellen Ausga

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31.05.2021

Verbände-Plattform ruft den Bundestag zu einer bedarfsgerechten Nachbesserung der Gesetzentwürfe zur Umsetzung der EU-Agrarpolitik in Deutschland auf

Anlässlich der im Bundestag anstehenden Entscheidungen zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik respektive deren nationaler Umsetzung hat die Verbände-Plattform die Bundestagsabgeordneten in einer von 25 Organisationen unterzeichneten Stellungnahme aufgerufen, die vorliegenden Gesetzentwürfe zur nationalen Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik in Deutschland nachzubessern. Nach Ansicht der Verbände kommt es jetzt darauf an, für eine ausreichende Bereitstellung naturschutzfachlich hochwertiger Lebensräume zu sorgen, den Ausstieg aus der Basisprämie einzuleiten und sozial gerecht zu gestalten, die Weidehaltung von Milchkühen zu honorieren und mehr Anreize zu

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31.05.2021

Trilog-Verhandlungen in Brüssel vorläufig gescheitert

In Brüssel ist es bei den jüngsten Trilog-Verhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission zu keiner Einigung gekommen. Die Verantwortung für das Scheitern wird je nach Interessenlage beim jeweils Anderen gesehen, wobei Kommission und Parlament sich insoweit einig zu sein scheinen, dass der Agrarrat nicht bereit ist, beim Umwelt- und Klimaschutz den Vorschlägen des Parlaments stärker entgegenzukommen. Hier habe sich der Rat von vornherein gesperrt, erklärte der CDU-Europaabgeordnete Norbert Lins, der mehr Respekt seitens des Rates gegenüber dem Parlament anmahnt. Häusling: Mit Politik von gestern kann man in Zukunft nicht bestehenFür Martin Häusli

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31.05.2021

Meldungen von Märkten aus aller Welt

+ EU- Schweinefleischexporte boomen – aber nicht aus Deutschland + Neuseeland kündigt höhere Milchpreise an + Streitschlichtung um Milchprodukte zwischen USA und Kanada + US- Schweinehalter gegen langsamere Schlachtbänder

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31.05.2021

BDM macht Eingabe beim Bundeskartellamt

Die Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) haben – unterstützt durch die Verbändegemeinschaft „Milchdialog“ – im Rahmen einer öffentlichen Aktion eine Eingabe beim Bundeskartellamt in Bonn gemacht, um das Augenmerk der obersten Wettbewerbsbehörde auf die unverändert schlechte Wettbewerbsstellung der Milchviehbetriebe im Verhältnis zu ihren Abnehmern, den Molkereien, zu richten. Zuvor hatte der BDM Anträge zur Verbesserung der Marktstellung der Milchbauern sowohl der grünen Bundestagsfraktion als auch der Regierungskoalition aus CDU, Grünen und FDP in Schleswig-Holstein begrüßt und andere Parteien zur

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31.05.2021

Thüringen setzt im Bundesrat ein starkes Zeichen für die Agroforstwirtschaft

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland begrüßt die Initiative des Landes Thüringen im Bundesrat mit dem Titel "Initiative Biodiversität- und Klimaschutz - Neue Wege der Landnutzung wagen - Agroforstwirtschaft im Verwaltungssystem verankern". Die anderen Bundesländer ruft die AbL dazu auf, sich dieser Initiative anzuschließen. Unter Agroforstwirtschaft wird allgemein eine nachhaltige Landnutzung verstanden, bei der Landwirtschaft mit dem Anbau von Gehölzen kombiniert wird, um möglichst vielseitige Synergieeffekte aus ökonomischer und ökologischer Sicht zu generieren. Der von Thüringen nun eingebrachte Entsch

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29.05.2021

Lebensmittelhandel fordert klare Regulierung Neuer Gentechniken

Mit einer Resolution fordern führende Unternehmen des europäischen Lebensmitteleinzelhandels, dass auch neue GVO (gentechnisch veränderte Organismen) nach der bestehende EU-Gentechnik-Gesetzgebung zu regulieren seien, zentrale Säulen müssten das Vorsorgeprinzip und Transparenz sein, so die Hauptforderungen der Einzelhändler. Damit beziehen sich die Unterzeichner*innen auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom Juli 2018, der klargestellt hatte, dass alle Produkte, die aus den neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas als GVO eingestuft werden müssen, genauso wie die bisherigen GVO. Zu den Erstzeichnenden der Einzelhandels-Resolution gehör

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29.05.2021

Neue Gentechnik im Agrarrat

Beim Treffen der EU-Agrarministerinnnen und -minister Ende Mai in Brüssel stellte Gesundheitskommissarin Dr. Stella Kyriakides den Kommissionsbericht zu neuen Gentechniken vor. Ihrer Meinung nach könne man mit Hilfe der neue Gentechniken Pflanzen leichter an den Klimawandel anpassen, sie könnten zur Pestizidreduktion und damit zu den Zielen der Farm-to-Fork-Strategie beitragen. In der Befragung der Mitgliedstaaten und Stakeholder seien aber auch Bedenken genannt worden, vor allem hinsichtlich Koexistenz sowie Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Das Vorsorgeprinzip müsse die Richtschnur für zukünftiges Handeln sein. Es gäbe jedoch starke Hinweise darauf, da

