08.11.2016

Bundesregierung trickst beim Gentechnikrecht

Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung darüber, ob neue Züchtungsmethoden wie beispielsweise Crispr-Cas, als gentechnische Verfahren eingestuft werden sollen, was die gentechnikkritische Bewegung nachdrücklich fordert, bis auf weiteres verschoben. Ganz anders die Bundesregierung, die offenbar an einer schnellen Möglichkeit interessiert ist derartigen Verfahren einen Weg auf den deutschen Markt und Felder zu eröffnen. Offenbar erst kurz vor der Abstimmung im Kabinett wurde der Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikrechts nochmals verändert. In der Bergündung wird nun Raum geschaffen, der zum Türöffner für neue Züchtungstechniken werden könnte. In „

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08.11.2016

Nicht nur Gas, auch Wärme

Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen, die sie im Auftrag des Fachverbandes Biogas (FvB) bei mehr als 600 Biogasanlagenbetreibern durchgeführt hat zeigt das große Interessen der Betreiber an einem Ausbau der Wärmenutzung. Die in im Rahmen der Studie erstmals erfassten Vermarktungspreise für Wärme zeigt eine große Spannbreite. Laut dem Geschäftsführer des Fachverbands Biogas, Dr. Stefan Rauh, reiche sie von nicht einmal 1 ct/kWh für die Holztrocknung bis zu 9 ct/kWh bei Vermarktung an Krankenhäuser. Im bundesdeutschen Durchschnitt erhielten die Betreiber 2,6 ct/kWh, was viel zu wenig für dieses hochwertige Produkt sei, resümier

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08.11.2016

Donau-Soja für britische Schweine

Wie die britische Premium-Supermarktkette Waitrose jetzt (4.11.) verkündete werden bei den vertraglich gebundenen Schweinemastbetrieben zukünftig Sojabohnen eingesetzt, die nach dem strengem Nachhaltigkeitsstandard des Vereins Donau Soja zertifiziert sind.Waitrose bezeichnet sich als den größten britischen „Qualitäts-Lebensmittelhändler“. Der Geschäftsführer der Kette, Rob Collins, bezeichnet den Umstieg auf zertifiziertes Donau-Soja in der Schweinefütterung als wichtigen Schritt, um die firmeneigenen Strategie: die Sicherheit der eigenen Lieferkette zu verbessern und der eigenen Verantwortung gegenüber Kunden, Landwirten und Umwelt gerecht zu werden,

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31.10.2016

Initiative Tierwohl ohne Tierschutz

Die Initiative Tierwohl hat ihren letzten Tierschutzverband verloren. Nach dem Deutschen Tierschutzbund hat als letzte Tierschutzorganisation auch „ProVieh“ die Mitarbeit im Beraterausschuss der Initiative Tierwohl (ITW) aufgekündigt. Kritisiert wird von ProVieh ein zunehmendes abflachen der Kriterien. So spiele beispielsweise der ungekürzte Ringelschwanz als wichtigster Tierwohlindikator bei der ITW keine Rolle mehr. Die Bereitstellung von Raufutter, ursprünglich als Pflicht geplant, nur zur Wahl gestellt. Andere Tierwohlmaßnahmen wie Einstreu, weiche Liegeflächen und Auslauf ins Freie würden voraussichtlich ab 2018 nicht mehr bonitiert; gleiches gel

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31.10.2016

CETA - Jetzt doch!

Am Sonntag wurde das Abkommen von hochrangigen Vertretern der EU und dem Kanadischen Premierminister Trudeau nun doch, vier Tage später als ursprünglich geplant, unterzeichnet. Die Wallonie, ein Teil Belgiens, hatte noch zu Beginn vergangener Woche erklärt, dem Abkommen in der damaligen Form nicht zustimmen zu können. Insbesondere die wallonischen Bauern, so eine Begründung, seien von den offenen Märkten in ihrer Existenz bedroht. In den folgenden Tagen führte die EU-Kommission ein Leerstück auf. Titel: „Wir sind die Macher. Mitsprache unerwünscht.“ Ganz offiziell gilt das CETA-Abkommen als gemischtes Freihandelsabkommen, bei dem neben der EU-Kommissi

