07.06.2018

Bäume auf dem Acker

Agroforstsysteme verbinden unterschiedliche Landnutzungen auf einer Fläche Die landwirtschaftlichen Flächen sind knapp. Eine Intensivierung der Nutzung geht oft zulasten der ökologischen Vielfalt. Agroforstsysteme bieten Möglichkeiten beides zu verbinden. Dieses Landnutzungskonzept wird von ihren Befürwortern deshalb als wichtige Säule für eine zukunftsfähige Landwirtschaft angesehen. Die Agroforstkampagne beispielsweise habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Art der Anbauweise bekannter zu machen und deren Umsetzung voranzutreiben, erklärt Robert Strauch, Koordinator der Kampagne. Die Initiative wurde von dem gemeinnützigen Verein zukunftsFähig e. V.

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02.05.2018

Saatgut den Bauern und Bäuerinnen

Der Zugang zu Saatgut ist für Bauern und Bäuerinnen eine wesentliche Voraussetzung, um Landwirtschaft betreiben zu können und Nahrungsmittel und andere Nutzpflanzen zu erzeugen. Sie fordern gemeinsam mit Gärtnern und Gärtnerinnen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen schon lange, dass dies auch rechtlich anerkannt wird. Im Internationalen Saatgutvertrag der FAO von 2001 wurden bereits die Rechte der Bauern (Farmers‘ Rights) in Bezug auf Saatgut benannt. Aktuell wird an einer Erklärung für die Rechte der ländlichen Bevölkerungsgruppen gearbeitet, die voraussichtlich im Juni 2018 dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zur Annahme vorgelegt w

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02.05.2018

Für eine alternative Züchtung

In aller Munde war und ist die Fusion von Bayer und Monsanto. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Unternehmen, das die schon zuvor hohe Konzentration beider Partner beim Saatgut in einem Unternehmen vereint. Das ist problematisch, weil Abhängigkeiten von Landwirten überall auf der Welt zunehmen. Die Forderung, die Fusion abzulehnen, ist daher sehr verständlich. Aber nicht nur die Besitzverhältnisse, sondern auch die Art und Weise, wie die Züchtung erfolgt, haben große Auswirkungen auf den Erfolg von Bäuerinnen und Bauern, auf die Anbauverfahren und auf die ökologische und ernährungsphysiologische Wertigkeit der angebauten Sorten. Der Ökolandbau dehn

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02.05.2018

Keinen Plan?

Die Journalisten hätten damals gedacht, der Lindemann, der haue aber ordentlich auf die Sahne, erinnerte sich der vorvergangene Landwirtschaftsminister Niedersachsens mal in einem Interview an die Vorstellung des Tierschutzplans in seinem Hause 2011. Ambitioniert klangen die mit konkreten Fristen bedachten Änderungsvorstellungen zur Aufhebung von Missständen einer von Skandalen gebeutelten Nutztierhaltung im Agrarland Nummer eins. Zwar hatte die gesellschaftliche Debatte um Tierwohl noch nicht so viel Fahrt aufgenommen wie heute, zwar wirkten die Fristen in Gerd Lindemanns (CDU) Plan lang, zwar sprachen die noch oppositionellen Grünen noch von einem „e

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02.05.2018

„Transparenz, damit selbstbewusste Entscheidungen getroffen werden können“

Der grüne EU-Parlamentarier Jan Phillip Albrecht zu Datenschutz und der Notwendigkeit neuer Allianzen Unabhängige Bauernstimme: Gerade die Landwirtschaft gilt im Hinblick auf die Digitalisierung als Vorreiter: Maschinen, die Daten sammeln und Software, die diese verknüpft, hoch spezialisierte Anwendungsmöglichkeiten. Bei immer mehr und immer genaueren Daten wird die Frage der Datenhoheit immer wichtiger. Wie lässt sie sich für die Bauern und Bäuerinnen gewährleisten und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es? Jan Phillip Albrecht: Am Wichtigsten ist in diesem Zusammenhang, wo es um eine Vielzahl von generierten Daten des eigenen Betriebs g

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11.04.2018

Unter Kontrolle: Bäuerin und Bauer 4.0

Kommentar: Die EU hat den Zusammenschluss von Bayer und Monsanto weitgehend genehmigt. Es ist ein neuer Höhepunkt in einer Konzentrationswelle der der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereiche. Es betrifft den Kernbereich unseres Lebens: Die Basis für die Erzeugung von Lebensmitteln. Der neue Konzern allein beherrscht 1/3 des Sattgutmarktes. Die größten drei Konzerne werden 61 Prozent des Sattgutmarktes und 71 Prozent des Marktes für Pestizide beherrschen. Aber hinter diesen Konzentrationen stehen viel weitergehende Interessen. Der Einsatz von Pestiziden ist in der Bevölkerung immer weniger akzeptiert. Daher wird intensiv an einer digitalisier

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11.04.2018

Wo sind die Daten?

