28.06.2021

Kanzlerkandidat*innen zu neuer Gentechnik

Mit der Forderung „die Gen-Schere unter Kontrolle halten“ hatten Mitte Mai verschiedene Organisationen gemeinsame Briefe an die drei Kanzlerkandidat*innen verschickt. Dazu brauche es unter anderem eine strikte Regulierung und umfassende Risikoprüfung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik. Nun liegen die Antworten der Kandidat*innen vor. Annalena Baerbock schreibt: „Auch nach der Bundestagswahl wird sich meine Partei dafür einsetzen, dass das geltende EU-Zulassungsverfahren weiterhin für Anwendungen der neuen Gentechnik gilt und nicht aufgeweicht wird.“ Weiter heißt es: „Bei Techniken mit einem so hohen Eingriffspotential wie der Gentechnik muss das europä

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28.06.2021

Richtungsweisende Impulse für die Agroforstwirtschaft aus dem Bundesrat

Der Bundesrat hat dem Entschließungsantrag des Landes Thüringen „Initiative Biodiversität- und Klimaschutz - Neue Wege der Landnutzung wagen - Agroforstwirtschaft im Verwaltungssystem verankern“ in unveränderter Form mehrheitlich zugestimmt. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland ist das auch das Ergebnis einer durch die AbL erfolgten Kraftanstrengung, denn der Antrag drohte deutlich verwässert zu werden, was in der Praxis das Aus für eine Vielzahl möglicher Agroforstsysteme bedeutet hätte. In der Entschließung heißt es unter anderem: „Agroforstwirtschaft ist eine landwirtschaftliche Landnutzungsform, die gezielt

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28.06.2021

Mehr Patente durch neue Gentechnik

Neue Gentechnik-Verfahren führen zu mehr Anmeldungen und Erteilungen von Patenten auf Pflanzen, wie ein aktueller Bericht von Testbiotech zeigt. Jedoch behindern Patente den freien Zugang zu genetischen Ressourcen, ein Grundpfeiler der Pflanzenzüchtung. Dies führt zu mehr Kontrolle der Patentinhaber*innen, behindert Innovationen und Wettbewerb. Damit wird klar, dass das häufig formulierte Argument, die neuen Gentechniken seien einfach und kostengünstig, zu kurz gedacht ist. Die Recherche zeigt, dass einige wenige Firmen bei den Patentanmeldungen dominieren. Vorreiter ist Corteva (Zusammenschluss von DowDuPont), die bis Ende 2020 über 70 Patente angemel

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28.06.2021

Korrigiert Aldi den Trinkmilcheinkauf?

Bis September will Aldi sich vom Ritual der halbjährlichen Verhandlungen für Trinkmilchkontrakte verabschieden und Dreijahresverträge abschließen. Marktkenner wittern eine Revolution. Konkurrenten und Molkereien äußern sich zurückhaltend. Wie die Lebensmittelzeitung (LZ) in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, ändern Aldi Nord und Süd ihre Kontraktpolitik für Trinkmilch. Nicht mehr „aufreibende“ und von Treckerdemonstrationen begleitete Gesprächsrituale über Preise und Lieferkonditionen zweimal im Jahr, sondern Mehrjahresverträge sollen Grundlage werden. Vorbild sind Vereinbarungen, wie sie in Großbritannien, Niederlande und auch in Australien üblich sin

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26.06.2021

IPCC/IPBES: Klima, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit gemeinsam denken

Der Verlust der biologischen Vielfalt und der Klimawandel bedrohen zunehmend die Natur und die Lebensgrundlagen unzähliger Menschen weltweit. Doch bisherige politische Strategien nehmen diese Probleme nur isoliert in Angriff und können negative Auswirkungen auf die Natur und deren Ökosystemleistungen für den Menschen haben, bemängeln 50 weltweit führende Biodiversitäts- und Klimaexpert*innen. Sie hatten im Dezember 2020 an einem viertägigen virtuellen Workshop teilgenommen, der vom Weltbiodiversitätsrat IPBES und vom Weltklimarat IPCC einberufen wurde, um Synergien und Zielkonflikte zwischen dem Schutz der Artenvielfalt und der Abschwächung und Anpassu

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26.06.2021

Funktionsweise und Risiken von CRISPR/Cas

Die Fachstelle Gentechnik und Umwelt (FGU) hat vier Videos veröffentlicht, in denen sie die Grundlagen der neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas erklärt sowie ihre Möglichkeiten und deren Risiken dargestellt. Dabei werden vor allem Anwendungen der Gen-Schere bei Pflanzen aufgeführt. Mit diesen Videos will die Fachstelle einen informierten gesellschaftlichen Dialog über die Vor- und Nachteile der neuen Gentechnikverfahren unterstützen. Zu allen vier Videos hat die FGU auf ihrer Website auch Hintergrundpapiere zu den vier Themenbereichen mit weiterführenden Informationen und Quellen veröffentlicht. Regelmäßig werden auf der Homepage aktuelle wissensc

