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16.06.2015
mn

Müllers Macht am Markt

Foto: Herzog

Hierzulande ist Müllermilch den meisten Menschen ein Begriff. Auch wenn man die Milchshakes, Den Milchreis und Butttermilch nicht selbst kauft hat zumindest die Werbung einen mit dem Produkt bekannt gemacht. Das Der Molkereikonzern auch in England sehr präsent ist, dürfte dagegen deutlich weniger bekannt sein. Schon seit einigen Jahren expandiert Müller in England, vor allem durch den Kauf dortiger Unternehmen. Großbritannien gilt neben Deutschland und den USA als wichtigster Markt im Molkereigeschäft. So berichtet die Lebensmittelzeitung von der Übernahme des Trinkmilch-Hersteller Robert Wiseman Dairies Anfang 2012, im Sommer des Jahres folgte ein Produktionswerk für gekühlte Desserts in Minsterley. In diesem Herbst in Betrieb gehen soll eine derzeit im Bau befindliche neue Butterei, nach den Angaben die größte in Großbritannien. Schon im Vergangenen November hatte das Unternehmen seine Übernahme der Frischmilchsparte von Dairy Crest bekanntgegeben. Doch der Milliardendeal kam nicht voran. Jetzt hat die britische Kartellbehörde laut Medienberichten eine detaillierte, sechs Monate dauernde Untersuchung der Übernahme angekündigt und gleich eine erste Einschätzung vorgelegt.

So werde die geplante Fusion zu einer substanziellen Beeinträchtigung des des Wettbewerbs bei der Frischmilch-Belieferung der großen Lebensmittelhändler führen. Nach der Übernahme kämen nur noch Arla und Müller dafür infrage. In der Folge sei mit höheren Preisen für den Handel und letztlich für die Verbraucher zu rechnen.

Den Kurs einer kontinuierlichen Konzentration und beständigem Wachstum verfolgen auch die Molkereikonzerne in Deutschland. Sie argumentieren gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband, nur so hätten sie die Möglichkeit gegenüber dem konzentrierten Handel und der Macht der Discounter faire Preise zu erzielen, die dann wiederum zu höheren Milchpreisen für die Bauern führen könnten. In England allerdings leiden die Milchbauern trotz der Marktmacht der Molkereien unter schlechten Milchauszahlungspreisen.