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08.03.2017
mn

Bauen statt ackern

Das Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen REWE baut ein neues Logistikzentrum in Mittelhessen. 40 Hektar bester Acker in der Wetterau werden hierfür benötigt. Das ist die Fläche eines bäuerlich wirtschaftenden Betriebs. Für immer verloren! Das Unternehmen REWE wirbt gerne mit seiner Regionalität und seiner Nähe zu den Bauern. Dass diese auch gutes Land zum bewirtschaften brauchen scheint zweitrangig zu sein. Natürlich muss für die Bebauung auch Ausgleich geschaffen werden. Das könnte abermals zu einem Verlust landwirtschaftlicher Fläche führen. Für den oder die Besitzer der Flächen vor Ort dürfte das Bauvorhaben ein „Glücksfall“ sein. Zwar sind die Flächen futsch, dafür aber die Taschen voll. Neue Arbeitsplätze werden übrigens nicht entstehen. REWE legt seine Logistikzentren in der Region zusammen. 300 Mitarbeiter sollen aus Rosbach, 250 aus Hungen kommen. Statt eines der beiden bestehenden Lager zu erweitern baut man gleich neu. Damit zählt auch die Gemeinde Berstadt/Wölfersheim zu den Gewinnern hat sie den beiden anderen Gemeinden doch einen potenten Steuerzahler abgeworben. Derweil läuft das Greenwashing bei REWE munter weiter. Gemeinsam mit den Ackerhelden, die an 17 Standorten in Deutschland Saisongärten anbieten wird der beste Hochbeetgärtner des Jahres gesucht. „Um selbst einmal frisches Gemüse und knackigen Salat zu ernten, muss man nicht gleich auf’s Land ziehen. „Urban Gardening“ ist das Stichwort – gemeinsam mit den Ackerhelden zeigt REWE Family erstmals, wie man auch in der Stadt Radieschen ziehen und Möhren ernten kann.“ so schreiben es die Ackerhelden in Ihrer aktuellen Presseerklärung. Wenn der Flächenfrass nicht aufgehalten wird, werden zukünftig womöglich auch städtische Grünanlagen zur Nahrungsmittelproduktion herangezogen werden müssen.