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26.10.2016

Saatgutfreiheit als Teil des Rechts auf Nahrung bedroht

Im diesjährigen Jahrbuch zum Recht auf Nahrung ist Saatgut das Hauptthema. Vor dem aktuellen Hintergrund der geplanten Fusion von Bayer und Monsanto betonten die Mitherausgeber Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN die große Bedeutung bäuerlicher Saatgutsysteme weltweit für die Überlebenssicherung – und die Bedrohung durch den wachsenden Einfluss von Konzernen auf den Zugang zu Saatgut. So sei der Zugang durch die im Saatgutvertrag der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen verbrieften farmers‘ rights (erhalten, nutzen, tauschen und verkaufen von auf den Höfen bewahrtem Saatgut) geschützt. Diese Rechte w

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23.10.2016

Bayer kauft Monsanto, will aber keine GVO

Jedenfalls nicht in Europa, nicht gegen den Willen der Bevölkerung. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Leverkusener Unternehmens, Werner Baumann, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ Anfang Oktober (10.10.) in Düsseldorf. Bayer erfolge mit der Übernahme von Monsanto nicht das Ziel gentechnisch verändert Pflanzen auf Europas Äckern voranzutreiben. Anders als Monsanto, dass bei seinem Versuch GVO in Europa einzuführen die Widerstände ignoriert hätte, will Bayer mit den gesellschaftlichen Gruppen einen Partnerschaftlichen Ansatz verfolgen. Hat da jemand Kreide gefressen? Das könnte man meinen. Vielleicht ist es aber auch so, das der Bayer-Chef schon

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23.10.2016

Milchpreis um die Hälfte zu niedrig

Deckt der Milchpreis die Erzeugerkosten? Wie das Verhältnis von Kosten zu Erlösen ist zeigt der Milchmarkerindex (MMI). Die aktuellen Ergebnisse des MMI für den Bezugszeitraum Juli 2016 zeigen bei der Betrachtung des Verhältnis zwischen Kosten und Erlösen eine Unterdeckung von 46 Prozent. Für Milchbäuerinnen und Milchbauern eine katastrophale Situation. Bis zum Juli fielen die Milchauszahlungspreise im Bundesdurchschnitt um minus 1,4 Cent auf 24,40 Cent pro Kilogramm. Die erneute Verschlechterung der Preis-Kosten-Ratio traf alle Regionen (Nord, Süd, Ost) stellen die Autoren fest. Am stärksten aber war Ostdeutschland betroffen. In dieser Region gaben d

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23.10.2016

Mengensteuerung auf US-Amerikanisch

563.850 Tonne Käse lagern in den USA in den Kühlhäusern. So viel wie nie zuvor in einem August seit Beginn der Aufzeichnungen 1921. Jetzt kündigte das US-Landwirtschaftsministerium an für weitere 20 Mio $ Cheddar zu kaufen und für wohltätige Zwecke und Tafelorganisationen zur Unterstützung von bedürftigen Familien zu verteilen. Auch in den USA sind die Einnahmen in den vergangenen zwei Jahren um 35 Prozent gesunken. Die Aufkaufmaßnahme soll den Marktpreisstabilisieren und die Käsebestände in der Lagerung reduzieren. Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8961 Euro

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20.10.2016

Bäuerlichen Zuspruch für das „gallischen Dorf“ Wallonie

Im EU-Handelsrat hat Belgien am 18. November die Zustimmung für Ceta verweigert, weshalb die Entscheidung vertagt werden musste. Die AbL-Bundesvorsitzende Gertraud Gafus kommentierte diese Entscheidung: "Die belgische Region Wallonie hat sich gegen Ceta ausgesprochen und fordert Nachbesserungen von Vertragstextteilen. Dieser Widerstand der Region Wallonie verdient höchsten Respekt, ist bemerkenswert und folgerichtig, denn der Ceta-Vertrag steckt voller Probleme auch im landwirtschaftlichen Sektor. Belgien darf nicht unter Druck gesetzt werden, Ceta zustimmen zu müssen!" Von Ceta-Kritikern wird der überwiegend französischsprachige Südteils B

