31.05.2019

Kritik an Vorschlägen zur Änderung in der Sauenhaltung

Nachdem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die ersten Details zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgelegt und die Beteiligung der Bundesländer und Verbände eingeleitet hat, kommt Kritik sowohl von Tierschützern als auch Schweinehaltern. Nach Ansicht der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) lassen die „ersten offiziell verkündeten Details lassen darauf schließen, dass das BMEL mit Maximalforderungen in den nun anstehenden finalen parlamentarischen Prozess zur Verordnungsänderung einsteigen will“. Wenn diese Vorstellungen so durchkommen, dann bedeutet das, „dass die Sauenhalter nun

weiter lesen...


31.05.2019

BUND fordert Umschichtung von EU-Agrargeldern

Um Umwelt, Natur, Gewässer und Klima mit den Mitteln der EU-Agrarförderpolitik besser zu schützen sowie den Ökolandbau und das Tierwohl zu stärken, hat der BUND in einer Stellungnahme zum Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes (Stand des Referentenentwurfs: 25.04.2019) eine höhere Umschichtung von Geldern aus der ersten in die zweite Säule der EU-Agrarpolitik gefordert. Gleichzeitig kritisiert der BUND die geplante Aufweichung beim Schutz von Dauergrünland durch die vorgeschlagene Bagatellregelung, die eine genehmigungsfreie Umwandlung von Dauergrünland von 1000 qm pro Betriebsinhaber*in und Jahr ermöglich

weiter lesen...


30.05.2019

Kastenstand: BMEL kündigt mehr Tierwohl sowie Planungs- und Investitionssicherheit an

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Länder- und Verbändebeteiligung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung eingeleitet will damit mehr Tierwohl in der Sauenhaltung sowie Planungs- und Investitionssicherheit für die Betriebe erreichen. Für die Wirtschaft, die Betriebe, geht das BMEL von einem einmaligen Umstellungsaufwand von ca. 713 Millionen Euro aus und rechnet infolge von zwei neuen Informationspflichten mit Bürokratiekosten von einmalig ca. 53.000 Euro. Auswirkungen auf die Einzelpreise, das Preisniveau und insbesondere das Verbraucherpreisniveau sind nach Ansicht des BMEL nicht zu erwarten. Dazu e

weiter lesen...


29.05.2019

DBV fordert neue Verhandlungsstrategie bei EU-Mercosur-Verhandlungen

Anlässlich der Ankündigung aus der EU-Kommission, die Freihandelsverhandlungen mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) bald zum Abschluss zu bringen, fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied , vom neu gewählten EU-Parlament eine veränderte Verhandlungsstrategie gegenüber den Mercosur-Staaten: "Wir Bauern haben die große Sorge, dass mit einem Mercosur-Abkommen die hohen EU-Standards in Lebensmittelsicherheit, Tierwohl, Umweltschutz und im sozialen Bereich unterlaufen werden. Ein solches Mercosur-Abkommen wäre ein massiver Schlag gegen eine nachhaltige und bäuerlich-unternehmerische Landwirtsch

weiter lesen...


28.05.2019

EU-Agrargelder 2018: 6,6 Milliarden gehen vor allem an Großbetriebe

Von EU-Agrarsubventionen profitieren in Deutschland weiterhin vor allem Großbetriebe statt kleine Höfe: Behörden, öffentliche Institutionen und große Erzeugergemeinschaften haben 2018 die höchsten Gesamtsummen aus EU-Agrarfördertöpfen erhalten, während der Großteil der Direktzahlungen weiterhin vor allem an riesige Landwirtschaftsbetriebe und Konzerne fließt. Das geht aus einer am Donnerstag aktualisierten Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor. Im Zuge der Transparenz-Initiative der EU sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Empfänger von Agrarhilfen des Vorjahres zu veröffentlichen. In Deutschland wurden 2018 ins

weiter lesen...