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29.05.2021

BUND und Paritätischer Gesamtverband: Ökologischer Umbau und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen

Mit einer Neun-Schritte-Zukunftsagenda haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Paritätische Gesamtverband, der nach eigenen Angaben insbesondere die Belange der sozial Benachteiligten und der von Ungleichheit und Ausgrenzung Betroffenen oder Bedrohten vertritt, zum Auftakt des Bundestagswahlkampfes ein politisches Programm für den konsequenten Aufbruch in eine ökologisch und sozial gerechte Republik vorgelegt und darin auch eine soziale und ökologische Agrar- und Ernährungswende gefordert. Ein echter gesellschaftlicher Umbau ist nach Ansicht der zwei Verbände nur möglich, wenn man ökologischen Umbau, Naturschutz, Klimaschut

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29.05.2021

Bauern- und Naturschutzverbände einig: Die GAP-Reform noch mehr für Umweltschutz und Einkommenssicherung bäuerlicher Betriebe nutzen und Weidehaltung in Öko-Regelungen aufnehmen!

Angesichts der noch anstehenden Beratungen zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform im Bundestag und Bundesrat fordert eine Allianz aus Verbänden der Landwirtschaft und des Naturschutzes aus Schleswig-Holstein die Bundestagsabgeordneten und die Landesregierung auf, sich für Nachbesserungen einzusetzen. Die Gelder der GAP müssen auch für mehr Tierwohl, Biodiversität und Wasserschutz eingesetzt werden und eine Einkommenswirkung für Bäuerinnen und Bauern entfalten, die diese gesellschaftlichen Leistungen erbringen. Außerdem sei das GAP-Budget sozial gerechter einzusetzen. „Im April hat das Bundeskabinett einen Entwurf zur Umsetzung der GAP vorgelegt,

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29.05.2021

Herber Rückschlag für Bayer

Der Bayer-Konzern hat in seinem mehr als 11 Milliarden Dollar schweren Vergleich rund um das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup einen herben Rückschlag erlitten. US- Bundesrichter Vince Chhabria wies zum zweiten Mal einen Vorschlag für eine Vereinbarung zwischen Bayer und Klägeranwälten möglicher künftiger Kläger zurück. Teile des nachgebesserten Antrags seien schlicht „unvernünftig“. Der erste Teil des Vergleichs bleibt bestehen. Rund 9,6 Milliarden Dollar zahlt das Unternehmen an die mehr als 125.000 Kläger, die in den vergangenen Jahren eingereicht wurden. Mit rund 96.000 hab Bayer schon eine Einigung erzielt. Für die Befriedung künf

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25.05.2021

AbL sieht Nachbesserungsbedarf bei Gesetzgebung zur GAP und macht Vorschläge

Anlässlich der im Bundestag in der vergangenen Woche stattgefundenen 1. Lesung der Gesetzentwürfe zur nationalen Ausgestaltung der zukünftigen EU-Agrarpolitik (GAP) in Deutschland hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Abgeordneten zu Nachbesserungen aufgefordert. Nötig sind nach Ansicht der AbL vor allem eine Honorierung der Weidehaltung von Milchkühen, die Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern bei der Reduktion von Nährstoffen zum Schutz von Klima, Wasser und Luft, die Förderung einer kleinteiligen Agrarstruktur sowie eine gerechte Verteilung der Gelder der Einkommensgrundstützung (sog. Basisprämie). Fakt ist laut AbL: Die

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25.05.2021

Private Brauereien lehnen Patente auf Braugerste und/oder Bier grundsätzlich ab

Mit großer Sorge verfolgt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), auch als Vertreterin der Interessen von Bäuerinnen und Bauern, die Braugerste anbauen, die vor dem Europäischen Patentamt (EPA) laufende Auseinandersetzung um verschiedene Patente auf Braugerste und Bier seitens des Konzerns Carlsberg. Das Bündnis "no patens on seeds", dem auch die AbL angehört, hat Einspruch gegen Carlsberg-Patente auf Braugerste und Bier eingelegt. Am 8. Juni 2021 findet eine erneute wichtige Verhandlung des EPA über ein Carlsberg-Patent statt. In diesem Zusammenhang hat die AbL Vertreter der privaten Brauereien um ihre Position zur Patentie

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25.05.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

+ Kosten laufen davon, Preise kommen nicht nach + Niederlande exportiert mehr Schweinegülle + Weltschweinemarkt vor Umbruch? - China dreht auf - Spanien besonders abhängig

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25.05.2021

Landtag in Schleswig-Holstein einstimmig für Kriseninstrument in der Gemeinsamen Marktorganisation und Anwendung des § 148

Der Landtag in Schleswig-Holstein hat einstimmig einen gemeinsamen Antrag der Regierungskoalition aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP angenommen, der die Einführung eines Kriseninstruments in die Gemeinsame Marktorganisation der EU in Form eines freiwilligen Lieferverzichts sowie die Anwendung des § 148 der Gemeinsamen Marktordnung zum Ziel hat, um milcherzeugenden Betrieben Verlässlichkeit hinsichtlich der Milchvermarktung zu bieten. Für die AbL hat sich mit dem einstimmigen Beschluss „über Parteigrenzen hinweg wirtschafts- und agrarpolitische Vernunft durchgesetzt“. Im Rahmen der Debatte um den Antrag im Landtag erklärte der agrar- und europapoli

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