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15.01.2016

cw

Mehr als 50 Prozent der Milchbauern machen Mengensteuerung von Friesland Campina mit

Kurz vor Weihnachten hatte sich der Vorstand eines der größten europäischen Molkereiunternehmens, der niederländischen Friesland Campina, entschlossen; zwischen den Jahren ging die Information an Lieferbetriebe und Öffentlichkeit: Für gleichbleibende oder reduzierte Milchanlieferung bekommen die Milchbauern kurzfristig von Anfang Januar bis Mitte Februar einen Aufschlag von 2 Cent pro Kilogramm Milch ausgezahlt. Begründet wurde dieser Schritt mit stark gestiegenen und weiter steigenden Liefermengen parallel zur verzögerten Fertigstellung von passenden Verarbeitungskapazitäten.

In Deutschland zeigten sich die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) erfreut über das Vorgehen von Campina: „Dieser Schritt zeigt, dass ein aktives Handeln in dem übervollen Milchmarkt möglich und angezeigt ist“, sagte der stellvertretende AbL-Vorsitzende Ottmar Ilchmann. Die Forderung nach einem Mengensteuerungskonzept werde durch die FrieslandCampina-Initiative gestärkt, betonte der BDM.

Auf der Pressekonferenz des European Milkboard (EMB) zur Grünen Woche in Berlin ordnete Romuald Schaber, Präsident des EMB und Vorsitzender des BDM in Deutschland, das Vorgehen der Molkerei nochmals politisch ein: „Wir brauchen uns nichts vormachen, die Molkerei setzt diese Initiative nur soweit um, wie es eigenen Interessen dient; und ist deshalb auf einen kurzen Zeitraum begrenzt. Aber ganz grundsätzlich zeigen sie: Ein solches Konzept, ähnlich dem von uns vorgeschlagenen Marktverantwortungsprogramm, das immer wieder als nicht praktikabel abgetan wurde, kann sehr kurzfristig umgesetzt werden. Die Daten sind da. Und es kann sehr schnell ein Effekt erzielt werden.“

Sieta van Keimpema, Vize-Präsidentin des EMB und Vorsitzende des Dutch Dairymen Board (DDB), ergänzte: „Es gab eine Umfrage unter Bauern, die an Campina liefern, ob sie teilnehmen werden: Mehr als 50 Prozent antworteten mit „Ja“! Und dass so viele Bauern schon bei 2 Cent mitmachen, zeigt doch: Die Bauern sind dabei, wenn es um ein Marktverantwortungsprogramm geht, was die Mengen entsprechend der Absatzmöglichkeiten steuert.“