17.08.2015

Glyphosat schädigt Regenwürmer

Forscher der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) haben festgestellt, dass der Wirkstoff Glyphosat das Bodenleben massiv beeinflusst. Zum einen fanden die Forscher heraus, dass sich nach dem Einsatz des glyphosathaltigen Mittels in der vorgeschriebenen Dosis die Menge an pflanzenverfügbarem Nitrat und Phosphat stark erhöht. Dies resultiere vor allem aus dem Wegfall des Pflanzenbewuchses in Folge der Herbizidbehandlung. Die Forscher warnen vor einer Gefahr der Auswaschung der frei werdenden Nährstoffe ins Grundwasser oder in naheliegende Oberflächengewässer. Gravierende Einflüsse stellten die Wissenschaftler auch in Bezug auf das Bodenleben, insbe

weiter lesen...


17.08.2015

Keine Gentechnik auf Schottlands Feldern

Großbritanien ist in der Frage der Agrogentechnik ein gespaltenes Land. Während die Regierung des Vereinigten Königreichs sich dafür einsetzt, das gentechnisch veränderte Sorten in England und Wales kommerziell angebaut werden dürfen, ist die schottische Regierung für ein Verbot von GVO. Im Rahmen der neuen in der EU beschlossenen OPT-Out-Regelung will die Regierung in Edinburgh den Anbau von GVO vorsorglich verbieten. Das Verbot soll auch die bereits zugelassene Maissorte MON810 betreffen. Ziel der Maßnahme, so der für Landwirtschaftsfragen zuständige Kabinettsekretär Richard Lochhead, sei es, den „sauberen und grünen Status“ des britischen Landestei

weiter lesen...


13.08.2015

Roggen vom ehemaligen Todesstreifen

Der Verein FriedensBrot hat das Roggenfeld an der Gedenkstätte Berliner Mauer abgeerntet. Der Ertrag von den beiden kleinen Parzellen lag bei 400 kg hochwertiger Brotroggen. Ein teil des Roggens wurde zur Landwirtschaftsausstellung PolAgrar nach Polen versandt, wo in diesem Jahr die europäische FriedensBrot-Konferenz stattfindet, an der neben Deutschland Vertreter aus allen elf mittel- und osteuropäischen Ländern teilnehmen, die seit dem Falle der Mauer der europäischen Union beigetreten sind. In deren Rahmen wird das Getreide auch verbacken. Das Roggenfeld auf dem ehemaligen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal

weiter lesen...


12.08.2015

Rapspestizide in der Debatte

Auseinandersetzungen gibt es nach wie vor um die Pestizid-Wirkstoffgruppe der Neonikotinoide. Die EU-Kommission hatte ihre Anwendung (eingesetzt wurden sie als Beize gegen Schadinsekten im Raps) im Dezember 2013 für zwei Jahre verboten, da die Europäische Untersuchungsbehörde EFSA eine Gefährdung von Bienen erkannt hatte. Seitdem protestieren Bauernverbände, die Hersteller der Pflanzenschutzmittel haben eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof angestrengt. Sie ziehen in Zweifel, dass Neonikotinoide für vermehrt auftretendes Bienensterben verantwortlich sind und beklagen große Schäden im Raps und einen erhöhten Aufwand beim Einsatz alternativer aber

weiter lesen...


12.08.2015

Nur noch mit Schwarz

Das Handelsunternehmen REWE will ab 2017 unter der eigenen Handelsmarke kein Frischfleisch mehr verkaufen, dass von Schweinen stammt, die ohne Betäubung kastriert wurden. Den Zulieferern bleiben damit anderthalb Jahre ihre Produktionssysteme diesbezüglich um zu stellen. REWE folgt mit seiner Initiative dem Discounter LIDL. Das Unternehmen akzeptiert bei Frischfleisch, nach eigenen Angaben, bereits seit 2014 kein Fleisch von betäubungslos kastrierten Tieren. Ab 2016 will das Unternehmen im gesamten Sortiment auf Fleisch von unbetäubt kastrierten Schweinen verzichten.

weiter lesen...