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21.06.2021

Die letzten 100 Tage nutzen: AbL unterzeichnet zusammen mit 54 Organisationen Forderungen für ein Klimaschutz-Sofortprogramm

Die Bundesregierung muss das überarbeitete Klimaschutzgesetz noch vor der Sommerpause mit konkreten Maßnahmen zur Treibhausgas-Minderung hinterlegen. Das fordern 55 Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter die AbL, in einem am 16.Juni 2021 veröffentlichten Klimaschutz-Sofortprogramm. Die Organisationen begrüßen, dass die Bundesregierung das Klimaschutzgesetz als Reaktion auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in einem sonst unvorstellbaren Tempo überarbeitet und die Klimaziele nachgeschärft hat. „Dies sind Schritte in die richtige Richtung, doch auch die angehobenen Klimaziele bringen Deutschland noch nicht auf einen Kurs, der kompatibe

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21.06.2021

Gemeinwohlprämie: Die Zeit ist reif!

Auf der letzten Konferenz der Agrarminister*innen und Senator*innen (AMK) haben die Bundesländer ein weiteres einstimmiges Bekenntnis zur Gemeinwohlprämie des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) abgegeben und beschlossen, bei der Arbeit einer noch einzurichtenden Arbeitsgruppe auch „ähnlich aufgebaute Prämienmodelle, wie sie zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) vorgelegt hat, zu berücksichtigen. Die AMK verweist in ihrem aktuellen Beschluss auf ihre Entscheidung vom 25.09.2020, wonach sie im Modellansatz einer Gemeinwohlprämie des DVL eine Möglichkeit sieht, umweltwirksame Maßnahmen der Landwirtschaft

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21.06.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Haben die Molkereien den Milchpreis festgemeißelt? + Sie können es nicht lassen – EDEKA fordert Real-Beitrag + Uneinigkeit über Westfleisch- Strategie + Weiter Streit um Schweinepreis

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21.06.2021

Frankreich plant Abstockung der Tierbestände zur Erreichung der Klimaziele

Wie die französische Zeitung Le Paysan Tarnais meldet, plant die dortige Regierung eine Abstockung der Tierbestände, um die als Ziel gesetzte Klimaneutralität des Landes in 2050 zu erreichen. Um eine 18%ige Reduktion der landwirtschaftlichen Emissionen zwischen 2015 und 2030 zu erreichen, plant das Ministerium demnach eine Reduktion der Milch- und Mutterkuhbestände um 13 bzw. 12% sowie eine Reduktion der Anzahl der Sauen um 14%. Bis 2050 und bei einem Emissionsreduktionsziel von 46 % soll der Rinderbestand um 25 % und der Sauenbestand um 30 % sinken. Obwohl die Zahlen vorliegen, wurde sie von den zuständigen Stellen bisher nie öffentlich gemacht, erklä

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21.06.2021

Politischer Richtungswechsel für faire Erzeugerpreise jetzt!

Auf der jüngsten Agrarministerkonferenz (AMK) haben mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz alle Länder mit Sorge festgestellt, dass die Milchauszahlungspreise weiter unter Druck stehen und das Milchpreisniveau häufig nicht auskömmlich ist. Aber nur neun der 16 Bundesländer fordern vom Bund einen konstruktiven Umgang mit den vorgeschlagenen Marktkriseninstrumenten des EU-Parlamentes (EP). Das kritisieren in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Land schafft Verbindung (LsV) Schleswig-Holstein und Hamburg, der Landesnaturschutzverband (LNV) Schleswig-Holstein und das Landesteam des Bundesverbandes Deutscher

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21.06.2021

Studie: Risiken der Pestizid-Anwendung bisher unterschätzt

Auf unseren Äckern werden oft mehrere Pestizide gleichzeitig oder nacheinander verwendet. Wie die einzelnen Mittel zusammenwirken, wird vorher in der Zulassung nicht überprüft. Dort werden Mittel nur einzeln bewertet. Die Folge: Unerwünschte Kombinationswirkungen von Pestiziden auf die Umwelt bleiben oft unentdeckt. Laut einer neuen Studie für das Umweltbundesamt (UBA) muss sich das rasch ändern. Die in der Studie ermittelten Risiken zeigen nach Ansicht des UBA auch, dass der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in der konventionellen Landwirtschaft insgesamt sinken muss. Die „Farm-to-fork-Strategie“ der Europäischen Kommission mit dem Ziel, den Ein

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21.06.2021

Schweiz: Kein Pestizidverbot – Sieg für Bio?

