10.07.2021

DUH: Tropenwaldschutz in Supermärkten mangelhaft

Die großen deutschen Supermarktketten tun zu wenig, um dem Problem des Anbaus von Soja als dem nach der Rinderhaltung stärksten Treiber für Waldzerstörung in Südamerika zu begegnen und Entwaldung für Sojafuttermittel in den Lieferketten ihrer tierischen Produkte zu verhindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Damit können Fleisch, Fisch und Milchprodukte in Supermarktregalen zur Entwaldung in Südamerika beitragen. Gerade einmal 22 Prozent der in Deutschland verwendeten Sojafuttermittel sind nachweislich entwaldungsfrei. Die DUH fordert die Bundesregierung auf, sich für ein starkes EU-Lieferkettengeset

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05.07.2021

AbL ruft zukünftige Bundesregierung und Gesellschaft zur Umsetzung der ZKL-Empfehlungen auf

Für die AbL hat sich die sehr intensive Arbeit in der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) gelohnt. Indem die ZKL den dringend benötigten Umbau der Landwirtschaft als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sieht, werde durch eine Reihe der Kommissions-Empfehlungen vielen Betrieben die Möglichkeit für wirkliche Verbesserungen eröffnet. Jetzt müsse die Politik die Empfehlungen umsetzen und die politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen. „Als Praktiker*in fordere ich die kommende Bundesregierung ebenso wie die Gesellschaft auf, diese Aufgabe mit uns anzupacken“, erklärt Elisabeth Fresen, Bäuerin aus Verden/Aller, Bundesvorsitzende der Arbei

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05.07.2021

Reaktionen auf Abschluss der Zukunftskommission Landwirtschaft

Der Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) ist angesichts der Zusammensetzung der Kommission auch ein Kompromisspapier. Da ist es nicht überraschend, dass die Ergebnisse und Aussagen des Berichts je nach Interessenlage in ihrer Bedeutung unterschiedlich gewichtet und mögliche Bedenken geäußert werden. Das zeigt sich auch in ersten Reaktionen auf den Abschluss der ZKL, die in den zwei nachfolgenden und im Wortlaut wiedergegebenen „gemeinsamen Pressemitteilungen“ deutlich werden.

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05.07.2021

Heftige Reaktionen auf Aldi’s Abkehr vom Billigfleisch

Der Coup des Discounters Aldi für mehr Tierwohlfleisch sorgt immer noch für Wirkungen auf den Fleischmärkten. Von Überraschung über Lob und Freude bis zu Skepsis und deutliche Zurückweisung reicht das Spektrum der Antworten auf die Ankündigung des Marktführers. Aldi selbst äußerst sich eher zurückhaltend, gibt sich aber entschlossen, der Ankündigung auch Taten folgen zu lassen. „Das Ding drehen wir nicht wieder zurück,“ stellten die Aldi Nord und Süd Manager Klein und Scholbeck in einem top agrar-Interview klar. In der letzten Woche hatten sie die Bombe platzen lassen, dass Aldi bis 2025 keine Rinder, Schweine, Hähnchen und Puten mit niedrigen (geset

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05.07.2021

Zukunftskommission Landwirtschaft: Nachhaltigkeit zahlt sich für alle aus – Umbau des Agrar- und Ernährungssystems als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Strohschneider hat am 29. Juni ihren Abschlussbericht mit einem einstimmigen Votum aller Teilnehmenden verabschiedet. Darin unterbreitet die Kommission Empfehlungen für die künftige Agrar-, Umwelt- und Ernährungspolitik sowie für die Gestaltung eines Transformationsprozesses des Landwirtschafts- und Ernährungssystems. Nicht oder zu langsam zu handeln wird nach Ansicht des Kommissions-Vorsitzenden unbezahlbar. „Nach teilweise jahrzehntelangen intensiven und emotionalen Auseinandersetzungen in Politik und Zivilgesellschaft ist es hier gelungen, einen gesamtgesellschaftlich

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05.07.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Getreide: Markt für Prognosen und Spekulanten + Neue Tiefstände bei Rindern und Schweinen + Kampf um Schweinepreisnotierung geht weiter

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05.07.2021

NEULAND unzufrieden mit EU-Agrarreform - Nationale Umsetzung muss nachbessern!