Das Auge des Herrn sollte das Füttern und die Datenhoheit im Blick behalten Irgendjemand hat sich die Mühe gemacht und gezählt: Fast 300 Mal taucht der Begriff Digitalisierung im aktuellen Koalitionsvertrag auf. Da geht also offenbar was, scheint von übergeordnetem öffentlichem Interesse. Ausgerechnet die Landwirtschaft, sonst eher ein Lebens- und Wirtschaftsbereich, der besonders von außen als etwas hinterwäldlerisch betrachtet wird, ist in dem Thema ganz vorne. Stolz wird immer gerne vermerkt, dass die Landwirtschaft längst digitalisierter sei als die sonst gerne am tollsten und innovativsten daherkommende Autoindustrie: sowohl in der Tierhaltung mi

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11.04.2018

EU-Kommission erlaubt Bayer-Monsanto-Fusion

Nun also doch. Am 21. März 2017 genehmigte die EU-Kommission die Fusion des größten globalen Saatgutunternehmens, Monsanto, mit dem zweitgrößten Pestizidunternehmen, Bayer. Stimmen jetzt noch die restlichen Wettbewerbsbehörden, z. B. in den USA, zu, würde sich Bayer-Monsanto als integrierter Saatgut- und Pestizidanbieter sowie digitaler Gigant an die Spitze der Branche katapultieren. Er würde dann knapp 27 % des weltweiten Saatguts, 27 % der Pestizide und 25 % der erteilten Patente auf Saatgut besitzen sowie erheblichen Technologie- und Investitionsvorsprung im Bereich der digitalen Landwirtschaft haben. „Eine solche konzerngeleitete Entscheidung geht

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11.04.2018

Eine Weideprämie für Schafe

Schäfer demonstrieren in Berlin für einen finanziellen Ausgleich ihrer Leistungen Mehrere Hundert Schäfer waren Anfang März nach Berlin vor die Tore des Bundeslandwirtschaftsministeriums gezogen, um für eine Weideprämie zu demonstrieren. „Wir brauchen diese Prämie, um unsere Existenz zu sichern. Es ist ernst. Viele Schäfer haben bereits ihren Beruf aufgegeben“, warnte Knut Kucznik, Vorsitzender des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg, vor dem Regierungsgebäude und wies auf die sinkenden Erlöse in der Branche hin. „Nur mit Schäfern können Landschaften gepflegt und die Biodiversität erhalten bleiben“, gab er zu bedenken. 38 Euro pro Mutterschaf, das

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09.03.2018

Der Handel legt vor

Der Handel prescht bei der Vermarktung von Tierwohlprodukten mächtig voran: Seit Anfang des Jahres verkauft der Discounter Aldi in einigen Regionen Geflügelfleisch unter seiner neuen Tierwohl-Hausmarke “Fair & Gut”. Mehr Fleischprodukte von weiteren Tierarten und in mehr Regionen sind schon geplant, auch im Premiumsegment. Nur wenig später zog der Konkurrent Lidl mit der Ankündigung nach, ab April eine Haltungskennzeichnung für Fleischfleisch einzuführen: Stufe 1 für gesetzlichen Standard, 2 für „Stallhaltung Plus“, 3 für Auslauf und 4 für Bio. Das Prinzip ist seit der Einführung der Eierkennzeichnung bekannt. Eine Haltungs- und Herkunftskennzeic

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09.03.2018

Hof-, Schweine- und Vermarktungsglück

„Neuland war die Basis, um das Programm so auf die Beine zu stellen”, sagt Hans Schmeh über die 2015 entstandene Vermarktungspartnerschaft einer Gruppe von Bauern und Bäuerinnen mit dem Lebensmitteleinzelhändler (LEH) Edeka Südwest. „Hofglück" heißt die daraus hervorgegangene Premium-Fleischmarke, konzentriert sich auf Schweinefleisch und wird über das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes (DTB) zertifiziert. Schmeh selbst hält Rinder in Baden-Württemberg und ist Mitglied im erweiterten Vorstand der „Erzeugergemeinschaft Süd für besonders art- und umweltgerechte Tierhaltung“, kurz EZO Süd.Hervorgegangen aus dem Neuland-Qualitätsfleischpro

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09.03.2018

Mehr als Pflug oder Spritze

Die designierte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat da offensichtlich etwas nicht mitgekriegt. Sie leistet jedenfalls der Landwirtschaft einen Bärendienst, wenn sie – wie jüngst verkündet – dem Ökolandbau Zugang zu Pestiziden, und sei es auch nur in Ausnahmesituationen, als vermeintliche Problemlöser verschaffen will. Entsprechend sind die Reaktionen vom Bundesverband ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) oder vom grünen Agrarsprecher im Bundestag, Friedrich Ostendorff, der kommentiert: „Die konventionelle Landwirtschaft und der Ökolandbau müssen sich einander annähern, jedoch nicht durch eine „Konventionalisierung“ der Ökoland