11.08.2015

Dennree geht auf den Acker

Dennree, nach eigenen Angaben führendes Biohandelsunternehmen in Deutschland, unternimmt den Einstieg in die landwirtschaftliche Produktion. Entsprechend seiner Postion als Marktführer mit inzwischen 1.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz 2014 von 710 Mio. Euro ist auch die Größendimension des Schrittes auf den Acker beachtlich: Übernommen wird eine konventionell bewirtschaftete Agar-Holding mit drei Betrieben auf insgesamt 4.000 ha Fläche im sächsischen Vogtland kurz vor der tschechischen Grenze. Die Agrofarm 2000 GmbH mit 100 Mitarbeitern umfasst Milch- und Mutterkuhhaltung auf Grünland und mit Futterbau, Biogas sowie den Anbau von Marktfrüchten

weiter lesen...


07.08.2015

Milchbauernaktion vor Aldi-Zentrallager

Am Abend des 4. August haben in Ostfriesland 150 Milchbauern mit 78 Schleppern eine spontane Aktion vor dem ALDI-Zentrallager in Hesel gemacht um gegen die Rolle von Discountern, Molkereikonzernen und Politik beim ruinösen Verfall der Milchpreise zu demonstrieren. Auslöser war die Ankündigung des Handelsunternehmens die Butterpreise zu senken. Angeregt von Bauern vor Ort vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) breitete sich die Idee über soziale Medien innerhalb von 24 Stunden aus. Auch ein örtlicher Kreisbauernverband rief dazu auf, an der Aktion teilzunehmen. Ganze Familien, viele J

weiter lesen...


06.08.2015

Bayern zahlt Schadensersatz für Gentechnik im Honig

Nach jahrelangem Rechtsstreit ist es nun zu einem Vergleich gekommen: Der Imker Karl-Heinz Bablok bekommt vom Freistaat Bayern 6.000 Euro Schadensersatz für gentechnisch verunreinigten, nicht verkaufsfähigen Honig sowie ihm entstandenen Mehraufwand durch Standortverlagerung der Bienenvölker und Nachweiskosten für DNA-Analysen. Die bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft hatte vor zehn Jahren den aus dem Hause Monsanto stammenden gentechnisch veränderten (gv) Mais MON810 im Freiland getest. Pollen der nicht als Lebensmittel zugelassenen gv-Pflanzen gelangten in den Honig des Imkers. Im sogenannten „Honig-Urteil“ hatte der Europäische Gerichtshof (

weiter lesen...


23.07.2015

NEULAND GmbH Bad Bevensen beantragt Insolvenz

Am Freitag, den 17.07.15 hat die NEULAND-GmbH Bad Bevensen, beim Amtsgericht Uelzen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund ist die Überschuldung der GmbH aufgrund der Abschreibung von Außenständen eines in Konkurs gegangenen Kunden. Der Insolvenzgutachter will gemeinsam mit der Geschäftsführung nun einen detaillierten Insolvenzplan erarbeiten. So soll die Vertriebsgesellschaft in Bad Bevensen erhalten werden. Die Nachfrage nach Neuland Fleisch sei durchaus vorhanden, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Erhardt. Metzgereien unter anderem in Braunschweig, Oldenburg und Hannover werden deshalb auch weiter beliefert. Die Ins

weiter lesen...


23.07.2015

Bauernproteste in Frankreich

Seit Anfang der Woche haben die französischen Bauern vor allem im Nordwesten Frankreichs Straßen und Autobahnen blockiert. Darunter auch die Zufahrt des touristischen Mont Saint-Michel. Auch die Zufahrten von Supermärkten und Einzelhandelslagern waren betroffen. Innerhalb kürzester Zeit hat die französische Regierung, offenbar aus Furcht vor einer Radikalisierung der Proteste, jetzt einen „Dinglichkeitsplan“ vorgelegt. Die mit 600 Millionen Euro ausgestatteten Maßnahmen sollen im wesentlichen die Schulden- und Abgabenlast der Landwirte verringern. Darüber hinaus kündigte Landwirtschaftsminister Michel Barnier die Einrichtung einer Kontrollbrigade in d

weiter lesen...


