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17.01.2017
mn

Vogelgrippe in Südamerika

Während in Deutschland in vielen Bundesländern noch immer die Stallpflicht für Geflügel besteht und es auch immer wieder neue Fälle von Vogelgrippe in großen Geflügelhaltungen gibt, ist jetzt ein Fall in Chile bekannt geworden. Laut Angaben der nationalen Landwirtschaftsbehörde (Servicio Agrícola y Ganadero - SAG) in Santiago de Chile wurde Anfang des Monats in einer Truthahnhaltung in der chilenischen Region Valparaíso eine schwach pathogene Form der Vogelgrippe festgestellt. Dabei handelt es sich - zumindest seit rund zehn Jahren - um den ersten Fall der Seuche in Südamerika. Vor diesem Hintergrund wird der immer wieder vorgetragene Übertragungsweg der Vogelgrippe durch Wildvögel immer fragwürdiger. Einen Vogelzug zwischen Europa und Südamerika ist ebenso wenig bekannt wie ein Zug von Südost-Asien nach Europa, dem ersten Ausbruchsort der aktuellen Infektionswelle. Vor allem ohne Erklärung bleiben derzeit sie immer wieder gemeldeten Infektionen in großen, eigentlich hermetisch von der Außenwelt abgeschirmten Geflügelhaltungen in Deutschland. In Nutztierbeständen wurde der hochansteckende Geflügelpesterreger bis zum vergangenen Freitagmittag in sechs Bundesländern nachgewiesen, nämlich in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.