Auf den ersten Blick ist das Ergebnis widersprüchlich. Die Schweizer Bevölkerung stimmt gegen mehr Bio, und die Bioverbände feiern es als Sieg. Mit einem doppelten Nein gegen ein Pestizidverbot und einen verschärften Trinkwasserschutz haben die Schweizer in einer Volksabstimmung zwei Initiativen mit jeweils etwa 60% der Stimmen abgelehnt, die den Landwirten verschärfte Umweltschutzauflagen gebracht hätten. Erstaunlicherweise lehnten auch Schweizer Bioverbände wie Bio Suisse die Forderung „für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ ab, die bei Erfolg sicherlich mehr Umstellungen auf biologischen Landbau zur Folge gehabt hätte. Ziel der Initiative w

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19.06.2021

Scheitern der Tierwohlkennzeichnung im Bundestag erfolgt für Ökoverbände und Tierschutzbund zu Recht

Das Scheitern des von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner angestrebten Tierwohlkennzeichnungsgesetzes im Bundestag bedeutet, dass es ein entsprechendes Tierwohllabel in dieser Legislaturperiode nicht mehr geben wird. „Zu Recht“, heißt es dazu vom Tierschutzbund und Bioland sieht den „Fehler bereits im Ansatz“. Bereits im Vorfeld des sich abzeichnenden Endes eines Tierwohllabels in dieser Legislaturperiode bei der Abstimmung im Bundestag hatte Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), erklärt: „Das nicht zu Ende gedachte ‚Tierwohllabel‘ des BMEL scheitert zurecht. Weder Bäuerinnen noch der Handel wolle

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19.06.2021

Analyse zeigt Risiken der Erderhitzung für Deutschland

Bei einem ungebremsten Klimawandel würden die Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Das zeigen die Ergebnisse der Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes, die jetzt von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt vorgestellt wurde und auch einen Teilbericht zu „Risiken und Anpassung im Cluster Land“ mit den Handlungsfeldern „Biologische Vielfalt“, „Boden“, „Landwirtschaft“ sowie „Wald- und Forstwirtschaft“ enthält. Als „hilfreich“ werden in dem Bericht die Punktesysteme der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) bez

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14.06.2021

Milchbauern: Schluss mit Lustig - Molkereien müssen jetzt kostendeckende Preise verhandeln!

Angesichts der angespannten Lage für die Milchviehbetriebe hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gemeinsam mit dem Milchdialog, zu dem auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und einzelne Verbände von Land schafft Verbindung (LsV) gehören, zu Bauernaktionen vor den Molkereien Deutsche Milchkontor (DMK) und Hochland aufgerufen. Am Freitag, den 11. Juni, haben Bäuerinnen und Bauern diese Molkereien unter dem Motto: „Schluss mit Lustig – Schluss mit Mauern!“ stellvertretend für alle Molkereien besucht. Und am Sonntag erklären Vertreter des LsV Hohenlohe Franken, dass sie nach ergebnislosen Gesprächen mit DMK-Vertretern

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14.06.2021

Bundestag beschließt Gesetzespaket zur Agrarreform

Der Bundestag hat in der letzten Woche die Gesetze zur nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie die Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes für das Übergangsjahr 2022 mit den Stimmen der Regierungskoalition und zum Teil auch der Oppositionsfraktionen beschlossen. Demnach wird es eine zusätzliches Eco-Scheme-Regelung für Grünlandbetriebe trotz aller parteiübergreifenden Beteuerungen zur Bedeutung des Grünlandes und der Weidewirtschaft respektive der Milchviehhaltung nicht geben. In den Beschlüssen sehen nicht nur Bundestagsabgeordnete sondern auch Umweltverbände Licht und Schatten. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtsch

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14.06.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Hauspreisstreit am Schweinemarkt geht in die nächste Runde + Der Biomarkt wächst mit stabilen Preisen + 10% aller Sauen weltweit in Mega-Betrieben mit 100.000 Plätzen

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14.06.2021

CSU setzt weiter auf Futtermittel aus dem Regenwald

Mit der Stimmenmehrheit von CSU, Freien Wählern und FDP hat der Agrarausschuss im bayerischen Landtag eine Petition zur Qualifizierung der Kennzeichnung „Qualität aus Bayern" abgelehnt. Das breite Bündnis, dass sich für einen nachhaltigere Gestaltung des Siegels ausgesprochen hatte, zeigt sich laut einer gemeinsamen Mitteilung von BUND Naturschutz (BN), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern (AbL) und Greenpeace enttäuscht. In der Petition, die von neun Verbänden unterstützt und von 85.000 Menschen unterzeichnet wurde, wurde eingefordert, das Qualitätssiegel aus Bayern nachzubessern und verbindliche Regeln für einen verbesserten reg

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14.06.2021

Grüne für Regulierung und Kennzeichnung neuer Gentechnik

Die Grünen haben sich in ihrem jetzt beim Bundesparteitag beschlossenen Wahlprogramm klar zur Regulierung und Kennzeichnung alter und neuer Gentechnik bekannt. Gentechnikfreie Produktion und Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sollen geschützt werden. Darauf weist der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) hin. Die Formulierungen zum Thema Gentechnik wurden gegenüber dem Entwurf durch eine Vielzahl an Änderungsanträgen bereits im Vorfeld konkretisiert und geeinigt, so dass es beim Parteitag keine Debatte und Einzelabstimmungen mehr dazu gab. Grüne stehen zu Verbrauchern, ‚Ohne Gentechnik‘ und Bio„Wir freuen uns, dass die Grünen unm

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13.09.2021

Mitte Juli haben katastrophale Überflutungen und Hochwasser