Die von der EU vorgelegten Beschlüsse zur Agrarreform und die vom Bundestag beschlossenen Maßnahmen für die nationale Umsetzung werden vom NEULAND-Qualitätsfleischprogramm für besonders tiergerechte Haltung scharf kritisiert, da sie gerade für NEULAND-Betriebe viele Fragen offen lassen. „Mit den Brüsseler Kompromissbeschlüssen zur Agrarreform können die ambitionierten Ziele des Green Deals und der Farm-to-Fork-Strategie nicht erreicht werden. Der beschlossene Rechtsrahmen ist noch sehr unklar und die Auswirkung auf die landwirtschaftlichen Betriebe noch nicht absehbar. Von einer richtigen Agrarreform sind wir noch weit entfernt,“ so der Vorsitzende des

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05.07.2021

Kommission plant als Antwort auf Bürgerinitiative Verbot der Käfighaltung

Die EU-Kommission hat entschieden, dem Anliegen der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „End the Cage Age“ stattzugeben und somit die Käfighaltung in der EU zu verbieten. Die EBI spricht von einem „Sieg“, einzelne Vertreter:innen der EBI wie auch Tierschutzorganisationen und grüne EU-Abgeordnete sprechen von einem „historischen Erfolg“. In ihrer Antwort auf die EBI verpflichtet sich die Kommission, bis Ende 2023 einen Legislativvorschlag vorzulegen, um die Verwendung von Käfigsystemen für alle in der Initiative genannten Tiere schrittweise einzustellen und schließlich zu verbieten. Der Vorschlag wird laut Kommission insbesondere Folgendes betreffen:-

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03.07.2021

EU-Mexiko-Abkommen: Weiterer Schritt in Richtung eines intransparenten und undemokratischen Handels

Die EU-Kommission wird vorschlagen, das ohnehin problematische Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko aufzuteilen. Darauf machen mehrere Organisationen in einer gemeinsamen Mitteilung aufgrund einer ihnen zugespielten Information aufmerksam. Das zeige einmal mehr, wie undemokratisch die EU-Handelspolitik sein kann. Der Information zufolge wird das Abkommen zwischen der EU und Mexiko in drei Teile aufgeteilt: ein Teil zu politischer Zusammenarbeit, ein Investitionsabkommen und ein Handelsabkommen. Die Aufteilung des Abkommens wird eine schnellere Ratifizierung durch weniger demokratische Teilhabe ermöglichen: Zur Ratifizierung des Handelsabkommens i

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03.07.2021

FIAN und ECCHR reichen Klage gegen KfW Förderbank ein im Zusammenhang mit der Unterstützung des in Paraguay zweitgrößten Landbesitzers

Die Menschenrechtsorganisation FIAN hat mit Unterstützung des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) beim Verwaltungsgericht Frankfurt am Main eine Auskunftsklage gegen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingereicht. Die KfW verweigert eine Einsichtnahme in die Umwelt- und Sozialaktionspläne des in Paraguay aktiven Luxemburger Agrarinvestors PAYCO. Die KfW-Tochter Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) hatte 2013 über 15 Prozent von PAYCO erworben. „Die Projekte von KfW und DEG sind an die Ziele der deutschen Entwicklungspolitik gebunden. Eine Kontrolle durch Abgeordnete, Medien und kritische Öffentlichke

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03.07.2021

MISEREOR-Studie räumt mit zahlreichen (Vor-)Urteilen über kleinbäuerliche Betriebe in Afrika auf

