23.11.2019

Einen klimapolitischen Neustart schaffen

Vom 2. bis 13. Dezember 2019 findet die 25. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen (COP25) in Madrid unter chilenischer Präsidentschaft statt. Aus diesem Anlass haben der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) und die Klima-Allianz in einem gemeinsamen Positionspapier unter dem Titel „Einen klimapolitischen Neustart schaffen – in Deutschland und weltweit“ ihre Forderungen zur Weltklimakonferenz an die Bundesregierung vorgelegt. Neben einem Klimaschutzgesetz und einer Langfriststrategie, einem Sofortprogramm Klimaschutz, einer umfassenden und sozial gerechten CO2-Bepreisung, einem sozialverträglichen Kohleausstieg, dem Ausbau erneu

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23.11.2019

Offener Brief an Ministerin Klöckner: Geplante Kastenstands-Regelungen komplett überarbeiten

In einem gemeinsamen offenen Brief haben zahlreiche Organisationen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner aufgefordert, den vom BMEL vorgelegten Entwurf zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) mit den geplanten Regelungen für Kastenstände bei Sauen „komplett neu zu überarbeiten und die Haltung von Sauen in den nach rechtlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen tierschutzwidrigen Kastenständen zu beenden“. Aus Tierschutzsicht wären maximal ein Jahr, um im Deckbereich die bereits lange bestehenden Vorgaben umzusetzen sowie maximal fünf Jahre, um im Abferkelbereich einen verfassungskonformen Zustand mit freier Bew

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23.11.2019

Flächengebundene Nutztierhaltung gefordert

Die Bundestagsfraktion Die Linke hat mit einem Antrag die Bundesregierung aufgefordert, „einen Gesetzentwurf vorzulegen, um eine flächengebundene Nutztierhaltung mit maximal 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar auf Landkreisebene gesetzlich zu verankern“. Ferner soll die Bunderegierung unter anderem ein Konzept für einen sozialverträglichen Umbau in Regionen mit einer zu hohen Nutztierbestandsdichte vorlegen, die Verankerung eines Mitspracherechts der regionalen Bevölkerung und ihrer kommunalen Vertretungen im Baugesetzbuch (BauGB) prüfen und einen Gesetzentwurf vorlegen, um im § 201 BauGB die Definition des Begriffs Landwirtschaft um Kriterien der Nachhal

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23.11.2019

Programm „Vielfältige Ackerkulturen“ kommt sehr gut an

„Landwirtinnen und Landwirte nehmen unser neues Förderprogramm ‚Vielfältige Ackerkulturen‘ sehr gut an. Im Haushalt 2020 stehen dafür 10 Millionen Euro bereit“, teilt Priska Hinz, Landwirtschaftsministerin in Hessen, mit. Auf knapp einem Fünftel der hessischen Ackerflächen werden laut der Ministerin ab nächstem Jahr Landwirtinnen und Landwirte mindestens fünf Kulturen - davon eine Eiweißpflanze - anbauen. „Wir unterstützen sie finanziell dabei, denn damit wird auf natürliche Weise Pflanzengesundheit und Biodiversität gefördert“, sagt Hinz. „Eine gut gestaltete Fruchtfolge vermindert Pflanzenkrankheiten und schützt vor Schädlingen. So kann der Einsatz v

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22.11.2019

Weiterhin hohe Keimbelastung bei Geflügel

Weiterhin zu hohe Keimbelastungen bei Geflügelfleisch (insbesondere bei Masthähnchen und -puten) stellt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in seinem jetzt veröffentlichten Keimbericht (Zoonose-Monitoring 2018) fest. Aus Sicht von Germanwatch zeigen die überhöhten Keimbelastungen, dass die deutsche Geflügelfleischindustrie ihr Hygieneproblem nicht in den Griff bekommt. "Die anhaltend hohen Belastungen von Geflügelfleisch mit Darmkeimen sind vor allem ein Resultat der industriellen Massentierhaltung und der Großschlachthöfe. Die Ergebnisse zeigen, dass die Industrialisierung der Tierhaltung und Schlachtung eine gefä

