26.04.2021

Bundestag beschließt unzureichende Änderung des Grunderwerbssteuergesetzes

Der Bundestag hat mit den Stimmen der Regierungskoalition und gegen die Stimmen der Opposition, ohne Enthaltungen, den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf zur Änderung des Grunderwerbssteuergesetzes angenommen, dessen Ziel „die Eindämmung missbräuchlicher Steuergestaltungen in der Grunderwerbsteuer durch verschiedene Einzelmaßnahmen“ ist, wie es in der Begründung zum Gesetz heißt. Die SPD vermutet trotz des Beschlusses, „das Thema wird uns weiter beschäftigen“. Linke und Grüne sprechen von einem „Skandal“. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hatte bereits im Vorfeld der Entscheidung darauf hingewiesen, dass die vorgeschlage

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26.04.2021

Studie: Biodiversität erfordert kleinteilige Agrarstuktur

Kleinteilige Agrarlandschaften mit ihrer geringen Schlaggröße und kleinen landwirtschaftlichen Betrieben beherbergen einen deutlich erhöhten Artenreichtum. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Prof. Teja Tscharntke vom Institut für Agrarökologie der Universität Göttingen im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vorgelegt hat. Für den grünen agrarpolitischen Sprecher im Bundestag, Friedrich Ostendorff, ist damit das ewige neoliberale Mantra widerlegt, groß sei nicht gleich schlecht und klein nicht gleich gut. Der Schlüssel zur Wiederherstellung der Biodiversität in großem Maßstab ist laut der Studie „ein kleinräumiges Landnutzun

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26.04.2021

Milchviehhalter im Agrardialog erwarten eine sehr deutliche Anhebung der Milcherzeugerpreise

Mit Blick auf die in der Abschlussphase befindlichen Kontraktverhandlungen für Milchfrischeprodukte (“Weiße Linie“, Trinkmilch, Joghurt, Quark usw.) zwischen den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) fordern die Milchviehhalter im Agrardialog eine sehr deutliche Anhebung der Milcherzeugerpreise. Die Kontraktverhandlungen müssen nach Ansicht der Milchviehhalter angesichts der seit Wochen sichtbaren deutlichen Markterholung von den Molkereien genutzt werden, ihre Abgabepreise beim Lebensmitteleinzelhandel exorbitant anzuheben. Die Märkte lassen es zu: Auf den internationalen Märkten, den Terminbörsen wie auch an den Kassamärkten sind deutlich

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26.04.2021

Erster Zulassungsantrag für CRISPR/Cas-Pflanzen in der EU

In der Datenbank der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) findet sich ein erster Antrag auf Importzulassung von mit CRISPR/Cas manipulierten Pflanzen. Das meldet das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiiotech. Der Mais DP915635 der Firma DowDupont ist resistent gegen das Herbizid Glufosinat und produziert ein Insektengift, das in bestimmten Farnen zu finden ist, die auf Bäumen wachsen. Der US-Konzern DowDupont vertreibt sein Gentechnik-Saatgut über seine Agrarsparte Corteva. Der Konzern hat in Europa bereits Patente auf entsprechende Pflanzen erhalten. Der Mais wurde laut Testbiotech mit einer Kombination von ‚alt

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26.04.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Große Unruhe auf Fleisch- und Getreidemärkten und ruinöse Milchpreise So charakterisieren Marktbeobachter die aktuelle Lage auf den verschiedenen Erzeugermärkten. Der Schweinepreis kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Nach dem Rekordhoch Anfang 2020 bis zu 2,00 €/kg, dem coronabedingten Absturz im Sommer auf 1,47 €/kg, dem Niedergang wegen der Afrikanischen Schweinepest im September auf 1,20 €/kg mit dem anschließenden „Schweinestau“ von November bis Februar hatte sich im März/ April der Schweinepreis überraschend schnell auf 1,50 €/kg erholt. Der Rückgang diese Woche auf 1,42 €/ kg zeigt die Unsicherheit. Während die Erzeuger auf den fortgesetzten Rückgan