Trotz des sichtbaren volkswirtschaftlichen Beitrags von kleinbäuerlichen Familienbetrieben setzen viele afrikanische Regierungen in immer größerem Ausmaß auf einen ländlichen Strukturwandel mittels großflächiger agrarindustrieller Betriebe über kapitalkräftige Investoren. Dieser wird teilweise auch von der deutschen Bundesregierung bzw. von staatlichen Banken wie der KfW gefördert. Aber: Bringen großflächige Landnahmen, die gerade in vielen Teilen Afrikas stattfinden, um großflächige Betriebe in Produktion zu bringen, aus Entwicklungsperspektive wirklich den versprochenen Mehrwert? Wird die Ertragslücke geschlossen, Hunger verringert? Können Regionen s

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03.07.2021

Tierleid bei Langstreckentransporten: Problem erkannt, Lösung verschoben

„Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union führen jedes Jahr Millionen von Schafen und Rindern auf dem Land- oder Seeweg in die Türkei, den Nahen Osten, nach Nordafrika, Russland und in asiatische Länder aus. Trotz zahlreicher Bemühungen um eine verbesserte Einhaltung der Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates und obwohl entsprechende bewährte Verfahrensweisen bestehen, kommen wir zu dem Schluss, dass das Tierwohl bei dieser Art von Langstreckentransporten nicht ausreichend gewährleistet werden kann.“ So steht es in einer gemeinsamen Erklärung der Niederlande, Deutschlands und Luxemburgs anlässlich der Tagung des EU-Agrarrates am 28. un

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28.06.2021

GAP-Trilog öffnet Tür für Umsetzung von Punktesystemen

Nach der Einigung zwischen dem Europäischen Rat, Parlament sowie der Kommission (Trilog) zur kommenden Förderperiode der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) steht nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) einer zukunftsorientierten und ambitionierten Ausgestaltung der GAP in Deutschland im Sinne des Green Deal bzw. der Farm to Fork- und Biodiversitätsstrategie nichts mehr im Weg, vorausgesetzt die sich abzeichnenden Regelungen werden auch getroffen und am Montag und Dienstag dieser Woche auch von den Agrarministern und -ministerinnen abgesegnet. Besonders erfreut zeigt sich die AbL darüber, dass die europäischen Insti

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28.06.2021

Aldi verkündet Abschied vom Billigfleisch

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe. Am Freitag verkündete Aldi, das Angebot an Billigfleisch, das nach gesetzlichen Vorgaben produziert wird, nach und nach zu reduzieren und ab 2030 ganz auf einen niedrigen Tierwohlstandard zu verzichten. Die Reaktionen kamen prompt von allen Seiten. Die Fachpresse sprach von einem Hammer und einem mutigen, aber riskanten Schritt. Einige Fleischindustrielle wie Marktführer Tönnies sprachen von einem wichtigen Signal für die Zukunft des Marktes. Für den Deutsche Tierschutzbund zeigt Aldi der Politik, wohin die Reise gehen werde. Entscheidend werde sein, ob andere Handelsunternehmen diesem Schritt folgen und die Poli

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28.06.2021

Milchbäuerinnen und -bauern protestieren vor Molkerei Weihenstephan

Nachdem Milchbäuerinnen und -bauern bei den Molkereien Hochland und DMK ihre Forderung „Schluss mit Mauern“ vor die Tore getragen hatten, besuchten sie jetzt die Molkerei Weihenstephan, die zum Müllermilch-Konzern gehört. Der Veranstalter Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hatte dazu auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern und den Land schafft Verbindung-Landesverband Bayern (LsV) geladen, alle zusammen engagiert im Milchdialog. Müllermilch war gezielt ausgewählt worden. Müllermilch hat nach Ansicht des BDM schon aufgrund seiner Größe und auch seiner starken Marken eine große Marktbedeutung und Durchsetzungsstärke. Gl

