19.02.2018

Rückschau EU-Bioverordnung

Einen Meilenstein für das Wachstum der Bio-Branche nannte die EU-Kommission den nach zähen Verhandlungen erreichten Kompromiss zu EU-Bioverordnung. Dabei sind auf dem Weg dahin nicht wenige Gefechte ausgetragen worden. Alte Allianzen zerbrochen und überraschende Entstanden. Von einer Verweigerungshaltung vor allem der deutschen Bioverbände sprach so mancher. Sie forderten bis fast zum Schluss die neue Verordnung abzulehnen. „Ein für die Betreuung der Triloge zuständiger Beamter des Parlaments bemerkte am Ende der Verhandlungen, die deutsche Biolobby sei bisweilen aggressiver und arroganter aufgetreten als die deutsche Automobilindustrie.“ berichtet Ha

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19.02.2018

ISN für Haltungskennzeichnung

Jürgen Dierauff, Schweinehalter aus Franken und Vorstandsmitglied der ISN berichtet in der unanbängigen Bauernstimme von den Überlegungen der ISN rund um eine Haltungskennzeichnung. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Kennzeichnungs-, Tierwohl- und Haltungskonzepte vorgestellt, die allsamt zum Ziel hatten das Tierwohl in den Ställen zu erhöhen. Während die Initiative Tierwohl höhere Standards zwar entlohnt aber das so erzeugte Fleisch nicht individuell kennzeichnet geht das Labl des Deutschen Tierschutzbundes deutlich weiter. Schon viee Jahre am Markt besteht das Neuland-Siegel. Allen bisherigen Siegeln inklusive der Aktivitäten des Lebensmi

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19.02.2018

Nicht alles so lassen!

Im Interview in der unabhängigen Bauernstimme bekennt sich die neue Niedersächsische Landwirtschaftsministerin, Barabra Otte-Kinast, zu einem Beibehalten der zwei Säulen. Wichtig ist der Ministerin zwar zum einen auch die Mittel der ersten Säule an Gegenleistungen zu binden, diese sollten aber nicht so hoch sein. Zum Thema Glyphosat sagt sie: „Die Frage ist, wie kommen wir aus der Nummer raus?“. Tier wohl liegt ihr sehr am Herzen, die Pläne für eine Weideprämie ihres Vorgängers Christian Meyer will sie aber nicht weiter verfolgen. Hierfür sei kein Geld im Haushalt vorhanden, ist die schnelle Antwort. Ökolandbau findet Frau Otte-Kinast „spannend“ und k

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07.02.2018

Erfahrungen mit dem Ringelschwanz

Der Ringelschwanz lasse sich nicht gut halten - im gängigen Vollspaltensystem. So die Kurzfassung eines Praxisprojektes und dessen Deutung. Doch wo bleibt der Blick auf langjährige Praxiserfahrungen durch artgerechtere Haltungsverfahren, z.B. bei Neuland? Nach Abschluss der dritten Phase der Nordrhein-Westfalen-Erklärung zum Kupierverzicht zeigte sich in den insgesamt 58 Teilnehmer-Betrieben ein stark sinkender Anteil der versuchsweise unkupierten Schweine mit intaktem Ringelschwanz: Nach der Saugferkelphase hatten noch 93,5 % einen heilen Ringelschwanz. Zum Ende der Ferkelaufzucht - Knackpunkt in der Schweinehaltung - sank der Anteil auf 50,9 %. Am M

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23.11.2017

Erweiterung bei Biofleisch NRW

Am 21. November 2017 trafen sich Genossenschaftsmitglieder der Biofleisch NRW eG am Standort ihres Zerlege- und Weiterverarbeitungsbetriebes in Berkamen zur Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau. Bio boomt und so ist die Erweiterung eine Konsequenz der steigenden Nachfrage. Die Versorgung mit hochwertigen und regional erzeugten Biofleisch-Produkten in NRW soll so noch ausgeweitet werden. Die Erzeugergenossenschaft ist als Pionier in der Branche seit 2001 aktiv. Zu dem Erzeugerzusammenschluss gehören heute mehr als 100 landwirtschaftliche Betriebe aus Westfalen. Im Betrieb wird auch seit langem für Neuland zerlegt, das Vermarktungsprogramm für F

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08.11.2017

Der Wert vielfältiger, kleinräumiger Agrarstrukturen

Vorteile von Landwirtschaft in kleinen Strukturen für Artenvielfalt und Ökosystemleistungen Eine aktuelle Studie, die auf einen massiven Rückgang von Insekten in der Landschaft hinweist, wird von zahlreichen Medien aufgegriffen und bringt das Thema Biodiversität – und was sie gefährdet oder unterstützt – in die öffentliche Aufmerksamkeit. Neu sind die Studienergebnisse des Forschungsteams um Caspar Hallmann von der niederländischen Universität Radboud indes nicht – aber eine Konkretisierung mit selten langfristiger Betrachtung. Auf Grundlage von 96 Datensätzen des Entomologischen Vereins Krefeld aus den letzten 27 Jahren wurde ein Modell entwickelt, u