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24.04.2021

Der Klimawandel reduziert landwirtschaftliche Produktivität bereits um ein Fünftel

Die weltweite landwirtschaftliche Produktivität ist um 21 % niedriger, als sie ohne den Klimawandel hätte sein können. Das ist das Ergebnis einer Studie der amerikanischen Cornell Universität, die Anfang April 2021 veröffentlicht wurde. Die zukünftigen potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Pflanzenproduktion wurden in vielen wissenschaftlichen Berichten quantifiziert, aber der historische Einfluss des anthropogenen Klimawandels auf den Agrarsektor war bisher nicht modelliert worden. „Wir stellen fest, dass der Klimawandel im Grunde genommen etwa sieben Jahre an Verbesserungen der landwirtschaftlichen Produktivität in den letzten 6

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24.04.2021

Breites Bündnis fodert: Gentechnik auch in Zukunft strikt regulieren!

Kurz vor der geplanten Veröffentlichung der Studie der EU-Kommission zu neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas – Ende April – haben 94 Verbände und Organisationen in einem gemeinsamen Positionspapier „Gentechnik auch in Zukunft regulieren“ die Bundesregierung aufgefordert, in Deutschland und auf europäischer Ebene alle vorhandenen wie künftigen Gentechnikmethoden und die daraus entstehenden gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren und zu kennzeichnen, das Vorsorgeprinzip umzusetzen sowie die Wahl- und Gentechnikfreiheit zu sichern. Elisabeth Waizenegger, Milchbäuerin aus dem Allgäu u

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24.04.2021

BÖLW: Beim ÖLG kommt es jetzt auf Qualität statt Schnelligkeit an

Am 22.04. hat der Bundestag in erster Lesung den Entwurf für das infolge der ab dem 1.1.2021 geltenden EU-Ökö-Verordnung aktualisierte deutsche Ökolandbaugesetz (ÖLG) behandelt und es ohne Debatte in die zuständigen Ausschüsse überwiesen. „Ein gutes ÖLG ist wichtig, damit die heimischen Bäuerinnen und Unternehmer die Chancen des Bio-Marktes nutzten können", sagt Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). „Das ÖLG muss das bewährte Bio-Kontrollsystem stärken, darf nicht zu unsinnigen bürokratischen Lasten für die Rechtsunterworfenen führen und muss mehr Bio in der Außer-Haus-Verpflegung ermöglichen", so

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24.04.2021

VLOG: „Ohne Gentechnik“ wächst – Transparenz erhalten!

Rund 12,6 Milliarden Euro wurden 2020 in Deutschland für „Ohne Gentechnik“-Produkte ausgegeben, 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil bei Lebensmitteln beträgt rund 5,4 Prozent. Um diesen Erfolg langfristig zu sichern, muss nach Ansicht des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) auch neue Gentechnik als Gentechnik reguliert bleiben. Das erklärt der VLOG mit Blick auf die aktuelle Umsatzentwicklung für Lebensmittel mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ und auf die für diese Woche angekündigte EU-Studie zur Regulierung der neuen Gentechnik. „,Ohne Gentechnik‘-Produkte haben sich in den letzten zehn Jahren einen festen Platz in den Regalen und

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24.04.2021

Earth Day: Jeder Bissen zählt

„Restore our Earth“ - Unter diesem Motto stand am 22.04.2021 der diesjährige globale Earth Day. „Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde. Lebe bewusst und nachhaltig - Bio, Regional, Fair“ lautete das Motto in Deutschland für diesen Earth Day. „Erde und Klima brauchen Zeit um sich von rücksichtsloser Ausbeutung zu erholen. Jeder Bissen zählt, damit sich die Erde erholen kann", erklärt Earth Day Präsident Thomas Dannenmann. Das Motto formuliert den Anspruch an Jede*n von uns – Verbraucher*innen, Lebensmittelhandel, Landwirtschaft, Fischerei, Lebensmittelproduktion, und die Lieferketten - sich für globale Ressourcenschutz zu en

