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04.04.2017
Marianne Landzettel

Verheerende Brände in vier US-Bundesstaaten

Mindestens sieben Menschen, tausende von Rindern und unzählige Wildtiere sind bei Präriebränden in den US-Bundesstaaten Texas, Kansas, Oklahoma und Colorado umgekommen. Nach einem vergleichsweise warmen und trockenen Winter begannen die ersten Feuer in den letzten Februartagen und breiteten sich durch anhaltende, orkanartige Winde zu riesigen Flächenbränden aus. Bisher wurde eine Fläche von 6.000 km2 von den Flammen vernichtet. Die Feuerwände breiteten sich so schnell aus, dass selbst eine Antilopenart, die Spitzengeschwindigkeiten von über 80 km/h erreichen kann, den Flammen nicht entkommen konnte. Weidezäune behinderten die Flucht vieler Rinder, noch ist nicht abzuschätzen, wie viele umgekommen sind. Überlebende Tiere haben vielfach Brandwunden an Eutern, Hoden, Hufen und Augen, andere leiden an Rauchvergiftungen und entzündeten Lungen. Rancher und freiwillige Helfer suchen auch in entlegenen Gebieten nach schwer verletztem Vieh und Wildtieren, um sie durch einen Gnadenschuss vor einem langen, qualvollen Tod zu bewahren. In allen betroffenen Bundesstaaten wurden Sammelstellen für Futterspenden eingerichtet. Ein besonderes Problem ist die Ernährung von Kälbern, die ihre Mütter verloren haben oder wegen Euterverbrennungen nicht mehr trinken können.