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25.08.2017
ml

Inzucht bei US-Bienen sorgt für Krankheitsanfälligkeit

Forscher an der Universität in Washington State (WSU) haben bei Bienenköniginnen eine extrem geringe Vielfalt im Genpool festgestellt, und das macht ihrer Ansicht nach US-Bienen besonders anfällig für Varroa. Die Bienenvölker in den USA stammen alle von ursprünglich aus Italien importierten Bienen ab, die als besonders sammelfreudig und friedlich gelten. Seit 1922 ist der Import von Bienen in die USA verboten, was bedeutet, dass US-Imker seit fast 100 Jahren bei der Vermehrung ihrer Völker de facto Inzucht betreiben. 1987 wurde der erste Befall durch Varroamilben festgestellt. Trotz der Bekämpfung mit chemischen Giften breitete sich Varroa aus und inzwischen haben die Milben Resistenzen gegen die meisten Gifte entwickelt. Um die Varroa einzudämmen, behandeln Imker deshalb ihre Kästen bis zu fünfmal pro Jahr mit chemischen Mitteln. Bienen verschiedener europäischer und osteuropäischer Länder weisen eine höhere genetische Varianz und eine bessere Krankheitsresistenz auf. Die Forscher von der WSU haben jetzt Bienensperma von dort importiert und die ersten Kreuzungen lassen bereits eine größere genetische Vielfalt erkennen. Sie hoffen, dass die US-Bienen dadurch auch die Chance bekommen, eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten zu entwickeln.