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20.11.2019

Ohne „gemeinwohlorientiertes Handeln“ keine Orden

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow aufgefordert, dem ehemaligen Thüringer Bauernverbandspräsidenten Dr. Klaus Kliem den Thüringer Verdienstorden abzuerkennen und sich beim Bundespräsidenten für die Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes einzusetzen, da Dr. Klaus Kliem als Träger der Orden das dazu als Voraussetzung erforderliche „gemeinwohlorientierte Handeln“ fehle. "Die höchsten Orden der Bundesrepublik und des Freistaates Thüringen sollten nicht von einem Menschen getragen werden, dem es mittlerweile verboten ist, Schweine zu halten und der außerdem noch privat Kass

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20.11.2019

AbL: Billigstangebot für Weidemilch ist fatales Signal an die Verbraucher

Der Discounter Netto, Teil der Edeka-Gruppe, bietet in seinem jüngsten Werbeblatt Weidemilch mit dem Pro Weideland-Label, ohne Gentechnik, der niedersächsischen Molkerei Ammerland für 69 Cent pro Liter an. Für Ottmar Ilchmann, Milchbauer in Niedersachsen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachen ein fatales Signal. „Immer neue Billigstangebote von Weidmilch, wie aktuell wieder bei Netto, wo die Milch der Molkerei Ammerland unter dem Label ‚Pro Weideland‘ für 69 Cent pro Liter angeboten wird, senden ein fatales Signal an die Verbraucher: Selbst höchste Qualität ist spottbillig zu haben“, kritisiert Ilchmann und appe

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18.11.2019

AbL: Grüne können CETA verhindern

In einem Beschluss auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz in Bielefeld fordern die Grünen die Bundesregierung unter anderem auf, sich im EU-Rat für einen Stopp der Ratifizierung des jetzigen Mercosur-Abkommens und Nachverhandlungen mit einem neuen Mandat einzusetzen“ und sich „für ein neues Verhandlungsmandat einzusetzen, das für alle handelsrelevanten Kapitel Regeln für den Schutz und Erhalt von Umwelt, Biodiversität und Klima vorsieht und zudem ein sanktionierbares Nachhaltigkeitskapitel, Vereinbarungen zum Erhalt des Amazonas Regenwaldes in seiner jetzigen Größe und einen wirksamen Beschwerdemechanismus für Menschenrechtsverletzungen enthält“. Ferner

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18.11.2019

Lidl wird immer nachhaltiger?

„Langfristig ist es unser Ziel, nur noch Frischfleisch in Stufe 2 und höher zu verkaufen. Damit wollen wir unseren Kunden Produkte anbieten, die in Sachen Tierwohl über dem gesetzlichen Standard liegen,“ definiert Jan Bock, Einkaufsleiter Lidl Deutschland, seine Perspektiven für den Fleischeinkauf. Seit April 2019 labelt Lidl ebenso wie andere Einzelhandelskonzerne Fleisch mit der vierstufigen Haltungskennzeichnung. Man wolle Tierwohl in der Breite verbessern und „mehr Akzeptanz für die Leistungen der Landwirte schaffen“. Bock merkt in einem Interview mit top agrar an, dass das Thema Tierhaltung bei Kunden auf Interesse stoße und sie deshalb verstärkt

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18.11.2019

Tierschutzpreis für „gläserne“ Landwirtschaft

Das Land Baden-Württemberg hat in diesem Jahr den Tierschutzpreis des Landes auch an zwei Projekte aus der Landwirtschaft vergeben: an die Interessengemeinschaft "IG Schlachtung mit Achtung" aus Kandern/Landkreis Lörrach und die Kirchbühl GbR in Kupferzell für ihren Schweinemaststall. Ziel der „IG Schlachtung mit Achtung“ ist es laut einer Mitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, zur Schlachtung anstehenden Rindern aus jeglicher Haltungsform einen Tod ohne Angst zu ermöglichen. Den Tieren soll ein Tod mit Würde, ohne Separation von der Herde, in ihrer gewohnten Umgebung, ohne Manipulation, vor allem ohne Transp