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13.10.2016

CETA darf in Kraft treten

Zumindest vorläufig. Das entschied heute (13.10.2016) das Bundesverfassungsgericht. Geklagt hatte ein breites zivilgesellschafliches Bündnis aus Foodwatch, Campact sowie dem Verein „Mehr Demokratie“. Außerdem klagte eine Einzelperson sowie Bundestagsabgeordnete der Linken und ein Europaabgeordneter – insgesamt also 200.000 Menschen. Für die Kläger ist CETA undemokratisch, gefährdet  Standards im Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz und bedroht durch Schiedsgerichte das Monopol der Justiz. Auch eine Zusatzvereinbarung der EU-Kommission konnte diese Zweifel nicht ausräumen. Jetzt gaben die Verfassungsrichter Vorläuig grünes Li

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13.10.2016

Freihandel marschiert voran

Während in Europa alle Augen von Gegnern und Befürwortern der Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA CETA und TTIP gerichtet sind bei denen, wenn die Kritiker recht behalten europäische Verbraucherschutzstandards leiden könnten tritt ganz unaufgeregt ein Freihandelsabkommen der EU mit Ländern in Afrika in Kraft. Namibia, Botswana, Swasiland, Südafrika und Lesotho die die zukünftigen Freihandelspartner. Keine starken Wirtschaftsnationen wie die USA und Kanada. Das Abkommen ist die Fortsetzung des vorangegangenen Cotonou-Abkommens. Namibia, Botswana, Swasiland und Lesotho werden einen zollfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt genießen. Südafrika als stär

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13.10.2016

"K 49184 - Atmen ohne Pause"

Ein Buch in den Meldungen? Ein Buch das einen Zeitgeist transportiert. Das Fragen der Zeit transportiert. Dürfen wir Tiere schlachten? Das die Auseinandersetzung der Gesellschaft mit der Herkunft ihrer Lebensmittel erst möglich macht. Ein Buch, dessen Bilder auch Gegenstand von Ausstellungen sind. Gewesen in Berlin und bis zum 15. Januar im Münchner Stadtmuseum. In direkter Nachbarschaft zum Viktualienmarkt im selben Gebäude mit einem hellen Cafe in dem sich Vormittags junge Mütter zum gemeinsamen plauschen treffen. Wollen sie wissen was passiert auf dem Weg von der Geburt bis in die Fleischtheke. Die Fotografin, sie arbeitet unter dem Pseudonym K 491

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11.10.2016

Die Land Matrix zeigt Ausmaß weltweiter Landkäufe

Seit dem Jahr 2000 sind weltweit 26,7 Millionen Hektar Agrarfläche von Investoren aufgekauft worden - rund zwei Prozent des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens. Diese Daten zum Ausmaß des global stattfindenden großflächigen Landerwerbs - 'Land Deals' genannt - stammen aus dem aktuellen Bericht der Landmatrix Initiative: „Land Matrix Analytical Report II: International Land Deals for Agriculture“. Beteiligt sind internationale Organisationen der Entwicklungspolitik und -forschung, darunter die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und die International Land Coalition, zu der Institutionen wie die Weltbank und die Vereinten Nationen so

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06.10.2016

Auf der Zielgerade den Tierschutz entdeckt

Wird der Bundeslandwirtschaftsminister in seinen letzten Tagen doch noch eine Rakete zünden. Die Bilder, die tierquälerische Bedingungen in den Ställen einzelner Funktionäre der Tierhaltungsbranche zeigen nötigen den Minister klar Stellung zu beziehen: „Vorausgesetzt, die Bilder des Fernsehbeitrages sind authentisch, enthalten sie deutliche Hinweise auf tierschutzrelevante Vorkommnisse.“ so Schmidt gegenüber dem Nachrichtenportal AgrarEurope. Ersteres haben sogar die Betroffenen bestätigt. Einzige Ausnahme Johannes Röhring, der lässt seinen Tierarzt erklären die Tierrechtler hätten sich die Mühe gemacht ein vile Stunden totes Schwein als Kadaver in

