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15.12.2016
mn

Wieviel Wolf?

Von der Bundesregierung haben die Umweltminister der Länder gefordert zu definieren, wann ein günstiger Erhaltungszustand der Wolfspopulation in Deutschland erreicht sei. Ein entsprechender Antrag von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus wurde am vergangenen Freitag (2.12.) auf der Umweltministerkonferenz in Berlin angenommen. Der Minister stellte sich vor dem Hintergrund der wachsenden Wolfspopulationen die Frage, wie viele Wölfe das Land vertrage. Wichtig sei es ferner, sich zum Umgang mit dem Wolf länderübergreifend auszutauschen und im Wolfsmanagement deutschlandweit einheitlich zu agieren. Der bayerische Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky erläuterte im März vergangenen Jahres, wie er die Entwicklungen des Wolfes in Deutschland einschätzt und wie groß die Tierzahl sein sollte, die durch eine Bejagung beibehalten werden könnte. Zum damaligen Zeitpunkt, März 2015 ging man in Deutschland von 30 Wolfsrudeln aus. Bei einer überschlägigen Rechnung mit 9 Tieren pro Rudel kommt man auf 300 Wölfe. Aktuell sind 46 Rudel bekannt (414 Wölfe). Das von der EU festgesetzte FFH Minimum, welches den Erhaltungszustand der Tierart charakterisiert, liegt bei 165 Rudeln (1.500 Tieren). In seinem Vortrag geht Wotschikowsky von einem ökologischen Maximum für Deutschland von ca. 440 Rudeln (4.000 Tieren) aus. Seinen Einschätzungen im März 2015 zur Folge könnte es einen gesellschaftlichen Kompromiss geben, der zwischen dem FFH Minimum und dem ökologischen Maximum liege. Seine Begründung: Warum sollten es in Sachsen Wölfe geben und beispielsweise in Rheinland-Pfalz nicht?