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26.10.2017

Kartoffelernte im Matsch – besonders Bio-Betriebe in der Bedrouille

Fährt man im Moment durch den Nordosten Niedersachens sieht man es immer häufiger: nicht einer wie üblich, sondern zwei Trecker ziehen den Kartoffelroder übers Feld oder besser gesagt: durch den Matsch. Allein die Tatsache, dass überhaupt um diese Jahreszeit noch nicht alle Kartoffeln in der Scheune sind ist ungewöhnlich. Der Jahresniederschlag wird wohl um die Hälfte höher liegen als die sonst üblichen rund 500 mm. Besonders betroffen sind die Bio-Betriebe von denen es gerade im Wendland einige gibt. Sie konnten schon zum Pflanzen später aufs Feld wegen des Regens, das heißt, der nötige Vegetationsvorsprung vor der Krautfäule fiel dies Jahr oft gerin

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09.10.2017

AbL legt Plan zum weiteren Umbau der Nutztierhaltung in Thüringen vor

„Die gestern beschlossene Einführung von Tierobergrenzen in der Stallbauförderung ist ein erster Schritt zum Umbau der Nutztierhaltung in Thüringen und somit zum Stopp des seit Jahrzehnten ständig voran schreitenden Rückgangs der Tierzahlen in Thüringen“, sagt Reiko Wöllert, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) und selber Milchbauer. „Wir brauchen mehr Nutztiere in Thüringen, deshalb fordern wir die Landesregierung auf, nun endlich Maßnahmen umzusetzen, die dies unterstützen!“ „So wird mittlerweile ein Großteil der Milchkühe das ganze Jahr im Stall gehalten und mit einem Einheitsbrei aus Silage und

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09.10.2017

Schweinehaltung am Bundesverfassungsgericht

Das Land Berlin hat ein Normenkontrollverfahren für die Überprüfung der bundesrechtlichen Vorschriften zur Schweinehaltung vor dem Bundesverfassungsgericht eingeleitet. Nach Einschätzung des im rot-rot-grünen Berliner Senat federführenden Justizsenators Dr. Dirk Behrendt (Grüne) verstoßen die Bedingungen in vielen deutschen Schweineställen gegen das Tierschutzgesetz aber auch gegen die Verfassung. Natürlich werden im Stadtstaat Berlin nur vergleichsweise wenig Schweine gehalten. Gleiches gilt auch für Hamburg. Auch die Hamburger Regierung aus SPD und Grünen hatte zuvor eine Überprüfung durch ein Normenkontrollverfahren diskutiert, wart aber dann am wi

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28.09.2017

Gentechnische Verunreinigungen gehen zurück

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg hat 2016 insgesamt 520 Lebensmittelproben auf Bestandteile aus gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen untersucht. In 28 Proben fanden sich Verunreinigungen. Der Anteil positiver Proben habe sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert, meldete das CVUA. Bei den positiven Proben handelte es sich ausschließlich um zugelassene gv-Soja, zumeist in sehr geringen Spuren unter 0,1 Prozent. Kennzeichnungspflichtige Anteile über 0,9 Prozent ohne entsprechende Deklaration fand das CVUA nicht. Von den untersuchten Proben waren 159 sojahaltige Lebensmittel. In 22 Fällen, das entsprach 14 Prozent, w

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28.09.2017

Kartellrechtliche Auflage: Tierwohl erkennbar machen

Die Brancheninitiative Tierwohl hat sich vom Bundeskartellamt die wettbewerbsrechtliche Zustimmung für die Weiterführung mit leicht veränderten Plänen geholt – allerdings befristeten die obersten Wettbewerbshüter ihre Zustimmung bis 2020, verknüpft mit der Forderung nach Kennzeichnung der entsprechenden Produkte. So äußerte sich Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes in einer Pressemitteilung: „Wir begrüßen Initiativen zur Förderung einer artgerechten Tierhaltung. Das Wettbewerbsrecht steht solchen Vorhaben nicht im Wege. Da mit der Initiative Tierwohl branchenübergreifend auch wettbewerbsrelevante Faktoren abgestimmt werden, müssen wir aber s

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14.09.2017

Bauernrechte stärken - Petition unterschreiben

„UN-Erklärung für die Rechte von Bauern, Bäuerinnen und anderen Personen, die auf dem Land arbeiten”

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25.08.2017

Ex-KTG-Manager sollen 218 Millionen Euro zahlen

Nach Berichten des Finanzmagazins Capital fordert der Insolvenzverwalter des Pleitekonzerns KTG Agrar von acht ehemaligen Vorständen und Aufsichtsräten eine Zahlung von 218 Mio. Euro. Begründet wird die Forderung des Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus gegen die frühere Konzernspitze um Ex-Chef Siegfried Hofreiter mit der um mindestens einjährigen Verschleppung der Insolvenz. In dieser Zeit seien noch Zahlungen geleistet worden, die zulasten der Gläubiger gingen. Wie das Magazin weiter berichtet hat die Staatsanwaltschaft Hamburg die Ermittlungen gegen Hofreiter und weitere Manager ausgeweitet. Neben möglicher Verstöße gegen das Aktiengesetz, wird mitt