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09.03.2018

Milchpreise „stürzen“ ab

Die Auszahlungspreise verschiedener Molkereien sind zum Jahresbeginn dramatisch gefallen. So hat die Breitenburger Milchzentrale eG (Itzehoe, Schleswig-Holstein) ihren Milchauszahlungspreis von 42 Cent/kg im Oktober 2017 in drei Schritten auf 30 Cent/kg für Januar 2018 zurückgefahren. Mit vergleichbaren Preisabfällen sehen sich auch die Lieferanten des DMK konfrontiert. Im Januar war der Auszahlungspreis um 5,2 Cent auf 34 Cent/kg zurückgenommen worden und soll im Februar auf 30 Cent/kg fallen. Auch bei der Sachsenmilch AG geht man für Februar von rund 29 Cent/kg aus. Besonders betroffen vom Preisverfall ist der Spotmilchmarkt. Frei handelbare Milch (

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13.02.2018

Kommentar: Bewegung

20. Januar 2018. 30.000 Menschen bewegen sich und demonstrieren in Berlin, darunter auffällig viele junge Menschen und Junggebliebene, die mit viel Phantasie deutlich machen: Essen ist politisch und wir bieten der Agrarindustrie die Stirn. Vorneweg sehr viele Bäuerinnen und Bauern auf ihren Treckern, mit Bannern und selbstgemalten Schildern, darauf selbstbewusste Forderungen für einen guten Umgang mit den Nutztieren, für die Artenvielfalt, für das Bündnis mit der Gesellschaft und mit den Kleinbauern in aller Welt, gegen das Höfesterben. Konventionell und biologisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern erhalten bei ihren Reden auf den Kundgebungen groß

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13.02.2018

Essen ist politisch

Die Polizeiwagen sind schon lange zu sehen. Aber Blaulicht im Berliner Regierungsviertel ist keine Seltenheit. Eine scheinbar nicht enden wollende Treckerkolonne dann aber schon. 150 Bäuerinnen und Bauern waren mit ihren Traktoren nach Berlin gekommen, um bei der Wir-haben-es-satt-Demo ihr Interesse an einer anderen Agrarpolitik deutlich zu machen. In Bayern, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern hatten sie sich zum Teil schon Tage vorher auf den Weg gemacht, um ihren Protest gegen die agrarindustrielle Landwirtschaft vor die Tore der Grünen

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13.02.2018

Bayer unter Druck

Deutlich zäher als erwartet entpuppt sich die geplante Fusion von Bayer mit Monsanto – zumindest für Bayer. Das Unternehmen plante den Abschluss der Zusammenführung eigentlich für Ende 2017. Für knapp 59 Mrd. Euro will der Leverkusener Bayer-Konzern den US-Giganten Monsanto kaufen und sich damit weltweit an die Spitze der Saatgut- und Pestizidhersteller katapultieren. Sollte die EU-Kommission Anfang März 2018, so der derzeitige Zeitplan, die Fusion von Bayer und Monsanto genehmigen, kontrollieren zukünftig drei Agrarkonzerne mehr als 60 % des globalen, kommerziellen Saatgutmarktes und über 70 % des Pestizidmarktes. Hinzu kommen ihre starken Aktivitäten

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07.02.2018

Die Häutung der Bio-Zwiebel

Am Ende sind alle gern bei den Gewinnern. Als der Kompromiss für eine neue EU-Bioverordnung im November 2017 Rat und Agrarausschuss des Parlaments passiert hatte, nannte es die EU-Kommission einen „Meilenstein für das Wachstum der Biobranche”. Der Agrarrat war zufrieden mit der qualifizierten Mehrheit, das Europäische Parlament war erleichtert über das Ende komplizierter Verhandlungen und der Dachverband der deutschen Bioverbände BÖLW – bis zuletzt erbitterter Gegner einer Revision der geltenden Verordnung – rühmte sich, der Verordnung die „Giftzähne gezogen” zu haben. Davor war fast vier Jahre lang rhetorisches und ideologisches Schlachtfeld. Der 201

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02.01.2018

Kommentar: Wir sehen uns in Berlin!

Es ist mittlerweile die 8. „Wir haben es satt“ Demonstration, zu der die AbL gemeinsam mit zahlreichen anderen Verbände aufruft. Die Demo 2017 war im Jahr der Bundestagswahl als sehr wichtig erachtet worden, aber für 2018 war nicht immer klar, welches Format der Protest anlässlich des Ministertreffens zur Grünen Woche haben soll. Jetzt ist sie wichtiger denn je geworden, denn es ist unwahrscheinlich, dass bis zum 20. Januar eine neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen haben wird. Dabei hat es Hoffnungen gemacht, was in den geplatzten Jamaika Verhandlungen im Bereich Landwirtschaft sondiert worden ist. Viele, von uns geforderten Punkte waren Besta

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02.01.2018

Es muss gehandelt werden

Vertreter aus Politik und Wissenschaft diskutieren mit Bäuerinnen und Bauern über notwendige Weichenstellungen in der Agrarpolitik

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02.01.2018

Viel mehr als ein Vertrag

Persönliche Schritte für die innerfamiliäre Hofübernahme auf einem Seminar für Hofnachfolgende

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Marcus Nürnberger

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Sinay Gandenberger

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