16.07.2015

Milchpreistief

Bei der Handelsplattform Global Dairy Trade ist der Preis über alle Milchprodukte vom ohnehin niedrigem Niveau noch einmal um über 10 % gefallen. Mit 566 Punkten unterschreitet der Price-Index den bisherige Tiefstand des Krisenjahres 2009 mit 573 Punkten. Auch für die Entwicklung des Milchpreises in Deutschland werden dieser Entwicklung Folgen haben. Für die Anfang August mit dem Einzelhandel abzuschließenden neuen Butter-Kontrakte werden diese Preisvorgaben eine der Grundlagen bei den Verhandlungen sein. Die Entwicklung zeigt, wie hoch die aktuelle Milchanlieferung weltweit ist. Dass deutsche Molkereien mit zuletzt vom Bauernverband ins Spiel gebracht

weiter lesen...


14.07.2015

Superabgabe für Exportförderung

900 Mio. Euro Superabgabe müssen die Überlieferer zahlen. Dieses Geld soll jetzt, so Joachim Ruckwied , Präsident des Deutschen Bauernverbands für eine Exportoffensive verwendet werden. Die Forderung ist gut, zumindest in der Logik des Deutschen Bauernverbands. Gleichzeitig lehnt Ruckwied jedwede staatliche Einmischung ab und betont: „Die kritische Situation am Milchmarkt können wir nicht mit den Instrumenten aus der agrarpolitischen Vergangenheit lösen!“ Konkrete Schritte nennt der Präsident nicht. Friedrich Ostendorff, Agrarpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, hält dem Bauernverband genau dies vor: "Sie müssen sich entscheiden: M

weiter lesen...


14.07.2015

„Schießen! Sofort schießen!“

Und sie leben doch, die alten Feindbilder zwischen Naturschützern und Bauern. Zu diesem Schluss jedenfalls kommt man nach dem Lesen eines Interviews, dass die tageszeitung aus Berlin mit dem Geschäftsführer des Bauernbunds Brandenburg geführt hat. Thema: Wölfe. Sobald die sich aus den Schutzgebieten wagen gibt es nach Ansicht des Bauernvertreters nur eine Lösung: „Schießen! Sofort schießen“ Dabei versuchen die Beteiligten, Naturschützer, Bauern, Schäfer und Behördenvertreter, seit vielen Jahren mit runden Tischen, Ausgleichszahlungen und vor allem viel Informationsarbeit das nicht nur unproblematische Miteinander zu gestalten. Das es weitaus mehr Mögl

weiter lesen...


13.07.2015

Freihandel: Hinter die Kulissen geblickt

Anlässlich der in dieser Woche in stattfindenden Verhandlungen zur Ausgestaltung des transatlantischen Freihandelsabkommens in denen es unter anderem um den Schutz geografischer Spezialitäten gehen wird, veröffentlicht der Autor und Journalist Peter Kreysler seine im Auftrag des Europaabgeordneten Martin Häussling erstellte Reportage „Was steckt hinter TTIP? Eine Spurensuche.“ Peter Krysler versuchte mit den Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über ihre Ansichten und Interessen zum Abkommen im Bereich Landwirtschaft und Ernährung sowie der Rolle von Schiedsgerichten, ISDS und dem Regulatorischen Rat in Washington, Brüssel und Berlin ins

weiter lesen...


13.07.2015

TTIP-Resolution im Europaparlament

Am 8. Juli hat das Europäische Parlament seine Resolution zum TTIP-Abkommen mit den USA verabschiedet, mit der es Empfehlungen an die EU-Kommission für die weiteren Verhandlungen ausspricht. Als schwarzen Tag für die Demokratie bezeichnete daraufhin die Europa-Abgeordnete Maria Heubuch den Tag. Denn während auf dem Platz vor dem Parlament in Straßburg die TTIP-Gegner demonstrierten und mehr als 2,3 Millionen Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gegen das Abkommen präsentierten, stimmte die Mehrheit der Abgeordneten für Sonderklagerechte der Konzerne (ISDS) und die regulatorische Zusammenarbeit, mit der schon im Vorfeld von Gesetzgebungsverfahren

weiter lesen...