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19.04.2021

Kein Systemwechsel, aber in die richtige Richtung

Der Beschluss des Bundeskabinetts zur zukünftigen Ausgestaltung der Agrarpolitik hat eine Vielzahl von Reaktionen ausgelöst. Während die einen äußern, dass von einem Systemwechsel keine Rede sein könne, sehen andere einen Beschluss in die richtige Richtung. Übereinstimmend wird aber noch Nachbesserungsbedarf gesehen und dabei auf den Bundesrat und den Bundestag gesetzt. Während die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft bereits im Vorfeld des Beschlusses kritisiert hat, dass die sich abzeichnenden Regelungen eine „soziale Verantwortung vermissen“ lassen, sieht auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) in den Beschlüssen weder eine

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19.04.2021

Bundeskabinett beschließt Gesetze zur zukünftigen Agrarpolitik

„Die Bundesregierung hat wichtige Gesetze zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2023 verabschiedet. Mehr Umwelt- und Klimaschutz gehen einher mit der Einkommenssicherung der Landwirte. Ländliche Räume, kleinere und mittlere Betriebe sowie Junglandwirte werden stärker gefördert.“ Das verkündet die Bundesregierung unter der Überschrift „Landwirtschaft wird zukunftsfest, nachhaltig und klimafreundlich“. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner spricht von einem Systemwechsel (zu den Reaktionen siehe die gesonderte Meldung). „Mit den von uns vorgelegten Gesetzentwürfen ist ein echter Systemwechsel in der Landwirtschaft gelungen. Alle Direkt

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19.04.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Europäische Handelskooperationen stecken in schwerer Krise In Deutschland kommt die Diskussion um unfaire Wettbewerbspraktiken des Handels nur sehr mühsam voran. Das ist in Frankreich anders. Dort sind die großen Handelsriesen unter Druck und mit ihnen ihre deutschen Partner, mit denen sie beim Einkauf kooperieren.Seit mehreren Jahren galten europäische Einkaufsallianzen als Garant eines wachsenden Einflusses der großen europäischen Einzelhandelskonzerne und als Beitrag zu einer soliden Marktführerschaft des Handels gegenüber der Industrie. Nun ziehen einige Einzelhändler die Reißleine und ziehen sich aus der Zusammenarbeit mit Franzosen in Einkauf

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19.04.2021

Konsequenzen aus der Brandkatastrophe: Agrarindustrie stoppen – Umbau der Tierhaltung anpacken

Eine der größten Zuchtschweineanlagen Europas ist am 30. März abgebrannt. Mehr als 50.000 Schweine sind unter großen Qualen verbrannt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. kritisiert, dass bislang offensichtlich niemand die Verantwortung übernehmen will, weder der Betreiberkonzern LFD, noch der Eigentümer Terra Grundwerte AG, noch die Landesregierung. Die AbL prüft derzeit rechtliche Schritte. Unterdessen erklärt Landwirtschaftsminister Till Backhaus, dass er einen Wiederaufbau der Anlage „so wie sie bisher war“ nicht unterstützen werde. Er kündigt nach Rücksprache mit den Betreibern und dem Eigentümer eine Modeallanlage „Stall

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19.04.2021

Solidarität mit den Bäuerinnen und Bauern in Indien und weltweit

Mit lautstarken Sprechchören, einem Trecker und aussagekräftigen Bannern hat ein Bündnis aus den Bereichen Landwirtschaft, Menschenrechte, Ernährung, Klima- und Umweltschutz vor dem Auswärtigen Amt in Berlin für den Schutz bäuerlicher Strukturen sowie weltweite Ernährungssouveränität protestiert. Einen Tag vor dem internationalen Tag des bäuerlichen Widerstands am 17. April solidarisierten sich die Protestierenden mit den Bäuerinnen und Bauern in Indien, welche seit über vier Monaten landesweit gegen eine geplante Liberalisierung des dortigen Agrarsektors auf die Straße gehen. In Indien bestreiten rund 600 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt aus d

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17.04.2021

Alles heile Welt in Bayern?! – Agrarbündnis Bayern demonstriert vor der Staatskanzlei für eine bessere Agrarpolitik