27.05.2019

Europawahl war Klimawahl

„Dieses Ergebnis ist ein Auftrag an alle demokratischen Parteien, Klimaschutz endlich ernsthaft anzupacken“, kommentiert die Klima-Allianz in einer ersten Reaktion das Ergebnis der Europawahlen. Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch bewertet die Europawahl als erste Klimawahl. Das Ergebnis zeige, dass die Wählerinnen und Wähler beim Klimaschutz in der EU und in Deutschland aufs Tempo drücken. „Die junge Generation verlangt von EU und Bundesregierung einen neuen Generationenvertrag, der sie vor der Klimakrise schützt“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Die Wahlanalysen zeigen, dass Union und SPD die ju

weiter lesen...


26.05.2019

AbL fordert stärkere Umschichtungen von Direktzahlungen in Deutschland

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert die Bundesregierung und den Bundestag zu stärkeren Umschichtungen von Direktzahlungen zugunsten von zielgerichteten Fördermaßnahmen auf, als es ein Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorsieht. Das BMEL hat den Referentenentwurf zur Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes am 17.05.2019 vorgelegt. Darin schlägt es vor, wie in den Jahren 2015 bis 2019 auch im Jahr 2020 weiterhin 4,5 % der EU-Direktzahlungen in Deutschland umzuschichten in Fördermaßnahmen der Bundesländer für eine nachhaltige Landwirtschaft im Rahmen der Förderung der Ländli

weiter lesen...


25.05.2019

"Fridays for Future" mobilisiert Hunderttausende

Dem weltweiten Aufruf zum Protest der „Fridays for Future“-Bewegung sind in Deutschland am letzten Freitag vor der Europawahl über 300.000 Menschen gefolgt, weltweit sollen es an die zwei Millionen gewesen sein. In Brüssel besetzten Klimaaktivisten der Bewegung aus zehn europäischen Ländern den Vorplatz des Europa-Parlaments. Unter dem Motto #Occupy4Climate rief „Fridays for Future“ zur Teilnahme an der Europawahl auf. Das 2019 gewählte EU-Parlament sei das letzte, das dafür sorgen könne, dass das 1,5 Grad Ziel eingehalten wird. „Wenn ihr versagt, lasst ihr die europäische Jugend im Stich. Lasst ihr uns im Stich, wird nicht nur das Klima zerstört, sond

weiter lesen...


25.05.2019

Unternehmen sehen in „Fridays for Future“ einen dringenden Weckruf

Im Vorfeld des globalen Klimastreiks der „Fridays For Future“-Bewegung am 24. Mai haben mehr als 1.000 Unternehmen von der Politik eine ambitioniertere Klima­politik gefordert. Die sich in Anlehnung an den Jugendprotest für mehr Klimaschutz „Entrepreneurs For Future“ nennende Initiative fordert unter anderem klimapolitische Planungssicherheit sowie eine wirksame und ansteigende CO2-Bepreisung. „Inzwischen streiken und demonstrieren weltweit junge Menschen für ambitionierten Klimaschutz, für das Benennen der Klimakrise als echte Krise und für die Rettung unseres Planeten. Die historische Mobilisierungskraft der Bewegung zeigt die Dringlichkeit des Anli

weiter lesen...


24.05.2019

Warnung vor Zulassungswelle bei Gentechnik-Pflanzen bald nach der EU-Wahl

Über 40 Organisationen aus den Bereichen Wissenschaft, Umweltschutz, Lobby-Kontrolle, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft warnen in einem gemeinsamen Brief davor, dass die derzeitige EU-Kommission vor dem Herbst noch rund ein Dutzend Zulassungen für Gentechnik-Pflanzen erteilen könnte, obwohl deren Risikobewertung wissenschaftlich unzureichend ist. Adressiert ist der Brief an den für Gesundheit und Ernährung zuständigen EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis sowie Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die Spitzenkandidaten zur Europawahl Manfred Weber für die Konservativen und Frans Timmermans für die Sozialisten. Die Organisationen fordern hö

weiter lesen...