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25.08.2017

Vertikale Integration bei EDEKA

Nach Berichten des Hamburger Abendblatts hat die Lebensmittelkette EDEKA in Mecklenburg-Vorpommern die Rostocker Obst GmbH gekauft. Das Unternehmen baute auf seinen Agrarflächen bisher Äpfel, Pflaumen und Erdbeeren an. EDEKA will durch den Erwerb seinen Bedarf an Bioäpfeln sicherstellen. Schon die diesjährige Ernte soll komplett in die Produktion der Tochter Sonnländer fließen, die Säfte für Edeka und den zu der Gruppe gehörenden Discounter Netto herstellt. Neben der jetzt neu hinzugekommen Obstsparte unterhält EDEKA, wie das Abendblatt anmerkt, weitere Produktionslinien. So betreibt die Regionalgesellschaft Edeka Nord ein großes Werk in Lüttow-Valluh

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25.08.2017

US-Gericht stoppt Arla-Werbung

Der US-Arm der Molkereigenossenschaft Arla hatte im April eine 25 Millionen Euro teure Werbekampagne gestartet, um Konsumenten zu vermitteln, dass Arla-Käse aus Milch von Kühen hergestellt wird, die nicht mit Wachstumshormonen behandelt wurden. In einem 30 Sekunden langen Werbespot bezeichnete ein siebenjähriges Mädchen Wachstumshormone in der Milch als „seltsames Zeug" und verglich sie mit einem „sechsäugigen Monster mit rasiermesserscharfen Zähnen". Lediglich am Bildschirmrand und in kleiner Schrift war zu lesen, dass bislang „keine signifikanten Unterschiede" zwischen der Milch mit rbST behandelter Kühe und der Milch nicht behandelte

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25.08.2017

Inzucht bei US-Bienen sorgt für Krankheitsanfälligkeit

Forscher an der Universität in Washington State (WSU) haben bei Bienenköniginnen eine extrem geringe Vielfalt im Genpool festgestellt, und das macht ihrer Ansicht nach US-Bienen besonders anfällig für Varroa. Die Bienenvölker in den USA stammen alle von ursprünglich aus Italien importierten Bienen ab, die als besonders sammelfreudig und friedlich gelten. Seit 1922 ist der Import von Bienen in die USA verboten, was bedeutet, dass US-Imker seit fast 100 Jahren bei der Vermehrung ihrer Völker de facto Inzucht betreiben. 1987 wurde der erste Befall durch Varroamilben festgestellt. Trotz der Bekämpfung mit chemischen Giften breitete sich Varroa aus und inz

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09.08.2017

Die Seuche einzäunen

Nachdem sich die Afrikanische Schweinepest in Osteuropa weiter ausbreitet und inzwischen auch in einem Kleinstbestand in Rumänien nachgewiesen wurde, überlegt man sich in Tschechien ob man das betroffene Gebiet einzäunt um so ein Abwandern von möglicherweise infizierten Wildschweinen zu verhindern. Das jedenfalls äußerte Landwirtschaftsminister Marian Jurečka nach Informationen der Interessengemeinschaft deutscher Schweinehalter (ISN) gegenüber der Deutschen Presseagentur. Agrar Europe berichtete über ähnliche Pläne zum Zaunbau an der Ostgrenze Polens zu Weißrussland und der Ukraine. Besonders die in Schwarzwildbeständen immer wieder aufflammenden Seu

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09.08.2017

Rein rechnerisch ist die Nachfolge gesichert

Zwei göttinger Agrarökonomen, Prof. Stephan von Cramon-Taubadel und Dr. Carsten Holst, haben berechnet, dass es in den kommenden Jahren keine Nachwuchslücke bei landwirtschaftlichen Betriebsleitern gibt, obwohl sie in ihrer Studie feststellen, dass im Jahr 2010 lediglich bei 37 % aller Haupterwerbsunternehmen die Hofnachfolge geklärt war und bei Nebenerwerbsunternehmen sei sogar nur die Zukunft jedes vierten Betriebes gesichert gewesen sei. Aus diesen zahlen leiten bis zum Jahr 2031 einen Personalbedarf von 3.500 einsteigenden Betriebsleitern ab. Genauer gesagt, 2 400 Geschäftsführer für Einzelunternehmen, 900 Nachfolger für Betriebsleiter von Persone

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13.06.2017

Vorfahrt für bäuerliche Betriebe bei der Stallbauförderung

Bayern bindet seine Agrarinvestitionsförderung (AFP) für Stallbauten verstärkt an die Anforderung besonders tiergerecht zu bauen – und sorgt durch eine heruntergesetzte Obergrenze der Zuschüsse dafür, dass gerade kleinere Betriebe von der Unterstützung profitieren. Es ist die Zeit, in der die Bundesländer ihre Förderrichtlinien für die mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanzierten Programme überarbeiten. Meist werden dabei nur Details angepasst, ausschlaggebend sind vor allem der Finanzhaushalt und die inhaltliche Schwerpunktsetzung. In Bayern waren die bisherigen Agrarumweltmaßnahmen

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Einen Meilenstein für das Wachstum der Bio-Branche nannte d