Das Agrarbündnis Bayern hat vor der Bayerischen Staatskanzlei in München für eine bessere Agrarpolitik demonstriert. „Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet Bayern als Vorbild für Agrarökologie. Er zeichnet damit das Bild einer ‚heilen Welt‘- und unterstützt ein ‚Weiter-so‘, statt sich für eine Agrarwende einzusetzen. Eine Wende, die schon jetzt nachhaltig wirtschaftenden bäuerlichen Betrieben und handwerklichen Verarbeitungsstrukturen Perspektiven gibt“, heißt es in einer Erklärung des Bündnisses. Josef Schmid, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Bayern, erinnert an die Forderung des Ministerpräsidenten „Agrarökologie

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17.04.2021

Verbraucher zur Übernahme von Mehrkosten für Weiderindfleisch von Zweinutzungsrindern bereit

Weiderindfleisch von Zweinutzungsrindern ist ein Produkt mit vielversprechendem Potenzial für eine Marktdifferenzierung. Bisher ist allerdings wenig darüber bekannt, ob Konsumentinnen und Konsumenten das Produkt kaufen würden und bereit wären, mehr dafür zu zahlen. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat in einer Studie Präferenzen und Zahlungsbereitschaft beim Rindfleischkauf untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Meat Science erschienen, wie die Universität Göttingen mitteilt. Das Team befragte laut Angaben der Universität rund 500 Verbraucherinnen und Verbraucher aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sie unters

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17.04.2021

WWF-Studie: EU ist der zweitgrößte Importeur von tropischer Entwaldung

Die EU zählt zu den größten Treibern von Waldzerstörung. Das zeigt ein am 14.April 2021 veröffentlichter Report des WWF. Dieser untersucht die Auswirkungen von Handelsbeziehungen auf die Entwaldung und Naturzerstörung von 2005 bis 2017. Er basiert auf Daten und Erkenntnissen aus Satellitenbildanalysen und Untersuchungen von Handelsströmen, die vom Stockholmer Umweltinstitut und der Transparenzinitiative Trase zusammengestellt wurden. 16 Prozent der globalen Tropenabholzung im Zusammenhang mit dem internationalen Handel gehen demnach auf das Konto der EU. Sie liegt damit auf Platz zwei der „Weltrangliste der Waldzerstörer“, hinter China (24 Prozent) und

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17.04.2021

Power to the Bauer! Crowdfunding-Kampagne der AbL Mitteldeutschland

Seit 10 Jahren engagiert sich die AbL Mitteldeutschland, das sind die AbL-Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, für bäuerliche Betriebe in der Region und setzt sich ein für mehr Tier-, Natur- und Klimaschutz sowie soziale Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft. Nun sollen die ehrenamtlichen Kräfte mit einer eigenen Vollzeitstelle gestärkt werden, um den Forderungen und konkreten Gesetzesvorschlägen in der Politik mehr Gehör verschaffen zu können. Dafür wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die bis Ende Mai läuft. „Statt Agrarindustrie auf eine bäuerliche Landwirtschaft setzen, die das Land zum Wohle von Mensch, Natur und Tie

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12.04.2021

AbL: BMEL streicht soziale Gerechtigkeit aus Gesetzentwürfen zur zukünftigen Agrarpolitik

Am Montag melden Medien, dass sich das Bundesumwelt- und das Bundeslandwirtschaftsministerium nach monatelangem Ringen auf einen Kompromiss zur Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland verständigt haben, der in wesentlichen Teilen auf den Beschlüssen der Agrarministerkonferenz (AMK) beruht und am Dienstag, dem 13. April, dem Bundeskabinett als Grundlage zur dortigen Entscheidung dienen soll. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) lassen die Gesetzentwürfe „massiv an sozialer Verantwortung vermissen“. Naturschützer halten die bekanntgewordenen Entwürfe für „ernüchternd“. Die Gesetzentwürfe zur nationalen Ausgestaltung der zukünf

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12.04.2021

Auch wenn Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im