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28.06.2021

Bio-Boom – nicht wegen, sondern trotz Klöckner

Bio stehet bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, ganz oben auf der Agenda. Das zumindest vermittelt sie bei der Vorstellung der aktuellen Strukturdaten zum ökologischen Landbau in Deutschland 2020 sowie bei der Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Bio-Siegels. Für Bioland feiert sie Erfolge, zu denen sie „nicht beigetragen hat“ und für die Grünen schmückt sich die Ministerin „mit fremden Lorbeeren“, der Bio-Boom erfolge „nicht wegen, sondern trotz Klöckner“. Und auch der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sieht die Regierung auf der „Bio-Bremse“. Laut den neuesten Strukturdaten stieg allein in 2020 der Um

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28.06.2021

Planungssicherheit für GVO-freie Soja

Mastgeflügel- und Eiererzeuger sehen sich aktuell einem massiven Kostendruck beim Eiweißfutter gegenüber. Nach Angaben des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hat sich der Preis für „Ohne Gentechnik“-Soja nahezu verdoppelt, die Prämienaufschläge sogar verdreifacht. Die deutlich gestiegenen Futterkosten müssten mit fairen Erzeugerpreisen seitens des Handels bzw. von den Verbraucher*innen ausgeglichen werden, um auch weiterhin Eier und Geflügelfleisch mit dem Label „Ohne Gentechnik“ anbieten zu können, erklärte der ZDG Mitte Juni. Bei Eiern, Hähnchen- und Putenfleisch sei gentechnikfreie Fütterung heute Standard, anders als bei andere

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28.06.2021

Kanzlerkandidat*innen zu neuer Gentechnik

Mit der Forderung „die Gen-Schere unter Kontrolle halten“ hatten Mitte Mai verschiedene Organisationen gemeinsame Briefe an die drei Kanzlerkandidat*innen verschickt. Dazu brauche es unter anderem eine strikte Regulierung und umfassende Risikoprüfung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik. Nun liegen die Antworten der Kandidat*innen vor. Annalena Baerbock schreibt: „Auch nach der Bundestagswahl wird sich meine Partei dafür einsetzen, dass das geltende EU-Zulassungsverfahren weiterhin für Anwendungen der neuen Gentechnik gilt und nicht aufgeweicht wird.“ Weiter heißt es: „Bei Techniken mit einem so hohen Eingriffspotential wie der Gentechnik muss das europä

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28.06.2021

Richtungsweisende Impulse für die Agroforstwirtschaft aus dem Bundesrat

Der Bundesrat hat dem Entschließungsantrag des Landes Thüringen „Initiative Biodiversität- und Klimaschutz - Neue Wege der Landnutzung wagen - Agroforstwirtschaft im Verwaltungssystem verankern“ in unveränderter Form mehrheitlich zugestimmt. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland ist das auch das Ergebnis einer durch die AbL erfolgten Kraftanstrengung, denn der Antrag drohte deutlich verwässert zu werden, was in der Praxis das Aus für eine Vielzahl möglicher Agroforstsysteme bedeutet hätte. In der Entschließung heißt es unter anderem: „Agroforstwirtschaft ist eine landwirtschaftliche Landnutzungsform, die gezielt

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28.06.2021

Mehr Patente durch neue Gentechnik

Neue Gentechnik-Verfahren führen zu mehr Anmeldungen und Erteilungen von Patenten auf Pflanzen, wie ein aktueller Bericht von Testbiotech zeigt. Jedoch behindern Patente den freien Zugang zu genetischen Ressourcen, ein Grundpfeiler der Pflanzenzüchtung. Dies führt zu mehr Kontrolle der Patentinhaber*innen, behindert Innovationen und Wettbewerb. Damit wird klar, dass das häufig formulierte Argument, die neuen Gentechniken seien einfach und kostengünstig, zu kurz gedacht ist. Die Recherche zeigt, dass einige wenige Firmen bei den Patentanmeldungen dominieren. Vorreiter ist Corteva (Zusammenschluss von DowDuPont), die bis Ende 2020 über 70 Patente angemel

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05.07.2021

Ein Interview mit Elisabeth Fresen, AbL-Bundesvorsitzende un