09.07.2015

NEULAND-Currywurst auch für die Prominenz

Vor 10 Jahren wurde eine der bekanntesten Wurstbuden Berlins, direkt am Brandenburger Tor neu eröffnet. Das besondere daran war das neue Sortiment, die Herkunft des Fleisches stammt ausschließlich aus der bäuerlichen, besonders tiergerechten und umweltschonenden Haltung nach NEULAND-Kriterien. Als eine der ersten Gäste probierte damals die SPD-Politikerin Prof. Dr. Hertha Däubler-Gmelin die klassische Berliner Currywurst. Nun sendeten ihre Parteikollegin Ute Vogt und die grüne, ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast ein Grußwort zum zehnjährigen. Seither hat hat die Wurstbuden-Inhaberin Elke Zieschang unzählige Currywürste und Bratwür

weiter lesen...


08.07.2015

„by disaster or by design“

Dem in der Landwirtschaft oft genannten „Wachsen oder Weichen“ liegt die Annahme zugrunde, es gäbe die Möglichkeit eines permanenten Wachstums. Ist dem so? Auf der Tagung des Agrarbündnis Ende Juni suchten die Teilnehmer unter dem Motto: Bäume wachsen auch nicht in den Himmel Landwirtschaft jenseits von „Wachsen oder Weichen“ nach Antworten. Ganz klar von einer Endlichkeit auch des Wachstums geht Niko Paech, Professor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Uni Oldenburg, aus. Offen bliebe nur ob man dieses Ende des Wachstums aktiv begleite oder aber unkontrolliert hineinstürze, by disaster or by design. Es ging aber nicht nur um Wachstumsperspe

weiter lesen...


07.07.2015

Agrarstrukturgesetz gescheitert

Gerade hat ein multinationales Unternehmen mit Sitz in China seinen Einstieg in einen der größten deutschen Agrarkonzerne KTG verkündet, da muss die Politik einen Rückzieher in Sachen Maßnahmen gegen den Einstieg außerlandwirtschaftlicher Investoren in die Landwirtschaft machen. Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hat seinen Entwurf für ein Agrarstrukturgesetz vorerst auf Eis gelegt. Am Ende war der Widerstand vom Bauernverband zu groß und die Landtagswahl im nächsten März zu nah, als das so ein Projekt, was tatsächlich Wirkung in Sachen einer anderen Agrarstruktur hätte entfalten können noch durchzubringen gewesen wäre.

weiter lesen...


07.07.2015

KTG nach China

Während in der öffentlichen Debatte und in der Politik noch darüber debattiert wird, wie denn Landgrabbing – längst Realität nicht mehr nur in den Ländern des Südens sondern auch bei uns, mindestens in Ostdeutschland – begrenzt oder gar unterbunden werden kann, verkündet einer der größten deutschen Agrarbetriebe den Einstieg eines chinesischen Investors. Die KTG Agrar, ein hamburger Unternehmen, dass besonders in den nordostdeutschen Bundesländern 45.000 ha teils ökologisch, teils konventionell bewirtschaftet und inzwischen auch in Litauen Flächen unter den Pflug genommen hat, verkündete die Übertragung von 620.000 Aktien bzw. einem Anteil von rund 9%

weiter lesen...


01.07.2015

Debatte über Importverbote für Gentechnik

Der Vorschlag der EU-Kommission, den Mitgliedstaaten auch bei Importen von Gentechnikpflanzen Verbotsmöglichkeiten einzuräumen, bekommt immer mehr Kritik. Während der Ministerrat noch nicht darüber befunden hat, lehnen sowohl der Umwelt- als auch der Agrarausschuss des EU-Parlaments den Vorschlag ab. Allerdings sind die Gründe dafür unterschiedlich: Die Gentechnikbefürworter im Parlament und Industrie-Lobbyisten sehen darin einen Verstoß gegen internationales Handelsrecht sowie ein Problem der „Versorgungssicherheit“ für die Tierfütterung in Europa. Damit stoßen sie ins gleiche Horn wie beispielsweise der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT), nach dem „e

weiter lesen...


Sie sehen Artikel 321 bis 340 von 372

Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

01.06.2018

Gegen umweltschädliche Agrarsubventionen haben Greenpeace-Ak