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07.07.2015
cs

KTG nach China

Während in der öffentlichen Debatte und in der Politik noch darüber debattiert wird, wie denn Landgrabbing – längst Realität nicht mehr nur in den Ländern des Südens sondern auch bei uns, mindestens in Ostdeutschland – begrenzt oder gar unterbunden werden kann, verkündet einer der größten deutschen Agrarbetriebe den Einstieg eines chinesischen Investors. Die KTG Agrar, ein hamburger Unternehmen, dass besonders in den nordostdeutschen Bundesländern 45.000 ha teils ökologisch, teils konventionell bewirtschaftet und inzwischen auch in Litauen Flächen unter den Pflug genommen hat, verkündete die Übertragung von 620.000 Aktien bzw. einem Anteil von rund 9% an ein portugiesisches Unternehmen was wiederum von Fosun International Limited, einem Unternehmen mit Sitz in Shanghai kontrolliert wird. Fosun ist bereits Anteilseigner der deutschen Privatbank BHF-Bank, den Tourismusunternehmen Club Med und Thomas Cook, diversen Modelabeln z.b. Tom Tailor, einem Hollywood-Filmstudio und dem Eventveranstalter Cirque du Soleil. Es gehe um ein langfristiges Engagement, so eine KTG Verlautbarung vom Vorstandsvorsitzenden Siegfried Hofreiter, und um die Unterstützung dabei, „China als größten Konsumentenmarkt mit unseren hochwertigen Lebensmitteln zu erschließen. Food Made in Germany erfährt in der chinesischen Mittelschicht größte Nachfrage. Gleichzeitig werden wir mit der Unterstützung von Fosun über unser Tochterunternehmen C. Mackprang jr. GmbH & Co. KG den Handel mit Agrarrohstoffen in Richtung China intensivieren. Wir werten den Einstieg von Fosun als Bestätigung für die Unternehmenspositionierung von der KTG Gruppe, die Qualität unserer Foodmarken sowie unsere Strategie, die konsequent auf profitables Wachstum abzielt. Gleichzeitig wird uns Fosun in Zukunft aktiv bei der soliden Refinanzierung unser Gruppe unterstützen.“