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29.06.2015
mn

Nicht Wert zu leben

Jährlich werden in Dänemark ca 30.000 Bullenkälber der Rasse Jersey kurz nach der Geburt getötet weil sie sich nicht zur Mast bzw. einer anderen Verwendung eignen. Das erklärte der Zuchtkoordinator des Rinderzuchtverbands Viking Genetics, Peter Larson, gegenüber dem dänischen Fachmagazin „Foodculture“. Auch in Deutschland war in den vergangenen Monaten immer wieder von aus ökonomischen Gründen getöteten männlicher Kälbern auf Milchviehbetrieben berichtet worden. Allerdings ohne konkrete Betriebe bzw. Zahlen zu nennen. In jedem Fall verdeutlicht das Vorgehen den extremen ökonomischen Druck unter dem die Milchviehbetriebe stehen. Auch zeigen die niedrigen Preise, die für männliche Kälber von Milchrassen gezahlt werden, wohin eine einseitige Züchtung, in diesem Fall auf Milchleistung, führen kann. Die Rasse Jersey, deutlich kleiner als die in Deutschalnd weit verbreiteten Holstein Friesian, dürfte von dieser Problematik besonders betroffen sein, wie die bekannt gewordenen Zahlen belegen. Zukünftig wollen die dänischen Züchter mit gesextem Sperma von vorneherein die Geburt männlicher Kälber ausschließen. Die Methode funktioniere mit 90 prozentiger Sicherheit berichtet Larson. Dennoch rechnet der Experte nicht mit einer vollständigen Lösung des Problems. Laut seiner Schätzung könnte die Zahl der getöteten Jerseybullen in Dänemark unter Anwendung dieser Maßnahme, sowie der Belegung der Kühe mit fleischbetonten Rinderrassen wie Limousin, in den nächsten fünf Jahren auf weniger als die Hälfte des heutigen Wertes sinken.