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07.08.2015
cw

Milchbauernaktion vor Aldi-Zentrallager

Am Abend des 4. August haben in Ostfriesland 150 Milchbauern mit 78 Schleppern eine spontane Aktion vor dem ALDI-Zentrallager in Hesel gemacht um gegen die Rolle von Discountern, Molkereikonzernen und Politik beim ruinösen Verfall der Milchpreise zu demonstrieren. Auslöser war die Ankündigung des Handelsunternehmens die Butterpreise zu senken. Angeregt von Bauern vor Ort vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) breitete sich die Idee über soziale Medien innerhalb von 24 Stunden aus. Auch ein örtlicher Kreisbauernverband rief dazu auf, an der Aktion teilzunehmen.

Ganze Familien, viele Jungbauern, aber auch Lohnunternehmer und Tierärzte machten sich auf den Weg. „Im vor- oder nachgelagerten Bereich macht sich die aktuelle Milchkrise durch einen Haufen unbezahlter Rechnungen bemerkbar“, gibt Ottmar Ilchmann, Milchbauer in Klostermoor und Mitglied im AbL Bundesvorstand, die Motivation der Beteiligten ohne Milchviehhaltung wieder. Auch ein paar Schweinehalter zeigten sich solidarisch und wiesen auf vergleichbare Probleme durch den Verfall von Erzeugerpreisen hin.

Die Überschuss- und Weltmarktorientierung der Branche nennt Ilchmann „perspektivlos“. Statt wirksame, europäische Möglichkeiten einzuführen in Krisenzeiten auf Erzeugerebene die Angebotsmenge zu steuern setze Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt „hilflos-beschönigend“ auf noch zu findende neue Exportmärkte - vielleicht im Iran.