24.05.2019

BUND verklagt Bundesbehörde wegen unzulässiger Pestizidzulassung

Ende Februar hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 18 Pestizide bis Ende des Jahres für den deutschen Markt zugelassen, obwohl das Umweltbundesamt (UBA) sein Einvernehmen für die Zulassung nicht erteilt hatte. Zu den zugelassenen Mitteln gehört das Insektizid ALFATAC 10 EC mit dem Wirkstoff alpha-Cypermethrin, der als bienengefährlich und schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten, wie Schwebfliegen, Käfer und Wildbienen, eingestuft ist. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte die Behörde Anfang April aufgefordert die Zulassung für das Insektizid zurückzuziehen. Dies hat das BVL nicht get

weiter lesen...


24.05.2019

Klöckner kündigt Verbot eines weiteren Neonikotinoids an

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), hat angekündigt, dass sie sich auf europäischer Ebene gegen die Wiedergenehmigung und damit für ein Verbot des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Thiacloprid – einem Neonikotinoid – einsetzen wird. "Der Wirkstoff Thiacloprid gilt nach neuesten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen als gesundheitlich bedenklich und schädlich für den Naturhaushalt, unter anderem auch für Bestäuber. Risikobewertungen der zuständigen Behörden verdeutlichen das. Meine Haltung war hier immer klar: Solche Wirkstoffe müssen vom Markt. Auf europäischer Ebene werde ich mich daher mit Nachdr

weiter lesen...


22.05.2019

Insektenschutz: „Aufhübschen“ durch Blühstreifen reicht nicht

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat Leitlinien zum Insektenschutz vorgelegt. Grundsätzlich sieht der DVL den Erhalt der Biodiversität, also auch den Schutz der Insekten, als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an. Bei Maßnahmen zum Insektenschutz bedarf es für den DLV somit Langfristigkeit und Kontinuität, wie Landschaftspflegeverbände sie seit Jahrzehnten ermöglichten. Kurzfristiger Aktionismus wird, nach Meinung des DVL, den Rückgang der Insektenpopulationen nicht stoppen. „Wir werden die Insektenwelt nicht retten, wenn wir mit Blühstreifen unsere Äcker lediglich aufhübschen!“, so Dr. Jürgen Metzner, Geschäftsführer des DVL. Der D

weiter lesen...


21.05.2019

AgrarBündnis: Handelshemmnisse für die hofnahe Verarbeitung und die Direktvermarktung beseitigen!

Das AgrarBündnis fordert eine bessere Anpassung von Politik und Rechtsrahmen an die Ansprüche von Lebensmittelhandwerk und Direktvermarktung. Vorschläge für eine Agrar- und Verbraucherpolitik, die sich auch an diesen Ansprüchen ausrichtet., finden sich in einem jetzt vom AgrarBündnis vorgelegten Diskussionspapier mit dem Titel „Handelshemmnisse für die hofnahe Verarbeitung und die Direktvermarktung beseitigen!“. Trotz aller Verbrauchertrends zu Qualität und Regionalität ist nach Ansicht des AgrarBündnis die Situation des Lebensmittelhandwerks und der landwirtschaftlichen Direktvermarktung schwierig. Das liege zum Teil an hohen Stückkosten, vor allem a

weiter lesen...


18.05.2019

Bäuerlicher Aufruf zur Europawahl

Mit einem „bäuerlichen Aufruf“ setzen sich mehrere landwirtschaftliche Organisationen für ein solidarisches Miteinander, für die Rechte von Menschen, für den Schutz des Klimas, der Umwelt und der Tiere sowie für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen ein, erteilen Hass, Nationalismus und Hetze eine klare Absage und appellieren: „Gehen Sie am 26. Mai wählen! Für ein demokratisches und bürgernahes Europa!“ „Die Zukunft Europas wird auch auf dem Lande entschieden. Wir wollen das Höfesterben stoppen. Die großen Herausforderungen - eine sozial gerechte Reform der europäischen Agrarpolitik, ein klima- und umweltschonender Ackerbau und der Umbau zu einer ar

weiter lesen...