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06.10.2016

Biodiversität und Landwirtschaft

Eine Untersuchung im hessischen Vogelsberg ergab einen Artenrückgang um ein viertel zwischen 1945 und 2012. Den Forschern der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt war Material von einem Hobbyforscher vermacht wurden, dass aus der Zeit von 1945 bis 1975 stammt. Verglichen wurden diesse Daten mit eigenen Aufnahmen aus dem Jahr 2012. Während 1975 noch 683Arten anzutreffen waren konnten die Wissenschaftler 2012 lediglich noch 497 Arten nachgeweisen. Dieser Artenverlust an sich sei besorgniserregend. Alllerdings betonten die Forscher auch die besondere Bedeutung, dass vor allem seltene und bedrohte Pflanzenarten wie Orchideen oder Somme

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05.10.2016

Demonstration gegen Monsantos Agrarsystem

Das Timing hätte nicht besser sein können. Kurz bevor in Den Haag, Niederlande, das internationale Monsanto-Tribunal vom 14.16. Oktober stattfindet, in dem zivilgesellschaftliche Kräfte ihre Kritik an dem Konzern gebündelt dokumentieren und rechtlich verwertbare Grundlagen schaffen wollen, gibt der deutsche Chemikonzern Bayer bekannt, den US-Riesen übernehmen zu wollen. Wähernd Monsanto durch seine führende Rolle in der grünen Gentechnik und seine für ein bestimmtes Ackerbausystem stehende Position im Pestizidmarkt schon seit Jahren kritisch beobhachtet wird, ist Bayer bislang ein realtiv unbeschriebenes Blatt. Dabei segelt auch das ursprünglich reine

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29.09.2016

Instrument zur Mengenreduzierung stark nachgefragt

Zur Verfügung standen 150 Mio Euro. Diese sind zu 99% ausgeschöpft. Dass belegen die von der EU-Kommission Ende September vorgelegten Zahlen. „Die hohe Beteiligung am EU-Reduktionsprogramm zeigt, dass Europas Milcherzeuger an der Produktionsseite ansetzen wollen“, so Romuald Schaber, Präsident des European Milk Board. Dies widerspreche deutlich den Behauptungen von Agrarexperten, Teilen der EU-Kommission, der Bauernverbände und Verarbeitungsindustrie, wonach die Milcherzeuger immer mehr produzieren wollten und eine gezielte Reduktion des Angebotes nicht möglich sei. Die EU hat nach langem Ringen damit ein Instrument zur Mengensteuerung eingeführt, das

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29.09.2016

Bauern verklagen Molkereien

Nicht weniger als Erpressung werfen einige französische Bauern ihren Molkereien vor. Hintergrund sind die viel zu niedrigen Erzeugerpreise. Initiiert worden ist die Klage vom französischen Bauernverband Conféderation Paysanne. Der konkrete Vorwurf lautet, dass die Molkereiunternehmen, Lactalis, Danone und Sodiaal, die Milcherzeuger mit Preisen abspeisen, die nicht einmal die Produktionskosten deckten. Gleichzeitig machten die Molkereikonzerne beträchtliche Gewinne. In den Augen der Kläger ist der Tatbestand damit eindeutig. Betroffen sind laut der Nachrichtenagentur auch Weinunternehmen wie die Genossenschaft Vinadeis und der Konzern Advini.

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29.09.2016

Hohen Preise gegen Verschwendung

Der rumänische Landwirtschaftsminister will sich der Lebensmittelverschwendung entgegenstellen und sieht eine Lösung in höheren Preisen. „Die Leute befüllen einfach ihre Kühlschränke und stehen dann vor Unmengen von abgelaufenen Lebensmitteln. Mir ist das auch schon passiert, das gebe ich zu“,  betont Achim Irimescu. „Bei sinkendem Verbrauch von Benzin oder fossilen Energieträgern, erhöht man auch die Preise. Also könnte man doch sicherlich das gleiche auf dem Lebensmittelmarkt machen. Wenn ein Kilo Fleisch einen angemessenen Preis hat, werden die Menschen achtsamer sein.“ Auf dem Onlinenachrichtendienst EurActiv.de stellt der Rumäne auch einen Z

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10.06.2018

In Niedersachsen wird der von der früheren rot-grünen Landes