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26.05.2015
cw

Kommunikationsstrategie der Pflanzenschutzindustrie treibt giftige Blüten

Der Umsatz der deutschen Hersteller und Anbieter von Pflanzenschutzmitteln ist 2014 nach Angaben des Industrieverbands Agrar (IVA) um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Produkte im Wert von 1,6 Mrd. Euro wurden im inländischen Geschäft zwischen Industrie und Pflanzenschutzgroßhandel umgesetzt. Im gleichen Atemzug sorgte sich der IVA jedoch im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz um die zukünftigen Gewinne: Zögerliche Zulassungsverfahren sowie die schwindende gesellschaftliche Akzeptanz für den chemischen Pflanzenschutz wurden als besorgniserregend für die Branche kritisiert. Als Reaktion hat die IVA schon im letzten Jahr zur Stärkung ihrer Kommunikationsaktivitäten die Initiative „Die Pflanzenschützer“ gegründet. 2014 war auf der Grünen Woche ein „Biomarktstand“ zu sehen: Aus Holz zusammengebaut, unter einem grün-weiß gestreiften Stoffdach stellte dieser einige Kisten mit schrumpeligem, kleinem Gemüse zur Schau, zwischen dem Mehlwürmer herum krochen – Vorratsschädlinge, die auf stärkehaltige Nahrung wie Getreide, Mehl oder Backwaren angewiesen sind. Die diesjährige Aktion „Schau ins Feld!“ ließ aufhorchen, sollten doch LandwirtInnen entlang von Rad- und Wanderwegen Streifen auf ihrem Acker anlegen, die nicht gespritzt werden. Blühstreifen, ausgleichend gefördert von der Pflanzenschutzmittelindustrie? Mitnichten, es geht darum zu zeigen, dass ohne „die Pflanzenschützer“ wegen Schädlingen, Krankheiten und Wildpflanzen kein vernünftiger Anbau von Nutzpflanzen möglich ist. Was die Aktion bewusst außer acht lässt: Die erwiesenermaßen funktionierende Arbeit ökologisch wirtschaftender Bauern und Bäuerinnen wird ausgeblendet und abgewertet, denn sie basiert nicht nur darauf chemische Pflanzenschutzmittel wegzulassen sondern auf der bewussten Entscheidung den Ackerbau mit der Fruchtfolge von Kulturen und der Bodenbearbeitung als ganzes System umzustellen.