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18.11.2019

Gentechnik gefährdet den Artenschutz

Ein im Auftrag des Deutschen Naturschutzring (DNR) erstellter Bericht des Instituts für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie (Testbiotech) belegt an zahlreichen Beispielen (Fliegen, Bienen, Bäume, Korallen) die Risiken und möglichen Konsequenzen, die mit der Ausbreitung von Gentechnikorganismen in natürlichen Populationen verbunden sind. Der Bericht wirft dabei laut DNR tiefgreifende Grundsatzfragen auf, die insbesondere mit dem Anspruch eines gezielten Austausches von natürlichen durch künstliche Populationen verbunden sind. Führende WissenschaftlerInnen wie Jennifer Doudna und George Church, die im Bereich ‚neue Gentechnik‘ tätig sin

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16.11.2019

Tackmann wirft Koalition Scheinheiligkeit und Trickserei bei Weidetierhaltung vor

Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Kirsten Tackmann, wirft der Regierungskoalition Scheinheiligkeit und Trickserei beim Umgang mit der Weidtierhaltung vor. „Die Koalition hat im Koalitionsvertrag den Weidetierhaltenden Hilfe zugesagt. Aber sie will sich weiter mit Almosen aus der Verantwortung rauskaufen. Damit schaut sie weiter dem Sterben der Weitetierhaltungen zu, deren wichtige Gemeinwohlleistungen noch immer nicht anständig bezahlt werden. Diese Scheinheiligkeit der Koalition in Sachen Weidetierhaltung ist schwer zu ertragen.“, kommentiert Tackmann die Beratungsergebnisse der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses, in de

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16.11.2019

Globale Fleischproduktion 2019 leicht rückläufig

Die weltweite Fleischproduktion wird 2019 voraussichtlich erstmals seit über 20 Jahren keinen neuen Rekord, sondern einen leichten Rückgang verzeichnen. Das prognostiziert die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem am Donnerstag veröffentlichten „Food Outlook“. Grund für die rückläufige Produktion sei der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in China, wodurch die Bestände deutlich dezimiert wurden. Die Schweinefleischproduktion in der Volksrepublik macht etwa die Hälfte der weltweiten Schweinefleischproduktion aus, brach aber gegenüber dem Vorjahr um rund 20% ein und wird sich nur noch auf 44,1 Millionen Tonnen belaufen. L

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16.11.2019

Mit klar definierter bäuerlicher Landwirtschaft werben

"Landwirtschaft ist in eine Entwicklung hineingedrängt worden, für die sie nun in der Kritik steht. " Das erklärt Prof. Dr. Alois Heißenhuber anlässlich der Präsentation eines neuen Buches mit dem Titel „Zukunftsfähige Landwirtschaft - Herausforderungen und Lösungsansätze“. Die von mehreren Experten aus Agrar- und Umweltwissenschaften verfasste Publikation versteht sich laut Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND und Mitherausgeber der Publikation, als ein "Aufruf an die Gesellschaft zur Umkehr". Eine Grundlage der Veröffentlichung bildet auch eine vom BUND Naturschutz in Bayern e.V. und dem Nachhaltigkeitsteam der Katholischen

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16.11.2019

Milcherzeuger aus ganz Europa für ein effektives Kriseninstrument

In der italienischen Stadt Montichiari am Gardasee haben sich Repräsentanten der Milchproduzenten des European Milk Board (EMB) aus 15 europäischen Staaten getroffen. Vor dem Hintergrund der weiterhin deutlich unter den Produktionskosten liegenden Milchpreise und der starken Krisenanfälligkeit des Milchsektors standen mit Blick auf den notwendigen Umbau der EU-Agrarpolitik die soziale Nachhaltigkeit und eine verantwortungsvolle Produktion im Vordergrund der Beratungen. Erwin Schöpges, der als Vorsitzender des EMB die Krisenvermeidung als oberstes Ziel sieht, betonte dabei die Bedeutung eines raschen Eingreifens: „Das A und O ist hier ein Automatismus

