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26.05.2015
cs

100 % mehr Erbsen auf den Äckern in Deutschland dieses Jahr

Die Königinnen des Ackerbaus kehren zurück. Zwar nehmen die – früher so bezeichneten - Körnerleguminosen im Vergleich zu den großen Ackerkulturen: Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben immer noch einen relativ bescheidenen Platz auf dem Acker ein, aber dieser ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich größer geworden. Das ergeben die ersten Anbauerhebungen des statistischen Bundesamtes. So wuchs die Anbaufläche von Körnererbsen um 100 % von 41.700 ha in 2014 auf 84.100 ha in diesem Jahr. Damit sind Erbsen die absoluten Aufsteiger, eine ähnliche Steigerung erwarte man nur für die Ackerbohnen, so eine Pressemitteilung aus dem Bundesamt. Offenbar erfolgte der Leguminosenaufstieg vor allem auf Kosten von Zuckerrübe und Raps, deren Anbauzahlen sich von 372.500 ha auf 315.500 ha bzw. von 1,39 Mio ha auf 1,30 Mio ha um 15 % bzw. 6 % verringerten. Aufgrund der guten Zuckerrübenernte 2014 schieben offenbar viele Anbauer einen Überhang in der Anlieferungsmenge an die Zuckerfabriken in diesem Jahr vor sich her und reduzierten die Anbaumenge. Spitzenreiter auf dem Acker ist nach wie vor Weizen, der auf der Hälfte der deutschen Ackerfläche wächst, und mit 3,25 Mio ha zu 3,15 Mio ha ein Plus von 3 % verzeichnet. Rund 2 % mehr Mais (2,13 Mio ha statt 2,09 Mio ha) nimmt den zweiten Platz der bundesweiten Anbaustatistik ein. Danach folgt dann der Raps und auf Platz 11 stehen die Erbsen. Deren starke Anbausteigerung ist, so auch die Aussage des Statistischen Bundesamtes vor allem auf die Einführung des Greening in der EU-Agrarreform zurückzuführen. Durch das Instrument der ökologischen Vorrangfläche wird die Zahlung der EU-Agrarsubventionen an den Anbau von ökologisch vorteilhaften Kulturen wie beispielsweise Körnerleguminosen auf 5 % der Ackerfläche eines Betriebs geknüpft. Leguminosen stellen eine erfreuliche Erweiterung der Ackerfruchtfolgen dar. Durch ihre Fähigkeit, mit Hilfe von - an ihren Wurzeln lebenden Bakterien - Luftstickstoff zur binden, können sie diesen der nachfolgenden Frucht zur Verfügung zu stellen. Eine Verringerung des Einsatzes energetisch aufwendig zu produzierender mineralischer Dünger spart Geld der Bauern und ist ökologisch positiv. Zudem hat die Rückkehr einer größeren Vielfalt in Fruchtfolgen einen positiven Effekt im Hinblick auf die Pflanzengesundheit der Kulturpflanzen wie auch für die Artenvielfalt der Wildtiere und -pflanzen.