18.05.2019

Europawahl: Positionen der Parteien zur neuen Gentechnik

Die Entwicklung der neuen Gentechnik und das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, wonach die mit derartigen Verfahren erzeugten Organismen rechtlich als "gentechnisch veränderte Organismen" (GVO) einzustufen sind und nach europäischem Gentechnikrecht reguliert werden müssen, haben die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der BUND und andere Verbände aus Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft zum Anlass genommen, mit Blick auf die Europawahl in einem gemeinsamen Brief die Parteien (SPD, CDU und CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke) aufzufordern, Stellung zu beziehen. Der BUND hat eine Auswertung der bis dahin eingegangenen A

weiter lesen...


17.05.2019

Lidl scheitert mit Umstellung auf 100%-Fairtrade-Bananen

Die im Herbst des vergangenen Jahres vom Discounter Lidl angekündigte und mit viel Lob unter anderem von Bundesentwicklungsminister Müller versehene Umstellung seines Angebots auf ausschließlich fair gehandelte Bananen ist gescheitert. „Es ist uns nicht gelungen, den Kunden von unserem Engagement zu überzeugen. Daher lassen wir unseren Kunden die Wahl und bieten zukünftig drei Bananenvarianten an”, erläutert Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland. Frank Braßel, Oxfams Kampagnenleiter für wirtschaftliche Gerechtigkeit, sieht eine Ursache des Scheiterns im Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel. „Lidl will nun offenbar nicht mehr die kom

weiter lesen...


16.05.2019

Haltlose Begründung zur Wiederzulassung des Pestizid-Wirkstoffs Thiacloprid

In Briefen an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert das Umweltinstitut München die Ministerinnen auf, sich auf EU-Ebene gegen die weitere Zulassung des Pestizid-Wirkstoffs Thiacloprid auszusprechen und in Deutschland Pestizide mit dem umwelt- und gesundheitsgefährlichen Wirkstoff umgehend vom Markt zu nehmen. Deutschland kommt nach Ansicht des Instituts bei der Zukunft von Thiacloprid besonders große Verantwortung zu: „Wenn Pestizid-Wirkstoffe neu auf den Markt kommen oder die Zulassung erneuert werden soll, müssen unter anderem die Gefahren, die von dem Wirkstoff für Umwelt und Ge

weiter lesen...


16.05.2019

Klöckners Überlegungen bedrohen erfolgreiches „Ohne GenTechnik“-Siegel

Die Konsumenten haben in 2018 9,8 Milliarden Euro für Waren mit "Ohne GenTechnik"-Siegel ausgegeben. Gegenüber den Zahlen aus 2017 bedeute dies eine Steigerung von 41 Prozent, meldet der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Er rechnet für 2019 mit einer Steigerung der Verbraucherausgaben auf mindestens 10,9 Milliarden Euro. „Der Markt für Lebensmittel ohne Gentechnik wächst seit Jahren und ist inzwischen fast so groß wie der Markt für Bio-Lebensmittel“, kommentiert VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting die Zahlen. „Beide Erfolgsgeschichten zeigen deutlich, dass die Menschen in Deutschland zunehmend auf mehr Nachhaltigkeit in der Leb

weiter lesen...


16.05.2019

Putenhalter lehnen rechtsverbindliche nationale Regelungen für die Putenhaltung ab

Eine klare Absage an eine nationale Putenhaltungsverordnung haben die deutschen Putenhalter bei der Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Putenerzeuger e. V. (VDP) im niedersächsischen Dötlingen/Landkreis Oldenburg erteilt und dafür deutliche Kritik seitens des Tierschutzbundes erhalten. „Wir haben schon heute die besten Haltungsbedingungen in Europa, die besten in der Welt“, betonte VDP-Vorsitzender Thomas Storck. Und fragte mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche ketzerisch: „Wie groß soll der Abstand der deutschen Putenhaltung zum Weltmarkt denn noch werden?“ Storck forderte Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingung

weiter lesen...


Sie sehen Artikel 21 bis 40 von 812

Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

04.06.2019

Henne, Hahn oder Ei – die Frage wer zuerst da war, stellt si