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15.11.2019

Klage gegen EU-Zulassung von Gentechnik-Mais eingereicht

Das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech hat eine neue Klage gegen die EU-Zulassung von Gentechnik-Pflanzen eingereicht. Das Gericht der Europäischen Union hat laut Testbiotech den Eingang der Klage (T-534/19) bestätigt und die EU-Kommission aufgefordert, Stellung zu beziehen. Die Klage richtet sich gegen eine EU-Importzulassung für einen Mais der Firma Bayer (Monsanto). Der Mais ist gleich mehrfach gentechnisch verändert. Er weist eine verdoppelte Resistenz gegen die Herbizide Glyphosat und Glufosinat auf. Zudem produziert er sechs Insektengifte. Kombinatorische Wirkungen der Toxine und der Rückstände der Spritz

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14.11.2019

Der Trend: Lokale Lebensmittel-Kreisläufe

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat sich auf die Suche nach den wichtigsten Trends in der Ernährungsbranche bis zum Jahr 2035 gemacht und als einen der bedeutendsten „Lokale Lebensmittel-Kreisläufe“ ermittelt. Dieser Trend hat nach Ansicht des Fraunhofer-Instituts „das Potenzial, ganze Ernährungssysteme zu verändern“. Der Direktverkauf von Landwirten an Kundinnen und Kunden habe zu verschiedensten Innovationen wie z.B. Abonnements für Essenskisten mit saisonalen Produkten oder von Bauernhöfen betriebene Online-Shops geführt. Diese Innovationen haben nach Ansicht des ISI etliche Vorteile, darunter die Frische der Produ

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11.11.2019

Bundesrat lehnt verpflichtende Tierwohlkennzeichnung mehrheitlich ab

Im Rahmen seiner Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Einführung und Verwendung eines Tierwohlkennzeichens (Tierwohlkennzeichengesetz - TierWKG) hat der Bundesrat in seiner jüngsten Sitzung die Einführung eines verpflichtenden Tierwohllabels mehrheitlich abgelehnt. Er ist damit der Empfehlung des federführenden Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz nicht gefolgt. Dieser hatte die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels zwar grundsätzlich begrüßt, allerdings auch geäußert, „dass ein freiwilliges Label weder geeignet ist, eine hohe Marktdurchdringung zu erzielen, noch Märkte außerhalb des Lebensmitteleinzelhandels umfassend zu er

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11.11.2019

Die neuen Vorsitzenden von BUND und NABU wollen Dialog mit der Landwirtschaft

Auf ihren Bundesdelegiertenversammlungen haben der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jeweils einen neuen Vorsitzenden gewählt. Dabei sprach sich der neu gewählte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger für einen direkteren Dialog mit Landwirtinnen und Landwirten aus. "Naturschutz und Landwirtschaft müssen reden. Ich bin überzeugt, dass wir mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft nur gemeinsam erhalten können. Ich bin bereit, daran mitzuwirken, dass die Gräben weniger tief werden", so Krüger. Allerdings führe kein Weg daran vorbei, dass die EU-Agrarfinanzen so ausgerichtet werden müssen, da

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11.11.2019

Anhörung: Was ist (keine) Gentechnik?

Oft wird behauptet, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR würden nichts anderes machen als das, was in der Natur ohnehin ständig passiert. Dass das nicht so ist, hat Christoph Then von Testbiotech als geladener Sachverständiger in einer Anhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages deutlich gemacht. Wie laut Then eine wachsende Zahl von wissenschaftlichen Publikationen zeigt, können die Verfahren der neuen Gentechnik nicht mit Verfahren und Ergebnissen der konventionellen Züchtung gleichgesetzt werden. Zwar werden beim Einsatz der neuen Gentechnik und mithilfe von Werkzeugen wie der Gen-Schere CRISPR/Cas oft keine zusät

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